Rin' in die Kartoffeln - raus aus den Kartoffeln - der Bauchspeicheldrüsen-Thread

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    Hallo,


    einige haben es ja schon mitbekommen, dass Buddy eine EPI diagnostiziert wurde, also eine endokrine Bauchspeicheldrüsen-Insuffizienz. :(


    Hier möchte ich gern alles zum Thema BSP (sowohl chronisch als auch akut) sammeln, denn es gibt ja doch einige HH hier, deren Hunde mit demselben Problem kämpfen.


    Die Überschrift soll besagen, dass sich die Behandlung ständig ändert, dass man sie immer anpassen muss, und dass es keine endgültige Ernährungsform gibt. Jedenfalls hab ich sie noch nicht gefunden.



    Symptome der EPI waren bei uns:


    Verhungern vor dem vollen Topf - ständig futtern, aber nicht zunehmen, sondern auch noch abnehmen
    Durchfall, zum Teil mit Schleim überzogen, der sich dann als nicht verdautes Fett herausgestellt hat
    Schmerzen im Bauchraum, dadurch vermehrtes Kratzen am Bauch, das untewegs aussah, als hätte Buddy Flöhe
    starke Reaktion auf bestimmtes Futter, bei uns Kartoffeln, Kohlenhydrate, Fleisch


    Umstellung auf vegetarisch brachte eine Ruhe in die Verdauung und endlich wieder festen Stuhl
    Allerdings keine Gewichtszunahme


    Daher bin ich jetzt dabei, ihm 1x täglich Fleisch (gekocht) und einmal vegetarisches Futter zu geben.


    Hoffe, es wird ein guter Austausch hier! :smile:

  • So, mal wieder berichten:


    Nachdem ich bei Buddy jetzt mit dem Fleisch angefangen habe, war vor 2 Tagen der letzte Output-Rest wieder mit Schleim überzogen.


    Hab dann die TÄ angerufen, und sie hat mir geraten, die Enzymdosis (Pacrex) zu erhöhen. Hab ich gemacht, und gestern war der Output wunderbar. Außerdem ist das Volumen jetzt kleiner als zuvor. Scheinbar kann Buddy also mehr für sich herausziehen als mit der rein vegetarischen Kost.


    In einem anderen Thread hat Mikkki die Butter erwähnt. Geb ich jetzt auch dazu. Wird geliebt und sehr gut vertragen.


    Hab mir von Hills eine Dose Spezialfutter bei Magen-Darm-Problemen (Pankreas eingeschlossen) zum Testen bestellt. Werde berichten.


    Als ich Buddy vor einigen Tagen auf Fleisch "umgestellt" habe (nach 2-monatiger vegan-vegetarischer Kost), schien er trotz kleiner Anfangsmengen von 100g täglich noch Bauchweh zu haben. Das hat sich jetzt aber auch normalisiert. :applaus:


    Außerdem macht meine TÄ jetzt eine Haaranalyse, um festzustellen, ob noch andere Organe betroffen sind, z. B. die Schilddrüse. Auf das Ergebnis muss ich aber leider 2 Wochen warten.

  • Ich hatte mal einen ähnlichen Thread eröffnet. Das Interesse dazu scheint hier sehr sehr gering zu sein. Also nicht wundern, wenn keiner oder kaum einer was schreibt. ;)


    Aaron hatte im vergangenen Jahr eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Die wurde allerdings beiläufig diagnostiziert, weil die "Standardsymptome" bei ihm fehlten.
    Seine Werte waren mehr als schlecht.


    Aaron hatte weder Durchfall noch Erbrochen noch Auffälligkeiten beim Fressen etc.
    Allerdings hatte er wohl sehr starke Schmerzen, die er aber so gut verschwiegen hat, dass wir eben erst zur TÄ gegangen sind, als es fast zu spät war.
    Durch die Schmerzen lief er nämlich im Schongang, was zu 2 Bandscheibenvorfällen und Veränderung der Muskulatur führte. Außerdem war er am Ende sehr lethargisch und schnell schlapp,


    Meine TÄ hat mir damals für Aaron zeitlebens fettarmes Futter empfohlen (also Butter dürfte ich z. B. gar nicht füttern).


