Gehören Wettbewerbe mit Tieren verboten?
-
-
um den Bogen wieder zum thema zu schlagen und der Frage, ob Wettkampf für Tiere okay ist (vereinfacht gesagt ;-)) habe ich ein schönes Beispiel einer Kundin. Die hat ein Pferd fürs Springen. Das Pferd liebt diesen Sport, die brennt dafür. Allerdings hat die Stute nicht die besten Nerven. Bisschen sehr sensibel, flatterig, neigt zu Hysterie wenn sie unsicher ist und bedrängt wird.
Ganz anders auf dem Turnier. Da hat die Nerven wie Drahtseile. Die Springt alles, die ist neben dem Platz total entspannt (also richtig entspannt) die marschiert selbstsicher auf jeden unbekannten Turnierplatz. Die blüht da richtig auf.
Die Besitzerin hat ein feines Händchen für die Stute. Daher klappt das sehr gut mit den beiden. Verstehen tut sie sie aber such nicht immer 🤣 da mössen wir manchmal schon etwas schmunzeln. Komplexer Charakter 😀
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Gehören Wettbewerbe mit Tieren verboten?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Ist etwas OT, aber gibt es denn beim Pferd eine klare "Hackordnung" und falls ja, wofür? Als lauffreudige Weidetiere müssen die ja nun keine Grashalme verteidigen. Damit bleibt ja an sich nur: du bist fremd und damit per se erstmal suspekt oder der Faktor Sexualpartner.
Menschen, denen Macht an sich etwas bedeutet, denken da sicher breiter gefächert und haben sehr viel mehr Mittel. Und mein Verdacht, sie stülpen es dann gerne mal anderen Arten über.
Gibt es beim Pferd tatsächlich mehr Hierarchie als beim Hund? Und falls ja, warum? So evolutionstechnisch gesehen, macht es ja höchstens Sinn, wenn es um Erfahrung geht in "Führungspositionen" und weniger, wer die dickeren Hufe hat. Dass manche konfliktsuchender sind als andere mal außen vor. Und manche eher hochfahren. Und manche eher nach vorne eskalieren. Und andere sehr friedlich ihr Ding machen. Ich habe nur Schafe, keine Pferde, da gibt es, gerade bei Neuankömmlinen, diese Typen aber auch. Mit wirklicher Rangordnung hat das aber nichts zu tun.
-
Es geht weniger um die dickeren Hufe, es geht, neben dem angeborenen Charakter, meist um Lebenserfahrung. Immer schön zu beobachten, wenn die Pferde, (wie unsere über Jahrzehnte), in Herden leben: Da sind es meist die alten, oft schon altersweisen Stuten, die das Sagen haben. Und ja, es gibt eine deutliche Rangordnung, aber in einem funktionierenden Verband sind die Zeichen, mit denen die im Zweifel durchgesetzt wird, so subtil, dass du sie als Außenstehender oft kaum wahrnimmst, so gelassen und selbstverständlich läuft alles ab.
-
aber gibt es denn beim Pferd eine klare "Hackordnung" und falls ja, wofür
jein
In natürlichen Verbänden hat ja (meistens) 1 Hengst eine Gruppe Stuten. Darunter oft eine Lieblinsstute, mit der er sehr oft eine sehr liebevolle Beziehung pflegt. Auch erzieht er und spielt mit den Fohlen. Die Gruppe besteht aus mehreren Stuten mit ihrem Nachwuchs (Jungpferde dürfen oft bis 3 jährig noch bei der Mamma einen Schluck nehmen wenn sie gerade ein Fohlen säugt)
( es wird auch beobachtet, dass sich gute Hengstfreunde eine Stutengruppe teilen und gemeinsam unterwegs sind) wer sich dafür interessiert: Marc Lubesky, Tierfilmer, räumt mit diversen Vorurteilen über Pferdegruppen auf
Unter den Stuten gibt es eine Hierarchie, da ist meistens die Sozialste mit guten Kenntnissen der Umgebung tonangebend. Allerdings wechselt das je nach Situation. Es wird beobachtet, dass je nach Aufgabe eine andere Stute tonangebend ist. Offenbar je nach Fähigkeiten.
Ab einem gewissen Alter müssen die Junghengste die Gruppe verlassen, wegen der Geschlechtsreife. Dann schliessen sich oft Junghengste zu Gruppen zusammen und lernen und wachsen gemeinsam. Teilweise tatsächlich mit älteren Solo Hengsten zusammen.
Althengste ohne Stuten leben teilweise als Einzelgänger, teilweise in Männergruppen und auch da ist je nach Situation einer tonangebend.
