Plauderthread für Ausstellungsverrückte-Besucher &Aussteller Teil 2
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Ich hatte in der Jugendklasse einen Richter, der unsere Vorstellung etwas pikiert schnell beendet hat, als der 9,5 Monate alte Hund nur hüpfte anstatt brav zu traben
Logisch, wenn er nix sieht, kann er nix beurteilen.
und dann beim nächsten Mal eine Richterin, die nur lachte „wie süß, ein junger Hüpfer, lauft einfach mal noch ein paar Runden, bis der besser in den Trab findet!“, und auch in der Zwischen- und offenen Klasse fand ich es jeweils sehr unterschiedlich, wie jeder Richter das so handhabt
Hängt auch stark von der Zeit ab, die man hat. Manche Richter haben über 90 Hunde an einem Tag zu richten und bis 14Uhr Zeit, jeder will nen Bericht. Hab mal paar Hunde, denen man 2min mehr gibt, dann ziehst du die Zeit ganz schnell nach hinten.
Also es hängt stark davon ab, was das für eine Veranstaltung ist. Ist es eine kleine lockere Klubschau oder geht's um den Jugend-Bundessieger?
Für mich hat das auch was mit Respekt zu tun gegenüber der Sache. Ich melde mich auch nicht beim Staffellauf an, trainiere vorher nicht und alle anderen müssen warten, bis ich mich warm gelaufen habe. Das kann ich woanders als bei meinem Start, macht man sowieso. Es ist halt ein Sport, wo man wenige Momente Zeit hat zu überzeugen und alles zu zeigen, um eine Beurteilung möglich zu machen.
Hinten raus wird das manchmal richtig eng. Deswegen kann ich da beide Verhaltensweisen verstehen. Netter ist natürlich, wenn man einen jungen Hund Zeit gibt. Die Zeit kann man sich aber auch vor Richtbeginn oder hinterher nehmen, wenn die Ringe leer sind.
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Hi,
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Melli Als Richter für Eurasier kann ich Ralph Tarjan empfehlen. Der geht wirklich toll mit ihnen um.
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Logisch, wenn er nix sieht, kann er nix beurteilen.
Mit einem kleinen Tipp und einer weiteren Runde für das aufgeregte Neulingspaar wäre es ihm aber meist möglich, etwas zu sehen. Das kostet kaum mehr Zeit als die Empfehlung zum Ringtraining zu diktieren. Überall werden die sinkenden Meldezahlen beklagt, da ist es nicht hilfreich, offensichtliche Anfänger schroff abbzubügeln. Dass an einer Weltausstellung auch in der Jugendklasse eine bessere Vorführung erwartet wird steht auf einem anderen Blatt, aber das wählt man ja selten als erste Ausstellung.
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Witzig, diese Vorwürfe, dass es respektlos sei, das Ausstellen nicht 100% ernst zu nehmen, kenne ich tatsächlich nur aus dem Dogforum. (Ich hatte hier vor meiner ersten Ausstellung ja auch nachgefragt und nachgelesen).
Im realen Leben hatte da weder auf der großen nationalen Ausstellungen, noch auf den kleineren Vereins-Ausstellungen irgendjemand der Profis ein Problem damit, wenn ich mit meinem, im Rahmen meiner Möglichkeiten vorbereiteten und präsentierten, Hund eben ab und zu mal Fehler gemacht oder auch mal dumme Fragen gestellt habe. Das ist vielleicht bei den Rassen mit richtig großen Starterfeldern anders, da „stört“ ein Anfänger wahrscheinlich viel mehr, aber hier ging’s ja um Eurasier und Jugendklasse, das ist doch vermutlich ähnlich entspannt wie bei den Spitzen.
Auch fand es im Gespräch keiner der ambitionierten Aussteller, die ich persönlich kennengelernt habe, irgendwie schlimm oder respektlos, dass ich das eben nur betreibe, um meinen Rüden erst zur Zuchtzulassung zu bringen und ihn dann, als eingetragenen Deckrüden, 1-2mal pro Jahr zu zeigen, und keine weitergehenden Ausstellungsambitionen habe. Wer das als ernsthaften Sport betreibt, hat durch die „Gelegenheitsaussteller“ doch keinerlei Nachteile? Im Gegenteil, zumindest in meiner Realität teilen viele der erfahrenen Aussteller und Richter gerne etwas von ihrem Wissen mit interessierten Laien, und ich habe da tatsächlich schon einiges über Hunde-Anatomie und Gangwerk lernen dürfen. -
Das kann man dem Richter vortragen, nicht mir. Ich versuche nur zu erklären, wieso es rein geschrieben wird oder manche eben nicht so geduldig sind.
