Schäferhundrudel wieder zusammen bringen aber wie ?

  • Hi liebes Forum ich heiße Elke und bin neu hier habe ein riesen Problem will jetzt nicht weit ausholen und mache es so kurz wie möglich

    Ich habe mit meinem Mann ein Haus mit einem relativ großem Grundstück eingezäunt wo sich 5 Schäferhunde aufhalten 1 Rüde und 4 Hündinnen

    Rüde Irk 3 Jahre Elli Dora und Susi auch so um die 3-4 Jahre Kira 2 Jahre aus dem Tierschutz

    Irk Elli Dora und Susi lebten seit 3 Jahren einigermaßen friedlich zusammen gab zwar ständig streit aber es hielt sich in Grenzen und wir ließen sie tun und machen was sie wollten .Irk war schon immer ein Impulsiver und nicht einfach ...

    Richtig Unruhe kam erst als Kira einzog mit Irk gab es ständig zoff die beiden mochten sich überhaupt nicht, wir hofften das sich das mit der Zeit legen wird aber es hörte einfach nicht auf. Irk hetzte sie ständig im Gehege vor sich her und ließ sie einfach nicht in Ruhe auch Kira provozierte immer wieder indem sie immer von seinem Napf fraß.. (mit den anderen 3 hatte sie kaum Probleme)

    Das Rumgezicke ging 6 Wochen so bis es zu einer Beißerei kam wo Irk Kira mehrfach in den Rücken Nacken und Gesicht biss für mich war nun die Rote Linie überschritten:face_with_steam_from_nose: ,beißen geht gar nicht und ich musste die beiden voneinander trennen (für Irk ging es in den Zwinger). Kira ist seit dem sehr verängstigt und auch traumatisiert sie fühlt sich nicht wohl und will ständig ins Haus ,und wenn sie drinne ist bekomme ich sie nicht so einfach wieder raus . Die anderen 3 scheinen sich an der Abwesenheit von Irk und Kira nicht zu stören .

    Für mich ist das aber keine Dauerlösung und ich will das die 5 wieder zusammenkommen aber wie:loudly_crying_face: ?? Kira ist seit 2 Monaten meistens im Haus und Irk seit 2 Monaten im Zwinger (bin eigentlich gegen Zwingerhaltung). Ich weiß das es mit Irk und Kira sehr schwierig wird (und mit den anderen 3 vielleicht auch) aber ein bisschen Hoffnung habe ich . Einen von beiden ins Tierheim kommt für mich auf keinen Fall in Frage

    Hat vielleicht jemand eine Tipp wie ich da vorgehen soll oder gibt es da keine Chance ?

  • Ganz stumpf: Kira abgeben. Sie scheint nicht ins Rudel zu passen und wenn Du vor ihr eine funktionierende Gruppe hattest, dann wird sie die Ursache sein. Und sie ist ja noch nicht mal vollständig erwachsen.

    Aber ich habe bisher nur max. 4 Hunde (und keine DSH) gleichzeitig gehabt und der Fall, in dem ein alter und ein neuer Hund sich nicht mochten, war (leider) zeitlich begrenzt und da konnte ich mit Management gut arbeiten. Wir haben hier DSH-Kenner und auch Mehrhundeführer. Vielleicht kommt da noch eine andere Idee.

  • Wenn ich schon lese „ließen sie tun und machen, was sie wollten“, dann tut mir Kira richtig leid. Deine Hunde hatten keine Anleitung, wie sie miteinander umgehen sollen. Jetzt möchtest du die Jüngste wieder mit allen anderen raussperren, obwohl sie verständlicherweise Angst hat.


    Das erinnert mich an einen anderen Thread, wo es damit geendet hat, dass der Rüde die Hündin fast umgebracht hat.

    Ich würde eigentlich sagen, dass sie es dort besser hat, wo sie herkam.

  • Hat vielleicht jemand eine Tipp wie ich da vorgehen soll oder gibt es da keine Chance ?

    Magst du mir vielleicht kurz sagen, warum ihr Hunde in einer Art Gehege im Hinterhof haltet und sie dort einfach machen lasst, was sie wollen?

    In meinen Augen liest sich auch das, was du als scheinbar normal empfindest, sehr stressig für alle Hunde.

    Ich würde zur Abgabe raten - es muss ja nicht das Tierheim sein, denn mMn ist der nächste Beissvorfall schon vorprogrammiert.

    PS: sind die Hunde kastriert?

  • Allein wenn ich das lese, ein Gehege für Hunde, wo sie den lieben langen Tag machen dürfen was sie wollen und mehrere Hunde dabei die du selbst als untereinander bisschen schwierig bezeichnet. Wow.... Sind das Hunde oder Zootiere?


    Ich rate auch zur Abgabe.

  • Hier fehlt noch ganz viel Kontext, bevor zu irgendetwas geraten werden kann.

    Was heißt großes Grundstück? Was macht ihr mit den Hunden? Warum habt ihr fünf Schäfis? Seid ihr erfahrene Hundehalter? Bzw wie sieht diese Erfahrung etwas genauer beschrieben aus? Haben alle Hunde TS Background? Kastriert? To be continued durch weitere User

    Um ehrlich zu sein, liest sich die Frage wie, bei mir im Garten leben 5 Schäfis wie sie grad Lust und Laune haben nach ihren eigenen Regeln. Jetzt funktioniert das irgendwie nicht mehr. Was mach ich jetzt?

  • Kira abgeben und generell mehr Struktur da rein bringen oder zumindest den Rüden mehr beaufsichtigen/ seperieren/ ebenfalls abgeben.

    "Ständig Zoff" ist nichts was es in so einer Gruppe geben sollte und das lässt man besser auch nicht so laufen.

