Beiträge von terriers4me

    Nope, hab ich nicht.

    Mein Hund lebt mir mir, nicht umgekehrt, und hat dabei jede Menge Spaß, Service und Privilegien, von denen ich nur träumen kann. Heute früh hab ich den kleinen Brocken gerade einen guten Kilometer weit geschleppt, damit er bloß zum Toben kommt, ohne sich die kaputte Pfote am Streusalz zu verätzen - wer bitte würde sowas für uns tun?!
    Wenn Hund dafür auch mal zurückzustecken hat, weil ich den grünen Pansen verdienen muß: That's life!

    Und dem Vergleich mit anderen (scheinbaren!) Muster-Hundehaltern hab ich mir irgendwie nie angewöhnt, aber das ist wohl eine Alterssache: Als ich meinen ersten Hund bekam, gab's diesen kollektiven Perfektionszwang schlicht noch nicht - und heute habe ich genug Erfahrung, daß ich absolut keinen Grund mehr dazu sehe, da mitzumachen.

    Ich denke, da muß jedes Hunde & Halter-Gespann nach seiner eigenen Facon selig werden, und wenn's beiden insgesamt gut geht, ist doch alles bestens. Irgendein "Deutschland sucht den Superhundehalter"-Klassenziel müssen wir ja gottseidank nicht erreichen!

    Das klingt doch schon super!

    Wenn du jetzt sehen und dich darüber freuen kannst, daß sie dir auch Dinge bietet, die du vorher so nicht erleben konntest, seid ihr doch schon auf dem richtigen Weg: Du nimmst deine Hündin als das Tier wahr, das sie ist und nicht bloß als unzureichenden "Ersatz", und sie wird sicher aufblühen, wenn sie merkt, daß du auch annimmst, was sie dir so gern geben möchte.

    Der Rest ist dann eher eine Frage der Zeit - schließlich wollen auch Bindungen in Ruhe wachsen!

    Ich kann deine Wut soooo gut verstehen!

    Wir hatten sowas Ähnliches mal während des Schützenfestes, an dem wir leider dreimal täglich vorbeimußten. Der große Rüde, der den Knallfrosch vor die Füße gekriegt hat, hatte fortan Silversterangst vom Feinsten. Die Terrierschnauzerhündin, die schußfest war und blieb, ist den angetrunkenen Werfer dermaßen angegangen, daß der vor Angst regelrecht geschlottert hat - er hatte das doch nur "witzig" gemeint. Ich muß gestehen, daß ich mir mit dem Abrufen da reichlich Zeit gelassen habe, zumal ich mit dem panikenden Rüden genung zu tun hatte. Sonst ließ sich da nix machen - Schützenfest ist Ausnahmezustand.

    Aber in eurem Fall würde ich's auch mit einer Anzeige versuchen, schon deshalb, weil dieser "Erfolg" sonst sicher weiter ausgebaut wird - viel Glück dabei!

    Ich fürchte, es liegt absolut nicht an der Persönlichkeit dieses Hundes, oder daran, daß ihr nicht zusammen paßt. Du hast den Tod deines geliebten Hundes einfach nicht lange genug "sacken" lassen und würdest mit JEDEM Nachfolger ähnliche Probleme haben.

    Denn: Eigentlich möchtest du ja überhaupt keinen neuen Hund - du möchtest den alten wiederhaben.

    Kennen wir alle hier, glaube ich - aber das ist ein Zustand, mit dem man umgehen lernen muß, wenn man mit Hunden glücklich sein möchte. Das nicht zu können und nach dem Tod des geliebten ersten auzufgeben, ist sicher nicht ehrenrührig oder böse oder ein Fehler - es bringt einen nur um sehr, sehr viel.

    Ich würde dir daher, aus eigener Erfahrung, raten: Zieh ganz klar und nüchtern Bilanz, lüg dir dabei nicht in die Tasche und schieb's auf den Hund. Mach dir klar: Dein großartiger Hund ist tot, und nichts wird ihn dir wiederbringen. Deine Trauer um ihn ist schlicht der Preis für das ganz große Geschenk, das die Zeit mit ihm war - und damit ist sie gut und richtig.