    Erst bekam er 8 Wochen lang nur das med. TF von Vet-Concept und das mind. 1 h eingeweicht. Dazu gabs Aloe-Vera-Saft und Schmerzis.
    Nach einer weiteren Blutkontrolle mit dem Ergebnis, dass seine Werte wieder besser sind, habe ich das med. NF von Vet-Concept dazu gefüttert.
    Später gab und jetzt gibt es noch mageres Rindertatar dazu.
    Als Leckerlies nehmen wir fettarmes, getrocknetes Hühnchenfleisch.


    Er bekommt 2 Mahlzeiten, morgens das TF uneingeweicht und abends eingeweichtes TF, dazu wahlweise NF oder Rindertatar.

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  • Ja, hab schon gemerkt, dass die Reaktionen bisher noch ausbleiben. :( Ich werde es halt als Tagebuch weiterführen, vielleicht nutzt es ja trotzdem jemandem. :smile:


    Auch wenn jeder Fall so verschieden wie die Tiere selber ist, finde ich doch einige Parallelen zu deinem Fall:


    Keine Standardsymptome, ersten beiden TÄ untersuchten auf Magen-Darm sowie Tumorverdacht. Entsprechend Lehrgeld gelassen, Buddy ging es weiterhin schlecht, von einer kurzen guten Phase mit Antibiotika (Metronidazol) abgesehen. Untersuchung auf Parasiten, Würmer,Bakterien, Giardien auf eigene Faust - negativ.


    Durchfall hatte Buddy schon - und zwar Dauerdurchfall über 1 Jahr. Hat sich herausgestellt, dass es zum Fellwechsel im Herbst begann, wenn Tiere mehr Stress haben.


    Buddy wurde auch immer lethargischer und schlapper. Ich hab es aufs Alter geschoben, war aber dennoch betrübt, wie schnell er abbaut. Wenn Hunde doch nur reden könnten. Er hatte auch immer wieder mal einen eingeklemmten Nerv.


    Meine TÄ (die dritte und aktuelle) hat auch gemeint, er dürfe nur wenig Fett bekommen, und keine Hülsenfrüchte. Aber genau das verträgt er gut. Nur mit der Fleischverdauung tut er sich unheimlich schwer, daher muss ich im Pancrex dazugeben. Kohlenhydrate gehen so gut wie gar nicht. Blähungen und Unwohlsein sind die Folge.


    Magst du mir noch verraten, welche med. TF und NF von Vete-Concept du gefüttert hast? Ich war nämlich bisher auch bei VC. Zurzeit koche ich jedoch alles selber.


    Gibst du das Tartar roh oder gekocht? Verträgt er KH?

  • Wir sind ja zur TÄ gegangen, weil es bei Aaron am Ende so war, dass er beim Spaziergang sich versteckt und hingelegt hatte. Das war mehr als unnormal.


    Sie hatte ihn allgemein untersucht, dabei die Gebäudeprobleme festgestellt. Ich hatte noch um ein großes Blutbild inkl. Schilddrüse gebeten (was sie auch von sich aus gemacht hätte) und dabei waren eben die BSD-Werte auffällig. Diese hatte sie dann nochmal genauer untersuchen lassen.
    Ist schon schlimm, wenn der Hund erst einem zeigt, dass er Probleme hat, wenn es schon fast zu spät ist. :verzweifelt:


    Zum Futter:
    Ich bestelle diese beiden Sachen:
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    Hundemenü - LOW FAT - Spezialnahrung Hund Nassnahrung - Vet-Concept GmbH & Co KG


    Das Futter kannst du erst bestellen, wenn Vet-Concept ein Rezept von deinem TA vorliegen hat!
    Die Abwicklung ist unkompliziert. Dein TA schickt nen Fax oder Mail dahin mit dem Hinweis, dass dein Hund dieses Futter bekommen darf.
    Ab da kannst du immer so bestellen.
    Sie haben auch fettarme Kauartikel im Angebot.


    Ich habe gelesen, dass man an Ölen nur tierische Öle wie Lachsöl geben sollte.


