Wenn du meinst, daß ihr generell auf dem richtigen Weg seid (und das kann aus der Ferne niemand wirklich beurteilen!), würde ich dir zur Geduld raten - auch wenn's schwerfällt.
Das ist schon noch ein sehr junges Hundekind, und in dem Alter tendiert die Konzentrationsspanne oft noch gegen kurz vor Null, vor allem in aufregenden Situationen. Bei fremden Hunden oder lockenden Menschen vergißt das Hundchen einfach noch völlig, daß es eben noch brav auf dich bezogen war.
Haben wir letztes Jahr um diese Zeit und in diesem Alter exakt so gehabt - inzwischen ist die Vernunft sogar schon soweit da, daß der junge Hund, der mit fünf Monaten jedem Blatt nachsprang, auf ein "nein" Wild stehenläßt.
Insofern finde ich das, was dein Kleiner jetzt veranstaltet, absolut nicht ungewöhnlich, und würde einfach sehr, sehr konsequent dranbleiben und darauf warten, daß der Hund reifer wird. Daß noch nicht ganz stubenrein ist, spricht ja auch eher für einen Langsam-Entwickler.
Nur das Kläffen, das würde ich schleunigst einzudämmen versuchen - das liest sich nämlich ein bißchen, als hätte das Hundchen da tatsächlich schnell gelernt, wie gut sowas Aufmerksamkeit gibt.
Ich würde wohl statt umständlichen Aussperrens lieber ein Abbruchkommando einführen aber gleichzeit darauf achten, daß der Kleine sich auch - altersgemäß - regelmäßig gut austobt. Viele Hunde fangen diese nervige Kläfferei aus reiner Langeweile an. Überschüssige Energie muß einfach irgendwo hin!
Hier haben wir's so gemacht, daß Jungterrier zunächst auf "Paß auf" bellen DURFTE, dafür gelobt wurde und dann ganz fix lernte, auf "Schluß" auch Schluß zu machen. Dafür gab's natürlich noch viel, viel mehr Lob. Also haben wir zunächst das Bellen eher gelenkt als unterbunden - und inzwischen funktioniert auch ein bloßes "Schluß" recht gut.
Ich glaube, du erwartest insgesamt einfach noch ein bißchen zu viel Verstand und Disziplin von einem Kleinkind - das wird schon, aber es braucht einfach Zeit!