Gehören Wettbewerbe mit Tieren verboten?
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Warum darf ein Pferd denn nicht auf die Koppel?
Dafür gibt's viele Gründe. Wenn die Koppel z.B. vereist oder versumpft ist, ist das kein Spaß für die Tiere und später auch nicht für den Menschen, wenn die Tiere dauerhaft feucht stehen und daurch Hufkrankheiten bekommen.
Am natürlichsten wäre deshalb geräumige Weidehaltung mit genug Baumbewuchs als Regenunterstand und Sonnenschutz - kann leider nicht jeder bieten.
Mein Pony hatte zb im Sommer 24/7 Weidegang und im Winter die gesamte Zeit mit Tageslicht. Haltung in einer gemischten Herde, wirklich große Koppeln.
Und selbst der war bis Ende 20 wirklich unleidlich, wenn er mal ne Weile nicht geritten wurde, weil ich zb im Urlaub war.
Klingt komisch, aber der hatte da wirklich einfach großen Spaß dran.
(Hatte, weil er schon länger verstorben ist.) - Vor einem Moment
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Hallo,
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Fuchshexchen schlicht und ergreifend Übergewicht. Und Platzmangel. Da ist man dann wieder darf man ein Tier halten. Deutschland ist, wenn man es denn so will, nicht zur Haltung von Pferden ohne menschliche Bewegung gemacht. Auch nicht die lustigen Wildpferdeareale die es gibt, ich würde mir da mitunter mehr Mensch wünschen, damit es in meinen Augen artgerecht ist. Ich hatte nie das Gefühl, dass meine Pferde etwas dagegen haben das ich das Bedürfnis, mal einen Kilometer am Stück galoppieren dadurch befriedige das ich mich tragen lasse, weil ich zu Fuß zu langsam bin. Habe auch das Gefühl, dass die Zunahme von Lungenproblemen von Pferde steigt seitdem das immer seltener gemacht wird. Die Heuqualität wird zwar in Summe durch die neuen Maschinen schlechter, aber die Haltung heutzutage ist viel besser als früher. Überhaupt außer bei sehr kleinen Pferden und sehr fitten Menschen ist der Mensch selbst im Schritt der Hauptgangart des Pferdes zu langsam und Dauerausbremsen führt zu Problemen.
Beastmaster all diese Verbote sind aus Hundesicht einseitig. Genau das meine ich mit Moralvorstellungen des Menschen. Oder ein alltagsnahes Beispiel, Hunde haben kein Problem mit anderen Hunden, weil sie nicht leinenführig sind. Da besteht überhaupt kein Zusammenhang.
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Wenn das nicht jeder bieten kann... Muss dann jeder ein Pferd haben?
Muss nicht, aber manche möchten halt, obwohl die Haltungsbedingungen nicht optimal sind. :-)
Man darf dabei nicht vergessen, dass auch in der Herdenhaltung auf der Weide Konflikte unter den Pferden entstehen und das Omega (rangniedrigstes Pferd in der Herde) deshalb verprügelt wird, um den Stress abzubauen. Aus Pferdesicht ist das ein völlig normales Verhalten, aber manche Halter wollen das nicht, jedenfalls nicht, dass ihr Pferd andauernd Dresche kriegt.
Da sind wir dann aber wieder bei der Grundsatzfrage, wieviel Einschränkung wir unseren Tieren zumuten können.
Also in natürlich gewachsenen Herden wird, meines Wissens nach, das Omegatier nicht pauschal verprügelt. Handelt es sich dabei doch meist um alte Tiere, die einfach keine andere Stellung innerhalb der Herde mehr erkämpfen (wollen). Die Konflikte bei von Menschen zusammengesetzten Herden liegen eher genau daran: "künstlich zusammengestellt" und am Platzmangel, denke ich.
Aber warum Menschen Pferde halten, obwohl sie nicht optimale Bedingungen schaffen können, liegt ja an ähnlichen Gründen, weswegen sich auch Menschen Hunde halten, obwohl sie nicht die besten Voraussetzungen dazu haben -
Fuchshexchen Pferde wurden die letzten 4000 Jahre auf extreme Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft gezüchtet.
Wer einfach pauschal raushaut, reiten sei unnatürlich und deshalb schädlich fürs Pferd, der vergisst den Faktor "Tierwohl".
