Wir haben genau das gerade hinter uns: Das Horn einer vorderen Zehenkralle beim Toben auf hartgefrorenem Grund halb aus- und hochgerissen - und zwar so heftig, daß da mit do it yourself nichts mehr zu machen war und der Tierarzt das verletzte Stück abnehmen mußte.
Hund wurde also gestern sediert (keine Narkose!), ließ die Prozedur dann entspannt über sich ergehen und schlief den ganzen Nachmittag einen dicken Rausch aus. Muß übrigens ein primal Stoff gewesen sein, der Terrier war permanent am Wedeln.
Wenn's also richtig heftig ist (was wir ja von hier aus nicht beurteilen können), würde ich garantiert nicht aufs Sedieren verzichten: Dem Hund meines Vaters hat mal ein TA eine verletzte Kralle ohne Betäubung "gezogen". Der Hund hat sich in Panik eingekotet und biß für den Rest seines langen Lebens beim TA um sich wie ein Rasender, wenn der nur in Beinnähe kam. Beim Krallenschneiden zuhause war er auch nicht mehr sehr kooperativ - um es mal vorsichtig auszudrücken.
Wenn der Hund auf dem Zeh laufen muß (es also nicht die Daumenkralle ist), würde ich's auf jeden Fall vom TA behandeln lassen. Antibiotika brauchen wir übrigens bisher nicht, dafür muß ich die Pfote nach jedem Rausgehen in Schmierseifenlösung baden.
Ist schon eine blöde Sache, vor allem bei einem lebhaften Hund - also ganz gute Besserung für deinen Labbi!