Radius verlassen

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    Hallo liebes Forum

    Ich habe bereits die Suche bemüht, aber nicht die Antwort gefunden auf meine Frage.

    Gehe ich mit unserer Hündin spazieren, möchte ich, dass sie in einem bestimmten Radius bei mir bleibt. Vor allem, wenn das Gelände schlecht einzusehen ist.

    Ich benutze "langsam" als Signalwort, habe aber das Gefühl, dass sie das nicht verstanden hat. Verlässt sie den Radius, sage ich "nein". Das funktioniert super. Ich belohne, wenn sie entspannt schnüffelt. Das tut sie aber nur zu 50%. Sonst ist sie ständig am vorlaufen und ich muss 100 mal "nein" sagen. Sie hört darauf auch, aber es nervt tierisch.

    Ich habe mit ihr eine Zeitlang geclickert und immer markiert, wenn sie am Ende des Radius stehen geblieben ist. Ergebnis war, dass sie immer zum Ende des Radius gelaufen ist, dort stehen blieb und sich dann freudig ihren Keks holte. Das ist schlau von ihr, aber nicht was ich will.

    Ich möchte, dass sie bei "langsam" einen bestimmten Radius von sich aus einhält, ohne dass ich permanent ein Signalwort wiederholen muss. Wie komme ich da hin?

    Vielen Dank!

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    Hallo,


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    • Für einen Hund, der einen eher größeren Radius bevorzugt, bzw. ein anderes Schritttempo hat als der dazugehörige Mensch, ist meiner Ansicht nach das permanente Anpassen ziemlich anstrengend.

      Ich persönlich akzeptiere daher das Vorlaufen, sofern der Hund dann merkt, was „zu weit“ ist und auf mich wartet. Ist das für dich nicht akzeptabel? Oder geht es darum, dass deine Hündin ohne dein Nein auch weiterlaufen würde und nur bei Aufforderung gegen Keks wartet?


      In unübersichtlichen Situationen lasse ich unseren direkt bei mir laufen, als bei Fuß. Das ist aber bei uns maximal für wenige Minuten der Fall. Besteht die Situation länger, kommt er an die Leine.


      Wenn bei dir längere Strecken unübersichtlich sind, würde ich wahrscheinlich zur Schleppleine greifen und nicht über Kommandos/Abbruch arbeiten.


      Bei unserem aktuellen Hund habe ich von Anfang an sein freiwilliges Anbieten des Wartens bestärkt. Also wenn er von selbst wartet und sich umdreht, dann „Warte“ gesagt und gelobt. Genauso übrigens mit „Langsam“. Er ist von sich aus langsamer und näher bei mir, wenn wir in unbekannten Gegenden unterwegs sind, also gibt es hier ab und zu den Kommentar „Langsam“ und ein Lob. Inzwischen kann ich das „Langsam“ auch in anderen Situationen anwenden und er versteht, was ich meine.


      Orientiert sich deine Hündin denn an dir? Schaut sie dich regelmäßig an? Oder ist sie eigentlich gedanklich überall, nur nicht bei dir?

    • Guten Morgen! Da ich noch nicht weiß, wie ich ein Lesezeichen setze, schreibe ich hier nur kurz, dass ich das auch spannend finde und hänge mich mit an :)

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    • Meine Hündin hat auch ein höheres Grundtempo als ich. Wir nutzen viel eine Schleppleine von 15m. Anfangs habe ich zum Radiustraining das Kommando "warte" aufgebaut und genutzt, wenn sie kurz davor war, das Ende der Schleppleine zu erreichen - das war für uns aber nicht sinnvoll, weil ich immer aktiv eingreifen musste und eigentlich möchte, dass sie von sich aus diesen Radius einhält bzw. eben nicht an der Leine zieht. Daher hat mir eine Trainerin empfohlen, ohne Kommando wortlos stehen zu bleiben, wenn sie den Radius verlässt (=zieht) und wenn sich meine Hündin wieder an mir orientiert hat, weiterzugehen. Das muss ich nur sehr selten tun, sie hat das an der Schleppleine sehr gut verstanden und da funktioniert der 15m Radius sehr entspannt. Ohne Schleppleine ist ihr Radius allerdings viel größer und hier arbeite ich bislang mit "Warte" oder Rückruf. Und ich bestätige/ belohne jede Orientierung an mir (zumindest verbal), also wenn sie sich auf Entfernung nach mir umschaut oder einfach so zurück kommt.


