Beiträge von Rowan

    Sam und ich sind heute nachmittags eine kurze Runde missmutig durch Regen und Schlamm gestapft. Er hatte keinen Regenmantel an, den er nicht mag, wollte trotzdem sein grosses Geschäft wieder nicht erledigen. Im Regen geht das nicht! :klugscheisser:

    Es lag also letztes Mal nicht (nur) am Mantel. Er mag keinen Regen. Ich auch nicht. Aber ich muss draussen nichts machen. :hust:

    Es waren keine anderen Hundebesitzer unterwegs, wir hatten die Strecke für uns. Wenigstens etwas.

    Ich habe ein Tracker-Täschchen für meinen Tractive, von josi.li, Halsbandtaschen.de. Man kann sie für diverse Halsband- oder Geschirrbreiten bestellen, sogar für bestimmte Trackermodelle, in vielen Farben.

    Die Täschchen sind genial, sie schützen den Tracker, der Hund kann damit sogar ins Wasser, und lassen sich bombenfest anbringen. Passen ans Annyx Geschirr, ich habe auch eins für meinen Schäferhundmix, aber auch ans Halsband, wenn es nicht zu schmal ist.

    Der grosse Tractive ist immer irgendwie unbequem und zieht sowohl am Geschirr zur Seite wie auch am Halsband nach unten. Ich habe den kleinen Tractive, den man am Halsband befestigen kann, ohne dass er dem Hund dann immer unterm Kinn hängt. Beim kleinen Tractive ist nur die Akkuleistung nicht so gross, nan muss öfter aufladen. Ansonsten sind die Funktionen diesselben.

    Zu dir rufen, aber verbunden mit einem "alles gut" oder "alles ok". Nicht das Bellen verbieten, kein Abbruchkommando, sondern dem Hund klarmachen, dass es gut ist und du dich darum kümmerst. Er bellt ja nicht, weil es ihm gerade Spass macht, sondern weil er etwas anzeigt, meldet, weil ihn etwas irritiert oder auch verunsichert und ängstlich macht. Wenn du ihm vermittelst, dass du ihn gehört hast und er sich nicht kümmern muss bzw. alles in Ordnung ist, wird er lernen, ok, ich habe es mitgeteilt, der Rest ist das Problem vom Frauchen.

    Abbrechen würde heissen, dass du ihm das Bellen verbietest. In meinen Augen ist das so, als würde man ihm in bestimmten Situationen das Atmen verbieten. Bellen, melden, kundtun, wenn man etwas komisch oder bedrohlich findet oder etwas den Hund verunsichert, gehört zum Hundsein mit dazu. Nicht das Bellen ist mM das eigentliche Problem, obwohl man das als Mensch immer so wahrnimmt, sonder was den Hund zum Bellen veranlasst. Das sollte man primär als Mensch in den Blick nehmen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass ein Zwergpudel wie eurer keinen Wachhund-Instinkt hat, sondern es ihn irritiert und verunsichert, wenn er was Ungewohntes hört, zumal er ja noch nicht lange bei euch ist.

    Das funktioniert bei meinem 7jährigen Schäferhundmix Sam, den ich erst seit 6 Wochen habe, auch.

    Anfangs bellte er bei jedem Geräusch im Haus ( Mehrfamilienhaus), bei jedem,der an unserer Wohungstür vorbeiging, bei jedem Gespräch von Nachbarn im Treppenhaus, kurz, er bellte sehr, sehr oft.

    Ich habe ihm dann 1. den Flur verboten, (die Tür zum Flur ist immer angelehnt und er darf nur in den Flur, wenn wir rausgehen), damit er nicht vor der Wohnungstür liegt und bei jedem Geräusch anschlägt, und 2. immer "alles ok" gesagt, wenn er bellte, teilweise bin ich auch zur Tür und habe es " überprüft", manchmal war dann auch etwas bestimmter "ruhig jetzt" nötig. Das hat sein Bellen deutlich reduziert und verkürzt.

    Seit ich ihn bei jedem Bellen zu mir rufe und "alles ok" sage, bellt er nur noch laut, wenn jemand klingelt. DHL, Besuch oder sonstwer. Dann schicke ich ihn ins Nebenzimmer, mache die Tür zu, er ist dann sofort ruhig, und wenn er wieder raus darf, kriegt er jedesmal ein Leckerlie und ein Lob fürs Ruhigsein.

    Er wufft immer noch, wenn ihm was komisch oder ungewohnt erscheint, hört aber mit dem Wuffen auf, wenn er merkt, ich habe es gehört und es ist alles in Ordnung. Dieses Anzeigen will ich ihm auch gar nicht verbieten, sondern lobe ihn auch dafür, wenn er kurz wufft, also meldet, und die Sache dann mir überlässt. Er ist nun mal auch ein Wachhund, das gehört zu ihm dazu und zu seinen Instinkten, und so gesehen macht er seinen Job gut, wenn er was meldet.

