Krankenversicherung beim Hund (Erfahrungen mit Versicherungsgesellschaften)

  • Wenn schon von einigen dafür plädiert wird das es für alle HH eine Pflegeversicherung sein sollte, an welchen Beitrag mtl hättet ihr denn da so gedacht?

    Für mich käme dann nämlich nur ein niedriger Beitrag in Frage (damit sich den auch wirklich jeder leisten kann), und eine eigene hohe Kostenbeteiligung (damit nicht weiterhin alles auf die Kassen gemünzt wird), die sich dann vielleicht viele auch wieder nicht leisten könnten! Also, bleibt es doch im Grunde wie gehabt, dir einen können es bezahlen, die anderen wieder nicht. Bleibt also gehüpft wie gesprungen 🤷

  • Also ich merke die Erhöhung der GOT sehr deutlich im Portemonnaie. Und das nicht, weil ich vor 15 Jahren den Hund hab vergammeln lassen, statt zu Tierarzt zu gehen und auch nicht, weil irgendwas gemacht wurde, was es früher in dieser Form an teurer Diagnostik schlicht nicht gab, sondern weil die Preise für jeden Kleinkram so dermaßen angezogen haben, dass man unter 100€ eigentlich nicht mehr aus der Praxis geht. Und das Ganze kommt ja zu den allgemein explodierenden Lebenshaltungskosten dazu.

    Meiner Meinung nach wird es im Endeffekt einfach darauf hinauslaufen, dass sich viele Tierbesitzer die Tierarztkosten nur noch in begrenztem Rahmen werden leisten können.

    Und das ist halt ein echtes Dilemma, denn auch wenn ja schnell das Argument kommt, dann kann man sich halt kein Tier anschaffen, ist das grad im Tierschutz eine Katastrophe. Die Tiere verschwinden ja nicht dadurch, dass man sie ignoriert, die Vermittlungschancen werden nur immer schlechter. Aber einen Ausweg aus der Misere sehe ich auch nicht, denn natürlich sollen Tierärzte auch ordentlich verdienen :verzweifelt:

  • Wenn schon von einigen dafür plädiert wird das es für alle HH eine Pflegeversicherung sein sollte, an welchen Beitrag mtl hättet ihr denn da so gedacht?

    Für mich käme dann nämlich nur ein niedriger Beitrag in Frage (damit sich den auch wirklich jeder leisten kann), und eine eigene hohe Kostenbeteiligung (damit nicht weiterhin alles auf die Kassen gemünzt wird), die sich dann vielleicht viele auch wieder nicht leisten könnten! Also, bleibt es doch im Grunde wie gehabt, dir einen können es bezahlen, die anderen wieder nicht. Bleibt also gehüpft wie gesprungen 🤷

    Es ist natürlich vollkommen klar, dass es das niemals geben wird, von daher ist das alles nur reine Gedankenspielerei. Ich kenne allerdings sehr viele HH (und Katzenbesitzer:innen), die stur bei der Meinung bleiben, sie bräuchten keine KV. Und die sind nicht alle unermesslich reich, im Gegenteil. Wenn ich von einer Person mit 7 Jahre alter Katze höre "die war noch nie krank, sowas brauchen wir nicht" kriege ich fast das große Kotzen...aber denen könnte ich unsere TA-Rechnungen von Lilly kopieren, und die würden trotzdem bei ihrer Haltung bleiben. Eine Pflicht-KV wäre eben genau das: Pflicht. Das heißt, es wären dann auch die vielen, vielen Tiere versichert, die im Moment eben NICHT versichert sind. Und genau das könnte doch die Beiträge halbwegs im Rahmen halten. Es gibt ja tatsächlich auch viele Tiere, die sehr selten krank werden. Unsere zweite Katzen war ihr Leben lang gesund, bis sie einen Tumor bekam, und der war inoperabel. (Im Prinzip und emotionslos gesehen nicht das schlechteste: ein langes gesundes Leben und dann eine Krankheit, wo nicht viel Spielraum bleibt.) Ich könnte mir schon vorstellen, dass das funktionieren könnte, aber es bleibt eh nur ein Gedankenspiel. Ok, bei Katzen vermutlich noch mehr als bei Hunden, aber auch bei den HH gibt es ja viele, die der Meinung sind "brauchen wir nicht." Ich kenne eine, die über 200€ alle zwei bis drei Monate jammert, lass da mal den Hund was Größeres haben, dann ist der Katzenjammer groß. Flüchtige Bekannte haben neulich ein GoFundme für eine OP gestartet, auch da gibt es keine KV. Eigentlich wäre ich sehr stark für eine Pflicht-Krankenversicherung für Haustiere (und zwar alle). Fände ich persönlich wichtiger als irgendwelche Führerscheine.

