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Beiträge von malimuc

    So leid es mir für den TS tut, aber ich würde auch dazu raten den Hund bei seinem Frauchen zu belassen und nun keinen Rosenkrieg herauf zu beschwören.


    Davon ab, zeigt dieses Thema einmal mehr: wenn man sich in einer Beziehung gemeinsam einen Hund anschafft, ist man gut beraten sich im Vorfeld klar darüber zu einigen WEM der Hund letztlich gehört.
    Umso besser wenn die Partnerschaft ewig hält, aber wenn nicht spart man sich allerlei Unsicherheiten und ev. fiese, belastende Streitigkeiten.

    Erstaunlich wie unterschiedlich da die Entwicklung verläuft.


    Mein Mix ist vermutlich schon mit Jagdtrieb geboren, jedenfalls war er 4.5 Monate alt als er hier einzog, und wäre vom ersten Tag an bei Wildsichtung am Horizont granatenmässig durchgestartet :ugly:

    Andere Hunde sind also auch so, find ich immer wieder schön zu hören :ops: :D


    Mein Herzchen hat im ersten Lebensjahr ungefähr alles zerstört was nicht niet- und nagelfest war, unter anderem den kompletten, fest verlegten Flurteppich rausgerissen und damit die Wohnungstür von innen verkeilt.


    Fressbares zu klauen war jahrelang ein Klassiker, diverse Sahnetorten wurden kuppelförmig abgeleckt (der dröge Boden blieb aus Zeitnot liegen), ein riesiger Ranken Fleisch aus dem kochenden Topf entführt und verschlungen während ich an der Haustür kurz mit dem Postboten quatschte, und letztes Weihnachten landete ein nicht allzu kleiner Topf mit frischem Gänseschmalz in des Hundes Magen...er hats recht gut vertragen, und nur eine winzige Menge beim Aufstossen auf den Wohnzimmerteppich gekotzt. :muede:


    Und die Kleinmetall Fahrradhalterung wurde mal bei Katzensichtung in voller Fahrt aus der Verankerung gerissen, ich bin erstaunlicherweise nicht gestürzt :gut:

    Hmm, ich habe mir den Eingangstext jetzt zweimal durchgelesen, und empfinde so wie es geschildert wurde die HH des "gegnerischen" Hundes nicht als absolut uneinsichtig.
    Inwiefern die jetzt unfreundlich waren (waren sie wohl) kann ich ja jetzt nicht beurteilen, aber sie übernehmen zumindest anstandslos die Tierarztkosten und geben eine Zusicherung, den Hund in Zukunft im Wohngebiet an der Leine zu führen.


    Klar ist das blöd gelaufen, und ich hätte als Halter des verletzten Hundes auch erstmal nen Mordsschreck und entsprechende Wut im Bauch...aber letztlich kann so etwas immer mal passieren, der Hund ist keine reissende Bestie mit Tötungsabsicht und die Besitzer sollten zumindest jetzt mal die Möglichkeit haben so etwas in Zukunft durch umsichtiges Verhalten zu verhindern...nach Möglichkeit ohne einen Strauss von völlig unkalkulierbaren, eventuell auch masslos überzogenen Auflagen von Gevatter Staat.


    Hätte diese Prügelei unter zwei verfeindeten Hunden jedenfalls nirgendwo "gemeldet", auch nicht beim OA.

    Könnte den Text von FriedaPaula so eigentlich kopieren.


    Auch mein Hund ist ein Extremjäger, und er läuft nun seit ca. 2 Jahren bis auf wenige Ausnahmen konstant an der Schlepp.
    Im ersten Jahr kamen auch permanente Nachfragen und Mitleidsbekundungen warums arme Hundi immer noch an der Strippe hängt...da die meisten der Fragenden sehr nett waren, habe ich immer wieder geduldig Auskunft gegeben - mittlerweile fragt niemand mehr, weil alle bescheid wissen :smile:


    Denke dir nichts, die selben Leute würden auch empört fragen "warum war er denn nur ohne Leine?", wenn dein Hund vors Auto rennt.