      Tatsächlich finde ich es recht schwierig, dem Hund hier einen Radius von z.B. 15-20 Metern beizubringen (v.a. wenn der natürliche Radius des Hundes eben viel größer wäre, das ist doch recht tief drin), direkt um einen herum zu bleiben mit einem Kommando ist viel leichter. Mein Weg wäre/ist daher eher: gut funktionierender RR, Kommando für direkt bei mir/Fuß und eben ggf. Schleppleine, wenn Freilauf mit größerem Radius zu gefährlich o.ä.
      Aber vielleicht hat hier jemand noch einen guten Tipp.

    • Mein Aussie Rüde hatte früher auch einen riesigen Radius. Er war aber jederzeit ansprechbar, konnte bei Bedarf natürlich auch in meiner Nähe bleiben, hat nicht gejagt, war immer abrufbar - also hab ich es irgendwann einfach so hingenommen. Waren Wege unübersichtlich gings halt nicht, aber auf vielen Wegen durfte er in seinem Radius vorlaufen.

      • Neu

      Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

      Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


      Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


      Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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      Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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    • Ich benutze "langsam" als Signalwort, habe aber das Gefühl, dass sie das nicht verstanden hat. Verlässt sie den Radius, sage ich "nein". Das funktioniert super. Ich belohne, wenn sie entspannt schnüffelt. Das tut sie aber nur zu 50%. Sonst ist sie ständig am vorlaufen und ich muss 100 mal "nein" sagen. Sie hört darauf auch, aber es nervt tierisch.

      Nachtrag:

      Du schreibst, du hast das Gefühl, sie würde nicht verstehen, was du mit “langsam” meinst. Wie hast du das Kommando denn geübt? Also woher kann sie wissen, was damit gemeint ist?


      Und eine weitere Frage: Warum belohnst du das entspannte Schnüffeln?

      Für mich ist das normales Hundeverhalten, aber nichts Belohnenswertes. Wenn mein Hund schnüffelt, dann macht er im Grunde genommen das, was Hunde so machen - also das, was er will. Das ist meistens in Ordnung, aber es gibt auch Situationen, in denen er das nicht machen soll (Wir wollen eine Straße überqueren, ich möchte zügig von A nach B etc.). Warum sollte ich also etwas belohnen, was für ihn sowieso schon selbstbelohnend ist und was in bestimmten Situationen vielleicht gar nicht von mir gewollt ist?


      Belohnen des Schnüffelns ist in meinen Augen nur dann sinnvoll, wenn ich es mit einem Signal belege. Da ich keinen Fährtenhund ausbilde, wäre es für mich unsinnig.

      Belohnt wird hier Kontakt zu mir (also Blickkontakt suchen, warten, neben mir laufen o.ä.), nicht der Kontakt zum Uringeruch anderer Hunde.

    • Ich persönlich akzeptiere daher das Vorlaufen, sofern der Hund dann merkt, was „zu weit“ ist und auf mich wartet. Ist das für dich nicht akzeptabel? Oder geht es darum, dass deine Hündin ohne dein Nein auch weiterlaufen würde und nur bei Aufforderung gegen Keks


      Orientiert sich deine Hündin denn an dir? Schaut sie dich regelmäßig an? Oder ist sie eigentlich gedanklich überall, nur nicht bei dir?

      Hallo Windkobold,

      Vielen Dank für deine Antwort.

      Wir leben auf dem Land, die Runde die ich morgens gehe ist eine Straße, 30er Zone, kein Bürgersteig, eine Seite Wald. Mein Problem ist, dass ich will, dass sie im Radius bleibt, damit sie schnell bei mir ist, wenn ein Auto kommt. Und das macht sie auch super. Gleichzeitig will ich ja, dass sie schnüffelt, es wäre zu hart sie an die Leine zu nehmen.

      Also Vorlaufen ist für mich akzeptabel, wenn sie den Radius einhält.

      Ja spannende Fragen, die du stellst... ich würde sagen, es ist 50/50. Es ist schon so, dass sie auch nach mir guckt. Und auch so, dass sie umdreht von sich aus und zu mir kommt. Das bestätige ich beides.

      ABER: Das ist insgesamt alles so unentspannt. Sie ist so im Stechschritt, im Renntempo unterwegs. Und das dann zu 50% auch so, dass ich dreimal "nein" sage, bis sie dieses nach vorne drängeln wieder lässt. Für 5 Schritte. tears-of-joy-dog-face

      Ich hätte einfach gern einen entspannten Hund, der im Radius bleibt und nicht immer vorwärts drängelt und deshalb permanent ermahnt werden muss. Und die Morgenrunde ist ohne Ablenkung, keine Passanten, fast nie ein Hund, sie kennt die Runde, also wirklich sehr ablenkungsarm...

      Wenn ich übers Clickern nachdenke, ich weiß gar nicht, was ich bestätigen soll. Ja, dass sie guckt, dass sie von sich aus zu mir kommt. Aber dieses Gerenne geht davon ja nicht weg. Sie soll ja gar nicht permanent vorrennen und von sich aus zurück kommen. Sie soll ja entspannt im Radius sich bewegen, hier schnüffeln, dort schnüffeln, stehen bleiben, weiter gehen, ein Stück vorgehen, schnüffeln....

      Ich weiß nicht wie ich da hin kommen kann....


    • Und eine weitere Frage: Warum belohnst du das entspannte Schnüffeln?

      Für mich ist das normales Hundeverhalten, aber nichts Belohnenswertes. Wenn mein Hund schnüffelt, dann macht er im Grunde genommen das, was Hunde so machen - also das, was er will. Das ist meistens in Ordnung, aber es gibt auch Situationen, in denen er das nicht machen soll (Wir wollen eine Straße überqueren, ich möchte zügig von A nach B etc.). Warum sollte ich also etwas belohnen, was für ihn sowieso schon selbstbelohnend ist und was in bestimmten Situationen vielleicht gar nicht von mir gewollt ist?

      Ja du hast ja recht. Ich belohnen das, weil es das Gegenteil vom Stechschritt ist, weil sie dann endlich mal in Ruhe ihr Ding macht, statt dieses ewige Vorwärtsgedrängle.

      Es ist eher eine Verzweiflungstat das Schnüffeln zu bestätigen, denn das ist das Verhalten was ich möchte.

    • Mein Aussie Rüde hatte früher auch einen riesigen Radius. Er war aber jederzeit ansprechbar, konnte bei Bedarf natürlich auch in meiner Nähe bleiben, hat nicht gejagt, war immer abrufbar - also hab ich es irgendwann einfach so hingenommen. Waren Wege unübersichtlich gings halt nicht, aber auf vielen Wegen durfte er in seinem Radius vorlaufen.

      Kann ich genauso unterschreiben. Unser Dalmatiner war genauso: Gerne 30 Meter oder mehr um uns herum, das war halt ihre Komfortzone. Ich habe da ewig versucht herumzudoktorn, aber entspannt wurde es erst, als ich es akzeptiert habe. Parallel haben wir geübt, dass sie direkt bei uns blieb, das funktionierte auch. Aber es war für sie dann eben kein entspannter Freilauf, sondern wie das Laufen an der Leine und für sie anstrengend. Unabdingbar trotzdem, weil es natürlich Situationen gibt, in denen der Hund nicht in einem derartigen Radius laufen darf.


      Wenn ein Hund freiwillig nicht das gewünschte Verhalten anbietet, ist es in meinen Augen nicht so leicht, ihn dazu zu bringen, so einen Zustand dauerhaft und ohne Regulation zu erreichen.

      Ist für mich auch irgendwie logisch. Man kann ihn dann eventuell dazu bringen, es zu tun, aber wahrscheinlich wird er es nie wirklich mögen und sobald er wieder frei entscheiden kann, in seine Vorlieben zurückfallen.

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      Hallo,


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