Ich bin verzweifelt. Neuer Hund und nichts klappt!

  • Ich habe recht wenig Erfahrung mit Straßenhunden, aber würde es nicht helfen den Hund mal mit der Hand zu füttern, um Vertrauen aufzubauen?

    Meinst du komplette Handfütterung und Leckerliegabe?

    Ich meinte einfach Handfütterung, ob komplett oder nur zum Teil. Natürlich würde ich es auch mit Belohnungen probieren. Wenn ich es richtig verstehe, wird der Hund kaum für gutes Verhalten belohnt, sondern hauptsächlich nur getadelt.

  • Ich denke, dass ein Direktimport nicht mit Hundeanfänger in Großstadt harmoniert. Der Hund ist permanent auf einem so hohen Stresslevel, dass er garnicht lernen KANN.


    Setz Dich mit der Orga in Verbindung. Entweder um Hilfe zu erhalten oder die Rückgabe des Hundes in die Wege zu leiten. So wird das nix - außer, dass der Hund so definitiv zum Problemhund wird.

  • Am liebsten würde ich mal eine Blacklist der Orgas erstellen, die solche Hunde an solche Menschen mit so einer Wohnsituation vermitteln.

    Himmelverdammtnochmal. Das ist doch kein Tierschutz. :barbar:


    Stormy Night : du hast dich vorher viel bei Cesar Millan informiert, kann das sein?


    Ich habe hier vier Hunde sitzen, 3 davon aus dem Tierschutz. Einer davon ausgesetzt, einer aus der Tötung, einer behindert.

    Ich habe sie immer ganz in Ruhe ankommen lassen.

    Nie habe ich mit ihnen geschimpft, wenn sie Angst hatten sich draußen zu lösen.

    Auch nicht, wenn sie ins Bett gepinkelt, geknurrt oder gezwickt haben.


    Ich glaube, du bist mit völlig falschen Erwartungen an das Thema Tierschutzhund herangegangen.

    Lass mich es dir ganz ehrlich sagen - Hunde aus dem Tierschutz sind NICHT DANKBAR.

    Stormy wird sich nicht ändern, wenn du dich und dein Verhalten nicht um 180 Grad drehst.

    Du machst ihm Angst, jeden Tag aufs Neue.

    Er wird dir unter diesen Umständen nie vertrauen.


    Wenn du nicht bereit bist komplett umzudenken, dann wird es mit Stormy und dir nicht klappen.

    Du wohnst innerstädtisch, viele Menschen, Lärm, keinerlei Safe-Spaces.

    So ein Hund gehört zu einem verständnisvollen Menschen, der ihm Ruhe und Vertrauen geben kann. So ein Hund gehört (zumindest anfänglich) nicht in trubelige Gegenden.


    Meine ganz ehrliche Meinung? Das wird nichts. Gib ihn an die Orga zurück und lass dich da nicht abspeisen mit der Ausrede der nicht vorhandenen Pflegestellen.

    Wer solche Hunde so unpassend vermittelt, dem sollte eigentlich die Berechtigung dafür entzogen werden.

  • Bist du dir sicher, dass du Storm wirklich behalten willst? Falls ja, solltest du dringend anders mit ihm umgehen. Schimpfen bringt gar nichts, außer, dass er Angst vor dir bekommt. Er kennt das Alles noch gar nicht. Draußen kann er sich nicht lösen, weil er dazu viel zu gestresst ist. Und er pinkelt nicht provokant vor deinen Augen. Er weiß doch gar nicht, dass er das nicht darf.


    Viele ehemalige Straßenhunde können erstmal nicht draußen ihr Geschäft verrichten.


    Am Besten wäre es, wenn du Storm wie einen Welpen behandelst. Er muss alles von Anfang an neu lernen. Sei es das an der Leine laufen, als auch die Stubenreinheit. Aber nicht mit schimpfen oder laut oder böse werden. Alles ganz in Ruhe beibringen.


    Du hast hier ja schon sehr viele Tipps bekommen. Ich hoffe, du nimmst sie dir zu Herzen.


    Bitte bitte habe mehr Geduld mit Storm und schimpfe nicht mehr mit ihm.

  • Das ist einfach nur traurig, der Hund tut mir echt leid.


    Wie kann man nur erwarten so einem Hund aus solchen Verhältnissen, ohne die geringste Erfahrung, ohne jegliche Empathie, gerecht zu werden.


    Normalerweise bin ich nicht so, aber gib den Hund zurück und hol die einen Plüschhund.


    Sorry für die harten Worte, aber ich spüre hier nichts an Empathie und keine echten Willen es schaffen zu wollen.

  • Gott, das arme, arme Vieh…


    Ja, ich weiß, nicht hilfreich. Aber mir kommen fast die Tränen, wenn ich das lese - aus Mitleid und Wut.


    DU hast DIESE Entscheidung getroffen, DIESEN Hund in DIESE Situation zu bringen, und DIESE Orga hat dir geholfen. Der Hund, in den du soooooo verliebt(!!!!!!) bist, dass du ihn ohne groß nachzudenken aus seinem Leben herausgerissen hast, wird jetzt NATÜRLICH (!!!!!) geschimpft, angeschrien, eingeschüchtert und verängstigt.

