Welcher Hund passt zu mir? Ersthund, Wohnung, wenig Haarverlust
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Absolut. Und auch da entscheidet der Faktor Individuum mit.
Genau das.
Ich habe hier zwei gemäßigte Hütehunde, die schon eher als Begleithunde angepriesen werden. Beim Kleinen stimmt das. Der arbeitet gerne, geht auch gerne lange Runden, aber das absolut wichtige dabei bin ich. Wäre er allein, würde ich vermutlich weniger machen, weil er auch gerne stundenlang einfach auf mir drauf liegen würde, wenn das möglich wäre.
Der andere Hund fordert sehr viel mehr. Und ein Stück weit habe ich daher mein Leben nach ihm ausgerichtet. Kann ich leisten, weil ich sehr selbst bestimmt arbeite und meine Kinder aus dem Haus sind.
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Hallo,
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Wenn man jetzt davon ausgeht, dass die TS ihr Leben aber nicht groß verändern will (so liest sich das für mich), könnte sich das tägliche Gassigehen halt eher bei 30 als bei 60 Minuten einpendeln. Das ist aus meiner Sicht für eine gesunde Muskulatur des Hundes viel zu wenig. Ich finde 30-60 Min am Tag schon verdammt wenig.
Das ist halt genau das Problem in diesem Thread. Am Anfang war ich auch geneigt, den TE so zu interpretieren. Im weiteren Verlauf eher weniger - aber ist eben alles Interpretationssache.
Wie viel ein Hund ausgelastet werden muss - da gehen die Vorstellungen hier wirklich auseinander.
Um mal Unter- und Obergrenze so skizzieren: 30-60 Minuten *am Tag* reicht nicht. Das sind dann doch de facto nur drei Runden um den Block.
Die lange Runde (zusätzlich zu den Löserunden) muss aber meiner Meinung nach auch nicht jeden Tag über zwei Stunden sein.
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Schwierig ist es halt für jemanden, der noch nie einen Hund hatte und bis dahin auch anscheinend auch noch nie richtig Kontakt zu Hunden hatte, da irgendwas zu raten. Ich würde mir erst mal generell Kontakt suchen zu Hundeleuten, in einer FB-Gruppe fragen oder vielleicht Dogorama, um überhaupt mal ein Gefühl zu bekommen, was Hundehaltung bedeutet und ob einem das dann gefällt oder nicht.
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Zumal man eine Runde nicht in Minuten messen kann sondern es kommt auch auf die Quälität an. Dackelt der Hund 30 Minuten neben mir an der Leine her oder kann er 30 Minuten offline tun was er will. Macht bei meinen Hunden einen großen Unterschied.
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cydia
Hast du Hundehalter*innen in deinem Freundes- und Bekanntenkreis?
Oder, noch besser, mach doch mal den Gassi Geher beim örtlichen Tierheim, und zwar täglich, genauso lange, wie Du mit dem eigenen Hund laufen möchtest.
Das gibt Dir 1. ein prima Gefühl dafür, ob Du es auch wirklich durchziehen kannst, gerade auch bei schlechtem Wetter, denn auch dann müssen die Hunde raus. Gerade bei Stadtwohnung ohne eigenen Garten gibt es manchmal keine andere Optionen. Und 2. lernst Du schon mal ein bißchen was zum Handling mit einem Hund, wie arztfremde Lebewesen so "ticken" können, lernst generell schon mal ein bißchen wie man den Hund lesen kann, wie es sein könnte, wenn Hunde auf andere Hunde treffen. Zum Schluss als 3. wäre noch eine Chance, so zum eigenen Wunschhund zu kommen, denn Du kennst dann den Hund schon ein bißchen und hast eine Ahnung, ob Ihr auch wirklich zusammenpassen könntet.
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Vielleicht sollte man bevor man interpretiert einfach nachfragen? Seid wann ist es denn in nicht mit den Leuten zu reden sondern über.
