Der "gefährliche" Hund Teil 3

  • Die Zuchtvereine haben ja in der Regel schon sinnvolle Richtlinien.

    Selbstverständlich.

    Es ging in dieser Diskussion aber darum, dass Zuchtvereine für die Auswahl die Käufer verantwortlich gemacht werden sollten. Und dafür müsste es dann wieder Richtlinien geben. Bisher gibts da keine Vorgaben, soweit ich weiß.

    Und wer das nicht mitgelesen hat - der Vorschlag war nicht von mir und ich stimme dem auch nicht zu. Ich will nur den Kontext erklären.

  • Je mehr man Menschen Verantwortung für ihre Entscheidungen abnimmt, umso unselbständiger und bequemer werden sie und alle anderen werden eingeschränkt, zugunsten der Unvernünftigen - dahin führte der Weg, wenn Zuchtvereine oder TS noch mehr Verantwortung oder Macht über Entscheidungen der Hundehaltung überlassen würden.

    Derartiges halte ich weder für sinnvoll, geschweige denn wünschenswert!


    Unüberlegte Tierkäufe lassen sich nicht ausrotten, auch wenn man mehr Kontrolle und Aufsicht auf übergeordnete Stellen übertrüge. Menschen sind erfindungsreich und werden immer Wege finden, um ihre Wünsche zu erfüllen.


    Freiheit aller einzuschränken, weil etliche falsche Entscheidungen treffen, ist keine Lösung!

  • In meiner Ecke haben Halter eines Kangals die Auflage vom Amt bekommen nur noch zu zweit zu gehen, weil einer allein den Hund nicht halten kann. Ich suche trotzdem das Weite, denn ich weiß ja nicht, ob die beim Equipment auf entsprechende Qualität/Stabilität achten.

  • In meiner Ecke haben Halter eines Kangals die Auflage vom Amt bekommen nur noch zu zweit zu gehen, weil einer allein den Hund nicht halten kann. Ich suche trotzdem das Weite, denn ich weiß ja nicht, ob die beim Equipment auf entsprechende Qualität/Stabilität achten.

    Hier gibt es auch eine alleinstehende (zierliche, alte) Frau die diese Auflage hat. Sie erzählt es auch jedem und beschwert sich lautstark deswegen. Ihre riesige dänische Dogge führt sie trotzdem alleine. Aber mit zwei Leinen! :zany_face:


    Bringt eben alles nichts wenn die Halter es nicht umsetzen.

  • In meiner Ecke haben Halter eines Kangals die Auflage vom Amt bekommen nur noch zu zweit zu gehen, weil einer allein den Hund nicht halten kann. Ich suche trotzdem das Weite, denn ich weiß ja nicht, ob die beim Equipment auf entsprechende Qualität/Stabilität achten.

    Hier gibt es auch eine alleinstehende (zierliche, alte) Frau die diese Auflage hat. Sie erzählt es auch jedem und beschwert sich lautstark deswegen. Ihre riesige dänische Dogge führt sie trotzdem alleine. Aber mit zwei Leinen! :zany_face:


    Bringt eben alles nichts wenn die Halter es nicht umsetzen.

    In meinem Fall würde es Anzeigen hageln. Der Hund möchte nämlich andere Hunde töten und das würde sich die Dorfgemeinschaft nicht tatenlos anschauen.

  • wenn Zuchtvereine oder TS noch mehr Verantwortung oder Macht über Entscheidungen der Hundehaltung überlassen würden.

    Es ging doch gar nicht darum, ZV und TS mehr Verantwortung oder Macht zu geben?

    Sondern das Niveau außerhalb Verbandszucht und seriösem Tierschutz auf das Niveau eben dieser anzuheben.

    Damit würden Ups-Würfe ebenso bestraft wie Menschen, die ihre "nette Hündin" oder den "tollen Rüden" mal eben einfach Welpen produzieren lassen, ohne die Standards für seriöse Zucht zu berücksichtigen, und auch der Import von Billigwelpen würde deutlich eingeschränkt.

    Das Gleiche gilt für seriösen Tierschutz, wobei hier umfassende Überlegungen angestellt werden müssen, was eigentlich hier der Mindeststandard sein muss, um als seriös bezeichnet werden zu können.

  • Mindeststandard für Auslandstierschutz währe fpür mich die Existenz geeigneter Pflegestellen, die den Hund im Zweifel aufnehmen können, wenn die Vermittlung schief geht. Und das auch , wenn aus dem niedlichen Welpen ein riesiger unerzogener HSH-Mix mit Beissvorfall geworden ist. Dann würde vielleicht nciht mehr so leichtfertig vom Labrador-Mix die Rede sein .

    Auch wenn es unfair ist, vielleicht sollten Hunde, die Menschen schwer verletzt oder getötet haben , sehr viel schneller eingeschläfert werden. Und für die Halter sollte es entsprechend Konsequenzen geben.

    Genauso wenn Hundehalter gehäuft negativ auffallen (Hund wird zu anderen Hunden, Menschen gelassen etc) , egal ob die einen Mali, einen Staff, einen Collie, enen Dackel oder einen Malteser dabei haben, sollten die schneller Auflagen bekommen und bei nicht Einhaltung Hund weg.

    Beim Hundeführerschein, sollte der mehr kontrolliert werden und vielleicht mehr Information über Hunderassen beinhalten , das die Leute aufgeklärt werden, was Wach- oder Schutztrieb bedeutet, was rückwärtsgerichtete Aggression ist etc. und auch das nicht jeder Hund mit 5 Jahren noch mit fremden Hunden spielen möchte.

  • Es ging doch gar nicht darum, ZV und TS mehr Verantwortung oder Macht zu geben?

    Sondern das Niveau außerhalb Verbandszucht und seriösem Tierschutz auf das Niveau eben dieser anzuheben.

    Doch, genau darum ging es. Züchter, TS Orga oder sonstiger Verkäufer sollten dafür haften, wenn ihr Hund beim neuen Besitzer gefährlich wird/Schaden anrichtet.

    Um ein gesetzlich festgelegtes Niveau an Gesundheitsuntersuchungen und Schutz der Hündin usw. ging es hier im „gefährliche Hunde“ Thread eigentlich nicht.

  • Doch, genau darum ging es. Züchter, TS Orga oder sonstiger Verkäufer sollten dafür haften, wenn ihr Hund beim neuen Besitzer gefährlich wird/Schaden anrichtet.

    Das dürfte sehr schwierig werden -- wenn die doch gar keinen Einfluss auf den neuen Halter haben.


    Aber vielleicht kann man hier einen Zwischenweg einschlagen:

    Die Abgeber könnten haftbar werden, wenn sie den neuen Halter nicht ausreichend über die konkreten Risiken des jeweiligen Hunds aufklären -- was der Halter darauf macht, ist dann seine Sache. D.h. der Abgeber muss nachweisen können, dass er dem zukünftigen Halter gesagt hat, dass der HSH-Mix in der Hochhaussiedling eine echt schlechte Idee ist; es sollte ihm aber ausreichen dürfen, der Aussage des zukünftigen Halter zu glauben, dass dieser dort nur gemeldet ist, und ansonsten im Wohnwagen bei der mobilen Schafherde im Weidegebiet schläft.

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