Beiträge von pauline31

    Aber die Beschreibung klang für mich jetzt eher wie 500+€ im Monat.

    Falls das auf mich bezogen sein sollte, so hatte ich geschrieben, dass für meine beiden Hunde in den letzten knapp 2 Jahren 500-1000 EUR pro Monat angefallen sind. Selten weniger, manchmal mehr.


    Ich hoffe aber nicht, dass das lebenslang so sein wird. Komme frisch vom TA. Ist tatsächlich der erste TA Termin diesen Monat und endlich mal nur 100 EUR (nur Blutwertekontrolle und alles i.O. + Spritze + SD Medikamente für Gino). Wobei ich aber bald SD Medikament für Tim brauche und neues Zycortal für Gino. Das habe ich aber erstmal um ein paar Wochen vertagt. So dringend ist es noch nicht. Ich klopfe mal auf Holz, der Monat ist ja noch nicht zuende.


    Ich hoffe, dass ich mit Gino irgendwann mal bei 150-200 EUR pro Monat incl. Medikamenten landen werde. Tim ist unprognostizierbar mit seinem Lebertumor, dem Herzen und der problematischen Bauchspeicheldrüse + Schilddrüse.


    wichtig bei dem ganzen Thema finde ich auch, daß man einem TA hat, dem man vertrauen kann.

    Das möchte ich dick unterstreichen und bin unendlich dankbar über den TA, der uns jetzt wacker seit mehreren Jahren betreut, immer ein offenes Ohr hat, uns oft genug notfallmäßig dazwischen genommen hat, mitgelitten hat und immer die richtigen Ideen hatte und meinem Großen das Leben gerettet hat (obwohl anders viel billiger geworden wäre).


    Mein Kater hatte einen Magentumor. 85% des Magens waren damit befallen. Bis 80% kann man wohl mit etwas Glück operieren. Auf meine Frage, was er tun würde, wenn es seine Katze wäre, hat er geantwortet, dass er nicht operieren würde, sondern meinem Kater soweit machbar noch eine schöne letzte Zeit machen würde (Kater war 15). Obwohl er so nichts oder wenig daran verdient hat. Hätte man auch wirtschaftlicher beantworten können.

    Wenn ich lese „Lebensverlängerung“ bezahlen.

    Ja, darauf wird mir auch zu sehr herumgeritten.


    Nicht immer sind sehr sehr hohe Kosten mit einem sowieso nahenden Ende oder einer schlechten Lebensqualität verbunden.


    Es gibt auch durchaus sehr teure Erkrankungen (Thema auch beispielsweise Pankreatitis oder IBD oder schwierige Abszesse), die ganz geheilt werden können oder die nach vernünftiger Behandlung mit einer normalen Lebensqualität verbunden sind.


    Ich mag diesen Thread. Weil ich hoffe, dass dadurch der ein oder andere ins Grübeln kommt und Vorsorgemaßnahmen ergreift. Im Sinne des Tieres UND des Menschen. Ich finde es eine ganz schreckliche Vorstellung, dass man überlegen muss sein Tier einschläfern zu lassen, obwohl es behandelbar wäre, weil man das Geld nicht hat.


    Und es ist illusorisch zu glauben, man könne ein chronisch krankes Tier, das hohe Kosten und hohen Zeitaufwand verursacht mal eben so weitervermitteln oder an den Tierschutz abgeben.

    ab Hund X rennt man nicht mehr mit jeder Sache zum TA,

    Um solche Sachen geht es mir nicht.


    Alle meine Versicherungen habe ich mit geeigneter Selbstbeteiligung abgeschlossen. Kleinere Summen kann ich selber bezahlen, ich möchte aber Sachen abgedeckt haben, die tendenziell dazu geeignet sind, mich zu ruinieren.


    Wir hatten bei uns vor mehreren Jahren mal einen Tornado. Und habe da festgestellt, dass ich einige Versicherungslücken hatte, deren Kosten ich unterschätzt hatte (Baumbestand, der wegzuräumen und zu entsorgen ist). Da habe ich dann nachgebessert, dafür aber die SB erhöht.

    Ich glaube auch, dass viele hier gar nicht wissen, wovon sie reden.


    Ich meine das überhaupt nicht böse oder als Provokation. Ich denke aber, dass Menschen, die noch nie in einer solchen Situation waren, diese vorab und von außen ganz anders beurteilen, als wenn man selber mal in der Situation war.


    Du hast einen schwerkranken Hund. Dein Hund. In meinem Fall sogar der perfekte Hund. Der TA sagt und Du kannst es auch nachlesen, Dein Hund kann mit lebenslanger Behandlung die ihn kaum oder wenig beeinträchtigt ein fast normales Leben führen.


    Man sagt Dir und Du kannst es auch nachlesen, das wird teuer. Was unter teuer zu verstehen ist, wird zum einen (außer in meiner FB Addison Gruppe) nie in Zahlen genannt und ist individuell nach Verlauf auch völlig unterschiedlich.