Meine persönliche Meinung ist, dass das Handling im Richterbericht absolut nichts zu suchen hat, weil es um den Hund geht. Ebenso wie es bei meiner Rasse nichts zu suchen hat, ob der Hund schön geschnitten ist oder nicht.
Bei uns steht dann meist "temperamentvoller Jugendhund" oder "noch jugendlich in der Bewegung" oder "zeigt sich noch jugendlich verspielt" oder sowas.
"Benötigt noch Ringtraining" hab ich bisher immer nur bei Allroundern reingeschrieben.
Manchmal hilft es auch direkt zu sagen, dass man das erste Mal im Ring steht und dann wird die Erwartung diesbezüglich runtergeschraubt. Zumindest in Deutschland.
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Auch fand es im Gespräch keiner der ambitionierten Aussteller, die ich persönlich kennengelernt habe, irgendwie schlimm oder respektlos, dass ich das eben nur betreibe, um meinen Rüden erst zur Zuchtzulassung zu bringen und ihn dann, als eingetragenen Deckrüden, 1-2mal pro Jahr zu zeigen, und keine weitergehenden Ausstellungsambitionen habe
Warum sollte das jemand schlimm finden? Ist doch gut. Dann wissen die Leute, die da richtig ambitioniert sind, dass du nicht lange dabei sein wirst.
Aber dafür ist Eurasier eben eh nicht die Rasse. Die wird ja leider eh meistens übersehen.
irgendjemand der Profis
Wie viele Richter hast du denn schon angesprochen diesbezüglich?
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Ich hab ein einziges mal in der Jugendklasse ausgestellt und insgesamt auch nur dreimal im Leben. Die Richter waren jeweils sehr verständnisvoll, vorallem in der Jugendklasse bei übermütigen Hüpfern zwischendurch (waren alles outdoor Clubshows).
Üben würd ich trotzdem vorher, man wird dadurch ja selbst auch sicherer. Hab damals mit ner Gassifreundin zusammen z.B. ein bisschen traben geübt, mal der eine Hund vorweg, mal der andere. Und gegenseitig den jeweils anderen Hund abtasten und Zähne anschauen.
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Ich glaube niemand findet es schlimm wenn man das ganze nicht als Sport betreibt sondern im Rahmen des Notwendigen.
Üben sollte man natürlich trotzdem, wie schon geschrieben wurde muss es ja auch was verwertbares geben. Das Ringtraining benötigt wird finde ich jetzt aber auch nicht schlimm? Das ist ja keine Beleidigung, aber offensichtlich wenn der Hund nicht gut vortraben kann. Mir ist sowas direktes immer lieber als die die vorne rum nett sind aber ähnliche Gedanken haben.
Es muss halt zusammenpassen, wenn ich vorher nicht übe muss mir die Bewertung egal sein.
Meine Erfahrung ist dass es immer honoriert wird wenn man seinen Hund ordentlich präsentiert auch wenn man damit nichts am Hut hat. Wir üben also 3-4x vorher. -
Ich hab das jetzt so verstanden dass es als respektlos empfunden wird wenn man vorher nicht ausreichend übt, und nicht wenn die einzige Ambition ist dass der Hund bspw die Bewertungen halt für die Zucht braucht.
Ich hab ja 2 mal in der Jüngstenklasse ausgestellt, 2 komplett unterschiedliche Richter gehabt. Richterin 1 war super, hat total fair bewertet, auch erklärt warum sie sich wie entschieden hat. Da haben wir ja einmal bei den Rüden gewonnen und gegen die beste Hündin haben wir dann verloren ( gelegen hat es vorrangig daran wie sich die Hunde präsentiert haben ). Richter 2 hat irgendwie gefühlt nur nach Namen und Optik bewertet, gehapert hat es ihm daran dass ihm der Bub zu schmal war. Wir kamen auf den letzten Platz obwohl er sich super gezeigt hatte. Letztlich ist es aber trotzdem noch ne gute Bewertung geworden. Insgesamt waren die Bewertungen da aber auch bei vielen anderen Hunden nicht so recht nachvollziehbar.
Jugendklasse is dann leider nix geworden, bzw wird wohl auch nix mehr. Wir konnten in Leipzig ja nicht starten weil es ihm da plötzlich total mies ging.
Inwiefern dieses Jahr ausgestellt wird, wissen wir noch nicht. Hat aber noch Zeit, die erste interessante Ausstellung wäre eh erst im Mai.
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Es bekommt übrigens nicht jeder V1 Hund automatisch eine Anwartschaft
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