Beiträge von terriers4me

    Eine ganz blöde, simple Frage: Kennt er neben all dem Füttern, Ablenken, Aufmerksammachen und was auch immer eigentlich auch ein ganz deutliches: Nein? Ein Abbruchkommando, das ihm im Notfall sagt: "Wenn du das nicht sofort abbrichst, fällt dir der Himmel auf den Kopf?" Sorgsam und Stück für Stück eingeübt, als Notbremse und letztes Stopsignal für den Fall, dass Belohnungen ihm wurscht sind, weil das, was er vorhat, so viel höherwertig ist - man das als Mensch aber leider nicht tolerieren kann?

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    Er verfolgt mich bis zur Tür und legt sich dann davor sobald ich die Wohnung verlassen habe.

    Da hast du gleich noch einen von ihm gegebenen Hinweis: Lass auch die Augen mit nachsehen, und zwar gründlich, nicht bloß mit einem Blick rein!


    Newton sucht ja ganz eindeutig Sicherheit bei dir, und so verhalten sich oft Hunde, bei denen die Sehkraft nachläßt. Manchmal erst nur zu gewissen Zeiten ,zum Beispiel in der Dämmerung, das macht den Hund schon generell unsicher, aber die Diagnose oft schwierig. Aber irgendwas stimmt da ja offenbar grundlegend nicht, das sagen dir sowohl der Hund als auch dein Gefühl. Also wirst du um umfassende Diagnostik nicht herumkommen - so oder so.

    Oh, das hatte ich überlesen: Dieses seltsame In den Raum-Starren kann auch ein Schmerzsignal sein, zumal, wen ner dann auch noch vor deinem Bett steht. Bei meinen Hunden hieß das immer: Sie suchen Hilfe. Wenn soviel zusammenkommt, Inkontinenz plus mehrere seltsame Verhaltensänderungen, würde ich an deiner Stelle wirklich sehr energisch einen Ultraschall verlangen. Wäre bei meiner TÄ auch nicht das geringste Problem, und ganz ist mir auch nicht klar, weshalb das in eurem Fall so anders gesehen wird?

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    Er hat mir in den vergangenen Monaten zweimal etwas zerstört als er allein war. Das macht er sonst nie.

    Da würden bei mir alle Alarmglocken läuten. Meine vorherige Hündin hat mit zehn Jahren plötzlich angefangen, beim Alleinbleiben großen Streß zu haben. Die Ursache war, wie sich später rausstellte, nicht ihre Blindheit, sondern ein Tumor, der ihr wohl ab und zu Probleme bereitet hat, die sie sonst in keiner Weise zeigte. Aber ohne meinen Schutz allein bleiben mochte sie mit dem "Krankheitsgefühl" einfach nicht mehr.

    Was ich (und nicht nur ich) früher immer verblüffend fand war, dass unter dem Plüsch dann so häufig hellblaue Augen hervorkamen. Das waren die ersten blauäugigen Hunde, die ich als Jugendliche je gesehen habe, Huskys oder Merle-Rassen gab es in unserer Ecke ja noch ganz lange nicht. Und dieser "special effect" hat auch zu ihrer Modebeliebtheit beigetragen. (Eine andere Bobtail-Geschichte: der einzige aus meiner Bekanntschaft, der kein Hofhund war, kriegte tatsächlich immer eine schicke blaue Haarspange, damals noch nicht so leicht zu kriegen wie heute, passend zu den Augen. Das sorgte in unserer biederen Kleinstadt-Hundeszene auch erstmal für Staunen, genau wie die Tatsache, dass er regelmäßig nach Hannover zum Friseur gefahren wurde. Nicht etwa zum Scheren wie ein Pudel, sondern wirklich nur zum professionellen Ausbürsten, weil die Leute mit der Haarpracht allein nicht fertigwurden.)


    Weiß jemand der Bobtail-Spezialisten, woran diese Blauäugigkeit liegt? Hatte es irgendeinen Sinn, die Hunde blauäugig zu züchten ,war es eine Laune der Natur, oder wie kam das zustande? Und,blöde Frage, wie ist das eigentlich bei Bearded Collies? Der eine, den ich gut kannte ,war braunäugig, ist das generell so? Oder gibt's da auch Blauaugen?

    Wahrscheinlich auch nur ganz, ganz kurz, noch kürzer als Lappen. Wir hatten hier in Niedersachsen schon Risse direkt neben brülllauten Parties im Zelt, tagsüber in Reitunterricht- und lauter Kindernähe, Schreien und sogar Warnschüsse haben sich als zwecklos erwiesen, und ein guter Teil der Ausgangstiere ist auf Truppenübungsplätzen aufgewachsen und hat noch ganz anderen Lärm bestens weggesteckt. Das gibt vermutlich nur ein kurzes Zusammenzucken, Lage neu orten - und hopp.

    Also gut: der Reitbegleite-Bobtail ließ sich, wenn er festgestellt hatte, dass Laufen heute nicht so seins war, von zwei Leuten aufs Pony heben, vor den Reiter. Da konnte man gut sehen, dass er gleichzeitig sehr gutmütig und sehr stur war: er zappelte nicht, er schnappte nicht, er machte sich einfach schwer wie ein Sack. Auf dem Pferd hing er dann ganz entspannt und balanciert er sich gut aus, obwohl das eigentlich total unbequem gewesen sein muss mit dem Vorderzwiesel am Bauch. Aber wie gesagt: Der Hund war von der büffeligen Sorte.


    Während der arme Reiter sich sehr, sehr unbequem ganz hinten auf den Sattel drängen und irgendwie über den Mordshund krümmen mußte. Den Ponys machte das nie was aus, Isländer haben ja auch Bombennerven, und die kannten ihren Hofhund natürlich gut. Dann gab es zwei Möglichkeiten: nach einer Zeit entschoss er sich wieder zum Laufen, oder er hatte echt keinen Bock, der Mensch konnte den Ausritt in gekrümmter Haltung beenden, und der Rest der Reiter griente sich eins. Garantiert gibt es da heute noch irgendwo irgendwelche ausgeblichenen Fotos...