Pferde müssen mit Verstand, Geduld und viel Wissen korrekt ausgebildet werden. Ja. Dann sind sie aber bis ins höchste Alter gesund und leistungsfähig. Das Wohl betrifft nicht nur den Körper. Sondern auch den Kopf! Mental wollen Pferde arbeiten. Die tun das gerne und sie tun es wenn sie dürfen intensiv. Freiwillig. Ich empfehle jedem, mal Anfang der Holzrücke Saison mit in den Wald zu gehen. Und sich mal live anzuschauen, wie heiss die Kaltis auf die Arbeit sind wenn sie endlich wieder ins Holz dürfen.
Die Leistungsfähigkeit eines Pferdes liegt aber oft jenseits jeglicher Vorstellungskraft sehr vieler Pferdehalter. Was wirklich Arbeit ist für ein Pferd, ist mehr, als die meisten Pferdehalter liefern können.
1h um den Wald spazieren, dazu noch etwas Bodenarbeit und paar Tricks - das ist nichts, was den Körper eines Pferdes intensiv fordert. Allerdings ist gerade die immer wieder intensive Bewegung genau das, was den Pferdekörper gesund erhält. Die Evolution hat den Pferdekörper zu einer Hochleistungsmaschine gemacht. Die meisten Pferde heutzutage stehen sich kaputt und langweilen sich zu Tode.
Sehr viele Pferde, mit denen man korrekt und anständig umgeht, lieben es geritten zu werden. Da geht es auch mal schneller vorwärts, da ist man auch mal paar Stunden unterwegs. Draussen. An der frischen Luft. Pferde sind im Kopf mittlerweile enorm leistungsbereit. Die WOLLEN was tun. Das ist das Ergebnis harter Selektion, unter anderem durch härteste Wettkämpfe (siehe Distanzbereich), durch harte natürliche Selektion (Island, Mongolei) durch Kriege (siehe Trakehner, Lipizzaner, Berber, Araber, alle Russen etc.) und durch lange, lange züchterische Selektion.
Man kann Pferde auf der Weide stehen lassen und sich das schönreden als "so natürlich". Dann aber muss man auch der Tatsache ins Auge sehen, dass man ein hoch intelligentes Tier in einem künstlichen Umfeld stehen lässt. Pferde sind teilweise Steppenbewohner, teilweise Waldbewohner. (siehe Wildpferde in Alberta oder Neuseeland) Die laufen kilometerweise, durch unwegsames Gelände, die sind den ganzen Tag beschäftigt. Die schaufeln sich nicht den ganzen Tag Turbogras in den Bauch. Der grösste Teil von unseren Weiden sind langweilig flach, viel zu nahrhaft, bieten keine Stimuli etc. So dermassen mega rosa Happy World ist reine Weidehaltung für Pferde nicht immer. Man muss einiges tun, damit Weidepferdleben für das Tier gut ist, nicht nur für das Gewissen des Menschen.
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Da sind wir dann aber wieder bei der Grundsatzfrage, wieviel Einschränkung wir unseren Tieren zumuten können.
Wenn ich das richtig verstehe, ist doch das mit der Haltung ein Grundbedürfnis? Große Weide mit Bäumen und freier Bewegung und einer Herde ist etwas, was für ein gesundes Pferd wirklich wichtig ist?
Wie sehr kann man das vernachlässigen wegen meines bedürfnisses unbedingt ein Pferd haben zu wollen?
Werden dann Pferde, die im Stall stehen, jeden Tag geritten? Draußen oder auch nur in der Halle?
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Fuchshexchen Pferde wurden die letzten 4000 Jahre auf extreme Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft gezüchtet.
Wer einfach pauschal raushaut, reiten sei unnatürlich und deshalb schädlich fürs Pferd, der vergisst den Faktor "Tierwohl".
Pferde müssen mit Verstand, Geduld und viel Wissen korrekt ausgebildet werden. Ja. Dann sind sie aber bis ins höchste Alter gesund und leistungsfähig. Das Wohl betrifft nicht nur den Körper. Sondern auch den Kopf! Mental wollen Pferde arbeiten. Die tun das gerne und sie tun es wenn sie dürfen intensiv. Freiwillig. Ich empfehle jedem, mal Anfang der Holzrücke Saison mit in den Wald zu gehen. Und sich mal live anzuschauen, wie heiss die Kaltis auf die Arbeit sind wenn sie endlich wieder ins Holz dürfen.
Die Leistungsfähigkeit eines Pferdes liegt aber oft jenseits jeglicher Vorstellungskraft sehr vieler Pferdehalter. Was wirklich Arbeit ist für ein Pferd, ist mehr, als die meisten Pferdehalter liefern können.
