Erster Hund Welpe Erziehungshilfe Springen...

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    Hi, ich habe jetzt seit etwa 2 Monaten einen kleine Malteser-Zwergschnauzer Hündin.


    Die Probleme, die ich derzeit mit ihr habe, sind, dass sie manchmal so aufgedreht ist, dass sie nur an der Leine zieht (sonst geht es, aber gestern im Welt hat sie NUR gezogen) und vor die Füße der Leute läuft. Außerdem springt sie echt stark Leute an, die sie streicheln wollen (bei mir nicht, aber bei anderen) und benimmt sich wie ein halber Hase. Ich habe sie immer mit auf Arbeit, aber schon seit sie bei mir ist ignorieren ich und meine Kollegen den Hund, wenn er sie anspringt und drehen sich weg. Derzeit benutzt der Hund allerdings Beine schon als Sprungbrett, wenn er aufgeregt / überdreht ist.


    Außerdem hält sie Zuhause die Nacht über und tagsüber locker 3-4h durch, auf Arbeit aber manchmal noch nicht mal 2h. Auf Arbeit war sie anfangs frei in der Firma, dann nur angekettet im Raum (sie wurde zu überdreht...), jetzt darf sie im Raum frei rumlaufen (Tür zu, versucht natürlich bei jeder Gelegenheit zu entkommen).


    Habt ihr noch Tipps, außer dass man sich wegdrehen und ihn ignorieren soll oder an den Vorderpfoten festhält und rückwärts laufen lässt. Bei mir traut sie sich das wie gesagt gar nicht erst, aber macht dies vor allem bei allen anderen auf Straße oder Arbeit.

    Leinenmäßig über ich derzeit, ein paar Schritte mit ihrer Aufmerksamkeit zu gehen, stehen zu bleiben und sie dann zu belohnen, wenn sie es auch tut

    Kommandos wie Komm, Weiter, Sitz und Platz funktionieren auch ohne Probleme, allerdings nur wenn sie auch Bock hat. Außerdem hat sie klare Regeln wie nicht aufs Bett, nur aufs Sofa wenn ich es zulasse, essen erst auf Befehl, kein Menschenfutter... Nur Sachen wie ausspucken... funktionieren nicht


    Habt ihr da noch Tipps, was ich ihr noch beibringen kann oder verbessern kann? (Also auch Tricks oder Kommandos, die später auch hilfreich sind.

  • Wie alt ist dein Welpe?

    Wie sieht euer Tagesablauf aus (Zeiten gassi gehen, Büro, ruhen...)

    Warum läuft sie im Bürozimmer frei, wenn sie immer entkommen möchte, Leute anspringt und noch gar nicht lernen durfte, dass Büro bedeutet Ruhe zu halten? Weise ihr einen ruhigen Platz zu und mach sie dort fest.


    Andere Menschen solltest du erst mal darauf konditionieren, den Hund zur Begrüßung weder zu streicheln, noch anzusprechen, sonst bekommt ihr das nicht in den Griff.

    Hilft auch wegdrehen oder ignorieren nicht, dann gib dem Hund gar nicht erst die Chance, an anderen hochzuspringen. Zauberwort Leine.


    Hört sich alles in allem nach viel Input an für den kleinen Hund, je nachdem, wie alt sie ist.

    Zig Kommandos, bei Fuß gehen, Büroalltag lernen, euren Alltag Zuhause.... Es könnte sein, dass du etwas viel vom Hundekind verlangst. Das dauert alles und muss eins nach dem anderen aufgebaut werden.

  • Wie alt ist dein Welpe? 4 Monate alt

    Wie sieht euer Tagesablauf aus (Zeiten gassi gehen, Büro, ruhen...): 6 Uhr aufstehen, dann zur Arbeit gehen und U-Bahn fahren, auf Arbeit alle 2-3h raus (dabei spielen manche Kollegen öfter kurz mit dem Hund oder der Hund entspannt in seinem Hundebett), um 16:00 wieder mit U-Bahn etwa 20 Minuten nach Hause fahren und Zuhause alle 3h raus in Innenhof und um 21:00 schlafen legen

    Warum läuft sie im Bürozimmer frei, wenn sie immer entkommen möchte, Leute anspringt und noch gar nicht lernen durfte, dass Büro bedeutet Ruhe zu halten? Weise ihr einen ruhigen Platz zu und mach sie dort fest. Weil wir im Normalfall nur zu 3. im Büro sind (und es nicht besonders groß ist) und die Tür zu ist Entkommen versucht sie halt, wenn jemand vergisst die Tür zuzumachen und im Normalfall schläft sie hier im Büro oder spielt mit meinen Kollegen. Ich hatte sie zuerst angekettet in der Ecke und als es so aussah, als würde der Hund nicht überdrehen, habe ich ihn halt frei rumlaufen lassen. Wenn er zu überdreht ist, wird er sonst auch mal für ein paar Minuten in seiner Hundebox eingesperrt.


