• Genau DAS ist ein riesiges Problem. Wer die Linien nicht kennt, wähnt sich einfach bisschen in Sicherheit wenn er die Ahnentafeln anschaut und sieht, ah die letzten 5 Generationen sind nicht verwandt. Dann lässt man die Hunde aufeinander und meint, alles ist okay. Wird ja auch munter Werbung damit gemacht: Wurf xy hat 0.0% COI - haha.

    Bringt aber nichts, wenn man nicht kapiert, was da genetisch passiert ist vor 40 Jahren. Denn darauf beruht die heutige Zucht. Auf dem damaligen Schlammassel.

    Ja, das ist leider auch ein Ergebnis davon, dass viele Züchter kein richtiges Zuchtziel haben. Eine meiner Standard-Frage in Telefonaten mit Züchtern ist immer, was denn eigentlich das Zuchtziel ist. Bei sicherlich 80% der Züchter waren das oberflächliche Formulierungen, die rein gar nichts mit der Rasse zu tun haben. Einer hat mir mal gesagt, dass sie "einfach nette Hunde" züchten wollen.

    Gerade Hobby-Züchter, die alle 1-2 Jahre einen Wurf haben, sind da gefühlt sehr planlos und nehmen dann den Deckrüden, der am meisten Ausstellungen gewonnen hat oder eben den, für den sich auch schon 20 andere Züchter entschieden haben. Muss ja gut sein....

  • Hey :-)

    Ich habe keine Ahnung von Zuchtzielen usw. und frage mich völlig unbedarft was denn an der Aussage (Zitat) "einfach nette Hunde" so schlecht sein soll.

    Klar ist dass die Hunde ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen sein sollen. Aber was spricht denn gegen "nett"?

    Dankeschön im Voraus für die Beantwortung meiner ernst gemeinten Frage.

  • Aber was spricht denn gegen "nett"?

    Nichts spricht gegen nett, aber wenn das das einzige Kriterium ist, dann ist das kein gutes Zuchtziel. Man kann auch zwei total nette Rassevertreter miteinander verpaaren, deren Eltern schon voll nett waren.
    Wenn die aber allesamt C-Hüften haben, spricht das nicht für eine Gesunderhaltung dieser Rasse.

  • Naja, dass man als Züchter anstrebt, gesunde Tiere innerhalb des Rassestandards zu züchten, ist doch eh klar.

    Oder wäre es besser, man formuliert als Zuchtziel "Hunde ohne HD"? Hunde, die wie Rasse XY aussehen?

    Ich meine die Frage auch ernst. Was wäre denn ein gutes Zuchtziel?

  • Ja, ich hatte die Frage an die gerichtet, die darüber geschrieben haben, dass Züchter keine richtgien Zuchtziele hätten. Ich dachte, das hätte sich aus dem Kontext ergeben..

    zB. hier

    Ich sehe keine höher, schneller, weiter. Eher außen hui, innen pfui - Blendertum statt messbare Leistungsverbesserung. "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt".

    Ja, das ist leider auch ein Ergebnis davon, dass viele Züchter kein richtiges Zuchtziel haben. Eine meiner Standard-Frage in Telefonaten mit Züchtern ist immer, was denn eigentlich das Zuchtziel ist. Bei sicherlich 80% der Züchter waren das oberflächliche Formulierungen, die rein gar nichts mit der Rasse zu tun haben.

  • Ist zwar nur eine Vermutung, aber wenn man alle Hundehalter einbezieht dürften 99% als Zuchtziel "nette süße Familienhunde" durchaus als erstrebenswert ansehen.

    Ergänze das noch um "robust/gesund" und "umweltsicher" /"rasseangemessene Reizschwelle" (oder wie auch immer man "nicht-hysterisch" im Züchtersprech formuliert) ... dann triffst du auch einfach genau das, was die meisten Hunde im Alltag leisten sollten.

  • https://vm.tiktok.com/ZGdmws4KY/

    Man hat 19 Hündinnen belegt und dabei kam lediglich ein Welpe raus.... Das gibt einem überhaupt nicht zu denken... Das einzige, worüber man dabei nachdenkt ist, dass man die Preise dementsprechend anziehen muss.......

    Habs mir tatsächlich ganz reingezogen...wünsche mir 1. Die letzten 5min meines Lebens zurück und 2. Habe ich selten soviel (!) geistigen Dünnschiss auf einem Haufen gehört. Völlig wirr, widerspricht sich teilweise selbst und ich habe mich immer wieder gefragt ob die das wirklich ernst meint :skeptisch:

    Mal davon ab wie ist die an ihre "Asiaten" gekommen wenn man die doch garnicht importieren kann und die nirgendwo bekommt :rollsmile:

  • Da ist man auch noch stolz auf die viel zu großen Augen, die viel zu kleinen Köpfe und die viel zu kurzen Schnauzen.

    Solche Auswüchse sprechen meiner Meinung nach noch mehr dafür bei der Qualzuchtdefinition nicht nach "Rasse" zu gehen - sondern nach Merkmalen.

    Und zumindest die Bilder sehen so aus als würden diese Teacup-Pudel unter die niederländische Brachyzephalie-Regel fallen, bspw.

    Zwergschnauzer sind da ja leider mittlerweile auch ein Beispiel für. Nicht die Standardzwerge, aber gewisse Ausprägungen bei den Amerikanischen Zwergen, das is teilweise auch jenseits von gut und böse was man da an Verzwergungsmerkmalen sieht.

    Und doch heißt Mini ja nicht automatisch Glubschaugen, runder Schädel und kurze Schnauze. Ich denk da bspw an den English Toy Terrier, sind auch winzig, haben aber augenscheinlich nen recht normalen Kopf. Ich frag mich dort eher wie es hinsichtlich der Gliedmaßen aussieht, ob die bspw nicht zu fragile gebaut sind ( fällt mir grad als Beispiel ein weil die ja meine ich auch nur so um die 2-3 kg wiegen ).

  • 2 kg sind für mich definitiv Qualzucht. Bei meiner 2 kg Lady sind die Haxen so dürr das sie im Winter nicht mal lange draußen bleiben kann weil ihr die Beine bei der Kälte gleich wehtun. Zudem sind die Knochen so fragil das sie leicht brechen.

    Das Bein das wir abnehmen lassen mussten war vorher schon mal gebrochen, echt gruselig!

    Man muss wirklich immer ein Auge drauf haben, es ist echt Arbeit da ein erfülltes Hundeleben zu ermöglichen.

    Hunde werden immer mehr zum Spielzeug degradiert, eine Karikatur. Um so schlimmer wenn Hund wirklich möchte, es ist wirklich schrecklich!

    Passend verbogen zu Handtaschen- und Sofadeko damit man sich selbst ohne schlechtes Gewissen nicht mehr bewegen muß, weil die Bewegung ja nicht brauchen.... einfach schrecklich!

    Wesensfestigkeit und Umweltsicherheit ist da natürlich nicht mehr so wichtig, und die Leute bezahlen ja gerne für die Gesundheit ihrer Lieblinge, so zum heulen!

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