Besitzer am Verzweifeln (Beschützerinstinkt/Unsicherheit)

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    Halli Hallo,


    Ich hab mich auf dem Forum angemeldet weil ich ein ,,kleines" Problemchen habe. Ich habe einen Schäferhund Rüden namens Rex. Er ist jetzt 4 Jahre alt und habe ihn von der Familie meines Freundes mitgenommen.

    Ich habe festgestellt dass er nicht gut erzogen ist. Die Leinenführigkeit habe ich mittlerweile im Griff und er ist wirklich extrem lieb und verschmust. Was mich jedoch vor großen Herausforderungen bringt ist sein Dominanz/Beschützerverhalten. Das Bellen beim klingeln ist hier das kleinste Problem. Wenn ich Gassi gehe und Leute mir zu nahe kommen oder sogar noch ansprechen, wie schön der Hund doch ist, dreht er durch. Er bellt die Leute an. Beißen tut er dabei auf keinster weiße. Er ist da eher ein unsicherer Hund. Wenn ich versuche ihn Befehle zu geben hört er nicht. Ich bin wirklich verzweifelt. Ich habe versucht ihm das abzugewöhnen, Freunde dazu geholt und es hat sich nur minimal gebessert. Ich würde ihn gerne Mal zu Freunden in den Garten nehmen, aber momentan ist das so nicht möglich. Habt ihr vielleicht Trainingstipps? crying-dog-face

  • Ganz ehrlich? Ich bin kein Profi, aber ich würde Dir raten, dass mit einem guten Trainer aus der Umgebung zu besprechen. Gerade bei Angst- und/oder Aggressionsthemen finde ich Ferndiagnosen und Fern-Tipps etwas gefährlich.

  • Probier mal am Anfang, wenn es platztechnisch möglich ist, Bögen zu laufen.

    Immer weg von den Leuten.

    Hund dabei auf der anderen, den Menschen abgewandte Seite, führen.

    Wenn jemand zu nah kommen sollte, "beschütze" den Hund, indem Du Dich vor ihm hinstellst, daß die Leute weder an ihm (zum Streicheln) ran kommen, noch ihn anstarren können.


    Wenn Du gezielt üben kannst, kannst Du die fremden Leute "schön füttern".

    Oder, auf Distanz langsam anfangen zu üben, daß es doch nicht so schlimm ist, und Dich langsam näher "herantasten".

    Immer für gutes Verhalten belohnen.

    Schöne Grüße noch

    SheltiePower

    In ewiger Erinnerung: Cheyene


    Fehler sind hervorragende Lehrer, wenn man ehrlich genug ist, sie sich einzugestehen, und gewillt, aus ihnen zu lernen.        Alexander Solschenizyn

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  • Vergiss das Wort Dominanz ganz schnell.

    Ein unsicherer Hund ist nicht dominant. Er ist unsicher und versucht sich daher die Leute vom Hals zu halten, das hat auch wenig mit Beschützerinstinkt zu tun.


    Such dir vor Ort einen Trainer, wirklich einen Trainer und nicht jemanden aus dem Bekanntenkreis der selber mal Hunde hatte und glaubt, er weiß wie das geht, der sich mit Gebrauchshunden auskennt. Die Kombination aus Unsicherheit gegenüber Menschen und den typischen Rasseeigenschaften ist bei mangelnder Führung schnell sehr problematisch und nur weil er aktuell nicht beißt, bedeutet es nicht, dass das bei falschem Training nicht der nächste Schritt sein kann, den der Hund geht, um sich in seiner Unsicherheit Raum zu schaffen.

    Dafür brauchst du jemanden vor Ort, der sich mit dem Training und dem Typ Hund auskennt. Der kann dann auch einschätzen, ob es Sinn macht zu versuchen, den Hund an fremde Personen heranzuführen oder ob es besser ist, ihn im Alltag über Gehorsam zu regeln und Begegnungen dauerhaft zu managen.

    LG Raphaela


    The problem is not the problem, the problem is your attitude about the problem - Cpt. Jack Sparrow

    She was not looking for a knight, she was looking for a sword. - atticus

  • Ganz ehrlich? Ich bin kein Profi, aber ich würde Dir raten, dass mit einem guten Trainer aus der Umgebung zu besprechen. Gerade bei Angst- und/oder Aggressionsthemen finde ich Ferndiagnosen und Fern-Tipps etwas gefährlich.

    Ich weiß dass ein Forum nicht der beste Weg für die Situation ist, ich würde nur versuchen wollen es erstmal alleine hinzubekommen. Es hat sich in letzter Zeit etwas gebessert, jedoch ist es nicht zu 100% weg. Ich wollte eben darum im Forum mal fragen ob jemand andere Tipps hat wie man das abtrainieren kann, und wenn es immernoch nicht klappt, suche ich in naher Zukunft einen Profi auf.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ganz ehrlich? Ich bin kein Profi, aber ich würde Dir raten, dass mit einem guten Trainer aus der Umgebung zu besprechen. Gerade bei Angst- und/oder Aggressionsthemen finde ich Ferndiagnosen und Fern-Tipps etwas gefährlich.