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Das ist ja bisher alles Theorie, wahrscheinlich ist es hinter so, dass man doch länger spazieren geht, weil man merkt, der Hund braucht das oder man lernt Hundebekannte kennen oder ein gemeinsames Hobby. Ich hätte vor meinem Hund auch nicht gedacht, dass mein Hobby wandern mit Hund wird oder Mobyclass oder Hunderennen oder Logieren oder Mantrailing, das muss man alles nicht, aber es macht dann doch Spaß, wenn man sieht, dass der Hund auch Spaß hat. Ich würde auch einen erwachsenen Hund wählen, vielleicht einen Kokoni (von denen gibt es vele im griechischen Auslandstierschutz), ein Begleithund, der nicht winzig ist, der nicht übermäßig haart, bellt. Er sieht ein bisschen aus, wie der Hund auf den Bildern, also ziemlich hübsch, er ist aber ein aktiver Hund.
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Ich finde deine Überlegungen sehr reflektiert und respektvoll dem Hund gegenüber, das liest man leider viel zu selten. Genau dieses vorherige Nachdenken ist schon ein sehr guter Start.
Was mir dabei aber wichtig ist, ganz ehrlich und ohne Romantisierung zu sagen: Mit fast jedem Hund kann man unglaublich viel Glück haben. Und genauso kann man mit jedem Hund Pech haben. Man kann den vermeintlich perfekten Hund bekommen, der gesund ist, ausgeglichen, zufrieden mit moderatem Programm, wenig Probleme macht und einfach mitläuft. Und man kann genauso gut einen Hund erwischen, egal ob vom Züchter oder aus dem Tierschutz, der ständig krank ist, regelmäßig beim Tierarzt sitzt, hohe Kosten verursacht, sich bei jedem Spaziergang in der übelsten Pfütze wälzt, stinkt wie eine Biotonne im Hochsommer, jeden Hund anpöbelt, jagt wie ein geisteskranker und bei dem man sich fragt, wie zur Hölle das passieren konnte. Herkunft schützt davor nicht. Weder der beste Züchter noch der sorgfältigste Tierschutz, nicht einmal die Rasse.
Was viele ebenfalls unterschätzen: Welpen sind alles, aber nicht ruhig und nicht sauber, sondern oft schlicht anstrengend. Und selbst wenn man dann ein paar richtig schöne Jahre hat, in denen der Hund genau so ist, wie man es sich erträumt hat, kommt irgendwann das Alter. Und damit Dinge, über die kaum jemand spricht. Inkontinenz. Demenz. Nächte, in denen der Hund durchbellt und völlig orientierungslos ist, Jahre in denen er nicht mehr alleine bleiben kann. Das gehört genauso zur Hundehaltung dazu wie die guten Jahre.
Ich will damit absolut nicht von Hunden abraten. Im Gegenteil, wir sitzen hier ja alle, weil wir Hunde lieben und unser Leben mit ihnen trotz allem als absolute Bereicherung empfinden. Aber Hundehaltung ist nicht halb so romantisch, wie sie oft dargestellt wird. Es gibt Nächte, in denen man alle zwei Stunden raus muss, weil der Hund Durchfall hat, wieder reinkommt und dann erstmal Erbrochenes aus Fugen oder Teppichen kratzt. Es gibt Tage, an denen man müde, krank oder völlig erledigt ist und trotzdem raus muss, weil da ein Lebewesen ist, das von einem abhängig ist.
Beim Thema Gassi und Auslastung scheiden sich, wie du hier ja schon merkst, die Geister sehr. Ich persönlich würde ganz offen sagen: Ich würde keine Hunde halten wollen, wenn ich nicht die Möglichkeit hätte, jeden Tag mindestens (!) zwei Stunden draußen zu sein, in der Natur, mit meinen Hunden. Das heißt für mich nicht, Kilometer zu schrubben oder sportliche Höchstleistungen zu erbringen. Aber einfach Zeit, Bewegung, Umwelt, Gerüche, Eindrücke. Alles andere empfinde ich für mich nicht als fair, völlig unabhängig von der Rasse. Und genauso wichtig wie Bewegung ist für mich die geistige Auslastung. Das muss kein Hundeplatz sein und kein Durchoptimieren, aber Tricks, Denken, kleine Aufgaben, das Gehirn benutzen. Bewegung und Kopfarbeit gehören für mich untrennbar zu einem gesunden Hundeleben dazu.