    Das hat aber nichts mit dem nächsten Hund zu tun, du darfst beides nicht vermischen - und ich fürchte, das tust du gerade. Die Trauer hat ihren Platz, aber sie hat eben nichts mit der neuen Bindung zu tun, die nur wachsen kann ,wenn du es willst. Der neue Hund kann nie Ersatz sein, dafür auf andere Weise großartig - aber eben nur, wenn du dich darauf einläßt. Vielleicht nicht von heute auf morgen, aber grundsätzlich mußt du dazu bereit sein.

    Das ist die Frage, die du dir ehrlich beantworten mußt: Ist ein anderes Individdum, eine ganz andere Art des Zusammenlebens, für dich eine Chance, oder bleibt es eine Last? Bist du bereit, dich wirklich auf den nächsten vierbeinigen Partner einzulassen, (ohne dabei den alten Freund zu vergessen - das sollst du ja absolut nicht!) Oder geht das eben nicht?

    Davon wird die Antwort abhängen - und ich wünsche dir, aber auch dem Hund wirklich sehr, daß du die richtige findest!

    Und noch was: Du hast deinen alten Hund natürlich nicht "verraten", wenn du mit einem anderen glücklich wirst, im Gegenteil: Verrat wäre es eher, wenn du all das an Liebe und Zuneigung, das er dir gegeben hast, nicht weitergibst - also sein wertvollstes Geschenk sozusagen ausschlägst.

    Darf ich mich hier mit der Bitte um Rat anschließen?

    Mein junger Terrier hat Montag einen Teil des vorderen Krallenhorns an einem Vorderfuß entfernt bekommen, nachdem sie sich die (übrigens sehr kurz gehaltene!) Kralle beim Toben auf Kahlfrost-Boden heftig verletzt hatte.

    Soll unbedingt Luft haben, ist also kein Verband drauf. Es heilt auch eigentlich sehr gut: keine Entzündung, Hund beachtet die Stelle überhaupt nicht, tut also offenbar auch nicht weh. Und da ist das Problem: Hund tobt genauso rücksichtslos wie sonst auch läuft sich die Krallenspitze ständig wieder blutig.

    Probiert haben wir:

    Schuh - hält mit & ohne stabiles Extra-Pflaster am Bein gerade soweit, daß wir heil an der Leine über die gestreuten Straßen kommen. Sobald der Hund frei läuft, fliegt das Ding sonstwohin.

    Hund an langer Leine lassen und zu manierlichem Tempo zwingen:Endet damit, daß sich das topfitte und schneebegeisterte Viech irgendwann vor Frust dermaßen ins Geschirr knallt, daß die Kralle sogar noch schneller wieder blutet als beim freien Toben.

    Überhaupt nicht rausgehen bzw. nur an kurzer Leine halten: Endet damit, daß Hund das überschüssige Temperament innerhäuslich abbrennt, mit Sprüngen, Turbo-Spielchen, Treppenrasen...und so weiter. Resultat siehe oben: blutet ebenfalls schneller als beim Freilauf.

    Ganz gut half bisher das feste Umkleben draußen mit einer Socke, die nach dem Spaziergang sofort abkommt, da wird die Pfote eh in Schmierseifenlösung gebadet.

    Ging bei gestern Kahlfrost bestens, da blieb alles heil. Aber jetzt liegt Schnee, und dicke, nasse Klebe-Klumpen an der verletzten Stelle wären vermutlich auch nicht hilfreich?

    Also wenn hier noch jemand den ultimativen Krallenschon-Tip hat: Bitte, bitte her damit - und VIELEN Dank!

    Wenn das nicht so idiotisch und ärgerlich wäre, wäre es wirklich nur komisch - euer Postbote muß ja ein echtes Wunder der Natur sein?

    Kannst du nicht einfach so lange hinhalten, sprich: Einspruch einlegen, bis Friedolin an Altersschwäche stirbt? Das wäre vielleicht etwas weniger bürokratischer Aufwand als der ganze Sch***, den du da erledigen sollst?

    Und was mich echt interessieren würde: Wo kriegt man denn bitte das leuchtend hellblaue Halsband her - verkauft das OA sowas?!

