
Viele Probleme mit Hund und falsche Erziehung?
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Gast106836 -
21. September 2021 um 19:53
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Zum Sinn und Unsinn von "Tricks" kann ich noch etwas beitragen:
1) ist Tricktraining für mich der beste "Stimmungsaufheller" an Tagen, an denen mich mein Hund nervt. Da bin ich nicht so verkniffen (denn es geht um nichts), es bringt mich zum Lachen und bringt die verschütteten positiven Gefühle für den Hund zurück und der Hund nimmt mich nicht mehr als Spaßbremse wahr.
2) lernt der Hund, wie man mit mir zusammenarbeiten kann. Er lernt, Dinge auszuprobieren und mich zu "lesen" (und umgekehrt sowieso). Er lernt also "wie man lernt". Und wir schaffen uns eine Basis für Zusammenarbeit.
3) helfen Tricks in vielen "schwierigen Situationen". Denn sie sind durch den positiven Aufbau stark mit Spaß und Wohlfühlen und Fokus auf mich verknüpft. Wenn mein Hund irgendwo Angst hat, geht es ihm nach ein paar mal "High five" geben oft besser. Wenn mein Hund aufgeregt ist, wegen anderer Hunde, helfen ihm ein paar Tricks, sich wieder auf mich zu konzentrieren und er pöbelt nicht. Usw.
Da soll nochmal jemand sagen, Tricks seien sinnlos
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Nun hört doch mal mit dem draufhauen auf den Freund auf.
Es sind jetzt 36 Seiten.
Die TS macht sich super und muss den Spagat zwischen Tierliebe, Hundeneuling und dem Menschen den sie liebt und der hier ( verständlicherweise) ständig kritisiert wird schaffen.
Ich finde sie macht das sehr gut.
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OT emotionaler Post
ZitatIch will Verbesserungsvorschläge, Erfahrungen, Tipps, hören ob ich es jetzt besser mache usw.
Es kommen halt ständig Fragen/Aussagen zu meinem Freund. Soll ich lügen? Ich spreche jedes Posting über ihn vorher mit ihm ab. Ist ja nicht so als würde ich hier ablästern. Mir geht es um ehrliche Reflektion unserer Fehler nicht ums Anprangern.
Mir geht es auch nicht ums anprangern, entschuldige bitte, dass ich euch so massiv angegriffen habe! Ich weiß, dass mein Post von heute Morgen sehr von meinen, in diesem Moment unmittelbaren, persönlichen Gefühlen geleitet, wertend und auch übergriffig ist und natürlich sind die Beiträge, die auf dich und deine Fragen eingehen im Gegensatz dazu für dich hilfreich und wertvoll, aber es geht ja auch nicht nur um dich und was du dir wünscht (ich hoffe, das klingt jetzt nicht wieder sehr anklagend, denn so ist es gar nicht gemeint), sondern vor Allem auch um Akita und all die anderen Hunde, die so leben müssen.
Es ist halt so, dass hier und in unzählbar vielen Konstellationen, die eurer ähnlich sind, ein anderes Lebewesen leidet, mich und andere das emotional sehr betroffen macht und ich in diesem Fall mit meiner Traurigkeit und Wut, auf eine destruktive Art, irgendwo hin wollte. Dass das nicht unmittelbar zielführend und sinnvoll ist, ist mir bewusst, trotzdem hat es für mich an manchen Stellen auch Berechtigung, um die Tragweite dessen bewusst zu machen, was Gewalt bewirkt (auch mein Post war letzten Endes ja gewaltvoll) denn manchmal ist es gerade für Betroffene oder Miterlebende ja auch schwer, überhaupt zu erkennen, wo diese anfängt und welche Schmerzen Gewalt auslösen kann, wenn sie nicht direkt sichtbar sind (z.B. auch bei Menschen, die hier mitlesen).
Ich finde es total toll, dass du hier bist, du dich so intensiv auf das geschriebene einlassen kannst und du schon so tolle Ansätze für dich und deinen Hund gefunden hast. Und ich finde es auch richtig gut, dass ihr beiden Menschen miteinander im Dialog seid und euch unausweichlich weiterentwickelt. Auch ich lerne super viel aus diesem Thread und lese vor Allem auch deshalb von Seite 1 an mit.
Alle Menschen sind verschieden, Hunde auch. Wir alle sind betroffen und geprägt von den Verhältnissen, in denen wir leben und wir müssen uns, mal rational, mal emotional, damit auseinandersetzen, wenn wir wollen, dass die Dinge sich ändern. Ich finde es richtig toll, dass es hier so viele Menschen gibt, die so gute, konstruktive Ideen einbringen, wie es weiter gehen kann, ich freue mich aber auch, dass Menschen zum Ausdruck bringen, dass es Grenzen für die eigene Persönlichkeitsentfaltung gibt, wenn dadurch Leid entsteht und glaube immer noch, dass auch diese Auseinandersetzung Raum braucht.
