Beiträge von terriers4me

    Das Grundlegendste, das ich dir da sagen kann, ist in diesem Fall leider nicht besonders erfreulich: Diese Hunde sind geradezu unheimlich sensibel, egal, wie wild und ruppig sie manchmal nach außen wirken. Die haben eine enorme Anhänglichkeit an und eine ausgeprägte Antennen für ihre Menschen - und die Vorstellung, dass der kleine Kerl, der wahrscheinlich eh nicht aus tollen Umständen kommt, sich jetzt in einer Familie wiederfindet, die ihn so vehement ablehnt (auch wenn deine Mutter das vielleicht zu verbergen versucht, das merkt er), ist schon sehr, sehr traurig. Gibt es da keine andere Lösung, wenn den Hund eigentlich niemand will?


    Und, natürlich: auf einem uneingezäunten Grundstück kannst du so einen nicht halten. Generell nicht. Da ist er im Handumdrehen weg und unter dem nächsten Auto.

    Ich bin auch nach zehn Jahren immer noch sehr glücklich mit meinen gemütlichen, runden Zwergwyandotten. Sehr nett und zutraulich, ideal gemäßigtes Temperament für Stadtlage, nicht zu klein (fast so groß wie eine leichte Hybride) und nicht zu groß (brauchen also weniger Platz im Stall). Glucken zwar ausgesprochen begeistert, legen aber auch sehr beachtlich. Es gibt sie in gut 30 Farben, also kann man auch mit Hennen allein eine richtig bunte Truppe zusammenkriegen. Und da haben sie noch nie irgendwelche "rassistischen" Schwierigkeiten gemacht, egal, welche Farbe dazukam. Ich hab gerade zu diversen anderen Farben zwei gestreifte Junghennen gekauft, und die sind schon nach einer Wochen integriert, als seien sie immer dabeigewesen.


    Und last not least: In meiner Damen-WG züchte oder schlachte ich nicht, kriege aber über den Züchter ab und zu halbjährige küchenfertige Junghähne. Zum Braten eigenen sie sich eher nicht, wenig und sehr festes Fleisch - aber die Jungs geben wirklich die Hühnerbrühe aller Träume, einfach nur tolles Aroma.

    Ist wahrscheinlich in einem Mietshaus keine Option ,aber: Ich habe mal für einen großen Treppenschisser die Stufen mit einer Rolle Wellpappe abgeklebt. Als die nach ein paar Tagen kaputtgetreten war, hatte der Hund gelernt, dass die Treppe an sich eigentlich harmlos war und ging sie auch so.

    Bei uns wars eine von einer seltenen Stoffwechselkrankheit in Mitleidenschaft gezogene Leber, daraus folgender, auch altersbedingter Eisenmangel - und mit einem Ergänzungspräparat war schlagartig Ruhe. Blieben zwar noch genug Probleme, aber die Zysten kamen nie wieder.

    Zitat

    Irgendwann war sie so erschöpft, dass sie nur noch liegen konnte und ich davor stand, sie zum Auto zurück zu tragen.

    Das ist ein Riesenthema und hat bei mir auch eine große Rolle dabei gespielt, bei Klein zu bleiben. Nach zwei Monaten mit einem schwer vergifteten Airedale, der oft nicht mehr alleine laufen/Treppen steigen konnte, war ich dann heiß froh, dass der nächste Hund, der mir Jahre später schwer erkrankte, klein und handlich war. Einen Großen hätte ich vermutlich in dieser Lage einschläfern lassen müssen, den Kleinen konnte ich dann eben monatelang viel tragen/auf dem Schoß halten, bis alles wieder ging.


    Wenn man noch nicht in der Lage war, kann man sich wirklich kaum vorstellen ,wie unerwartet schnell und heftig sowas kommen kann - seitdem gibt es hier jedenfalls ein generelles Gewichtslimit. Ich würde mir keinen Hund mehr anschaffen ,den ich nicht alleine mühelos tragen kann. Auch mal länger oder weiter.