Die soziale Struktur von Wildpferden ist faszinierend. Die Kämpfe aber um Stuten oder Territorien kann grauenhaft brutal sein. Dann sieht man, welche Urkraft ein Pferd tatsächlich hat und freisetzen kann.
Das ist aber nicht zu vergleichen mit Gruppen in Gefangenschaft/ Hauspferden. Die werden zwangsweise vergesellschaftet.
Pferdegruppen zu managen benötigt viel Kenntnisse und Fingerspitzengefühl.
Aber auch in diesen Gruppen ist die Rangordnung nie fix. Das ist bei denen allerdings viel stressiger weil weniger Platz, oft Futter im Spiel, zu wenig Bewegung und daher doof im Kopf, zu wenig Schlaf wegen schlechten Ställen oder Platzmangel, Stress im Stall (Pferde sind enorm! stressanfällig) unpassende Sozialpartner etc ppWas man aber such bei Hauspferdegruppen beobachtet ist, dass sich oft mehrere Pferde die „Spitzenpositionen“ teilen Auch da ist keiner alleine für alles zuständig
Ebenfalls ist es so, dass ranghohe Tiere - wenn sie normal sozial und ohne Stress sind - sehr kulante Führungspersönlichkeiten sein können. Sie beschützen such rangniedrige Tiere. Die Untersten dürfen neben den Chefs fressen etc. Das ist bei genug Platz, normaler Sozialisierung und guter Gruppenstruktur schön zu beobachten.
-
Und wie erklärst du dann, dass Entscheider je nach Situation wechseln? Das Beziehung über Hierarchie steht?
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Der Leitwolf geht auch nicht immer voran und natürlich haben Pferde in einer Herde auch hierarchieübergreifend Beziehungen, die teilweise sogar beständiger sind als Hierarchiewechsel.
Ich bin Heterarchy gegenüber durchaus aufgeschlossen, und verfolge interessiert Aussagen von Lucy Rees. Wenn als Folge z.B. mittlerweile Zuchthengste nicht mehr in Alleinhaltung gehalten werden, finde ich das großartig.
Selber habe ich nur mit Mustangs und Quarterhorses zu tun und da kann ich das von mir Geschriebene auch heute noch beobachten.
kann man übrigens cooler Weise beim Pferd durch mehr Platz lösen.
Dauerhaft aus meiner Sicht nicht, da das Zusammenführen idealerweise auf einer riesengroßen Wiese passiert - wo genug Ausweichmöglichkeiten bestehen. Und trotzdem fing irgendwann ein Pferd an, den Abstand zum anderen bewußt zu verringern.
-
-
Wäre ja auch doof wenn die sich nur noch in diagonalen Ecken aufhalten können!
Boar ist das teils anstrengend hier im Forum momentan
-
Boar ist das teils anstrengend hier im Forum momentan
Dann klick doch einfach weiter Emojis an. Ich find Gegenargumentationen sehr interessant.
-
Die Pferdediskussion ist zwar spannend, aber das driftet jetzt arg vom Eingangsthema ab ...
-
warum darf kein Reiter mehr auf mein Pferd, obwohl er Freude daran hat, weil jemand es grotesk findet?
Wenn du dir das Verbot aufgrund meiner Empfindung selbst auferlegen magst, nur zu.
-
warum darf kein Reiter mehr auf mein Pferd, obwohl er Freude daran hat, weil jemand es grotesk findet?
Wenn du dir das Verbot aufgrund meiner Empfindung selbst auferlegen magst, nur zu.
Ich habe einzig auf Deinen Satz reagiert :
Bei Pferden bin ich übrigens komplett gegen Wettbewerbe UND ganz normales Freizeitreiten.
Und siehe meine Argumentation, darin begründe ich, warum ich es für falsch halte.
Externer Inhalt i.ibb.coInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Grundsätzlich denke ich übrigens, dass es tatsächlich schwierig ist, Wettbewerbe frei zu halten von "falschem Ehrgeiz". Hier wurde irgendwo geschrieben, bei Wettbewerben geht es ums gewinnen (ich weiß leider gerade nicht mehr wer, und habe es nicht als Zitat angeklickt leider). Ich finde, das stimmt nur zum Teil. Im Gunde kenne ich es so, dass ich in Prüfungen (und damit auch auf jeglichen Turnieren) erstmal den eigenen Leistungsstand überprüfe. Wenn ich dann besser bin, als alle anderen, dann gewinne ich. Ansonsten sehe ich, wie erfolgreich mein Training aktuell ist, und wo ich mich noch verbessern kann. (wenn einem die Einschätzung des eigenen Trainers nicht reicht - mir reicht die beispielsweise).
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!