    Was für ein Problem meinst du überhaupt mit Zwingerhaltung haben zu können? Eure Hunde leben doch laut Beschreibung eh zusammen gequetscht ohne Rücksicht auf Verluste in nem Auslauf . Der würde vermutlich nicht Mal die Vorgaben erfüllen für alle Hunde wie es bei Zwingerhaltung sein muss.

    Macht ihr irgendwas mit den Hunden?

  • Kira hat Angst und den Rest beaufsichtigt ihr nicht so, dass sie inRuhe fressen können?

    Die Gruppe war schon vor Kiras Einzug nicht harmonisch, du schreibst ja dass es vorher schon immer Reibereien gab.


    Also war Zoff vorprogrammiert und da ihr die Hunde machen lasst und die Gruppe nicht führt, kracht es halt.

    Das wird so nie wieder - da hast du sehr romantische Vorstellungen. Deine Gruppe hat von Anfang an so nicht gepasst, so wie du schreibst.
    Wenn man eine Gruppe einfach machen lassen will, müssen die Hunde sehr gut zusammenpassen und sehr passend ausgewählt und integriert werden.

    Das habt ihr wohl nicht gemacht, sonst wäre es nicht soweit gekommen. Ihr habt da Individuen, die mehr Führung benötigen. Und allenfalls ist Kirk ga nicht gruppentauglich und permanent im Stress.

    Ich würde für Kita und Kirk neue Plätze suchen und die anderen drei geniessen, dass sie gemeinsam stressfrei leben können.

  • Beim Lesen wird deutlich, dass das hier keine einzelne Eskalation war, sondern das Ergebnis einer Entwicklung über einen langen Zeitraum. Es gab immer wieder Streit, Spannungen und impulsives Verhalten, das nicht strukturiert aufgefangen wurde. Statt klarer Regeln, konsequentem Management und Führung mussten die Hunde vieles unter sich regeln. Das erzeugt dauerhaft Stress und Unsicherheit und bleibt nicht folgenlos.

    Ein großes Grundstück ersetzt weder Erziehung noch Führung. Mehrere Hunde regeln Konflikte nicht automatisch sinnvoll, nur weil sie zusammenleben. Ohne klare Strukturen, ohne konsequentes Ressourcenmanagement bei Futter, Ruheplätzen und Abstand und ohne aktives Eingreifen des Menschen verdichten sich Konflikte immer weiter. Genau in so einem Rahmen entstehen Dynamiken, die sich verselbstständigen.

    Mit Kira kam ein weiterer Hund in ein ohnehin instabiles Gefüge. Ab diesem Punkt veränderte sich die Situation deutlich. Es ging nicht mehr um gelegentliche Reibung, sondern um anhaltenden Druck, gezielte Übergriffe und eine klare Schieflage innerhalb der Gruppe. Das Problem lag nicht in einzelnen Situationen, sondern in der Gesamtkonstellation.

    Die Beißerei war die Konsequenz dieser Entwicklung. Mehrfaches Beißen in Rücken, Nacken und Gesicht ist kein normales Konfliktverhalten mehr, sondern eine massive Eskalation. Ab diesem Punkt hat sich für alle Beteiligten etwas grundlegend verschoben.

    Dass es sehr wahrscheinlich nicht mehr funktionieren wird, ergibt sich aus dem, was beide Hunde gelernt haben. Kira hat verinnerlicht, dass von diesem Hund Gefahr ausgeht. Irk hat verinnerlicht, dass Jagen, Vertreiben und Beißen für ihn funktioniert. Beide leben seit Monaten unter Trennung, Frust und Dauerstress. Das baut keine Stabilität auf, sondern verstärkt bestehende Probleme.

    Ein erneutes Zusammenführen würde kein entspanntes Zusammenleben bedeuten, sondern ein dauerhaftes Hochrisiko-Management mit Trennung, Maulkorb, Kontrolle und ständiger Aufsicht. Das ist kein tragfähiger Alltag, sondern eine permanente Belastung.

    In diesem Zusammenhang stellt sich zwangsläufig die Frage, wie der Alltag dieser Hunde überhaupt aussieht. Werden sie regelmäßig geführt, erzogen, körperlich und geistig ausgelastet, gehen sie strukturiert spazieren, haben sie Aufgaben und Orientierung am Menschen oder besteht ihr Leben im Wesentlichen daraus, sich auf dem Grundstück selbst zu beschäftigen und Konflikte eigenständig auszutragen? Diese Frage ist zentral, weil fehlende Auslastung, fehlende Führung und fehlende Erziehung in Mehrhundehaltung keine Nebensache sind, sondern genau die Grundlage für solche Entwicklungen

  • Du hattest ein halbwegs funktionierendes Rudel mit 4 Hunden. Die kamen miteinander klar, ohne sich größere Verletzungen zuzufügen, obwohl sie, so verstehe ich es aus deiner Beschreibung, weitestgehend sich selbst überlassen waren.

    Da stellt sich mir sofort die Frage, warum hast du einen weiteren Hund aufgenommen? Ohne die Vergesellschaftung zu begleiten? Jetzt ist es leider eben nicht optimal gelaufen, und mindestens zwei Hund haben die A-Karte. Einer sitzt permanent im Zwinger, die andere im Haus.

    Ich fände es dem Rüden gegenüber fair, wenn der Hund weggeht, der als letzter hinzukam, also Kira. Es muss ja nicht das Tierheim sein, wenn der Hund durch eine Orga vermittelt wurde, ist sie bestimmt behilflich, ein passendes Zuhause zu suchen.

    Eine andere Lösung sehe ich nicht, da die Hunde, wie du schreibst, immer machen konnten, was sie wollten und Konflikte mit mehr oder weniger Zoff selbst regeln mussten.

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