Trotzdem war mein Beitrag ganz schön drüber und das tut mir ehrlich Leid. Ich wünsche euch nämlich eigentlich wirklich von Herzen alles Gute und dass ihr das hinbekommt!
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Und ja! Ich merke nach den paar Tagen schon, dass wir uns näher kommen. Seit alles nicht mehr so streng abläuft habe auch ich mehr Spaß.
Das Schöne an Hunden ist, daß sie im Hier und Jetzt leben und uns auch Fehler "verzeihen".
Dagmar & Cara
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Ich kann dir auch noch eine Anekdote von mir und Abby und schlechter Stimmung beim Training erzählen.
Ich war damals mit Abby in einem Hundeverein das Training Klappte gut und ich meldete uns zur Begleithundeprüfung ( die erste Unterordnungsprüfung im Hundeverein die einen dazu berechtigt an anderen Prüfungen teilzunehmen) an.
Kaum hatte ich den Termin und spürte den Prüfungsdruck wurde ich auf einmal verbissener achtete mehr auf Fehler die wir machten und weniger auf Erfolge bekam auch mal schlechte Laune beim Training weil ich manchmal das Gefühl hatte nichts klappt mehr.
Daraufhin Quittierte Abby mir den Dinst und sagte nö so nicht.
Ich hab dann versucht bei mir den Druck herauszunehmen hab mich über jeden Pups irre gefreut den Abby richtig gemacht hat auch wenn das Dinge wahren die schon längst selbstverständlich für uns wahren.
Schwups hatte ich wider meine alte Abby die begeistert und mit Feuereifer mitmacht. Wir haben die BH dann auch bestanden.
Ich bin auch niemand der sagt man darf nur „positiv“ arbeiten und dem Hund nie Grenzen setzen oder ihn ermahnen.
Aber ich denke Man muss das richtige Maß finden und für jede „negative“ Unterbrechung sofort ein alternativerhalten anbieten die man dann beloben kann.
Also schon zu dem Hund sagen das möchte ich jetzt nicht aber dann auch im gleichen Atemzug sagen das möchte ich Stattdessen.
Wenn mich ein hund zum Beispiel immer in die Hände beißen würde würde ich schon sagen lass dass mit deutlicher stimme aber dann in dem Moment wo er ablässt auch zum Beispiel sagen lass uns stattdessen mit dem Zerteil spielen oder leg dich stadessen dahin dann gibt es einen Keks und dann darfst du Wider aufstehen.
Oder oder oder je nach dem was gerde zur Situation passt und was der Hund schon kann.
Du könntest ihr zum Beispiel nach dem lass das oder nein wenn sie kurz inne hält angeben Pfötchen zu geben weil sie das ja jetzt schon gut kann.
Für das richtige Timing bei sowas wehre halt ein Trainer vor Ort sinnvoll. Das ist Autodidaktisch hat ziemlich schwer wenn man kein ausgemachtes Naturtalent ist
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Er hatte bisher keine "Sporthunde", sondern verschiedene kleinere Hunde, die in der Familie gehalten wurden, der Freund war dabei eingebunden in die Erziehung. Darunter ein Zwergschnauzer.
Von einem komplett eigenen Hund lese ich da nix.
Die zwei Beagles und der Westie gehörten der Familie, der Zwergschnauzer war sein eigener Hund.
So hab ich es verstanden :)
Ja, toll, nen Westie mit Brutalität erziehen und sich dann für nen Experten halten...
Tatsächlich würden sich die meisten Westies die ich kenne, so ein Verhalten nicht gefallen lassen, inklusive unserer Omi.
Die meisten Westies zeigen sehr deutlich wenn ihnen was nicht passt, die reagieren auf sowas eigentlich in der Regel mit sehr viel Gegenwehr.
Aber, Hunde sind ja alle individuell, dem entsprechend sagt das nix aus ^^
Ich finds schön, dass es schon Fortschritte gibt :)
Übrigens - ich sehe hier keinen Gebrauchshund light
Gebrauchshund Light wäre für mich bspw ein Airedale Terrier oder Boxer, jedoch kein DSH Mix ( der möglicherweise einen Weiteren Gebrauchler, und keinen Husky enthält).
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@A.m.y
Hunde sind sehr soziale Wesen. Sie schliessen sich einem äusserst gerne an wenn sie merken, dass man sich auf eine positive Art mit ihnen befasst. Wenn man fair ist.
