Beiträge von terriers4me

    Meine frühere Russell-Hündin war auch so eine Kandidatin - die sollte und durfte Mäuse jagen, aber eben nur nach Freigabe und bis zum Abruf.

    Den hat sie immer mal wieder testweise gepflegt ignoriert. Sieht man ja ganz genau, wie der hektisch wedelnde Schwanz kurz innehält und der hochgereckte Hintern steif wird, bevor's dann weitergeht, als wäre nichts gewesen: Hund hat zwar verstanden, es paßt jetzt aber nicht.

    Ich hab sie dann genau noch EINMAL gerufen - und danach hatte sie mich buchstäblich im Nacken, so schnell ich nur zu ihr kommen konnte. Ich hab sie dann mit einem sehr unfreudlichen "HEY!!" geschnappt, wo ic hsie kriegne konnte, sie buchstäblich aus dem Loch gezerrt, unter den Arm geklemmt und abgeschleppt. Letzteres war für sie die absolute Höchstrafe, und alles zusammen wirkte dann wieder für einige Zeit.

    Da sie aber alles andere als dumm war, wartete sie bald erstmal ab, ob's wirklich ernst wurde, und kam mir dann zuvor: In genau dem Moment, in dem ich lossprintete, schoß sie ihrerseits wie ein Flummi aus dem Loch und rannte demonstrativ gehorsam auf mich zu. Ich fand das absolut faszinierend, wie genau diese schlauen Viecher ihre Umwelt noch wahrnehmen, wenn sie schon fast bis zum Stummelschwanz unterirdisch wühlen - von wegen merkt nichts mehr wg. Tunnelblick...

    Womit sie dann alles richtig gemacht hatte, und wer alles richtig machte, durfte schnell weiterjagen - zumal das genau die Art von punktgenauer Terrier-Logik war, für die ich diesen Hund so absolut unwiderstehlich fand.

    Wenn wirklich akute Gefahr im Verzug ist - und das ist sie: Pferde, die nicht regelmäßig fressen/trinken können, sind zu allem anderen auch noch hochgradig kolikgefährdet - würde ich schleunigst die Polizei einschalten. Sollte dem Vetamt auch etwas mehr Dampf machen.

    Ich drück jedenfalls sehr, sehr die Daumen, daß du da was erreichen kannst und finde es toll, daß du dich kümmerst - sowas geht absolut nicht!

    Mir haben mal die netten Jungs vom Waschmaschinen-Service geraten, die Maschine ab und zu mal leer und mit etwas Zitronensäure (gibt's in jedem Drogeriemarkt) im Kochwaschgang laufen zu lassen.

    Laut deren Auskunft kann sowas vorkommen, wenn die Maschine überwiegend bei niedrigen Temperaturen läuft. Dann lagern sich wohl (sehr laienhaft gesagt) mit der Zeit irgendwelche seifigen Reste in den Leitungen ab, die sich dann zersetzen und dieses Gemüffel verursachen.

    Jedenfalls - seit ich das regelmäßig mache, hat nie wieder irgendwas gemieft, obwohl ich in der Maschine auch oft Pferde- und Hundedecken in allen Verdreckungs-Graden wasche.

    Das haben wir auch gerade durch, nur, daß das verdrehte und hochgerissenen Krallenstück noch vom TA entfernt werden mußte.

    Rat unserer Tierärztin war: Hund normal weiterlaufen lassen, solange sich nichts entzündet, keine Verbände, damit Luft drankommt, dafür Pfote zweimal täglich in lauwarmer Schmierseifenlösung baden.

    Verbinden zum Spazierengehen habe ich natürlich doch versucht, weil's erst immer wieder blutete, aber da habe ich Schiffbruch erlitten: vom festgeklebten Schuh bis zur Socke mit Tapeverband - sobald der Hund ernsthaft loslegte, flog alles oder verrutschte mindstens soweit, daß ich's abmachen mußte. Anleinen ging erst recht nicht, weil sie sich in ihrem Frust dann irgendwann so auf die Vorhand geschmissen hat, daß es erst recht blutete...

    Insofern hab ich das aufgegeben und die Pfote stattdessen nach dem Spazierengehen auch nochmal in Schmierseifenlösung gebadet. Entzündet hat sich nichts, es hat fünf Tage gedauert, bis das Leben im verletzten Teil so komplett weggetrocknet war, daß nichts mehr blutete, der Hund hat die Pfote nie geschont und auch kaum beleckt. Nach einer Woche war der aktute Teil erledigt, das Horn wächst schon gut nach, aber bis die Kralle wieder komplett ist, wird es sicher noch dauern.

    Die Schmierseifen-Methode können wir also nur empfehlen, und wir wünschen eurem Hund ebenfalls gute und schnelle Besserung!

    Ich halte seit Mitte der siebziger Jahre Hunde - aber da ist wohl ein Trend total an uns vorbeigegangen. Großer und kleiner Hund, einer und mehrere, zwei Würfe Welpen, Junghunde im knabberwütigen Zahnwechsel, verletzter und kranker, blinder und zeitweise verwirrter Hund: Alles, was wir in diesen Jahren gebraucht haben, waren einmal ein Welpengehege für Hündin & kleinen Nachwuchs nachts, einmal ein Welpengehege für die Aufwachphase nach einer OP.

    Das war alles, und bisher habe ich noch nie eine Box vermißt und auch noch nie einen Hund an seinem Platz angebunden. Das Äußerste war Leine im Haus, dann aber mit mir am anderen Ende. Im Auto saß/sitzt der Hund mit Sicherheitsgeschirr auf dem Rücksitz. Einen Welpen kurz - kurz! - über ein Gehege/eine bekannte Box zu sichern, wenn ich nicht aufpassen kann, fände ich auch problemlos, war aber noch nicht nötig: tolles Knabberzeug tat's bisher auch.

    Auto war bei unserem großen alten Rüden übrigens eine ganz andere Geschichte: Der liebte sein "Heim zweiter Ordnung" so sehr, daß mein Vater ihn gelegentlich damit belohnte, daß er drinliegen durfte, während Herrchen im Garten arbeitete. Bei offener Tür - aber der Hund stieg eh nie aus, weil er total vernarrt in sein mobiles Supersofa war.

    Das war aber die Ausnahme. Die anderen waren lange nicht so verrückt drauf, haben aber notfalls auch mal brav gewartet, allerdings nie mehr als eine Stunde allein. Wird's länger bleibt Hund - boxlos - zuhause.

    Nun hatten wir allerdings auch immer "normale" Hunde - jedenfalls ohne die ganz großen Macken. Um absolut unverträgliche oder akut bissige Tiere umeinander "herumzumanövrieren" oder am Anfang kurz zu sichern, würde eine Box sicher Sinn machen.
    Allerdings würde man wg. des Streßlevels für den Eingesperrten ja auf alle Fälle ein separates Zimmer benötigen - und dann gäb's sicher auch schon wieder andere Möglichkeiten?