1h um den Wald spazieren, dazu noch etwas Bodenarbeit und paar Tricks - das ist nichts, was den Körper eines Pferdes intensiv fordert. Allerdings ist gerade die immer wieder intensive Bewegung genau das, was den Pferdekörper gesund erhält. Die Evolution hat den Pferdekörper zu einer Hochleistungsmaschine gemacht. Die meisten Pferde heutzutage stehen sich kaputt und langweilen sich zu Tode.
Sehr viele Pferde, mit denen man korrekt und anständig umgeht, lieben es geritten zu werden. Da geht es auch mal schneller vorwärts, da ist man auch mal paar Stunden unterwegs. Draussen. An der frischen Luft. Pferde sind im Kopf mittlerweile enorm leistungsbereit. Die WOLLEN was tun. Das ist das Ergebnis harter Selektion, unter anderem durch härteste Wettkämpfe (siehe Distanzbereich), durch harte natürliche Selektion (Island, Mongolei) durch Kriege (siehe Trakehner, Lipizzaner, Berber, Araber, alle Russen etc.) und durch lange, lange züchterische Selektion.
Man kann Pferde auf der Weide stehen lassen und sich das schönreden als "so natürlich". Dann aber muss man auch der Tatsache ins Auge sehen, dass man ein hoch intelligentes Tier in einem künstlichen Umfeld stehen lässt. Pferde sind teilweise Steppenbewohner, teilweise Waldbewohner. (siehe Wildpferde in Alberta oder Neuseeland) Die laufen kilometerweise, durch unwegsames Gelände, die sind den ganzen Tag beschäftigt. Die schaufeln sich nicht den ganzen Tag Turbogras in den Bauch. Der grösste Teil von unseren Weiden sind langweilig flach, viel zu nahrhaft, bieten keine Stimuli etc. So dermassen mega rosa Happy World ist reine Weidehaltung für Pferde nicht immer. Man muss einiges tun, damit Weidepferdleben für das Tier gut ist, nicht nur für das Gewissen des Menschen.
Danke!!!
Das hilft mir als ehemalige Wendyheftleserin ohne Ahnung von Pferden wirklich weiter!
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Wenn der Mensch eine Tierart domestiziert, verliert diese im Großteil der Fälle ihre Freiheit .....
Ja, diese romantisch verklärte wunderbare Freiheit der Tiere in der von Menschen unbeeinflussten Umgebung ....
Hat bloss rein gar nichts mit der Realität der frei lebenden Tiere zu tun.
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Warum schließt das Eine, das Andere aus?
Mir war gute Haltung meiner Pferde immer wichtig und aktuell habe ich ein Pferd, dass nicht mehr geritten werden kann. Die wurde ausgewildert, echte Herde, viel Platz, Fohlen und Jungpferde erziehen. Nur ich konnte sie nur noch sporadisch besuchen. Es kam aber jemand einmal am Tag vorbei zum Beine zählen. Fand sie doof, hat sie noch kränker gemacht als sie sowieso schon ist. Ist übrigens voll das treulose Pferd, es geht da nicht um mich, sie möchte mit irgendeinem Menschen irgendwas machen.
Gebe ja offen und ehrlich zu, so kompromissbehaftet wie jetzt hat dieses Pferd noch nie gelebt. Aber ich kann täglich was mit ihr machen und sie ist wieder glücklich
ich laufe da übrigens immer nebenher und habe wochenlang das Problem das sie an jedem Baumstamm, Bank, etc. parkt und ich doch bitte aufsteigen soll, wenn ich mich einmal zum Bach furten 30 Sekunden draufsetze, damit ich keine nassen Füße kriege. Wer mich kennt, habe ich ihr unter Garantie nie beigebracht, war immer sportlich genug, dass ich, mal eben schnell im Schritt oder Trab draufhüpfen konnte, warum Zeit mit Erziehung verschwenden, wenn man auch was Schönes machen kann 
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Fuchshexchen Pferde wurden die letzten 4000 Jahre auf extreme Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft gezüchtet.
Wer einfach pauschal raushaut, reiten sei unnatürlich und deshalb schädlich fürs Pferd, der vergisst den Faktor "Tierwohl".