    Mein Hund, ein zu Menschen von jeher herzensguter, hätte mit neun Monaten aufgrund seiner minimalen Reizschwelle auch rennende Kinder mit voller Wucht angesprungen...heute, mit über vier, ist dies kein Thema mehr.


    Nun gehöre ich aber zu den eher übervorsichtigen Haltern, und habe ihn Schleppleinentechnisch entsprechend gesichert und langsam ans aushalten solcher Reize herangeführt.
    Und genau dies würde ich mir auch von den Haltern anderer Hunde wünschen, speziell den grossen...einfach versuchen vorausschauend zu handeln, und sich die Zeit lassen seinen Hund in vielen verschiedenen Alltagssituationen einigermassen sicher einschätzen zu können.
    Anspringen und mit viel Dynamik im Hintern irgendwo rein zu schnappen hat doch erst mal überhaupt nix mit Bösartigkeit oder gefährlicher Hund zu tun - das sind junge Deppen, die auf jeden Mist anspringen und sich selbst noch nicht im Griff haben.
    Aber für die beteiligten Menschen kann es böse ausgehen, zumal wenns so eine grosse Rasse ist, und deshalb ist der HH gefragt alles dafür zu tun damit sowas einfach nicht passiert.


    Denn die Schäden die aus solchen Begebenheiten entstehen sind immens, sowohl für die direkt beteiligten als auch nachfolgend für alle Hundehalter in Form verschärfter Gesetze.

    Bezüglich kaum Interesse: mich hat dieser Thread und die Gesetzgebung in Dänemark umgehauen, ich wusste davon im Vorfeld nichts.


    Leider hätte ich ob der absurden bösartigkeit dieses Gesetzes und deren Umsetzung einzig Sätze wie "Ich bin fassungslos..." u.ä. zustande gebracht, von diesen Allgemeinplätzen wollte ich euch verschonen.


    Aber ich habe jeden in meinem Umfeld darüber informiert...alle waren entsetzt, niemand wusste bisher darüber bescheid, ein geplanter Dänemark Urlaub wurde umgehend gecancelt.

    ich bin auch kein riesen kinderfan, habe mit meinen hunden aber von anfang an immer den kontakt zu kindern gesucht, die mir verünftig und nett erschienen.
    die durften dann ein paar leckerlie verteilen, kurz streicheln und gut...einfach damit die hunde kinder kennenlernen und mit etwas positivem verknüpfen - für mich gehört das zum training in sachen umweltsicherheit einfach dazu, kinder begegnen einem schliesslich jeden tag.


    meine hündin war mit kindern ein traum, ihr hätte ich unbesorgt jeden säugling anvertraut.
    mein rüde jetzt mag kinder auch, und ist mit meinem knapp 6 jährigen neffen sehr lieb und zärtlich.
    trotzdem muss ich bei ihm immer ein auge drauf haben, da er sehr extrem auf bewegungsreize reagiert und rennende, schreiende kinder vermutlich auch hetzen würde.


    einen beiss- oder schnappvorfall hat es mit beiden nie gegeben, wohl aber mit unserem cockermix familienhund, mit dem ich aufwuchs.
    der war auch super lieb und mochte kinder, aber er hat einmal ein nachbarmädchen in den arm geschnappt.
    warum genau das passiert ist kann ich heute nicht mehr sagen, ich war da selbst auch noch klein...aber es wurde nicht arg viel gewese drum gemacht, meine mutter hat sich damals mit einer grossen tüte süssigkeiten entschuldigt, dem mädel ist auch nicht allzuviel passiert, es war wirklich nur ein schnappen, und alles war wieder gut.
    dies war auch der einzige vorfall dieser art, es gab danach nie wieder ein problem mit kiddies.

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