Rasse spielt kaum eine Rolle?

  • Vielleicht hat es die eine oder der andere schon gelesen, laut einer Studie hängt die Persönlichkeit von Hunden kaum von der Rasse ab. Nachzulesen z.B. hier: Klick


    Hat mich jetzt schon überrascht.


    Was meint Ihr?

  • Hmm, in dem Link steht aber auch das:

    Zitat

    Viele Verhaltensweisen seien erblich – ob ein Hund besonders gelehrig, wachsam oder zutraulich ist, hängt also vor allem von seinen Eltern ab

    Und das hier:

    Zitat

    Die Auswertung zeigte: Verhaltensunterschiede zwischen modernen Rassen sind grundsätzlich nur gering ausgeprägt. Das Team fand keine Verhaltensweise, die ausschließlich in einer Rasse zu finden ist. So gelten Labradore zwar als Hunde, die kaum heulen, einige der Hundehalter berichteten aber dennoch, dass ihre Tiere manchmal oder sogar häufig heulten. Dem Greyhound wird nachgesagt, dass er sein Spielzeug nicht verbuddelt, doch einige Haustierbesitzer hatten das gegenteilige Verhalten beobachtet

    ist jetzt zB keine besondere Erkenntnis, finde ich. Also dass keine Verhaltensweise 100 prozentig ausgeschlossen oder vorhergesagt werden kann ist denke ich klar. Aber ich sehe in dem Artikel erstmal nicht die Aussage, dass jede Verhaltensweise in jeder Rasse gleich wahrscheinlich sein soll.

    Vielleicht wurde da wieder eine Studie missverstanden, beim ersten Lesen klingt es für mich so.

    Vielleicht hat ja jemand Zeit, die Originalstudie durchzuschauen. Ich werde dann gespannt mitlesen :smile:

  • Ich würde das Thema so deuten, dass es für jede Rasse typische Eigenschaften gibt (die aber auch in anderen Rassen zu finden sein können, zb Jagdtrieb), und je nach individueller Auslegung des Hundes mehr oder weniger stark auftreten können, es aber eine höhere Wahrscheinlichkeit für Verhalten XY gibt. Z.B. wird der Weimaraner eher zu jagen neigen als der Havaneser , in beiden Rassen kann aber das Gegenteil auftreten, nur mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit. So hätte ich das ganze Thema verstanden, ganz schlüssig ist der Artikel für mich aber nicht. Dass nicht jeder Hund einer Rasse genau die gleichen Eigenschaften aufweist ist denke ich jedem klar, sonst gäbe es ja keine (teils große) Unterschiede zwischen Geschwistern.🙈

  • Ich habe nicht soo viele Erfahrungen mit unterschiedlichen Rassen, aber z. B. Pulik haben Eigenschaften die definitiv Rassentypisch sind.


    Da kannst du die Uhr danach stellen. :rolling_on_the_floor_laughing:

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Vielleicht hat ja jemand Zeit, die Originalstudie durchzuschauen. Ich werde dann gespannt mitlesen :smile:

    Ich bin bis jetzt nur bis zur Einleitung gekommen.


    Herausgreifen tu ich da mal diesen Satz:


    Zitat

    Thus, dog breed is generally a poor predictor of individual behavior and should not be used to inform decisions relating to selection of a pet dog.

    Übersetzung: Daher lässt sich anhand der Hunderasse im Allgemeinen individuelles Verhalten schlecht vorhersagen und sollte nicht verwendet werden, um Entscheidungen bezüglich der Auswahl eines Haustierhundes zu treffen.


    Nun ja. Das Resultat sind dann m.E. Meldungen wie diese: https://www.nationalgeographic.de/tiere/2019/05/schattenwolf-flut-im-tierheim-viele-got-fans-mit-huskys-ueberfordert

  • "well-validated dog-owner surveys"


    "Dog owners were asked to complete 12 short surveys (117 questions) on behavioral and physical traits"


    Die Besitzer haben die Eigenschaften ihren Hunden zugeschrieben. Da finde ich die Aussage der Studie eher weniger aussagekräftig (bis auf die Äußerlichkeiten). Wenn ich meinen Hund nie alleine lasse oder keinem Krankenwagen begegne, dann heult mein Hund auch nicht. Welches Erregungslevel ich meinem Hund zuschiebe, wird auch davon abhängig welcher Menschentyp ich bin. Usw.


    "Breed is not a reliable predictor of individual behavior"

    Stimmt natürlich, weil Sozialisation, Beziehung zum Besitzer und Lebensumfeld auch eine große Rolle spielen.


    Korrelation ist nicht Kausalität. Aber das will die Studie auch gar nicht behaupten.


    Edit. Das finde ich allerdings süß. Da kann man Eigenschaften wählen und bekommt seinen Traumhund ;)


    https://darwinsark.org/muttomics_viz_dashboard/

  • Ich habe die Originalstudie überflogen - und einige Dinge haben mich tatsächlich überrascht. Ich hätte bei vielen der Charaktereigenschaften erwartet dass es viel höhere Gemeinsamkeit bei bei Hunden einer Rasse gibt und eine weniger große Streuung. (Wobei die Auswahl dieser "Charaktereigenschaften" für mich auch komisch war, aber das mag daran liegen, dass mir hier die Fachsprache fehlt).


    Ist zumindest nicht so, wie im Kommentarbereich des Spiegel-Artikels behauptet, dass die Studie im Spiegel-Artikel völlig verfälscht dargestellt wurde.

  • Zur Frage des Themas ob die Rasse eine Rolle spielt und Rassetypische Eigenschaften quasi egal sind weil es ja nur nach Individuum geht - Schmarrn.

    Mehr fällt mir dazu nicht ein ^^



    Man kann sich das quasi so vorstellen : Ein paar Eigenschaften ( und zwar die Rassetypischen) sind wie ein Rahmen - nicht jeder ist gleich, aber er ist da, und ein Teil.

    Und weiter innen hat man dann ein Bild. Dieses Bild besteht dann aus Individuum. Weil aber jeder Hund/jeder Charakter anders ist, kann jedes Bild in seiner Machart, seinem Motiv und den Details gänzlich unterschiedlich aussehen, während der Rahmen immer aussieht wie ein Rahmen - der eine halt mehr, der andere weniger.


    Ich hoffe man versteht worauf ich hinaus will ^^

  • Man kann sich das quasi so vorstellen : Ein paar Eigenschaften ( und zwar die Rassetypischen) sind wie ein Rahmen - nicht jeder ist gleich, aber er ist da, und ein Teil.

    Und weiter innen hat man dann ein Bild. Dieses Bild besteht dann aus Individuum. Weil aber jeder Hund/jeder Charakter anders ist, kann jedes Bild in seiner Machart, seinem Motiv und den Details gänzlich unterschiedlich aussehen, während der Rahmen immer aussieht wie ein Rahmen - der eine halt mehr, der andere weniger.


    Ich hoffe man versteht worauf ich hinaus will ^^

    💙👍

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!