Der "gefährliche" Hund Teil 3

  • Er muss es nicht wissen. Das es unpassend ist, dürfe -- so wie Du es darstellst -- er ja schon mitbekommen haben, und als seriöser Züchter dürfte er auch ein bisschen Interesse haben zu wissen, wo seine Hunde hinkommen, und wie es ihnen dort ergehen dürfte -- und die Wahrscheinlichkeit einer Rückgabe gering ist. Also Fragen, warum gerade die Rasse -- und warum gerade Leistungszucht -- und wie die 'Arbeit mit dem Hund' aussehen würde. Aber: das sollte heute schon so sein, und notfalls ein "Nee, nicht an Dich!" bedeuten -- oder ein 'Grüzi, wir hatten uns ja letztens auf der Veranstaltung getroffen. Klar gebe ich Dir, ich habe Dich ja mit Deinem vorherigen gesehen.".

    Genau um das „unpassend“ geht es mir.
    Wer sagt, dass es unpassend ist? Das Forum, irgendwelche Politiker, irgendwelche Tierschützer?

    Ich für mich empfinde es nicht als unpassend. Ich habe nämlich mich selbst beschrieben 😉

    Hm, aber bleibt es nicht objektiv betrachtet trotzdem eher unpassend?
    Dass du aufgrund deines Know-Hows von Anfang an das Ganze in passende Bahnen lenken konntest, ist prima. Entsprechend hättest du ja auch kein Problem bei Unterzeichnung der jeweiligen EULA (danke Phonhaus :-) ), weil dein Hund voraussichtlich nie auffällig wird und daher kommt der Passus im Vertrag für keinen je zum Tragen.

    Es geht ja um die Fälle, die in der beschriebenen Situation nicht entsprechend geführt werden. Und in dem Fall könnte man dem Halter dann vorhalten, dass er trotz Warnung es meinte besser zu wissen.

  • Genau um das „unpassend“ geht es mir.
    Wer sagt, dass es unpassend ist? Das Forum, irgendwelche Politiker, irgendwelche Tierschützer?

    Zuchtverband, Züchter, ..., abgebender Halter (v.a. bei Mixen), ..., der neue Halter.

    Du sagst es ja auch selbst (ich habe Deine Beiträge etwas durchsucht): "Das ist bei dieser Rasse kein Selbstläufer."

    Mit "Unpassend" meinte ich ja nicht "Geht gar nicht." und ich will da auch kein Verbot.
    Sondern halt das Bewußtsein "Das wird dann nicht so einfach, aber ich weiß, was ich erleben werden und worauf ich achten muss. Und wenn der Riesenschnauzer wenig bellt, dann ist das ein unerwarteter Glücksfall und eben nicht der erwartete Normalfall."

    Oder können wir uns statt auf "Unpassend" eher auf "Ungünstige Ausgangsbedingungen".

    Was aber bei Deinem Beispiel noch fehlt: "Welche Erfahrungen konnte ich bereits machen?" -- "Kann ich die Beschreibung richtig einschätzen?" -- "Wie sieht mein Alltag mit dem Hund aus?" -- Was erwarte ich von dem Hund?". Da stand nichts von da bei der Beschreibung ;) Auch kein "Ist zwar mein erster Hund (oder nicht?), aber im Elternhaus hatten wir mehrere DSH." im Gegensatz zu "Ich finde die so niiieeeedlich, ich hatte früher Zwergmäuse, aber jetzt möchte ich mal mit einem Hund auch mal draußen für eine Viertelstunde rumsitzen, weil dauernd vor dem TV finde ich nicht mehr so ganz toll."

  • Warum ist denn eigentlich der Wunsch so groß, immer noch mehr alles reglementieren zu wollen und in Schubladen zu stopfen, was passend oder unpassend ist oder seriös oder unseriös? Warum soll ein VDH-Züchter mit einem Mal seriös sein und übermenschliche Fähigkeiten besitzen, indem der dann weiß, was mit dem Welpen passieren wird und warum werden alle andern Züchter, upsler etc außerhalb des VDHs eigentlich in die Schublade 'kriminell, unfähig, nur auf Geld aus" gesteckt. Mit so einer einseitigen und verblendeten Denke kann nur Mist dabei rauskommen, sieht man ja am 11er.

    Absolute Sicherheit gibt es nicht. Vor allem, warum möchte man bei Hunden alles reglementieren, alles Tutti, alles zum Wohl des Hundes und bei allen anderen Tieren interessiert es doch eh keinen. Es interessiert nicht bei Katzen, bei Kleintieren, bei 'Nutztieren', aber bei Hunden soll dann plötzlich Staat und Produzent noch Verantwortung übernehmen für die Blödheit des aktuellen Hundehalters. Das unsagbare Katzenleid in Deutschland interessiert zb so gut wie keinen. Weil man es halt nicht sieht und Katzen eher selten das Kind auf dem Spielplatz angreifen. Und schon ist das Leiden der Tiere nicht mehr relevant.

    Also manchmal wird schon arg übers Ziel hinausgeschossen.

  • Mir verginge total die Lust am Hobby Hund, total!

    Mir auch. Ehrlicherweise finde ich jetzt schon Vieles überreglementiert. Und ja ich bin gegen Leinenpflicht im Wald aus Prinzip oder während der Brut- und Setzzeit. Meine Hunde müssen immer auf dem Weg bleiben und dürfen nie jagen und der Rest lässt seinen Hund im besten Fall an der Alibischleppleine sein Unwesen treiben oder hält sich gleich gar nicht dran.

  • In so einem Fall braucht es, sofern ein Züchter das nicht gleich ausschließt, einfach Hintergrundinformationen.

    In deinem Fall bspw war vor dem RS schon ein Mali da und du hattest Schnauzer schon in der Zwergform. Sportliche Aktivitäten mit diesen Hunden wären im Zweifel nachweisbar, das sind dann also schon wieder andere Umstände als bspw :

    Ersthundehalter, als Kind vielleicht mal nen Malteser in der Familie gehabt, Traum seit immer RS, Kontakt mit der Rasse bis dahin Zero, evtl mal im vorbei laufen gesehen und Herzchen in den Augen gehabt. Glaubt dass Gebrauchshundesport was wäre, stand aber noch nie auf nem Hundeplatz.


    Dem entsprechend fällt die Entscheidung dann sehr unterschiedlich aus xD

  • Zumal ja die Frage ist - wenn dann doch ein Hund falsch vermittelt/verkauft wurde, wohin damit?

    Wer soll all diese den Haltern entzogenen Hunde betreuen, und wo? Wer soll sie (zurück) auf Alltagstauglichkeit trainieren, und wo? Wer beurteilt (staatlich garantiert besser als die ursprünglichen Verkäufer) ob nun neue Halter geeignet sind?

    Wer haftet/ist schuld, wenn der Hund trotz bester Einschätzung doch nicht so funktioniert, wie vorgesehen?

    Wieviele Ressourcen will man in die Hand nehmen?

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