• Aus aktuellem Anlass (ich spiele mit dem Gedanken nach einem Zweithund - irgendwann) würde ich gern mal das Allergiethema hier reinbringen. Qualzucht Ja oder Nein?

    Ich möchte mir hier keine Absolution holen, denn mein Gewissen rät mir aktuell eher von einem Dalmatiner als Zweithund ab, obwohl ich die Rasse wirklich unfassbar lieb gewonnen habe, ja, vielleicht sogar als "meine Rasse" bezeichnen würde. Aber eventuell muss ich mich auch nur noch mehr mit verschiedenen Menschen unterhalten und mich so "überzeugen", dass eben nicht gefühlt jeder Dalmatiner ein Problem damit hat. Vielleicht kommt es da auch auf die Linien drauf an, aber leider hab ich schon das Gefühl, dass hier und da sich bissi was schön geredet wird bei Züchtern.

  • Für mich sind Allergien wirklich einschränkend und zusätzlich unberechenbar. Wenn ich wüsste das das ein bekanntes Problem ist und da nicht mal versucht wird etwas dagegen zu tun, wäre die Rasse für mich raus.

    Gesund gibt es nicht, den Anspruch habe ich auch nicht. Aber das Problembewusstsein gehört dazu.

    Allergien sind auch echt fieses Thema, weil so gut verheimlichbar.

  • Ich sehe Allergien, Autoimmunerkrankungen, hohe Krebsneigung usw. als generelles Problem in der Rassehundezucht - je mehr genetische Verarmung, umso schlechter steht es um die Vitalität in der Gesamtpopulation.

    Das ist ein Problem, dass eigentlich nur schlimmer werden kann, solange es Reinzucht und Linienzucht gibt, das liegt in der Natur der Sache.

    Persönlich würde mich beim Dalmatiner die Nierenthematik, das Taubheitsrisiko abschrecken - und die Tatsache, dass die Farbzucht im Vordergrund steht. Ich würde die Zucht unter diesen Umständen nicht unterstützen wollen.

    Als Qualzucht betrachte ich persönlich die Dalmatiner aber nicht.

  • Wir hatten bisher 4 reinrassige Dalmatiner im Familienkreis (plus ein Dalmimix). Nur einer davon hatte ein Problem mit Futtermittelunverträglichkeiten (weiss nicht ob eine echte Allergie vorliegt oder "nur" eine empfindliche Verdauung), die andern waren robust und sind mit ganz normalen Rationen alt geworden.

  • Ich schließe mich vor allem der Unberechenbarkeit an. Sehr viele mir bekannte Hunde, inklusive einer von meinen, waren/sind sehr stark von ihren Allergien eingeschränkt, und leiden teilweise darunter. Zumindest, bis eine guter Umgang und ggf Therapie gefunden werden konnte. Bei vielen Hunden verändert sich das Allergiegeschehen allerdings so oft, dass das Management ständig angepasst werden muss - das dauert, und führt auch wieder zu Einschränkungen bis Leiden. Abgesehen davon, dass zumindest medikamentöse Therapien ja auch nicht unbedingt Nebenwirkungsfrei sind.

    Großer Punkt beim Dalmatiner wären die mich leider auch noch die HUU (LUA Dalmatiner ausgenommen - da ist tlw dann allerdings eine sehr niedrige Genvarianz Thema), und das rassestandardbedingte stark erhöhte Taubheitsrisiko.

  • Ich persönlich finde das Allergien und Unverträglichkeiten viel zu viel schöngeredet und billigend in Kauf genommen werden. Für mich gehört ein Hund der so belastet ist nicht in die Zucht, in den meisten Fällen ist es ohnehin kein Zugewinn oder so besondere Genetik das es sinnvoll wäre.

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