    Ich arbeite zwar zuhause, aber oft viel und so konzentriert, daß ich dann keine Ablenkung gebrauchen kann. Insofern habe ich nach dem allerersten Babyalter sehr darauf geachtet, daß mein Hund nicht zu viel "einzufordernde" Routine bekommt.

    Sprich: als Ganz-Jungterrier z.B. letztes Jahr meinte, jeden Morgen früher und rabiater Ausgehen verlangen zu können, sind wir dann eben erst viel später am Vormittag gegangen - Not-Klo im Garten gibt's natürlich jederzeit.

    Inzwischen weiß sie, wie alle Hunde vorher, daß sie mit mir lebt und nicht umgekehrt. Hat ja auch den Vorteil, daß zum Ausgleich für harte Arbeitstage dann eben auch mal reichlich Extra-Ausgehzeit drin ist.

    Insofern reicht die Skala hier von einer Stunde intensiver offleash-Action am Tag bis hin zu ganzen Tagen draußen. Natürlich nimmt der Hund da gern ,was immer geboten wird, aber falls mal absolut nichts geht, ist er inzwischen auch ziemlich entspannt - immerhin kommt der Napf ja jederzeit pünktlich!

    Das schnelle Krallenwachstum ist rassetypisch, war für einen Hund, der bei der Arbeit so viel buddeln mußte, ja auch supernützlich. Die beiden mittleren bei Lily sehen schon arg lang aus.

    Ich kneif die Spitzen alle 14 Tage mit einer normalen Krallenzange ab, dann reicht immer ein kleines Stück. Ich weiß von amerikanischen Terrier-Leuten, daß viele den Hunden die Krallen mit so einer elektrischen Dremel-Feile machen. Soll bei ängstlichen Hunden angeblich viel besser gehen, weil's ja nie quetscht, die Gefahr, das Leben zu erwischen soll kleiner sein, und die Hunde gewöhnen sich offenbar sehr gut dran.

    Keine Ahnung, ob das hier auch jemand macht und dir da Tips geben könnte?

    Hier ist einer meiner allerschlimmsten Schockmomente ever, nochmal aus dem "Ohne Leine in der Großstadt"-Thread:

    Ich muß gestehen, ich hab diesen Mist als ganz junge Großstadt-Studentin auch gebaut - einfach weil ich so töricht stolz darauf war, wie super es mit meinem (ersten!) Hund lief. Wir waren tatsächlich derart aufeinander eingespielt, daß der Hund in 99,5 % aller Lebenslagen von sich aus an der legendären "unsichtbaren Leine" blieb, egal, wo. Daß es eine sichtbare gab, hatten wir da beide zeitweise fast vergessen.

    Ging also bestens, viele Jahre lang, und ich war stolz und glücklich - bis dann doch die restlichen 0,5 % zuschlugen: Der Hund, der allzeit gelassen neben meinem Bein durch die Großstadt getrabt war und jede Ablenkung ignoriert hatte, sah im Alter von elf Jahren in einer Kleinstadt auf der anderen Straßenseite die einzige Verlockung huschen, für die er anfällig war: ein Eichhörnchen.

    Es ist nichts passiert, aber die Minuten, die ich meinen geliebten Hund - der, nachdem Hörnchen auf dem Baum war, wieder perfekt reagierte - per Handzeichen auf der anderen Seite der stark befahrenen Straße abliegen lassen mußte, bis ich endlich hinkommen und ihn sichern konnte, gehörten zu den längsten und qualvollsten meines Hundehalter-Lebens....

    Das ist ewig her, aber die Lektion sitzt: Es ist nicht die Frage, OB in so einer Situation was passiert, sondern nur WANN. Ich habe seitdem NIE wieder irgendeinen Hund irgendwo abgeleint, wo Autos fahren, und werde es auch nie wieder tun - denn wenn sowas mit diesem superzuverlässigen Tier passieren konnte, gibt es schlicht keinen Hund, bei dem sowas ausgeschlossen ist. Das Risiko ist's mir nicht wert.

    Wir hatten wirklich Riesenglück damals - und ich wünsche deiner Kollegin, die weniger hatte, von Herzen gute Besserung!