    Wie lieblos und empathielos kann man denn sein, selbst, wenn man keine Ahnung von Hunden und ihrer Körpersprache hat?


    Würd dich jemand auf einmal in einen Kleinbus sperren und dich in einem zentralasiatischen Dorf aus dem Auto werfen, du musst bei irgendjemand wohnen und für alles, was du dein Leben lang alles immer so gemacht hast, wirst du auf einmal angeschrien… wie würdest du dich fühlen?

    Und dann meckert deine zentralasiatische Gastgeberin bei ihren Online-Freunden, wie scheiße du bist. Wahnsinn.


    Zum Rest - viele Leute geben dir sehr wertvolle Tips und werden es noch tun, ich kann das gerade nicht, sorry.

  • Ich meinte einfach Handfütterung, ob komplett oder nur zum Teil. Natürlich würde ich es auch mit Belohnungen probieren. Wenn ich es richtig verstehe, wird der Hund kaum für gutes Verhalten belohnt, sondern hauptsächlich nur getadelt.

    Ich sehe Handfütterung, besonders wenn ausschließlich so gefüttert wird, persönlich sehr kritisch. Ich glaube auch nicht, dass das Vertrauen fördert. Eigentlich bringt man den Hund nur in einen inneren Konflikt und erzwingt Annäherung über existenzielle Not. Also man enthält die Befriedigung eines Grundbedürfnisses (Futter) so lange, bis der Hund sich dem Menschen nähert. Gerade bei einem Hund, der gerade mit dem Menschen generell und mit dem Futter speziell Stress verbindet, finde ich das eine fiese Situation.

    ABER ich verstehe die Intention deiner Idee total. Ich finde es einen super wichtigen Hinweis, dass statt Tadel vor allem Lob im Vordergrund stehen sollte. Ich persönlich würde das in dieser Situation aber über fliegende Leckerlies lösen. Also dem Hund die Belohnung zuwerfen, immer dann, wenn er etwas richtig macht. Um erstmal keine Annäherung zu erzwingen und keinen inneren Konflikt auszulösen. Und den Rest des Futters dann bedingungslos aus dem Napf, damit der Hund lernt, dass er keine Angst um seine Nahrung haben muss.

  • Wow. Ich staune ja wirklich, dass sich ein Anfänger als 1. Hund ein Direktimport holt. Dann noch einen Husky-Mix. Einfach wow.


    Schade, dass die Hunde zwar gerettet werden sollen, aber absolut nicht verantwortungsbewusst vermittelt werden. Sehr traurig für die Hunde.

  • Ich persönlich würde das in dieser Situation aber über fliegende Leckerlies lösen. Also dem Hund die Belohnung zuwerfen, immer dann, wenn er etwas richtig macht. Um erstmal keine Annäherung zu erzwingen und keinen inneren Konflikt auszulösen. Und den Rest des Futters dann bedingungslos aus dem Napf, damit der Hund lernt, dass er keine Angst um seine Nahrung haben muss.

    Interessante Sache. Leuchtet mir ein. Ich hatte bis dato immer Welpen, die ich großgezogen habe und sie hatten nie wirklich Angst vor mir. Handfütterung habe ich hin und wieder gemacht, auch wenn hauptsächlich als Belohnung, aber eben nicht nur.

  • Ich bin nicht für meine Wattebauschwerferei bekannt, also nennen wir die Dinge doch sachlich beim Namen:


    Du bist überfordert.

    Du hast es dir ganz anders vorgestellt, vermutlich so mit ganz viel rosa Brille und Herzchen.

    Und dann ist da Storm, der von deiner Brille gar nichts hält.


    Jeder deiner Sätze beginnt mit „Er soll lernen…“

    Ok, aber gleich 10 Dinge gleichzeitig?

    Wenn das Adrenalin das Gehirn blockiert?

    Man weiß mittlerweile, dass extremer Stress das Lernen unmöglich macht.

    Das ist simple Logik: der Bursche hat Angst vor dir, wenn du schimpfst. Aber er hat keine Ahnung, WIESO du schimpfst, weil du es gefühlt ständig tust - bei allen Grundbedürfnissen muss er Angst haben, beim Fressen, Lösen, Schlafen (ja, ein Rudeltier schläft ungerne alleine).

    Der ist ständig unter Druck und das macht krank, psychisch und körperlich.


    Also atme durch, entspann dich, nimm Druck raus.

    Versuch es für den Anfang mit Welpenunterlagen. Vlt hilft das.

    Nimm dir Zeit, einen Becher mit Würstchen, Käse, gebratener Leber und ein Geschirr. Ich vermute, dass das Geschirr nach überraschend kurzer Zeit am Hund ist, wenn dein Timing stimmt.

    Geh kein Gassi mehr - mach es wie beim Welpen mit Gassi-Stehen. Such eine ruhige Ecke und bleibt halt 20 Minuten da. Und Party, wenn er sich beruhigt.


    Lässt er sich überhaupt anfassen?

    Wie motivierbar ist er mittels Futter?


    Ich würde mir an deiner Stelle keine Sorgen machen, was er denken könnte.

    De facto denkt er nämlich gar nicht vor lauter Panik

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