    Andere Menschen solltest du erst mal darauf konditionieren, den Hund zur Begrüßung weder zu streicheln, noch anzusprechen, sonst bekommt ihr das nicht in den Griff.

    Hilft auch wegdrehen oder ignorieren nicht, dann gib dem Hund gar nicht erst die Chance, an anderen hochzuspringen. Zauberwort Leine.

    Und wie genau kann man jetzt konditionieren, dass er keinen anspringt? Wenn ich zum Beispiel meinen Vater besuche kann man den Hund ja nicht einfach ignorieren und anspringen wird der Hund dann eh. An der Leine dreht er auch durch und steht teilweise schon auf 2 Pfoten.


    Hört sich alles in allem nach viel Input an für den kleinen Hund, je nachdem, wie alt sie ist.

    Zig Kommandos, bei Fuß gehen, Büroalltag lernen, euren Alltag Zuhause.... Es könnte sein, dass du etwas viel vom Hundekind verlangst. Das dauert alles und muss eins nach dem anderen aufgebaut werden.

    Überfordert kommt mir der Hund nicht vor, da das Büro wie ein zweites Zuhause für ihn ist (ist immerhin länger wach als Zuhause), Zuhause schläft sie fast nur... Bei den Kommandos übe ich halt alles, da man das am besten halt alles im Welpenalter aufbauen muss, davon abgesehen wie oft sie dann hört.



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  • Bei den Kommandos übe ich halt alles, da man das am besten halt alles im Welpenalter aufbauen muss

    Nur dazu. Wieso muss man Signale wie Sitz und Platz im Welpenalter aufbauen? Konditionierung funktioniert doch auch später noch. Wenn ein Hund entspannt ist und es sich anbietet sehe ich nichts negatives daran, ein paar Kommandos früh zu üben (vor allem sowas wie den Rückruf zB). Aber warum das jetzt bei allen Signalen früh nötig sein sollte erschließt sich mir nicht.

  • Was Du da beschreibst, ist für einen 4 Monate alten Hund definitiv zu viel! Die ist überdreht, weil sie überfordert ist.

    Ein Hund ist sein Leben lang lernfähig, das muß nicht alles im ersten halben Jahr passieren.


    LG,Gisela

    • Neu

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  • Ich glaube, ihr stellt es euch zu extrem vor. Wirklich üben tue ich es ungefàhr 1 Mal am Tag direkt vorm Essen, wo der Hund sich schon was erarbeiten kann und sonst benutze ich sitz oder Platz halt nur, wenn's nötig ist. Außerdem hat mein Hund keine wirklichen Probleme und weiß genau, wie man's macht (und bettelt beim Platz machen zum Beispiel noch, indem sie zweimal auf meinen Schuh mit ihrer Pfote klopft^^) ...das trainieren und so ist in dem Alter normal, sonst würden Welpenschulen (bei der ich war) ja keinen Sinn machen

  • Ich würde den Hund im Büro so anleinen an seinem Platz, dass er gar nicht erst an die anderen zwei Kollegen ran kommt.


    Du könntest ja ein Ritual einführen das dein Hund wenn du das Bürozimmer betrittst auf seine Decke geht (ihn keiner begrüßt) und er da erstmal angebunden wird und n tolles knabberteil bekommt. Damit er sich beruhigt (kauen beruhigt).


    Das er fremden draußen nicht vor die Füße läuft kannst du mit ner Leine regeln (eine lange Leine eignet sich auch super um spielerisch den Rückruf zu üben)

    Generell muss er draußen doch nicht jedem Menschen hallo sagen? Geh einfach weiter und lass ihn nicht von allen streicheln :)


    Das er im Büro öfter raus muss kann am Stress liegen. Büro ist spannend, da sind andere Leute die sich bewegen und Geräusche machen.

  • Da schwirrt mir ja schon der Kopf, kein Wunder gehts dem Welpi auch so.

    manchmal so aufgedreht ist, dass sie nur an der Leine zieht

    Sie ist ein Welpe, da funktioniert Leine laufen noch nicht. Da ist 1 Minute schön laufen schon sehr viel für das Hundehirn.

    vor die Füße der Leute läuft

    Dann nimm eine Schleppleine und lass sie nicht zu anderen Menschen hin.

