Fragen, die man sonst nicht zu stellen traut .... Teil 24
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SamsonsMama bei mir war die Situation ähnlich: Jugendliebe gut 150 km von mir weg.
Er ist zu mir gezogen, als er seine Ausbildung beendet hatte. In eine gemeinsame Wohnung im Haus meiner Eltern.
Ja, die Beziehung ist letztendlich nach vielen Jahren gescheitert (weil er fremdgegangen ist), aber das hat bei keinem von uns beiden zu nem „Ruin“ geführt. Wir hatten da beide feste Jobs. Er hat sich einfach ne eigene Wohnung gesucht und gut war’s. - Vor einem Moment
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Hi,
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Ich bin damals für die Liebe 250 km weggezogen und hab da meine Ausbildung angefangen, es ging in die Brüche, habe mich in der Stadt auch nicht wohl gefühlt, aber habe einfach in der alten Heimat einen Betrieb gesucht, wo ich die Ausbildung zu Ende machen konnte. In diesem Betrieb war ich dann auch 17 Jahre.
Also selbst wenn es schief geht, geht nicht alles gleich den Bach runter -
SamsonsMama Mir wäre am wichtigsten, dass sich mein Kind immer von mir unterstützt fühlt. Auch und gerade, wenn mal was schief geht.
Es wäre mir wichtig, dass sie sich z.B. mir anvertrauen würde, im Fall der Fälle dass es nicht funktioniert bei dem Freund, meine Hilfe annehmen statt mir "was beweisen" zu müssen. Von daher würde (und habe das bei meinem Kind auch nicht getan) nicht irgendwas verbieten. Zumal das ja keine super unvernünftigen Dinge sind, die sie da tun will - eine Ausbildung anfangen, bei ihrem Freund sein - ich hab dämlichere Dinge gemacht in dem Alter...
Ich kenne viele Eltern, die sich wundern, warum ihre jungen erwachsenen Kinder auf Distanz gehen, und auch von meiner Tochter (23) höre ich, dass Freunde von ihr es ungewöhnlich finden, dass sie so ein enges Verhältnis mit mir hat. Ich denke, das hat viel damit zu tun, dass ich mich einfach nie zum Antagonisten meines Kindes gemacht habe. War zugegebenermassen nicht schwer, und nicht mein Verdienst, weil sie echt vernünftig ist - aber ich hätte auch nie ein Fass aufgemacht wegen zu spät nach Hause kommen oder so Zeug.
Ich will damit ausdrücklich NICHT sagen, dass Eltern immer schuld sind, wenn es zu Brüchen kommt! Gegen manche Einflüsse von aussen kann man nichts tun. Und natürlich gibt es Dinge, die man nicht unterstützen kann, wo man gegenhalten muss.
Aber bei der geschilderten Situation finde ich es besser, hinter dem Kind zu stehen. Wobei ich auch schauen würde, ob ein Wohnheim- oder WG Zimmer eine Option wären.
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Ich habe gerade ein großes moralisches Dilemma und brauche eure Meinungen..
Also, unsere noch 16jährige Tochter hat einen neuen Freund. Sie kennt ihn schon lange, aus unserer alten Heimat. Zuerst sind wir weg gezogen, dann sie. Nun hat er uns besucht und es ist passiert, was ich befürchtet habe, es ist mehr daraus geworden. Das Problem ist die Entfernung, wir wohnen in Sachsen, er in Niedersachsen. Nun wollen die beiden nach der 11ten Klasse die Schule verlassen und eine Ausbildung machen. Und natürlich zusammen sein. Eigene Wohnung ist mit Ausbildungsgehalt extrem schwer zu realisieren und so steht im Raum, das er entweder bei uns mit einzieht oder sie bei ihm.
Sein Vater, mit dem er zusammen lebt, möchte auf keinen Fall, das er auszieht. Also auch nicht mit bei uns wohnt. Wir wollen eigentlich auch nicht, das unsere Tochter mit dann 17 Jahren auszieht. Nur ist uns bewusst, was passiert wenn wir dem jetzt einen Riegel vorschieben, wir kennen unser kind. Der Platz dort gäbe es her, das sie dort mit wohnt, aber es ist halt auch ein Risiko. Was passiert, wenn die Beziehung in die Binsen geht? Haben wir die Möglichkeiten, sie für so einen Fall abzusichern? Einfach ne eigene Wohnung ist finanziell nicht drin, so fett verdienen wir nicht.
Was würdet ihr tun? Mein Mama-Herz blutet bei dem Gedanken daran, das sie so zeitig gehen will und wir haben angst, das es ein unüberlegter Schnellschuss ist. Aber irgendwie ist ja das ganze Leben ein Risiko, oder?
Weiß sie genau, was sie für eine Ausbildung machen will, also hat sie einen glaubwürdigen Plan hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft? Oder will sie das nur machen, damit sie mit dem Freund zusammenziehen kann?
Und ist der Freund ein vernünftiger Typ ohne extrem seltsame Hobbies, Schulden, Suchtprobleme etc.?
Wenn sie ernsthaft eine bestimmte Ausbildung machen will und dazu einen Ausbildungsbetrieb dort findet, wo ihr Freund wohnt, hätte ich damit kein Problem, sofern der Freund ein halbwegs seriöser Typ ist. Sachsen ist komplett strukturschwach, Niedersachsen zumindest nur in Teilen, das spricht klar für einen Umzug.
Ausbildungen in einem zukunftsfähigen Bereich (wie z. B. echtes Handwerk) halte ich inzwischen für einen sehr guten Plan, deutlich besser, als sehr viele Studienbereiche, die sich in naher Zukunft komplett verändern werden. Außerdem kann man auf Basis einer Ausbildung im Anschluss immer noch (neben dem Job) studieren oder sich weiterbilden.
