Bauchspeicheldrüsenentzündung

  • Hallo,

    folgendes: Wir haben eine 14 jährige kastrierte Hündin, die wegen Lungenhochdruck Sildenafil, Kortison, Pantoprazol, Budesonid bekommt. Ebenso bekommt sie wegen Schilddrüsenunterfunktion Tabletten. Sie hatte auch schon Gastritis, vermutl jetzt chron. durch Sildenafil und aktuell hat sie mit Bauchspeicheldrüsenentzündung zu tun.


    Ende Oktober war ihr Wert bei 400, dann haben wir angefangen Enzyme zu geben, danach wurde alles schlimmer und der Wert war jetzt am 23.12. bei 800! Der Tierarzt meinte aber, dass das Kortision die Bauchspeicheldrüsenwerte eh höher schiessen lässt und wir deshalb nach ihrem Befinden/klinischem Bild schauen müssen.

    Sie hat Novamin zur Not hier und etwas gegen Erbrechen. Aktuell kein Erbrechen und kein Durchfall. Aber sie liegt sehr gestreckt, ist sehr unruhig am Tag. Bellt viel. Mit dem Futter ist ganz schwierig, sie frisst es immer ca. 1,5 Wochen,danach gar nicht mehr und sie verweigert. Dann versuchen wir ein neues Futter und dann geht das wieder von vorne los. 1,5 Wochen ca. dann verweigert sie dieses wieder.

    Wir wissen echt nicht weiter. Im Moment frisst sie sehr schlecht. Hat schon stark abgenommen. Ist eh ein kleiner Hund mis Ausgangsgewicht 5,3 kg. Jetzt bestimmt nur noch 4,3 kg. Die ständigen Futterwechsel sind ja auch schlecht. Ich weiß fütterungstechnisch echt nicht mehr weiter.

    Vermutlich wird sie die Bauchspeicheldrüsentzündung behalten, da das wohl vom Kortison kommen kann meinte der TA. Trotzdem meinte er das es evtl. noch weg gehen könnte. Nur wie bekommen wir die in den Griff?

    Hat jemand einen Tipp? Wir haben schon sämtliche Futtersorten durch auch schon selbst gekocht...Auch schon verschiedene Enzympulver.

    Seit heute füttern wir Happy Dog light mini Trockenfutter.....das frisst sie auch sehr schlecht...Teilweise haben wir Pankrema Pulver gegeben. Damit ging der Wert zeitweise etwas runter bis sie das Futter verweigerte sobald das drin war. Dann mussten wir das absetzen.

    Wäre für jeden Tipp dankbar.

  • Da kann ich (leider) mitreden, ich führe soeben denselben "Kampf" betr. Bauchspeicheldrüse.

    Bongo ist 14.5 Jahre alt, Chihuahua, der im Sommer eine Bauchspeicheldrüsen-Entzündung hatte. Er blieb 3 Tage in der Klinik und erhielt Infusionen und ein sehr starkes Schmerzmittel (Bupac). Ich brachte ihn immer am Morgen in die Klinik und holte ihn abends wieder nach Hause, weil ich ihn nicht unbeobachtet in der Klinik lassen wollte an der Infusion.

    Er hat sich einigermassen erholt, aber ich vermute, dass er jetzt an einer Pankreas-Insuffizienz leidet. Er zeigt immer wieder starke Schmerzen im Bauch und ist gebläht. Die TÄ meinte zwar, das sei nicht Insuffizienz, das komme eher bei grossen Hunden vor, nicht bei kleinen. Aber das ist nur Statistik, EPI ist halt häufiger bei grossen Hunden, heisst aber nicht, dass nicht auch ein Chihuahua daran leiden kann.

    Die Behandlung sieht so aus (habe ich mir selber zusammen gestellt, recherchiert, mit mehreren TÄ und Spezialisten geredet):

    - das Wichtigste, fettarmes Futter, am besten unter 5%. Ich füttere Vet-Concept, Intestinal Low Fat.

    - mehrmals täglich füttern, ich verteile das Nassfutter auf 4 Mal/Tag

    - Schmerzmittel, Novalgin oder Metamizol

    - Pankreas-Enzyme zu jeder Fütterung, keine Fütterung ohne Enzyme (Lypex, Kapsel öffnen, Granulat übers Futter streuen)

    - Simeticon gegen Blähungen, d.h. Sab Simplex übers Futter. Das wirkt rein physikalisch, wird nicht im Körper aufgenommen, wirkt als Entschäumer

    - Probiotika

    - Präbiotika

    - Falls nötig Basenpulver gegen Magen-Übersäuerung

    Bitte besprich mit Deinem Tierarzt, was das Beste wäre für Deinen Hund, denn was ich hier aufzähle sind die Massnahmen, die ich getroffen habe, um Bongo noch ein paar Tage/Wochen(?) Lebensqualität zu geben. Das ist sehr individuell für Bongo, das heisst nicht, dass es auch bei Deinem Hund das Richtige ist.

    Am Freitag habe ich eine Besprechung mit der Internistin, um das Vorgehen nochmals abzustimmen. Eine US-Untersuchung des Bauchraums will ich ihm nicht mehr zumuten, denn sein Bauch ist schmerzhaft und gebläht, einen grossen Benefit an Diagnose erwarte ich nicht davon, wenn überhaupt was zu sehen ist.

    Ich behandle ihn momentan nur noch palliativ und achte darauf, dass er möglichst wenig Stress und keine Schmerzen hat. Wenn die Mittel nicht mehr wirken und er keine Lebensqualität mehr hat, lasse ich ihn gehen.

  • Das klingt heftig.

    Betti hat auch aktuell wieder einen Schub Pankreatitis plus Gastritis, aber früh erwischt.

    Hier geht nur noch kochen. Kleine Portionen, zu recht festen Uhrzeiten. Aktuell 7 - 8 Portionen pro Tag. In schlimmen Phasen gibt es zunächst nur Löffelweise Congee (Reissuppe) und morosche Suppe, später auch püriertes Fleisch. Keine Mineralpulver oder so. Wir hatten auch länger gute Erfahrungen mit dem Royal Canin Futter speziell für Bauchspeicheldrüse (dann kam eine Unverträglichkeit). Trockenfutter nur eingeweicht. Alles so langweilig, regelmäßig und püriert wie möglich.

    Die Krux bei euch sind auch die ganzen Medikamente. Theoretisch kann auch der Magensäurehemmer oder so Übelkeit verstärken. Daher kann man von außen schwer sagen, was gefressen wird.

    Auf keinen Fall Gras fressen lassen oder was anderes Rohes (Karotten oder so), das führt hier zu Katastrophen.

    Den Blähbauch gibt es hier auch, während des Schubes. Geht aber dann weg, wenn es besser wird. So ein Schub mit Gastritis dauert hier auch mal 2 oder 3 Monate, wobei letzteres für die Länge sorgt.

    Drücke euch die Daumen!

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