    Ich weiß dass ein Forum nicht der beste Weg für die Situation ist, ich würde nur versuchen wollen es erstmal alleine hinzubekommen. Es hat sich in letzter Zeit etwas gebessert, jedoch ist es nicht zu 100% weg. Ich wollte eben darum im Forum mal fragen ob jemand andere Tipps hat wie man das abtrainieren kann, und wenn es immernoch nicht klappt, suche ich in naher Zukunft einen Profi auf.

    Warum suchst du dir nicht direkt einen Hundetrainer?

    Das Ding ist, je länger du das so laufen lässt, desto verfahrener wird die Situation. Das Verhalten wird von Mal zu Mal extremer (evtl nicht sofort, aber nach und nach eben) und wenn du selbst rumprobierst, kannst du es evtl. noch schlimmer machen.

    In so einer Situation ist Rumprobieren auf eigene Faust mMn nur verschenkte Zeit ... hätte ich bei meinem Rumänenrüden z. B. von Anfang an mit einem Trainer zusammengearbeitet, wären wir jetzt viel viel weiter.

  • Dir helfen Tipps im Netz aber wenig. Ich kann dir jetzt schreiben, dass es fast immer an Fuehrung fehlt, wenn Hunde sich so benehmen (gerade bei Gebrauchshunden). Zusaetzlich zu fehlender Sicherheit durch den Halter (der unsichere Hund meint sich selbst schuetzen zu muessen, weil sein Halter ihm nicht hilft und ihn nicht gut genug fuehrt) und u.U. auch fehlendes Management.

    Das hilft dir aber nicht wirklich weiter, weil es dir nicht sagt, was du wie machen musst. Das kann man auch gar nicht sagen, weil man euch dazu sehen muss!


    Deswegen auch von mir der Tipp: Hol einen faehigen Trainer!

    Wir sind zusammen an Grenzen gegangen nur um diese um ein unendliches zu erweitern. (©Lockenwolf)


    Die Malis und der Pan

  • Ich empfehle dir ebenfalls ganz dringend einen wirklich guten Trainer, der sich das vor Ort ansieht.


    Ein Schäfi der aus Unsicherheit nach vorne geht ist nix was man auf die leichte Schulter nehmen sollte und denken, dass kriegt man schon alleine hin.

    Ohne das böse zu meinen oder dir die Kompetenz abzusprechen diesen Hund führen zu können. Aber du musst dir zeigen lassen wie du diesen Hund führen musst.

  • Noch eine Stimme pro Trainer.


    Ich bin mit Schäfis großgeworden und kann dir schwören - wenn ein Schäfer meint, die Kontrolle übernehmen zu müssen, ist das wahnsinnig unschön.

    Vorsichtig und politisch sehr korrekt ausgedrückt.

    Ich kann verstehen, dass das massiv am Ego kitzelt und der Geldbeutel auch weh tut, aber wenn du diesen Hund behalten willst, kommst du nicht drum herum.


    Übrigens kann man nicht alles trainieren, du wirst dem Hund niemals seine Tendenzen, seine Erstreaktion nehmen können. Du kannst viel über Gehorsam deckeln, fast alles über Management aber sei dir bewusst - nicht einmal der beste Trainer der Welt macht aus einem Gebrauchshund (hier sogar mit Vorgeschichte) einen pflegeleichten Begleithund ohne Triebe.


    Es können tolle Hunde sein, ich liebe Schäfer, habe aktuell auch einen Rüden, aber man muss wissen, was man da führt und wie man es führt, nicht auf Krampf ankämpfen gegen das Wesen des Hundes



    You wake up every morning to fight the same demons that left you so tired the night before, and that my love is braveyou stand up every You wake up every morning to fight the same demons that left you so tired the night before. And that my love is bravery


    An meiner Seite: Mailo, LZ DSH, *29.07.17

    In meinem Herzen: Barry, Aron, Cimba, Dragon

  • Mein 2jähriger Aussie war ab Pubertät genauso drauf. Unsicher ohne Ende, alles und jeder wurde angebrüllt.

    Ich habe bei meiner Trainerin ( Stichwort trainieren statt dominieren ) einen WE -Workshop Begegnungstraining und nachfolgend BAT ( Behavior Adjustment Training ) angefangen. Schon in der 3. Trainingseinheit war er bereits wesentlich ruhiger und heute ist das Problem vollends behoben. Ich glaube, nach etwa 7/8 Einheiten à 30 min.


    Das ist ehrlich gesagt nichts, was man in einem Forum rüberbringen kann, zumal die Trainings auf speziell diesen einen Hund abgestimmt sind.

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