  • Meiner Meinung nach wird es im Endeffekt einfach darauf hinauslaufen, dass sich viele Tierbesitzer die Tierarztkosten nur noch in begrenztem Rahmen werden leisten können.

    aber man kann doch Versicherungen abschließen? Warum sollen sich Tierhalter dann die Tierarztkosten nicht leisten können? Im TSchutz gibts ja nicht nur alte und todkranke Hunde, die man nicht mehr versichern lassen kann. Also braucht man doch gar nicht zu jammern? Ich versteh diesen Gedankengang grad nicht.

    Früher waren TAKosten nicht so hoch (aber tw eben schon) und man hatte gar keine Möglichkeit als Option Sparbuch. Heute sind die TAKosten hoch und kann von Tag 1 an meinen Hund versichern lassen. Wo ist das Problem?

  • Ich bin mir absolut sicher, gäbe es eine Pflichtversicherung würden genau drei Dinge passieren: die reine Anzahl an Behandlungen würde sich vervielfältigen, beim TA gäbe es noch schwieriger einen Termin und die Qualität der Behandlung (inklusive Freundlichkeit) würde sinken.

  • Ich bin mir absolut sicher, gäbe es eine Pflichtversicherung würden genau drei Dinge passieren: die reine Anzahl an Behandlungen würde sich vervielfältigen, beim TA gäbe es noch schwieriger einen Termin und die Qualität der Behandlung (inklusive Freundlichkeit) würde sinken.

    Plus 4. es würden noch mehr profitorientierte Firmen in das Praxisgeschäft einsteigen (wollen).

  • Meiner Meinung nach wird es im Endeffekt einfach darauf hinauslaufen, dass sich viele Tierbesitzer die Tierarztkosten nur noch in begrenztem Rahmen werden leisten können.

    aber man kann doch Versicherungen abschließen? Warum sollen sich Tierhalter dann die Tierarztkosten nicht leisten können? Im TSchutz gibts ja nicht nur alte und todkranke Hunde, die man nicht mehr versichern lassen kann. Also braucht man doch gar nicht zu jammern? Ich versteh diesen Gedankengang grad nicht.

    Früher waren TAKosten nicht so hoch (aber tw eben schon) und man hatte gar keine Möglichkeit als Option Sparbuch. Heute sind die TAKosten hoch und kann von Tag 1 an meinen Hund versichern lassen. Wo ist das Problem?

    Ja, geht aber nur bis zu einem gewissen Alter bzw. ohne Vorgeschichte. Da fallen dann halt leider ältere Hunde aus dem Tierschutz raus. Allerdings bieten manche Tierheime für adoptierte Hunde, die darunter Fallen, günstigere Behandlungen an.

  • Ich bin mir absolut sicher, gäbe es eine Pflichtversicherung würden genau drei Dinge passieren: die reine Anzahl an Behandlungen würde sich vervielfältigen, beim TA gäbe es noch schwieriger einen Termin und die Qualität der Behandlung (inklusive Freundlichkeit) würde sinken.

    Sieht man ja an dem System für Menschen (wiederhole mich, ich weiß :woozy_face:)

  • Ja, geht aber nur bis zu einem gewissen Alter bzw. ohne Vorgeschichte. Da fallen dann halt leider ältere Hunde aus dem Tierschutz raus. Allerdings bieten manche Tierheime für adoptierte Hunde, die darunter Fallen, günstigere Behandlungen an.

    also ältere Hunde im Tschutz gingen noch nie weg wie warme Semmeln ;-) während sich um Welpen oft gerissen wird. Das sind halt die Menschen und ich werde zynisch: Ach wie praktisch, das jetzt auf die höheren TA-Kosten schieben zu können

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