Oh jeh, armer Hund, arme Menschen 
Ganz zuerst mal: fang doch einfach an, ein neues Zuhause zu finden für Aron.
Heisst nicht, dass sich jemand findet der passt, vielleicht halt eben doch.
Das Schlimmste was passieren kann ist - dass er bleibt. Du hast es dann zumindest versucht.
Tierheime und Orgas anschreiben auf dass sie ihn präsentieren.
Sooooooo, jetzt zu den Problemen und meinen Lösungen, weil ich kenn das auch.
Das da
Mich nervt gerade fast alles, was die Hundehaltung eigentlich ausmacht.
würde ich als Erstes angehen.
Was genau definierst Du denn als Hundhealtung die Du magst?
Wie würde Dein perfekter Hundehaltungs-Tag aussehen?
Magst Du träumen mit uns zusammen?
das hilft - wir können dann nämlich einen weg suchen zusammen 
Sag mal.... musst Du das denn?
Kannst Du nicht mit ihm raus, ihn ausleeren und wieder heim?
Bist Du in einer Wohnung oder einem Haus?
Morgens Aufstehen, um im dunklen Wald mit einem Hund rumzuschlappen, der die ganze Zeit die Nase am Boden hat und von links nach rechts hechtet, um sich den nächsten Jagdkick zu holen.
Und weisste was? Wenn er am Boden hängt, dann lass ihn. Kauf ihm ein meeeega angenehmes Geschirr das gepolstert ist und nicht wehtut, lass ihn Bodenunlenkrakete sein und sing einfach.
Sing laut und falsch und so hast Du Dein Hobby und er seins.
Der Stress, der ja schon grundsätzlich an der Haustür anfängt. Wenn ich Glück habe, scannt Aron beim Rausgehen 'nur' aufmerksam, ob der Bernersennenrüde (=Erzfeind) vom einen Ende der Straße in Sicht ist. Wenn ich Pech habe, ist der Berner kurz vor uns da lang gelaufen (oder auch einfach ein anderer Hund) und Aron ist direkt auf 180 und quasi nicht mehr ansprechbar.
Dann sprich ihn einfach nicht an und lass ihn tun was er tut. Er tut es ja eh. Also sei generös und erlaube es. Sag es. Sag es laut.
Mach was du willst.
Hilft der eigenen Einstellung 
Und natürlich weiß ich, dass es überhaupt nix bringt, dass ich dann auch wütend werde. Aber ich komm da nicht raus. Ich habe schon so oft völlig die Beherrschung verloren und Aron in den Boden gebrüllt. Dieses permanente Scannen, ob jemand in 'seinem' Revier ist, nervt mich so unglaublich.
Fühlst Du Dich vernachlässigt?
Eigentlich gehst Du ja mit ihm raus, WEGEN und FÜR ihn. Da soll er doch einfach tun, was ER mag, nicht?
Versuch doch mal, vom Mindset her umzudenken.
Du bist sein Wasserträger, sein Guard, sein Schutzengel.
Er macht was er will - weil SEIN Spaziergang und Du sorgst einfach dafür, dass ihn kein Auto erwischt.
Kommt Ihr beide heile heim, haste gewonnen.
Woanders hinfahren krieg ich unter der Woche nicht hin und zum anderen steigert er sich dann stattdessen dort eben einfach in die neuen Gerüche rein.
Was ich gemacht habe:
ich habe Zeit ins autofahren investiert und vom Spaziergang abgezogen.
Weniger Stress FÜR MICH und ich bin das Allerwichtigste, MIR MUSS ES GUTGEHEN. Nur dann kann ich für andere stark und gut genug sein.
Die Spaziergänge sind damit in geschätzt 7 von 10 Fällen einfach nur ne Pflichtveranstaltung und nichts, was ich wirklich genieße.
Ich bin in meinem ganzen langen Hundehalterleben nicht ein einziges mal gern spazierengegangen, ich sehe keinen Sinn darin, rumzulatschen um des rumzulatschens Willen.
Gassi ist ein Service für den Hund, der will das, der braucht das - das ist wie Katzenkistchen putzen. habe ich jetzt auch nie als Lieblingshobby betrachtet aber wer Katzen hat, macht das Klo sauber. Ist ein Service den wir als Halter einfach zu bieten haben 
Vielleicht hilft es Dir, wenn Du Dein gesamtes Mindset mal überdenkst und abänderst
Kann helfen.
Ich beneide so sehr jeden Hundehalter, der entspannt mit seinem Hund durch die Gegend laufen kann, der Hund mal hier, mal da schnüffelt und man die gemeinsame Zeit offensichtlich genießt, während wir keinen Spaziergang sondern einen Spazierkampf veranstalten.
Ich kenne sowas nicht, ich hatte nie Hunde mit denen man einfach gedankenlos rumlatschen konnte.
Ich habe an den Spaziergängen genossen dass es meinen Hunden gefallen hat.
ich habe für mich Dinge gesucht, die ich mag.
ich habe Fotos gemacht für meine Lieben, heisst auch dass die Hunde irgendwann gelernt haben, kurz zu warten weil die Sonne jetzt ein Foto machen will.
Und ich hab gewartet wenn Hund schnüffeln wollte an einer Stelle.
Der Ton der Klingel lässt sich leider nicht verändern, um das umzutrainieren.