    Außerdem springt sie echt stark Leute an, die sie streicheln wollen

    Dann lass Fremde sie nicht streicheln.

    aber macht dies vor allem bei allen anderen auf Straße

    s.o.

    allerdings nur wenn sie auch Bock hat

    Nein. Sie ist ein Welpe, da kann sie noch gar nix. Bis ein Kommando 100%ig sitzt dauerts Wochen bis Monate. Mit 4 Monaten kann sie noch gar nicht so viel lernen.

    Nur Sachen wie ausspucken... funktionieren nicht

    Logisch. Welpe ;)

    dabei spielen manche Kollegen öfter kurz mit dem Hund

    Lasst das. Im Büro herrscht Ruhe. Ganz klar muss sie dann alle 2 Stunden raus. Stress führt zu vermehrtem Harndrang.

    kann man den Hund ja nicht einfach ignorieren

    Doch, natürlich. Wenn die Begrüssung sie so sehr aufregt, dann hat sie eh nix davon. Wartet bis sie ruhig ist und dann kann man mal Hallo sagen.

    ist immerhin länger wach als Zuhause

    Was bedeutet, dass da mehr Trubel herrscht und deshalb ein aufregender Ort ist, also kein Raum zum entspannen. Das solltest du ändern. Dass sie Zuhause nur schläft ist super.

    da man das am besten halt alles im Welpenalter aufbauen muss,

    Nein, bloss nicht. Je mehr du jetzt mit ihr machst, desto überdrehter wird sie werden. Sie kann(!) noch gar nicht so viel lernen. Alleine euer Alltag ist pure Aufregung die auch verarbeitet werden muss.


    Kann sie 18-20h am Tag schlafen?


    Du hast ein sehr falsches Bild von Hunde- bzw. Welpenerziehung. Das ist ein Baby. Erwartest du von einem 1 Jährigen auch schon, dass er sprechen, laufen, aufs Klo gehen, Mathe, lesen, schreiben usw. kann? Nein, natürlich nicht.

    Schalte 3 Gänge zurück und geniesse doch mal das kleine Wesen. Zeig ihm langsam die Welt, sorg für Ruhe, das entspannt und der Schlaf hilft beim lernen, da dabei alles verarbeitet wird.

  • Es wäre am sinnvollsten, Du übst, was Dein Hund beim Auftauchen von Menschen machen soll. Bisher hast Du darauf gehofft, dass der Hund durch Ignoranz eine Idee entwickelt. Das klappt selten. Viel besser und hilfreicher wäre es mit dem Hund gezielt über Belohnung schrittweise zu trainieren was er machen soll, wenn ein Mensch auftaucht. Meine Hunde lernen zum Beispiel: Wenn Du den Menschen siehst und Dich nicht draufzubewegst, dann gibt es Belohnung. Im nächsten Schritt lernen sie: Wenn Du Dich abwendest, bekommst Du eine Belohnung. Dann übe ich noch: Wenn ein Mensch Dich anspricht und Du gehst weg, gibt es Belohnung ... etc ... Das hilft dem Hund ein Alternative zu entwickeln, die sich mit Anspringen nicht vereinbaren lässt.

  • Danke für die Tipps!


    Habe den Hund jetzt erstmal wieder im Büro angeleint, der macht jetzt gerade einen auf Hyäne.

    Knabberteile... hat sie alles im Büro und ausruhen kann sie sich auch.


    Das mit dem Streicheln werde ich jetzt auch erstmal stark eingrenzen. Das mit der Leine mache ich, indem ich sie in Menschenmengen an der kurzen Leine halte und nur wenn sonst die Straße teilweise leer ist den Hunde an der langen Leine laufen lasse.


    Das mit dem Spielen im Büro werde ich noch entscheiden, je nachdem, wie der Hund zur Ruhe kommt. Wenn, dann wird eh nur kurz mit dem Hund gespielt, wenn der Hund sich benimmt und nicht wenn er bettelt oder so. Und das sieht dann so aus, dass der Kollege das Stofftier mal durch den Raum wirft, zerrt o. ä. (aber nur für ein paar Minuten) oder wäre das grundsätzlich verboten?


    Sie kann 18-20h am Tag schlafen / ausruhen und das macht sie auch nach meiner Einschätzung, da sie auch auf Arbeit größtenteils nur da liegt und sich ausruht.


    Ich erwarte natürlich nicht, dass sie alles jederzeit perfekt kann und übe halt auch nur, wenn der Hund auch Lust hat und mach das teilweise spielerisch. Wenn ich gar nichts machen sollte verstehe ich nicht, weshalb die Hundeschule das Gegenteil macht und mit ca. 10 Wochen beginnt zu üben.


    @FlyingPaws Kannst du mehr erzählen, wie genau du das bei deinen geübt hast? Hast du dem Hunde extra gesagt, er soll sitzen bleiben, wenn jemand ankam...?

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