Pferde müssen mit Verstand, Geduld und viel Wissen korrekt ausgebildet werden. Ja. Dann sind sie aber bis ins höchste Alter gesund und leistungsfähig. Das Wohl betrifft nicht nur den Körper. Sondern auch den Kopf! Mental wollen Pferde arbeiten. Die tun das gerne und sie tun es wenn sie dürfen intensiv. Freiwillig. Ich empfehle jedem, mal Anfang der Holzrücke Saison mit in den Wald zu gehen. Und sich mal live anzuschauen, wie heiss die Kaltis auf die Arbeit sind wenn sie endlich wieder ins Holz dürfen.
Die Leistungsfähigkeit eines Pferdes liegt aber oft jenseits jeglicher Vorstellungskraft sehr vieler Pferdehalter. Was wirklich Arbeit ist für ein Pferd, ist mehr, als die meisten Pferdehalter liefern können.
1h um den Wald spazieren, dazu noch etwas Bodenarbeit und paar Tricks - das ist nichts, was den Körper eines Pferdes intensiv fordert. Allerdings ist gerade die immer wieder intensive Bewegung genau das, was den Pferdekörper gesund erhält. Die Evolution hat den Pferdekörper zu einer Hochleistungsmaschine gemacht. Die meisten Pferde heutzutage stehen sich kaputt und langweilen sich zu Tode.
Sehr viele Pferde, mit denen man korrekt und anständig umgeht, lieben es geritten zu werden. Da geht es auch mal schneller vorwärts, da ist man auch mal paar Stunden unterwegs. Draussen. An der frischen Luft. Pferde sind im Kopf mittlerweile enorm leistungsbereit. Die WOLLEN was tun. Das ist das Ergebnis harter Selektion, unter anderem durch härteste Wettkämpfe (siehe Distanzbereich), durch harte natürliche Selektion (Island, Mongolei) durch Kriege (siehe Trakehner, Lipizzaner, Berber, Araber, alle Russen etc.) und durch lange, lange züchterische Selektion.
Man kann Pferde auf der Weide stehen lassen und sich das schönreden als "so natürlich". Dann aber muss man auch der Tatsache ins Auge sehen, dass man ein hoch intelligentes Tier in einem künstlichen Umfeld stehen lässt. Pferde sind teilweise Steppenbewohner, teilweise Waldbewohner. (siehe Wildpferde in Alberta oder Neuseeland) Die laufen kilometerweise, durch unwegsames Gelände, die sind den ganzen Tag beschäftigt. Die schaufeln sich nicht den ganzen Tag Turbogras in den Bauch. Der grösste Teil von unseren Weiden sind langweilig flach, viel zu nahrhaft, bieten keine Stimuli etc. So dermassen mega rosa Happy World ist reine Weidehaltung für Pferde nicht immer. Man muss einiges tun, damit Weidepferdleben für das Tier gut ist, nicht nur für das Gewissen des Menschen.
Ja, das deckt sich mit meinen rudimentären Erfahrungen mit den Kaltblütern meines Opas, der sie zum Holzrücken hatte und meiner Reitbeteiligung an einem Quarter Horse. Da habe ich immer scherzhaft gesagt, dass die keinen Deut besser ist als meine Border Collies. Sie lechzte nach Beschäftigung und Arbeit. Alle genannten Pferde hatten 24 Stunden Zugang zur Weide.
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Sind sie ohne Reiten unausgelastet, oder ohne Beschäftigung, da der Mensch, wenn er nicht reitet auch sonst nichts mit dem Pferd macht, es aber dennoch in einer 4x3m Box lebt mit stundenweise Koppelgang?
Also, die Pferde, an die ich so denke, sind tatsächlich ohne REITEN unausgelastet. Wenn ich als ein Beispiel das Pferd einer Freundin nehme, 21jährige Trakehnerstute, noch gut m Training. Meine Freundin ist beruflich viel unterwegs (letzte Woche in Italien, davor "bloß" in Nordrhein Westfalen) und das Pferd reiterlich anspruchsvoll. Ich helfe dann teilweise aus, und arbeite die Stute mal an der Doppellonge (reiten würde ich sie nicht wollen, wäre einfach nicht mein Kaliber und mittlerweile mir auch zu groß), und wenn meine Freundin dann wieder da ist (Pferd steht nachts in der Box, kommt morgens um sieben auf die Weide oder das Paddock, und wird am Abend wieder reingeholt), ist die Stute schon "auf Zinne" und erst nach einigen Tagen wieder zufriedener, wenn sie wieder ein paar Tage geritten wurde.
