Lasst euch Blutwerte mitgeben und hebt die auf! Als Vergleichswerte für dieses, individuelle Lebewesen.
Bei meinem alten Rüden hat uns das noch weitere Wochen an Sorge und immense Kosten erspart.
Der kam damals mit 9 matt und leicht fiebrig in die Tierklinik…Blutwerte alle okay bis auf massive Thrombopenie (zuwenig Thrombozyten). Verdacht auf Krebs, Grabesstimmung, brutale Sorge um ihn.
Bin jeden Tag zur Verlaufskontrolle getigert, Thrombos immer mieser bzw. keine Besserung der Werte - er selbst war nach zwei Tagen schon wieder fit und fieberfrei.
Die Ärzte der Klinik waren beunruhigt, verkündeten Unheil (könnte an inneren Blutungen sterben…) und schlugen mords invasive Untersuchungen vor…ich wurde halb blöd vor Sorge.
Es hat etwas gedauert bis ich mal die Eingebung hatte einen uralten Laborzettel aus anno-duzemal rauszukramen, weils mir alles komisch vorkam - und siehe da, Thrombos zu niedrig schon als Junghund (wurde damals als Laborfehler abgetan).
Lösung: er hatte eine Mutation der Thrombozyten ohne den geringsten Krankheitswert. Die einzelnen Bluttplättchen waren bei ihm größer als normal und wurden als vermindert gezählt. Wurde von einer pfiffigen Professorin der Uniklinik dann beweisend herausgefunden. Habe damals noch nicht mal etwas dafür bezahlen müssen, da wir im Gegenzug seine Blutproben „der Forschung“ überlassen haben. Die Mattigkeit und zwei Tage leichtes Fieber kamen von einem banalen Infekt.