Und wenn sie frühzeitig lernt, dass sie selbst ihr Geld heranschaffen muss, dann ist das eine Fähigkeit, die sehr vielen Leuten vor der ersten eigenen Wohnung fehlt.
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miamaus2013 *Waldi* PawsitiveVibes walkman
Danke für eure Antworten. Er ist ein ganz normaler junger Mann, aber anständig. Keine Suchtproblematik, er behandelt sie anständig, haut nicht permanent über die Stränge, er hat ein vernünftiges Elternhaus, die sich kümmern. Was du, *Waldi*, sagst sind halt auch genau meine Gedanken. Mir ist es extrem wichtig, das sie weiß das wir ihr sicherer Hafen sind und das wenn das leben ihr zuviel wird, wir für sie da sind. Egal wie weit weg sie ist. Damit meine ich nicht, das wir ihr alles unangenehme abnehmen und sie keine Verantwortung übernehmen muss, aber wir stärken sie und fangen sie moralisch auf. Mit dem Wissen kann man denke ich viel schaffen.
walkman ursprünglich wollte sie mal Innenarchitektur studieren. Dann hat sich raus kristallisiert, das es eher Richtung Design und Gestaltung gehen soll und jetzt sind wir beim Mediengestalter angekommen. Das halte ich für realistischer wie Innenarchitektur.
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miamaus2013 *Waldi* PawsitiveVibes walkman
Danke für eure Antworten. Er ist ein ganz normaler junger Mann, aber anständig. Keine Suchtproblematik, er behandelt sie anständig, haut nicht permanent über die Stränge, er hat ein vernünftiges Elternhaus, die sich kümmern. Was du, *Waldi*, sagst sind halt auch genau meine Gedanken. Mir ist es extrem wichtig, das sie weiß das wir ihr sicherer Hafen sind und das wenn das leben ihr zuviel wird, wir für sie da sind. Egal wie weit weg sie ist. Damit meine ich nicht, das wir ihr alles unangenehme abnehmen und sie keine Verantwortung übernehmen muss, aber wir stärken sie und fangen sie moralisch auf. Mit dem Wissen kann man denke ich viel schaffen.
walkman ursprünglich wollte sie mal Innenarchitektur studieren. Dann hat sich raus kristallisiert, das es eher Richtung Design und Gestaltung gehen soll und jetzt sind wir beim Mediengestalter angekommen. Das halte ich für realistischer wie Innenarchitektur.
Klingt ziemlich vernünftig und bodenständig!
Ob Mediengestalter ein Job mit Zukunft ist, weiß ich nicht wirklich, vielleicht kann das jemand anderes aus dieser Branche beurteilen (mit Blick auf KI etc. bin ich da recht skeptisch). Ich hatte jetzt eher auch Zimmermann, Elektro o. ä. gehofft :)
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Müsste sie sich nicht jetzt eh bewerben um einen Ausbildungsplatz?
Meiner Meinung nach müsstest du eh Kontakt auch zu den Eltern vom Freund aufnehmen, die werden sie ja nicht nur von Luft und Liebe beherbergen.
Wäre vielleicht eine WG eine Option? Oder ein Wohnheim?
Und darf ich sagen, dass ich nicht verstehe, dass seine Eltern auf garkeinen Fall wollen das er auszieht, es aber von ihr "erwartet" wird.
Ich bin mir sicher, dass diese Worte nie gefallen sind. Aber irgendwie wirkt es ein bisschen einseitig.
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Ich würde mir weder für mich noch für meine Kinder wünschen, dass ihr erstes Von-Zuhause-Weg-Wohnerlebnis direkt im Rahmen einer Partnerschaft stattfindet. Ich glaube das erschwert im jungen Alter viel freie, vom Partner unabhängige Entwicklung. Kann die anderen Perspektiven trotzdem sehr gut verstehen. Mein Kompromiss wäre ein Wohnheim oder WG Zimmer in der Nähe des Freundes.
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Ob Mediengestalter ein Job mit Zukunft ist, weiß ich nicht wirklich, vielleicht kann das jemand anderes aus dieser Branche beurteilen (mit Blick auf KI etc. bin ich da recht skeptisch). Ich hatte jetzt eher auch Zimmermann, Elektro o. ä. gehofft :)
Als Mediengestalterin plus studierte Mediendesignerin würde ich diese Karriere gerade niemanden raten. KI ersetzt fast alles. Man muss anschließend sehr flexibel bleiben.
Aber als junger Mensch in transformativen Zeiten kann man kaum eine sichere Entscheidung treffen. Jeder wird mehrere Jobs und Ausbildungen im Leben haben. Ich würde nicht mehr soweit in die Zukunft planen.
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Ich würde mir weder für mich noch für meine Kinder wünschen, dass ihr erstes Von-Zuhause-Weg-Wohnerlebnis direkt im Rahmen einer Partnerschaft stattfindet. Ich glaube das erschwert im jungen Alter viel freie, vom Partner unabhängige Entwicklung. Kann die anderen Perspektiven trotzdem sehr gut verstehen. Mein Kompromiss wäre ein Wohnheim oder WG Zimmer in der Nähe des Freundes.
Ich hab das gemacht (allerdings etwas älter). Beziehung hielt nicht, danach lebte ich viele Jahre alleine. WG kam für mich persönlich nie in Frage. Also immer nur alleine oder mit Partner. Hab mich glaub ich trotzdem frei entwickelt (übrigens der Grund für das Ende des ersten zusammenwohnens- ich hab mich weiterentwickelt, er sich nicht) und hat mir absolut nicht geschadet.
- Vor einem Moment
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