Das ist ausdrücklich meine persönliche Sicht und meine eigenen Maßstäbe. Es gibt dazu ganz andere Meinungen, und die existieren genauso berechtigt. Aber ich finde, man sollte sich nicht nur fragen, welcher Hund zu einem selbst passen könnte, sondern vor allem, welches Leben man einem Hund wirklich dauerhaft bieten kann. Hunde sind vollkommen auf uns angewiesen, sie können sich ihr Leben nicht aussuchen. Im besten Fall begleiten sie uns viele Jahre, manchmal ihr ganzes Leben lang. Und genau deshalb finde ich, sind wir ihnen diese Verantwortung einfach schuldig. Nicht nur haben wollen, sondern viel mehr geben wollen.
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Man darf auch nicht vergessen, dass hinter "60 Minuten Spaziergang" eine sehr große Bandbreite an Aktivität und Bewegung stecken kann. Ich würde das daher nicht an der Zeit festmachen, sondern viel mehr an der Qualität.
Unser Pudel ist mindestens die Hälfte der Zeit im Freilauf und läuft dann in einem gewissen Radius um uns herum. Meist ist er dabei im Trab, gallopiert aber auch mal hinter uns her, wenn er sich irgendwo festgeschnüffelt hat. Zwischendurch springt er auf Baumstämme oder läuft darüber. Ich lasse ihn um Bäume laufen, zwischendurch eine Verlorensuche machen. Wenn wir anderen, nicht angeleinten Hunden begegnen, wird auch mal in großen Kreisen über die Wiese gerannt.
Gegenbeispiel: Bei uns in der Straße wohnt ein gesunder, 3 Jahre alter Labrador, der nur an der Führleine bewegt wird. Die gehen laut eigener Aussage täglich 2-4 Stunden, aber eben immer in so einem 3-4 km/h Spaziertempo. Ich glaube nicht, dass er dadurch mehr körperliche Auslastung bekommt als unser Pudel (unsere Standard Runde ist 60 Minuten).
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Sieht für mich so typisch nach den griechischen Hunden aus.
Kokoni vielleicht.
Du wirkst sehr egoistisch.
Ehrlich gesagt, wirkst du - zumindest auf mich - sehr überheblich.
Eine Katze passt besser, das sage ich nicht aus Zynismus. Katzen kommen besser klar, da sie BEINAHE kompromisslos sind und meistens mit ein wenig Liebe und Futter absolut ruhige Zeitgenossen sind.
Äh - NEIN.
Ich weiß nicht was du mit "kompromisslos" meinst - bedürfnislos? Kompromissbereit?
Für Hunde soviel einzufordern, wie du es tust, aber eine Katze (in Einzelhaltung?) auf 50 qm in der Stadt mit bissel LIebe und Futter ist voll ok - sorry, das irritiert mich grad schon sehr.
Zur Diskussion hier:
Wenn es kein Welpe vom Züchter sein soll, ist die Rassediskussion weitgehend hinfällig. Dann schaut man besser nach dem passenden Hund im Tierheim.
Den Aufwand für den Hund in Zeit zu bemessen, ist eigentlich nicht möglich. Der Hund verändert das ganze Leben. Man muss ihn immer mitdenken - wie lange bin ich weg, wann muss der Hund raus, kann ich ihn hier oder dort mitnehmen, solche Dinge. Er ist einfach immer im Hinterkopf. Das durchzieht den ganzen Alltag. Es geht also nicht nur um die "große Runde". Da sollte schon etwa ne Stunde am Tag drin sein, finde ich - plus die kleinen Löserunden.
Die Kosten (und nicht nur die Anschaffung) sind viel höher, als die meisten Nichthundehalter denken, vor allem die Tierarztkosten.
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