    Das ist mir bei Sam auch aufgefallen. Wenn es mir im Schlafzimmer zu kalt wird und ich kurz die Heizung anmache, um auf kuschelige 19 Grad zu kommen, geht Sam. 19 Grad sind ihm zu warm. :ugly:

    Er hat aber auch ein Fell wie ein Schlittenhund am Südpol. Was macht er bloss im Sommer bei 35 Grad?

    Sam wechselt in der Nacht oft sein Lager. Anfangs, als er noch neu war und sich nur auf sein Hundebett traute, das ich ihm gezeigt hatte, blieb er die ganze Nacht dort.

    Inzwischen weiss er, dass er schlafen und liegen darf, wo er will, und dass er auch auf die Couch darf. Jetzt wechselt er nicht nur tagsüber, sonder auch nachts meistens. Er fängt abends im Hundebett ab, völlig entspannt, schnarcht und schläft dort ein paar Stunden, legt sich dann auf seine Lieblingsstellen auf dem Teppich, wieder entspannt und längelang ausgestreckt, und beendet schliesslich die Nacht häufig auf der Couch.

    Ich finde das gleichermassen lustig und faszinierend. Warum macht er das? Ist das irgendein Instinkt, der dem Hund sagt, Lager wechseln bringt mehr Sicherheit? Oder macht Sam das, einfach weil er es kann und frei ist, sich hinzulegen, wo er möchte? Oder schnarche ich zu laut? :D Er sucht meistens meine Nähe. Anfangs klebte er förmlich an mir. Deshalb finde ich es gut, dass er mittlerweile auch entspannt in einem anderen Zimmer schläft und nicht immer direkt in meiner Nähe. Ich interpretiere das so,dass er sich inzwischen bei mir wohl und sicher genug fühlt, dass er mich auch mal aus den Augen lassen kann.

    Er ist übrigens nachts immer komplett ruhig, auch bei lauten Geräuschen, Vorbeitrappeln von Nachbarn am der Wohnungstür oder sonstigem Lärm draussen. Es ist also nicht so,dass er nachts "patrouilliert" und deshalb den Liegeplatz wechselt.

    Wie schlafen eure Hunde, was für Schlafgewohnheiten haben sie?

    Pferdefleisch pur ist sehr fettarm. Von Macs, Happy Dog und wohl auch anderen Herstellern gibt es Pferd in der Dose als Monoprotein und ohne andere Zusätze wie Kartoffeln, Gemüse usw., also auch ohne Kohlenhydrate. Einfach nur Pferd pur. Ich habe einen Futtermittelallergiker,der damit (und mit Pferd mono Trofu) gut klarkommt.

    Ich weiss, dass viele Dosennassfutter hier ablehnen, aber bei euch geht es ja jetzt darum, überhaupt Futter in den Kleinen reinzukriegen, das drin bleibt,damit auch die Medis wirken können und nicht mit dem Durchfall durchrauschen. Über die Feinjustierung bei der Ernährung kann man ja später immer noch nachdenken. Im Augenblick braucht Cuper Futter, das drinbleibt, das kohlenhydratarm und möglichst fettarm ist.

    Bei so einem starken Durchfall ist der Hund sehr schnell auch dehydriert, was das Ganze, gerade bei einem Welpen, noch gefährlicher macht. Das würde ich auch im Auge behalten. Einen Menschen würde man bei starkem anhaltenden Durchfall an denTropf hängen.

    Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass es Cuper bald etwas besser geht!

    Spaziergang mit Sam. Plötzlich tauchen von der Seite einen kleinen Abhang zum Weg hoch zwei Personen mit einem zum Niederknien süssen Welpen an der Schleppleine auf. Ich nehme Sam kurz, die beiden versuchen ihren Welpen und die Schleppleine einzusammeln. Der kleine Rüde wollte aber nicht, er wollte den - im Vergleich zu ihm - riesigen Hund freudig kennenlernen. Bellte nicht, wedelte aber mit dem ganzen Hinterteil auf seinem Weg zu Sam. :lol:

    Was macht Sam? Bleibt ruhig stehen, ich sehe, dass er ganz entspannt und friedlich ist, gebe ihm etwas mehr Leine, der Welpe beschnuppert ihn, Sam beschnuppert den Kleinen, der begeistert um ihn herumwuselt und mit Sam spielen will, um ihm rumrennt, und auch hinten Sam beschüffeln darf. Der nun auch eine Spielaufforderung macht.

    Wir haben es aber dann friedlich und freundlich beendet. Spielen an der Leine erlaube ich nicht . Zum Abschied sauste der Welpe noch mit seiner Endlosleine um Sam und mich herum, so dass der Welpenbesitzer uns erst wieder auswickeln musste.

    Die beiden Welpenbesitzer haben sich sehr gefreut, dass ihr Knirps eine gute, entspannte Hundebegegnung und Erfahrung erleben durfte, und haben sich dafür ausdrücklich bedankt.

    Und ich habe mich riesig über Sam gefreut, dass er so super mit dem Welpen umgegangen ist. :cuinlove:

    (Dachte mir aber, Schleppleine und Welpe in einer stark frequentierten Gassigegend ist keine so tolle Idee. Man kriegt den Kleinen nicht schnell genug zurück, wenn er einem unfreundlichen Hund über den Weg läuft.)