Meinem eigenen ist das in der Art im Grunde schnuppe, der tut auch gerne mal was anderes, als geritten zu werden, wird meist eh nur zwei bis dreimal die Woche geritten, den Rest der Woche machen wir andere Dinge. Aber der hat richtig Freude am Reiten, und er arbeitet auch gern am Langzügel und so weiter - aber ich kann weder am Landzügel noch an der Doppellonge DAS bieten (bewegungstechnisch), was wir unter dem Reiter tun, und das macht auch noch mal einen Unterschied.
Warum darf ein Pferd denn nicht auf die Koppel?
Bei uns in der Region dürfen die meisten Pferde auf Koppeln, oder eben (wenn sie Probleme mit zu viel Futter bekommen, was auf der Koppel möglich ist) auf große Sandflächen, damit sie sich in der Gruppe bewegen können. Ja, es gibt auch die Ställe, wo das Pferd im Winter nur ne Stunde raus kommt (oder gar nicht, wenn der Stall "nur" Sommerweiden hat, und im Winter kein Auslauf vorgesehen ist - das entspricht aber beispielsweise schon nicht mehr den Leitlinien der Pferdehaltung), und ansonsten geritten werden. Ich habe in Ställen gejobbt, bei denen die Pferde nicht mehr raus kommen, wenn der Boden gefroren ist, aus Sorge vor Verletzungen (meiner Erfahrung nach hat man dann allerdings tatsächlich so unausgeglichene Pferde, dass das Verletzungsrisiko eher höher ist als wenn sie sich frei bewegen dürften....)...
Am Ende ist aber "auf der Koppel herumlaufen" und "geritten werden" noch ein eklatanter Unterschied.
Dafür gibt's viele Gründe. Wenn die Koppel z.B. vereist oder versumpft ist, ist das kein Spaß für die Tiere und später auch nicht für den Menschen, wenn die Tiere dauerhaft feucht stehen und daurch Hufkrankheiten bekommen.
Ohne Frage - das Ziel sollte auch bei Matsch und Co immer sein, dass die Pferde auch trocken stehen können, selbst wenn sie es nicht 24 / 7 tun. Damit sie gesund bleiben....
Wenn das nicht jeder bieten kann... Muss dann jeder ein Pferd haben?
Auch da muß jeder für sich entscheiden. Für mich wäre es undenkbar, mein Pferd in einen Stall zu stellen, in dem die Pferde nur stundenweise herauskommen. Wenn ich ein Pferd habe, dann muß ich dafür sorgen, das es bestmöglich gehalten wird, damit es lange gesund bleibt, auch im Sinne des Tierschutzes. Und wenn ich das nicht kann, dann hätte ich tatsächlich Bedenken, mir ein Pferd zu halten. Rein ethisch betrachtet ist diese Frage daher in meinen Augen berechtigt.
Es werden jetzt schon reihenweise Pferde abgeschafft weil die Besitzer sich die Haltung nicht mehr leisten können. Wenn man da auch noch dran dreht haben wir demnächst keine Pferde mehr in Privathaltung
Siehe oben, ich denke, das muß jeder für sich verantworten und für sich entscheiden. Für Pferde gibt es Leitlinien der Haltung, die besagen, dass sich Pferde im angemessenen Rahmen frei bewegen können müssen.
ZitatAlles anzeigenPferde haben somit einen Bedarf an täglich mehrstündiger Bewegung.
Mangelnde Bewegung kann die Ursache von Verhaltensstörungen sein und bedingt Schä-
den, insbesondere am Bewegungsapparat. Darüber hinaus beeinträchtigt Bewegungsmangel
auch die Selbstreinigungsmechanismen der Atemwege sowie den gesamten Stoffwechsel.
In allen Pferdehaltungen ist daher täglich für ausreichende, den physiologischen Anforde-
rungen entsprechende Bewegung der Pferde zu sorgen. Kontrollierte Bewegung (Arbeit,
Training) beinhaltet nicht die gleichen Bewegungsabläufe wie die freie Bewegung, bei der
die Fortbewegung im entspannten Schritt überwiegt, aber auch überschüssige Energie und
Verspannungen abgebaut werden können. Daher kann kontrollierte Bewegung die freie Be-
wegung nicht vollständig ersetzen. Allen Pferden, insbesondere aber Zuchtstuten, Fohlen
und Jungpferden muss sooft wie möglich Weidegang und/oder Auslauf angeboten werden.Aus "Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten von 2009"
Ich für mich könnte daher kein Pferd halten, was vorwiegend in der Box steht.
Wenn ich mich in meiner Region so umsehe, sollte es bei uns keinen Einfluss auf die Population der Freizeitpferde haben.
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