Beiträge von terriers4me

    Da musst du aufpassen, dass ihr nicht in einen Teufelskreis geratet: Wenn du sie ständig maßregelst, steigerst du natürlich ihre Unsicherheit und Daueranspannung, und sie wird - logisch -erst recht Halt suchen. Du möchtest aber erreichen, dass sie sich sicher fühlt und entspannt. Da brauchst du wirklich Fingerspitzengefühl - ich drücke mal die Daumen, dass euch die Trainerin morgen weiterhilft.

    Das kannst du wirklich - es ist ja ein älteres Tier, und dem fällt die Umstellung einfach schwerer als einem flexibleren jüngeren. Es ist ein Rieseneinschnitt in ihrem Leben, Bezugsperson weg, Zuhause weg, sie weiß nicht, was passiert ist oder noch passieren könnte - und da ist es für sie logisch, wenn sie dich jetzt als Anker und Halt in all dem Neuen aussucht.


    Problematisch würde sowas, wenn sie derart kleben würde, dass sie dich zu kontrollieren versucht, nicht mehr schläft, nicht alleine bleibt - aber das tut sie ja offenbar nicht. Also bleib gelassen und gib ihr erstmal die Zeit, wirklich anzukommen.

    Was übrigens das "Verhätscheln" angeht: Ich habe für meine erste Russellhündin, die im Haus Nähe sehr liebte, an mehreren strategischen Punkten ein kleines Katzenkörbchen aufgestellt. Da war sie in meiner Nähe, mir aber nicht unter den Füßen, und wir waren beide zufrieden.

    Ich würde ihr tatsächlich erstmal Zeit lassen. Nachlaufen, weil sie sich noch unsicher fühlt, ist ja nun keine nicht tolerierbare hündische Todsünde, zumal, wenn sie sogar brav allein bleibt. Da würde ich ihr diese Unsicherheit, dieses Suchen nach Halt und Nähe, erstmal zugestehen und abwarten ,ob sie sich nicht von selbst mehr ablegt, sobald sie sich sicherer fühlt.

    Nur mal so nebenbei: Finde ich klasse, dass dich dein Bauchgefühl so prompt hat nachhaken lassen, obwohl die Welpen so niedlich waren. Dass das so gut funktioniert, ist eine prima Voraussetzung, und ihr findet sicher einen Labbi zum Glücklichwerden. Hier drücken euch bestimmt viele die Daumen!


    Und nur so als Ermutigung: Das war unser liebster Lieblingslabbi mal wieder zu Besuch:



    Seine Besitzerin hat sich, nachdem sie als Anfängerin erst ähnliche Erfahrungen machte wie ihr, bei der Welpensuche so viel Mühe gegeben ,dass viele sie für verrückt erklärt haben. Sie hat gesucht ,recherchiert, gewartet - und ist am Ende noch selbst nach GB gefahren, um sich den Traumwelpen aus einer Leistungslinie abzuholen, deutlich leichter und beweglicher als die meisten hiesigen Labbis.


    Fanden viele irre, hat sich aber langfristig enorm gelohnt: Mit dem Hund sind sie rundum total glücklich geworden, sowohl als Familienhund mit erst ganz kleinen Kindern, in einer Rettungshunde-Ausbildung , als Laufkumpel, als Zweithunde-Erzieher...und...und..und. Der war so gut wie nie krank und wurde stolze 17 Jahre alt, seine Wurfschwester sogar noch älter. Auf dem Foto ist er übrigens 15.


    Sorgfalt zu investieren lohnt sich da wirklich - es ist ja nun mal eine Partnerschaft fürs Leben!

    Ja, das klappt hier super. Inzwischen sind wir immerhin soweit, dass sie sich auch mal überreden lässt, die Ecke für das letzte abendliche Pinkeln bei Mistwetter zu nutzen. Das ist einer der echten Riesenvorteile der Kleinen: mit denen kannst du sowas machen, ohne dass das Grundstück irgendwann zu stinken anfängt. Da geht doch deutlich weniger rein.

    Ergab sich bei uns ganz von selbst. Als meine alte Hündin plötzlich erblindete und draußen erst total unsicher war, hat sie ein richtig schickes Gartenklo bekommen, mit Rindenmulch und allen Schikanen. Das hat die winzige Nachfolgerin dann ganz von selbst übernommen (roch wahrscheinlich noch gut nach Hund) - so einfach war das Stubenreinkriegen noch bei keinem Hund.


    Allerdings: als sie älter wurde, weigerte sie sich standhaft, ihr Geschäft noch weiter im Garten zu erledigen und tut das bis heute nur im größten Notfall. Aber für Welpe oder Krankheit ist so ein Extra-Platz schon Klasse.

    Ich kann dir nur meine eigene Erfahrung sagen: da war es absolut nicht so. Die erste Russellhündin war von Natur aus eh katzensauber, und meine jetzige, eigentlich eher der Ferkeltyp, war mit acht Wochen, als sie kam, tatsächlich schon ziemlich stubenrein. Natürlich gab es altersbedingte Unfälle, aber ihr war dank toller Vorarbeit der Züchterin schon völlig klar, worum es hier ging, und sie hat sich vom ersten Moment an bemüht ,immer rechtzeitig nach draußen zu kommen. Das war schon toll.


    Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass das sehr viel schwieriger wird, wenn der Welpe im Winter kommt. Den bodennahen Bauch im Kalten, Nassen, mochten sie tatsächlich überhaupt nicht. Meine kleine Hündin hat dieses Problem sehr kreativ zu lösen versucht: als es Ende Oktober ungemütlich draußen wurde, schlich sie plötzlich die Treppe hoch und pinkelte klammheimlich auf den Bettvorleger...