    Aufgrund der Schwere von Aarons Krankheit damals, experimentiere ich nicht mit dem Futter herum.
    Mir wurde schon empfohlen, Frisch zu füttern oder Gekochtes.
    Aber das ist mir alles zu heikel.
    Ich möchte nicht, dass er noch einmal so mit den Werten in den Keller geht.


    Für uns ist die jetzige Fütterung optimal. ;)


    EDIT:
    Das Tatar gibts roh. Aaron vermisst ja schon sein Frischfleisch und Knochen und Blättermägen, da ist das rohe Tatar eine gute Alternative.
    Mit dem Fettgehalt sollte man wohl nicht über 3 % gehen.
    Ich musste lange suchen, bis ich einen Lieferanten gefunden habe, der Tatar deklariert und mit einem Fettgehalt von unter 3 % vertreibt.
    Hier schau mal, dass kaufe ich:
    Artikeldetails Frostfutter Plauen - Der Online Shop für gefrostetes Futter und BARF.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • @Road Dogs
    Ach, das tut mir leid zu hören, dass es deinem Knöpfchen so schlecht ging. Armes Kerlchen! Ein Glück wurde es dann doch noch erkannt. Meine TÄ sagt, die Bauchspeicheldrüse sei das Stiefkind der Tierärzte. Als ich die 1. TÄ jetzt nochmal darauf angesprochen hatte, warum sie damals nicht auf BSD untersucht hätte, meinte sie nur: "Dazu bin ich noch nicht gekommen. Das hätte ich dann als nächstes gemacht."


    Vielen Dank für die Links! Mein Buddy hat allerdings durch die Erkrankung so abgenommen, dass ich ihn erstmal wieder fett füttern möchte. Komisch mit dem Fett: Er verträgt es wunderbar. Nur Öle sind nicht so gut verträglich bzw. da kann ich weniger geben, wahrscheinlich, weil der Wassergehalt geringer und das Fett dadurch höher konzentriert ist.


    Meine 1. TÄ hatte damals schon ein Rezept an Vet-Concept geschickt, damit ich Strauß als Ausschussdiät bestellen kann. Das wäre also kein Problem.


    Ich hüte mich auch davor, zu experimentieren, solange Buddy stabil ist. Aber wenn es ihm mal schlechter geht, überlege ich weiter.


    Ich führe jetzt ja ein Input- und Output-Tagebuch und kann viel besser feststellen, warum es ihn zwickt.


    Er erhält jetzt morgens ein Fleischeinlagen-Süppchen, in dem über Nacht das Pancrex-Pulver gewirkt und es vorverdaut hat
    Er erhält mittags Rohkost (Karotte, 1/2 Apfel, 1/2 Banane, manchmal Blaubeeren, dazu Sahne oder Kokosmilch)
    Und er bekommt abends die leichtere vegetarische Mahlzeit, bestehend aus Hülsenfrüchten, Milchprodukt und Gemüse.


    Gibst du deinem Hund denn Verdauungsenzyme?

  • Wenn dein Buddy so arg abgenommen hat, ist das Low Fat natürlich eher kontraproduktiv. Wobei man auch wieder nicht weiß, wenn er es verträgt und die Menge höher dosiert wird, als vorgegeben, ob es dann nicht doch sinnvoll ist, es zu füttern. Es ist halt sehr verzwickt. :ka:


    Bei einer BSD besteht die Problematik der Aufspaltung des Futters, weil das entsprechende Enzym fehlt (zumindest habe ich das so verstanden) und deshalb hatte mich meine TÄ davor gewarnt, Aaron fettreiches Futter zu geben genauso wie ganze Fleischbrocken, die er früher bekommen hat, oder gar Knochen. Das alles kann wohl nicht mehr richtig verdaut werden und auf Dauer würde das wieder zu einer Entzündung führen.


    Wenn du am Anfang deiner Futterwahl stehst, würde ich persönlich in 6 - 8 Wochen nochmal einen Bluttest machen lassen und schauen, ob die BSD-Werte weiterhin i. O. sind.


    Die Verdauungsenzyme brauch Aaron GsD nicht. Wir hatten es damals erstmal so probiert und da Aarons Werte auch ohne besser geworden sind und er das Futter gut verwerten konnte/kann, bekommt er keine.