Hunde geben dir jeden Tag von neuem die Chance, es besser zu machen.
Daher pack die Chance und mach dir diesen Hund zur Freundin. Du wirst keine bessere Freundin fürs Leben finden, sie wird dir äusserst gerne folgen.
Und Freunde wird man durch gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen. Durch viele positive Erlebnisse durch gemeinsames Lernen und Ausflüge. Durch viel Körperkontakt, gemeinsam auf der Lounge liegen und den Abend geniessen, auf einer Wiese den schönen Morgen geniessen. Gemeinsam durch den Wald streifen, gemeinsam zB Wild beobachten. Etc etc.
Überleg dir, wie du gerne angeleitet und unterrichtet werden willst. Wie du beim lernen erfolgreich bist.
Mit Verständnis, mit klar verständlichen Anleitungen. Mit Lob, mit Motivation.
Hunde lernen wie wir Menschen, das Säugetier Gehirn von Mensch und Hund funktioniert sehr, sehr ähnlich.
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: es nützt nichts, wenn dir jemand ne Ohrfeige verpasst weil du die Grammatik nicht beherrschst. Es verunsichert dich bloss, es macht dir Angst und du traust dich nicht mehr, Dinge auszuprobieren.
(Analog zum Leinenruck! der bringt nichts, der Hund lernt nichts, er wird bloss verunsichert)
Die wichtigste Voraussetzung für Lernprozesse ist die Neugier. Das hat die Wissenschaft mittlerweile hinlänglich bewiesen.
Wenn man Mensch oder Tier so behandelt, dass sie sich nicht trauen Dinge auszuprobieren, neugierig zu sein, dann erstickt die Grundlage fürs lernen. Dann spult man nur noch Dinge ab in der Hoffnung, nicht wieder eins auf den Deckel zu bekommen.
Also fördere die Lust am lernen, mach aus ihr ein neugieriges Wesen. Zeig ihr die Welt, es gibt tausende Dinge gemeinsam zu entdecken. Sorg dafür, dass aus ihr ein fröhlicher, glücklicher Hund wird. Denn DAS ist eure Verantwortung dem Tier gegenüber.
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Die zwei Beagles und der Westie gehörten der Familie, der Zwergschnauzer war sein eigener Hund.
So hab ich es verstanden :)
Genau :)
Aber beim Westie war er selbst noch sehr jung. 8 als dieser starb, von daher kann er natürlich auch nicht sagen, wie und ob er in jüngeren Jahren protestiert hat gegen die Erziehung.
Beagle sind ja glaube ich eher genügsame Hunde, die viel mit sich machen lassen?
Naja, Akita ist weder Westie noch Beagle, soviel steht fest. Was genau in ihr steckt könnte wohl nur ein DNA Test sagen.
Auf jeden Fall ist die Maus, entgegen unserer vorherigen Vermutung super klug! Seit gestern üben wir drinnen das "schau" weil es hier ja empfohlen wurde und wie das Pfötchen hat sie das innerhalb kürzester Zeit gerafft
Ich möchte gerne mit ihr anfangen zu klickern. Ich glaube das könnte uns Freude machen. Ist der Aufbau schwer? Soll ich damit bis zum Trainer warten, oder kann man das auch allein als Anfänger machen? Mit Anleitung natürlich.
Ich würde gerne diese Box hier kaufen und mit einfachen Übungen anfangen.
Denkt ihr das ist eine gute Idee?
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Beagle sind eigentlich das Gegenteil von Genügsam. Es sind Jagdhunde, und wollen wirklich Nasenarbeit.
Wobei ich den Eindruck habe dass die meisten Beagle irgendwann einfach resignieren.
So eine Ähnliche Box bekam ich mal bzgl Tricks. Wie die Clicker box ist, weiß ich nicht.
Aber die Konditionierung an den Clicker ist Gang simpel.
Vom Prinzip her nix Anderes als *click* - > Keks in den Hund
Das wird erstmal immer wieder wiederholt, damit der Hund verinnerlicht *click* = Äh Das is jetzt richtig/Das mach ich gut/Jetzt gibt's ein Keksi
Prinzipiell braucht man keinen Clicker, allerdings erleichtert es manche Dinge, da man mit Clicker viel genauer arbeiten kann.
ZB Beim Aufbau der Anzeige im ZOS find ich nen Clicker sehr praktisch. Denn damit konnte ich genau markern, wenn die Nase den Gegenstand berührt.
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Das klingt doch super.
sie wirkt ja auch total wach auf den Bildern.
Geklickert hab ich noch nicht kann dir also nicht sagen ob das auch ohne Trainer geht.
Aber ich glaube es gibt total gute Yootubevideos wo der einstig erklärt wird.
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