Mehrfamilienhaus?
Falls nicht kannst Du eine Funktürklingel kaufen, ich hab meine ausm Lidl. Hat einen Zwanziger gekostet.
Dann habe ich das erst mal geübt, der neue, sanfte Ton.
Weil der Witz ist - ICH hasse Türklingeln, das erschreckt mich und und ich hasse Türklingeln.
Habe ich erwähnt dass ich Türklingeln hasse?
Jedenfalls hasse ich das.
Und Hund merkt das natürlich.
Sobald der sanfte Ton dann ok war für uns alle, habe ich ein Gessoboard
GERSTAECKER GESSO BOARD
über die Originalklingel gehängt, die Klingel da drauf getackert und schon hatte ich eine neue Klingel 
Geht halt schlecht wenn man in einem Mehrfamilienhaus wohnt, ich würde da wohl einfach die Klingel abhängen und den leuten sagen, sie sollen texten wenn sie was wollen.
Mittlerweile springt er bei denen wie ein Irrer kläffend an der Haustür hoch.
Gymnastik 
Ich habe meine Haustür abgegrenzt mit einem Holzgitter.
So eines:
6437_Laufgitter.jpg (600×600)
Das sind einzelne Elemente, die frei stehen können mit etwas Hilfe (ich habe mir mit 6er Packs Wasser beholfen) und es gibt auch ein Türchen.
Dann aufbauen dass man da nicht drüberhüpft. Wenn das nicht geht, Bambusstecken nehmen, mit Kabelbindern an dem Konstrukt befestigen und Schafnetz dran. Oder sonst ein Netz. Ist günstig und effektiv.
Irgendwann hat der Hund das dann drin dass der Ort tabu ist, dann kann man nach und nach abbauen das Zeugs 
Er lässt sich zwar dann von mir auf die Decke schicken (wobei ich das schon nachdrücklich durchsetzen muss) und bleibt da auch (kläffend) sitzen, aber dass er überhaupt so einen Terz veranstaltet, richtig, n-e-r-v-t mich.
Da müsstest Du echt an Deiner Einstellung arbeiten.
Oder du fängst einfach an zu singen, dann ist es schwierig sich aufzuregen gleichzeitig.
Je kuhler Du bist, je kuhler wird der Hund.
Gestern ist mir deswegen mal wieder die Hutschnur geplatzt und ich habe ihn fast durch den Flur auf die Decke geschmissen und ihm verbal die Decke auf den Kopf fallen lassen. Er hat vor Schreck unter sich gepieselt, was mir dann mega Leid tat.
Das war schon bissel drüber.
Sobald Du anfängst brutal zu werden und Deine körperliche Übermacht zu demonstrieren, solltest Du den Kopf in einen Eimer kaltes Wasser tunken.
Das ist wirklich nicht gut, wirklich wirklich nicht.
Der Hund übersteht das, für Dich selber ist das schwer weil Du Dich nicht im Griff hast.
Ich kenn das auch (andere Schublade und so) und je schneller Du Dir selber hilfst, sowas nicht zu tun, je besser für Dich 
Hat sich deshalb bei ihm eingeprägt, dass dieses Verhalten nicht gewünscht ist?
Dein Hund hat gelernt dass Du ein Monster bist, dem man keinesfalls trauen kann.
....und Dein Hund hat Dich dann draussen an der Leine.... ist Dir auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, stell Dir das mal vor. Wie soll er da entspannt sein?
Es ist halt immer ein Ganzes, nicht nur einzelne Episoden.
Er treibt mich damit in den Wahnsinn. Ich habe das Gefühl, wir haben einfach nix mehr schönes miteinander.

Durchatmen.
Die gesamte Art der Hundehaltung überdenken.
Warum tust Du was Du tust?
Warum müsst Ihr so lange Spaziergänge machen?
Warum darf er nicht ziehen draussen?
Warum soll er nicht bellen wenn's klingelt?
Ist das DEINE Idee oder ist es etwas, wovon Du MEINST es müsse so sein? Weil es Dir jemand gesagt hat?
Woher kommt Deine Art der Hundehaltung?
Was ich getan habe:
Ich habe den Stress rausgenommen.
Erst mal mindestens zwei Wochen Null Gassi. Wir wohnen in einem Einfamilienhaus mit Garten rundherum. Mein Schäfitüt hatte sowieso immer ein Klo im Garten, nimmt Stress raus.
Einem kleinen Hund würde ich auch ein Indoorklo einrichten, mir ist echt wurscht was andere sagen.
Es ist der Stress von mir und meinem Hund, wir müssen damit klarkommen, keine aber-das-finde-ich-doof-Nasen irgendwo.
Dann könntest Du Aron beibringen in einem Fahrradanhänger zu sein. So kannst Du mit ihm stressfrei (für Dich vorallem) zur Tür raus und 20m gehen.
Fang an, kreativ zu sein. Fang an zu basteln im Kopf, kreative Lösungen die nicht auf konvetionalen Dingen aufbauen.
Locker sein, liberal sein und sich in Toleranz üben.
Und parallel dem Hund ein passenderes daheim suchen
vielleicht klappt es ja 
Aber der Hund müsste wirklich dringend aus dem Stress raus, das ist so nicht gut für ihn.