  • Ja, das mit dem "mehr von dem geben, was er verträgt" ist auch trügerisch, weil dann die Verdauungsorgane mehr arbeiten müssen und leicht überlastet werden.


    Ich versteh schon, was du meinst, aber ich darf ihm momentan nicht zuviel des Guten geben, lieber mehrere kleine Portionen. Manchmal stößt er selbst nach 4-5 Stunden nach der letzten Mahlzeit noch auf. Da denke ich halt, dass die Verdauung bei ihm jetzt viel langsamer vonstatten geht. Aber ich behalte deine Futterempfehlungen im Hinterkopf.


    Einen Bluttest will ich auf jeden Fall nochmal machen, aber jetzt warte ich erstmal die Haaranalyse ab.


    Habt ihr's gut - keine Verdauungsenzyme! Ja, und das mit den ganzen Fleischbrocken und Knochen find ich auch interessant. Man muss es dem Hund richtig leicht machen mit der Verdauung. Hab wo gelesen, dass man durch das Einfrieren und Auftauen von Fleisch und anderem Futter auch schon ein Stück "Verdauungsarbeit" leistet (hätte eine Chemikerin gesagt) und das Futter dadurch noch besser verdaulich.

  • Ich habe den Thread jetzt erst entdeckt - und bin dabei .


    @Buddy-Boots: Ich freu mich für euch, dass das rantasten ans Fleisch so erfolgreich verläuft. Das ist toll =) . Kann man mit der Haaranalyse die Schildrüsenwerte besser bestimmen als mit Blut? Ein Schilddrüsen-Wert war bei Paule auch etwas erniedrigt, die TÄ sieht das aber nicht kritisch :???: .


    Wir stecken ja auch gerade voll im Thema.


    Nochmal ganz kurz zur Vorgeschichte: Vor gut einem Jahr hatte Paule eine akute Pankreatitis, es hat Wochen und Monate gedauert, bis die Verdauung wieder stabil war. Im Blut war nur der TLI-Wert erhöht. Seitdem war und ist er über viele Monate stabil (mit entsprechender Diät), nur einen sehr heftigen, aber glücklicherweise auch recht kurzen "Schub" an Silvester mussten wir verknusen.


    Nun haben wir vor kurzem ein großes Blutbild machen lassen und das Ergebnis ist richtig heftig. Alle Pankreas-Werte sind erhöht, die spezifische Lipase (cPLi) sogar bei über 500 (der Normalbereich geht bis höchstens 200). Leber und Niere sind auch leicht erhöht.
    Augenscheinlich geht es ihm dagegen wirklich gut - er ist fit, frisst mit großem Appetit und mit der Verdauung ist auch alles im grünen Bereich.
    Nachdem, was Road Dogs schreibt, mache ich mir tatsächlich etwas Gedanken. Er hat aber keinerlei Anzeichen von schmerzen, ist auch nach dem Essen völlig entspannt. Paule ist auch eigentlich ein sehr wehleidiger Typ :pfeif: . Ich bin mir also schon sicher, dass ich es merken würde, wenn er schmerzen hätte (hoffe ich zumindest :( : ).


    Was ich an dieser Erkrankung so furchtbar finde, ist die schwierigen Möglichkeiten der Diagnose und das "Achselzucken" der Tierärzte. Paule hat noch zwei weitere chronische Erkrankungen und die sind klar diagnostiziert und ich habe Behandlungsmöglichkeiten, für die ich mich entscheiden kann. Mit der BSD fühle ich mich irgendwie allein gelassen.

  • Oh weh, das ist echt blöd. :streichel:
    Meine TÄ hat GsD mehrere Patienten mit dieser Erkrankung und kennt sich damit, so meine ich, ganz gut aus.


    Habt ihr eure Werte parat?
    Vielleicht können wir sie zum Vergleich mal einstellen?


    Aarons Schilddrüsenwerte waren unter der Pankreatitis auch nicht im Normalbereich. Nicole meinte, wir warten erstmal seine Genesung ab. Und es war dann auch so. Die 2. Auswertung im gesunderen Zustand war wieder im Normalbereich.

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