    Und unter diesen Bedingungen schläfert hier aus dem DF jemand seinen Hund ein? Also bei 95% aller DF Nutzer kann ich mir das beim allerbesten Willen nur sehr sehr schwer vorstellen.

    Ratenzahlung beim TA ist nichts anderes als Schulden.


    Was jemand als "hoch verschuldet" empfindet oder bezeichnet ist individuell komplett unterschiedlich. Für den einen sind 500 EUR hohe Schulden. Für den anderen 10.000 EUR Portokasse.


    Meine ganz persönliche Meinung ist, dass wir hier in D zu einer Lösung kommen müssen, wie es sie in anderen Ländern bereits gibt. Soweit ich weiß, sind beispielsweise in UK fast alle Hunde (bei Katzen und Kleintieren habe ich keine Info) krankenversichert, weil die dortigen TA Kosten exorbitant höher sind als in D.


    Auch in D werden die TA Kosten steigen. Die derzeitige Lage ist weder für die TAs, noch für die Halter tragbar. Es gibt kaum noch Notdienste, neue Patienten werden von vielen TAs oder Kliniken nicht mehr angenommen.


    Ich habe den OP Tarif exclusive ohne Deckelung und ohne SB für beide Hunde. Mich hatte daran u.a. überzeugt, dass auch Nachfolgebehandlung und auch Physio abgedeckt sind. Ich hatte damals auch nach der KV geschaut, aber irgendwas hatte ich eklatant daran gestört. Ich weiß aber nicht mehr, was das genau war.

    Hmmm, also es quasi als Pflicht anzusehen, sich wegen TA-Kosten wenn nötig zu verschulden, finde ich schon ziemlich schräg :omg:

    Das darf doch wohl jeder selbst entscheiden.


    Ich persönlich finde es schräg, sich für einen Fernseher, eine Küche, wasauchimmer an Gegenständen zu verschulden. Niemals würde ich einen Fernseher auf Raten kaufen. Aber meinen Hund einschläfern zu lassen, nur weil ich keine Ratenzahlung beim TA oder der Bank machen möchte..... bei Gegenständen hingegen ist es für viele viele Menschen völlig selbstverständlich die in Raten abzuzahlen. Blöd angeguckt wird so jemand nicht. Aber wehe man zahlt die Raten für die Behandlung seines Hundes ab...

    Und zumindest was ich so im Forum mitbekomme beim quer lesen wird sehr schnell Mal ein CT oder MRT gemacht. Wo man in der Humanmedizin erstmal die "günstigen" Möglichkeiten ausschöpft und wenn man da nicht weiterkommt erst andere Verfahren in Erwägung zieht.


    Oder hab nur ich diesen Eindruck?

    Das kann ich so nicht bestätigen.


    Die beiden TAs, die "uns" schon jahrelang behandeln sind das Gegenteil von Abzockern. Ich habe allerdings auch echt viel Glück mit diesen beiden TAs.


    Aber selbst die TK, in der Gino wegen seinem Rachenabszess operiert wurde, hat erstmal so versucht herauszufinden, was los ist. Es war klar, dass irgendwas im Maul ist (er jaulte beim Maul öffnen laut auf vor Schmerz). Also wurde er erstmal in Narkose gelegt. Es wurde eine Schwellung im hinteren Rachenbereich entdeckt. Eine genaue Lokalisation und ein konkreter Grund war aber so nicht auffindbar. Der hintere Rachenbereich ist ein extrem sensibler Ort. Dort laufen viele Nervenbahnen, Muskeln, Sehnen etc. Ein falscher Schnitt und man zerstört u.U. lebenswichtige Dinge.


    Also wurde ich angerufen (während der OP), mir wurde erklärt, warum man ein CT machen will und ich wurde um Zustimmung gebeten. Obwohl das gar nicht erforderlich gewesen wäre, weil ich vorab schon schriftlich zugestimmt hatte. Ich fand das ein wirklich tolles Vorgehen.

    Und bei Sachen die innerhalb kurzer Zeit schon 5stellig werden reden wir ja nicht von Kleinigkeiten sondern von Erkrankungen die sich auf die Lebensqualität des Hundes auch auswirken.

    U.U. echt nur bedingt. Gut eingestellte Addison Hunde haben eine ganz wunderbare Lebensqualität fast ohne Einschränkungen und eine normale Lebenserwartung. Mein Hund macht Mantrailing, geht mit uns lange wandern, fährt mit in Urlaub und spielt und tobt und arbeitet wie ein völlig gesunder Hund.


    Allerdings muss er viele TA Termine wahrnehmen, oft wöchentlich. Was für ihn nicht tragisch ist, weil er trotz der massigen TA Behandlungen keine Angst beim TA hat. Ganz im Gegenteil bin ich mir absolut sicher, dass er weiß, dass ihm dort geholfen wurde und geholfen wird. Seit er fast gestorben ist und man ihn in letzter Sekunde beim TA gerettet hat, drängt er in TA Praxen rein. Davor war das nicht der Fall.

    Jazzy82 Ich kann das sooo gut nachvollziehen. :streichel: