Futter aus der Hand - ist der Hund da jemals richtig satt?

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    hallo ihr lieben,


    unsere Hundetrainerin hat uns geraten, Samson nur noch aus der Hand zu füttern: beim Gassi als Bestätigung, Deckentraining usw.


    Finde ich grundsätzlich ok, ich verstehe den Gedanken der dahinter steckt. Aber eine Frage stellt sich mir hier hartnäckig (vielleicht schließe ich da von uns Menschen auf den Hund?): hat der Hund da jemals ein richtiges Sättigungsgefühl? Ihr wisst schon, dieses "jetzt bin ich satt" Gefühl.


    Er kriegt ja das Futter über den Tag verteilt in kleinen Portionen sozusagen.


    Wie ist das für die Verdauung? Und: ist das für das Vertrauen überhaupt sinnvoll, so einen permanenten Mangel aufzubauen?


    Keine Ahnung, ob das Thema hier richtig ist....

  • Es kommt natürlich auf den Hundetyp und Charakter an.

    Ich persönlich halte aber nicht so viel davon. Meiner Erfahrung nach kann der Hund sich auch besser konzentrieren und lernt besser, wenn nicht der Magen knurrt. Spätestens wenn der Hund erstmal zwei Tage hungern soll, um 'motiviert' genug zu sein, bin ich da raus.

  • Nein, das ist nicht sinnvoll und hilft auch nicht bei der Vertrauensbildung. Fütter Deinen Hund normal aus dem Napf und such Dir einen anderen Trainer :)

    Kleine Lady blonder Prinz


    "Der Hundezucht wohnt ein immerwährender Widerspruch inne: Während die Tierheime mit Hunden überfüllt sind, wird immer weiter produziert, eine Produktion auf Überschuß" (Reportage: Modehunde)

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  • Ich finde es schwierig, man macht ein absolutes Grundbedürfnis vollständig von der Mitarbeit abhängig... Und versteh mich nicht falsch, hier gibts ca. ein Drittel der Ration unterwegs (ein anderes, schmackhafteres Trofu), aber wenn ich was besonderes trainieren will, packe ich trotzdem die besonders leckeren Leckerlis aus um Hund zu motivieren, statt ihn nur für Arbeit zu füttern.


    Ich bin in auch in einer Gruppe rund um eine bestimmte Trainingsstrategie, die genau das verlangt - kein Futter mehr aus dem Napf und lese immer und immer wieder, dass Hunde dann Ressourcenproblematiken entwickeln, ihr Benehmen rund ums Leckerlinehmen vergessen oder generell launisch werden:verzweifelt:


    Ich gehe nicht davon aus, dass diese Probleme bei jedem Hund entstehen, sicher wird das bei vielen klappen, fair finde ich es dennoch nicht.

    L'enfer n'existe pas pour les animaux, ils y sont déjà - Victor Hugo

  • Ich würde ihm zumindest einen Teil der Tagesration abends aus dem Napf füttern - ohne Gegenleistung.


    Futter ist ein Grundbedürfnis. Es kann einen Hund gehörig stressen, wenn er weiß, dass er nichts bekommt, wenn er nicht funktioniert, wie sein Halter das will.


    Ich hab die Schiene mit Finya ganz zu Beginn auch mal gefahren über kurze Zeit, weil ich dachte, dass die einfach nur stur ist und keinen Bock hat mit mir zu arbeiten, aber Finya war da eine gute Lehrmeisterin und hat mir innerhalb weniger Tage klar gemacht, dass sie dann halt gar nicht frisst. So schnell verhungert Hund schließlich nicht, schon gar nicht einer, der weiß wie man Mäuse fängt xD

    (sie ist übrigens gar nicht stur, sondern sogar erstaunlich leichtführig, wenn man weiß wie)

    Your Love is like a Soldier, loyal till you die. James Blunt


    * Finya - serbische Terpitzprinzessin * Frodo - Überflieger Kleinpudel *


    Finya & Frodo im Wunderland

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Den Gedanken das eigene Futter zum bestätigen zu füttern, in Hinsicht auf das Gewicht finde ich ok. Ich würde aber immer nur einen Teil vom Futter abnehmen als Leckerei zum üben und den Rest normal füttern damit der Hund was im Magen hat und lernt das er ganz sicher immer Futter bekommt

  • Meine Hunde sind selten wirklich satt :hust:

    Ich mach das mit dem Futter gegen Arbeit oft bei neuen Dingen. Und obwohl ich dann echt viel bestaetige, bin ich bisher nie auf die gesamte Tagesration gekommen (Ausnahme beim faehrten). Also kommt alles, was an Futter uebrig bleibt abends in den Napf.

    :ka:

    Wir sind zusammen an Grenzen gegangen nur um diese um ein unendliches zu erweitern. (©Lockenwolf)


    Die Malis und der Pan

  • Es kommt natürlich auf den Hundetyp und Charakter an.

    Ich persönlich halte aber nicht so viel davon. Meiner Erfahrung nach kann der Hund sich auch besser konzentrieren und lernt besser, wenn nicht der Magen knurrt. Spätestens wenn der Hund erstmal zwei Tage hungern soll, um 'motiviert' genug zu sein, bin ich da raus.

    na, das würde ich bei meinem schmalen Hemd bestimmt nicht machen.

  • Ich habe auch einiges über Futter gemacht, bzw. mache das heute noch bei neuen Sachen.

    Morgens und abends je ne Portionen aus dem Pott, der Rest über die Hand.


    Edit zum Sattgefühl, ne das haben meine noch nie signalisiert, egal welche Art der Fütterung.

  • Nein, das ist nicht sinnvoll und hilft auch nicht bei der Vertrauensbildung. Fütter Deinen Hund normal aus dem Napf und such Dir einen anderen Trainer :)

    die Trainerin ist schon sehr gut, sie hat uns enorm viel geholfen. Ihr Gedanke dahinter ist, das er seinen Fokus mehr auf mir hat, er ist ziemlich nach außen fokussiert.

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