Beiträge von terriers4me

    Genau so wie Flying Paws es vorschlägt, würde ich's auch machen. Und was hier immer sehr gut hilft ist, an wackligen Tagen Reis & Co durch Schmelzflocken für Babys zu ersetzen. Mit Hühnerbrühe gekocht liebt meine Hündin den Brei, und man kann das gemörserte Gelusil wunderbar untermogeln.


    Überhaupt verträgt sie an Kohlehydraten am allerbesten aufgekochte zarte Haferflocken, der Schleim tut dem Magen wohl generell einfach gut. Dummerweise legt eine Achtkilokastratin davon aber schnell zu, also gibt's normalerweise Reisflocken. Die kann man auch schön breiig aufkochen, so dass sie besser verträglich sind.


    Mit Fleisch wäre ich an deiner Stelle auch viel, viel vorsichtiger - aber das hat Flying Paws ja schon bestens erklärt. Und Trockenfutter würde ich einem so empfindlichen Hund gar nicht geben, generell zu schwer verdaulich.

    Meine Terrierhündin hatte/hat lebenslang ähnliche Schübe, früher nur 1-2 mal im Jahr, letztes Jahr, mit 14, plötzlich einmal im Monat. Morgens war ihr übel mit starkem Bauchgrummeln, sie hat hektisch Gras zu fressen versucht und war elend, bis sie sich gegen Mittag übergeben hat. Dann hing sie noch ein paar Stunden matschig rum, kam dann plötzlich betteln, und alles war vorbei wie nie gewesen. Ursache wurde nie gefunden, alle Organwerte sind sogar jetzt im Alter noch vorzüglich. Bekocht wird sie wg. sensiblen Magens eh, irgendwelchen getrockneten Kaukram gibt es nicht, geänderte Futterzeiten/Happen vor dem Schlafengehen und andere Tricks brachten nichts. Durchfall ist übrigens nie dabei, es ist immer nur der Magen.


    Was geholfen hat, war zweierlei: das Futterfleisch auch abzukochen, weil sie roh offenbar im hohen Alter nicht mehr gut verträgt, und als Hilfe im akuten Fall Gelusil Lac (nach Absprache mit TÄ natürlich). Eine Tablette zerstoßen, aufgelöst und per Spritze ins Maul, hilft komplett, wenn ihr nur ein bißchen übel ist. Ist es schlimmer, bekommt sie es nach dem ersten Erbrechen eingeflößt, und dann kann man zusehen ,wie es ihr schnell besser geht. Im Moment ist seit Monaten Ruhe, und ich hoffe, bloß, es bleibt so.


    Die akuten Beschwerden haben also auf jeden Fall mit Magensäure zu tun, aber was das Ganze nun auslöst, hat sich, wie gesagt, nie rausfinden lassen.

    Mir hat bei so einer Entscheidung unsere Tierärztin sehr geholfen, die meine alte Hündin lebenslang betreut hatte. Sie hat gesagt: "Denken Sie daran, besser kann es nicht mehr werden. Sie wird bald sterben, das steht fest. Aber was Sie jetzt noch entscheiden können, ist, wie viel Schmerzen und Leiden sie vorher noch aushalten muß."


    Ich habe mich entschieden, meinem geliebten Hund das zu ersparen, und ich wußte hinterher, dass es richtig gewesen war: ein wunderbares gemeinsames Leben hatte einen "runden", würdigen und sanften Abschied gefunden. Auch wenn ich so furchtbar gerne noch festgehalten hätte, es wäre einfach nicht fair gewesen.


    Ich wünsche dir alle Kraft für diese schwere Entscheidung, und alles Gute für euch alle drei: für dich, für das Baby und für den Hund.

    Ich tue wirklich mein Bestes und bin deshalb (und mit viel Glück!) unfallfrei durch 50 Jahre "Hundeleben" gekommen, aber die letzten 20 Jahre mit den durch und durch eigenständigen Terriern haben mich gelehrt, dass auch das nicht immer reicht, und dass es sich sehr viel besser lebt, wenn man den Hundehalter-Perfektionismus auch mal ablegt und das, was nun mal nicht zu erreichen ist, im Zweifelsfall z-B. durch Leine ersetzt. Oder den Hund zuhause läßt, statt überall Wohlverhalten zu erwarten ,wie ich es vorher von den Großen ganz selbstverständlich verlangt und bekommen habe.


    Ich lebe als Hundehalterin lieber und glücklicher mit ein bißchen mehr laisser faire als in meinen Ehrgeiztagen, hätte keine Lust mehr auf so viel Training, und genau deshalb wird hier nie wieder ein Hund einziehen, dessen Gefahrenpotential mir zu groß wäre, um ihn an eher "langer Leine" durchs Leben laufen zu lassen.


    Insofern kann ich, um nochmal auf diese entsetzliche Joggerin-Sache zurückzukommen, mit voller Berechtigung sagen: Nein, uns könnte sowas eben nicht passieren. Und daher verbitte ich es mir, bei jedem noch so schrecklichen Beißvorfall sozusagen im Mithaftung genommen zu werden, nur, weil ich einen Hund habe.

    Frühkindliche Prägung. Der erste Hund, mit dem meine Cousine und ich alleine durch die Gegend streifen durften ,war ihr Glatthaarfox Waldi, der uns jederzeit und gegen jeden mit seinem Leben verteidigt hätte. Damit war ich mit sieben Jahren irgendwie schon auf Terrier festgelegt, und später kam ein unvergesslicher Jagdterrier-Kumpel dazu. Das hatte Suchteffekt.


    Allerdings wollte ich eigentlich immer als ruhenden Pol einen Großen dazu. Kam anders, den hab ich mir meist dazu geliehen, aber beim Terriertyp blieb es. Wobei ich nie auf eine Rasse festgelegt war, sondern nur auf einen bestimmten Typ Hund: praktisch, drahtig, clever, eigensinnig und griffig, Optik form to function. Und eben mit diesem Herzen, das noch größer ist als die Zähne, und dem schrägen Terrier-Humor. Ein Mix mit "Terrier-Appeal" gefällt mir da aber genausogut wie eine bestimmte Rasse

    Was Bücher angeht:


    Das hab ich zum Einstieg so richtig gern gelesen, wenn ich auch praktisch einiges anders machen würde (zum Beispiel keine Pellets füttern), macht aber Spaß, weil es einfach ein guter Überblick und so liebenswert britisch-schräg ist:



    Wenn du mehr auf die wissenschaftliche Seite rund um diesen faszinierenden Vogel möchtest -das ist absolut großartig. Ein tolles Buch!



    Ich sehe gerade, es ist neu nicht mehr im Handel ,gibt es aber sicher in Antiquariaten zu weniger phantasievollen Preisen. Lohnt sich unbedingt.


    Es gibt sagenhaft viele tolle Bücher, vor allem alte, und auch sehr Informatives auf Englisch - Hühner sind ja so dekorativ, dass es da keinen Mangel an Literatur gibt. Die älteren Bücher aus der Zeit vor der Massenhaltung sind oft besonders informativ, weil da so viel mehr selbst gemacht wurde. Hilft einem heute noch toll weiter vor allem bei Krankheiten.


    Das hier zum Beispiel, ursprünglich aus der DDR, ist optisch unspektakulär, aber eins meiner Kultbücher geworden. Ich hab enorm viel draus gelernt, vor allem rund um selbst zusammengestelltes Futter und Erste Hilfe bei Krankheiten:


    OMG, wir hatten eben Hühneralarm, und als ich ans Fenster kam, saß tatsächlich ein Kolkrabe auf Nachbars hohem Kirschbaum und peilte zu uns runter. Natürlich bin ich sofort nach dem Handy gerannt, aber es war zu spät, er strich gerade ab, als ich wiederkam.


    Und nein, den Brocken habe ich garantiert nicht mit einer Krähe verwechselt, wir kennen uns sozusagen schon. Draussen in der Heide sind Raben ja inzwischen häufig, und so haben wir seit Februar auch ein Paar im Stadtwäldchen einen guten halben Kilometer weg. Ab und zu kommen sie auch hoch hier rüber und rufen, aber dass so dicht an der Innenstadt einer landet, hätte ich nun doch nicht gedacht.


    Aus der Nähe ist das wirklich ein eindrucksvolles Riesenvieh - diese Spannweite! - und jetzt frage ich mich etwas beklommen, was der hier wollte, und wieso das intensive Interesse an meinem Revier? Ein Ei kann er ja gern mal abkriegen, Küken habe ich zum Glück keine, aber die Hühner würde ich schon gern unversehrt behalten. Ich frage mich natürlich jetzt auch, ober der irgendwas mit den leeren Nistkästen zu tun haben könnte? Aber um in Einfluglöcher zu langen, ist so ein Brocken doch eindeutig zu groß, oder?


    Auf jeden Fall scheint der Hunger unter allen ,die Junge im Nest haben, seit dem Spätfrost sehr schlimm zu sein. Wir sind praktisch blattlausfrei, Spatzen und Stare reissen mir lebende Mehlwürmer nahezu aus der Hand und verschlingen Fettfutter in Rekordmengen - vielleicht sind die Riesen auch gerade schlecht dran?