Braucht ein Hund einen Zweithund?

  • Ich hatte bisher immer sehr soziale Hunde. Zwei davon hätten auch ohne anderen Hund im Haushalt leben können und zwei überhaupt nicht. Meine Huskymix Hündin hat sich damals in meinen Huskyrüden verliebt und sich so an mich und meine Eltern ran geschmissen, dass wir nicht anders konnten als sie zu adoptieren. Sie ist dann schlussendlich auch drei Wochen nach dem Tod meines Huskyrüden an einem gebrochenen Herzen gestorben.


    Danach wollte ich erstmal keine zwei Hunde mehr, aber ich merkte relativ schnell dass Nuka die lockeren Kontakte draußen nicht reichen. Als ich dann eine Pflegehündin aufgenommen habe, merkte ich zunehmend wie gut es Nuka tut einen festen Partnerhund an seiner Seite zu haben. Er blühte richtig auf und er konnte besser mit seinen Trennungsängsten umgehen. Deswegen habe ich mich dann schlussendlch doch für zwei Hunde entschieden. Wenn es überhaupt nicht gegangen wäre oder nicht nicht gewollt hätte, dann wär es eben so geblieben. Aber für Nuka war es eine echte Bereicherung.

  • Kommt auf Hund und auf die Lebensumstände an, finde ich.
    Mein Schäfi ist ein Hund-Hund, sie braucht Hundekontakt. Sie saugt Hundekontakte auf wie ein Schwamm.

    Da ich nun nicht der sozialste Typ bin, gerne mal den Wohnort wechsle und wirklich unstetig bin, habe ich keine "festen" Hundekumpels für meine Maus.

    Ich mag auch nicht abhängig sein von andern - ergo Zweithund. Und den Zweithund habe ich tatsächlich für meinen Schäferhund geholt, nicht für mich. Ich brauche keinen zweiten Hund aktuell (sonst wärs auch ein Arbeitstierchen geworden).

    Ich habe die Rasse so ausgewählt, dass Hund möglichst einfach mitlaufen kann, habe auf die Grösse geachtet dass es passt.


    Wäre ich nicht so ein grummeliger Eigenbrödler, mit Freunden und so, könnte ich meinem Hund also genügend (!) externe passende Kontakte bieten, dann wäre das auch okay. Drum: je nach Hund und Lebensumstände :smile:

  • Bei uns kommt es auch immer drauf an welcher Hund. Bailey+Benny (Geschwister) kommen super miteinander zurecht. Können aber auch auf andere Hunde verzichten. Fay dagegen ist es egal wer da ist die findet eh alle toll egal ob Mensch oder Tier.

  • Da kommt es wirklich auf das Individuum und wahrscheinlich auch ein wenig die Rasse an.


    Bei uns ist ein Zweithund eingezogen, als der erste 2 Jahre alt war.


    Meine Jungs kommen gut miteinander klar. Agieren auch miteinander. Brauchen tut aber keiner den anderen und als Einzelprinzen kämen sie auch gut klar. Hauptbezugspunkte sind für beide ihre Menschen, nicht der andere Hund.


    Geholt haben wir den zweiten Hund für uns bzw. genauer gesagt für mich.

  • Ich antworte mal anders herum. Ich hatte bisher noch keinen Hund, der einen Zweithund gebraucht hätte. Aber ich hatte auch überwiegend Rassen, die im adulten Alter nicht gerade bekannt sind für ihre Artgenossenverträglichkeit. Trotzdem hatte ich temporär zwei Hunde. Es hat mit Management und Regeln geklappt. Sie haben sich toleriert und akzeptiert - aber mochten sie sich? Hm.. ich schätze eher nein, auch wenn sie Fremdhunden gegenüber eine Front gebildet haben.

  • Gerade wohne ich noch so, dass es recht einfach für Willy ist, Hundekontakte, die ich ok finde, zu haben. Das war Anfang des Jahres nicht so einfach und ich konnte schon bemerken, dass Willy sehr darunter litt, keinen Artgenossenkontakt zu haben (sich steigerndes fiepsen)

    Jetzt sehen wir einen Rüden jeden Tag, der nicht mal besonderes Interesse an ihr hat, der ist halt da und wir gehen gemeinsam, selten spielen sie miteinander, aber Willy ist so viel zufriedener und wir gehen viel ruhiger, wenn nicht gar ruhig, an anderen Hunden in der Stadt vorbei.


    Wenn wir in der Zukunft anders leben, ich nicht so erpicht bin, Leute mit Hund kennenzulernen, kann ich mir vorstellen, einen weiteren, für mich passenden Hund, einziehen zu lassen. Tatsächlich vornehmlich für Willy, weshalb schon die Möglichkeit bestehen müsste, dass die sich kennenlernen.

    (Mein Vater möchte gern wieder nen Hund, wenn er bald in Rente geht..Den suche ich vielleicht mit aus, weil das vielleicht mein Zweithund werden wird...)

  • Meiner Hündin würde ich mit einem Zweithund keinen Gefallen tun, sie hätte dadurch dauerhaft Stress da sie von Haus aus keinen Wert auf andere Hunde legt weil sie das leider nicht von klein auf lernen durfte mit anderen Hunden zu "agieren".

    Als ich sie mit 6 Monaten bekam war der Zug in dieser Hinsicht schon ziemlich abgefahren, ich habe es wenigstens hinbekommen, dass sie nicht mehr unter sich macht wenn ihr ein anderer Hund zu nahe (unter 5m Abstand) kommt.


    DU kennst deinen Hund am besten ob er gerne mit anderen Hunden agiert oder ob er lieber seine Ruhe hat.

  • Wir haben uns für uns und für Alana einen Zweithund genommen, da uns die Mehrhundehaltung Spaß macht und Alana alle Hunde liebt. Sie blüht mit anderen Hunden regelrecht auf. Und genau deswegen hat sie Dakota quasi adoptiert.

    Kontaktliegen findet hier täglich statt, die Beiden sind ein Topf und ein Deckel.

    Altersunterschied sind 13 Monate, der passt hier perfekt.

  • Meine beiden Collies...definitiv ja, sie brauchen einen Zweithund.

    Jody hatte als Welpe einen Hundekumpel (Cocker-Spaniel). Als die Besitzer dann aus unerfindlichen Gründen keinen Kontakt mehr wollten, war Jody irgendwie träge, schwer zu motivieren. Unsere Hunde-Omi war nicht mehr wirklich zu motivieren, was spielen, toben und gemeinsames schnüffeln angeht.

    Und so haben wir uns für nen zweiten Collie entschieden. Kaum war das aufgedrehte Welpenmädchen da, war Jody wie ausgewechselt. Ihr hat ein ebenbürtiger Zweithund auf jeden Fall sehr gut getan.

    Und Luna war noch nie alleine....das wäre für sie vermutlich sehr schwer....sie braucht einen entspannten Hund, an dem sie sich etwas orientieren kann.

  • Unsere Hündin war nicht unkompliziert (in manchen Sachen total, in anderen wieder nicht) - darum hatte sich die Zweithundfrage niemals für uns gestellt.

    Zudem glaube ich, dass sie es genießt, Einzelprinzessin zu sein.

    Wir hatten mal ihren allerbesten Kumpel für ein paar Tage bei uns - da wollte sie ihn z.B. vom Sofa wegknurren und sowas.


    Zudem hat sie eine Ressourcenproblematik - was sich auf alles mögliche beziehen kann.


    Ich denke - sie bevorzugt ihre Ruhe zu Hause und wirklich alleine zu sein - ab und an hatte sie ihren Kumpel bei uns angespielt, ansonsten eher Polizeiüberwachung gespielt - bzw. irgendwann dann gepennt und sie sind sich etwas aus dem Weg gegangen.


    Also - meiner Meinung nach finden viele Hunde einen Hundekollegen gut - bzw. stehen dem zumindest neutral gegenüber.


    Man kennt seinen Hund wie auch schon gesagt wurde ja am Besten - und bei unserer Hündin denke ich wirklich, sie möchte ihre Ruhe haben uns uns 'alleine'.


    Aber sie ist auch ansonsten kein "Läuft so nebenher"-Hund - um den man sich nicht weiter groß 'kümmern' müsste.

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