Der "gefährliche" Hund Teil 3

  • Bei uns geht auch der Trend los, dass das Geld für den Rassehund fehlt. Der Boom ist vorbei, sehr sehr viele schwenken um auf „Günstig muss es sein“, und greifen da dann gerne sehr unbedarft zu irgendwas aus dem Tierschutz. Hauptsache kostet nicht so viel wie was vom Züchter oder ein Mix vom Vermehrer

    Darf ich fragen wo der Trend losgeht? Im Ort/Stadt, im Verein? Und haben die Leute dass genau so begründet?

    Land, Begleithundehalter und ja, Begründung sind die Kosten. Man ist halt nicht mehr bereit Tausende von Euro für Doodle und Rassehunde auszugeben.

    Auch beim Geflügel kommt der Trend gerade dass sich von den teuren Rassen getrennt wird die viel Kosten aber kaum Erträge bringen, die Preise für diese Liebhabertiere sind komplett eingebrochen und man schwenkt wieder um auf einfache Mixe und Landgeflügel, aber das gibts bei Hunden ja nicht mehr. Selbst hier gezogenen Mixe sind halt Designerhunde und kosten. Oft ist da ja auch die Fellpflege ein Thema und Termine hier sind schwierig und teuer.

    Beim Luxusgut Hund merkt man Markentwicklungen ja früh.

    Pferdehaltung wird hier auch reihenweise eingestellt aus Kostengründen.

  • Du scheinst in einer ganz anderen Welt zu leben als ich :ka:

    Hier sagen zwar alle kein Pferd mehr, aber spätestens nach einem halben Jahr steht dann doch das Neue im Stall. Und auch bei den Hunden erlebe ich zumindest keine geldgetriebenen Trends. Die Menschen denen ein Rassehund zu teuer war, gab es schon immer, aber das waren auch nie die, die für den doppelten Züchterpreis einen Doodle gekauft haben.

  • Du scheinst in einer ganz anderen Welt zu leben als ich :ka:

    Hier sagen zwar alle kein Pferd mehr, aber spätestens nach einem halben Jahr steht dann doch das Neue im Stall. Und auch bei den Hunden erlebe ich zumindest keine geldgetriebenen Trends. Die Menschen denen ein Rassehund zu teuer war, gab es schon immer, aber das waren auch nie die, die für den doppelten Züchterpreis einen Doodle gekauft haben.

    Wahrscheinlich einfach ne andere Region und wir beiden haben Recht :ka:

    Bei mir sinds halt genau die wo jetzt ein teurer Rassehund vom Züchter sitzt und nicht die für die das eh nicht infrage kam.

  • Land, Begleithundehalter und ja, Begründung sind die Kosten. Man ist halt nicht mehr bereit Tausende von Euro für Doodle und Rassehunde auszugeben.

    Ok…..das hätte ich jetzt nicht gedacht und finde es traurig. Für mich ist der finanzielle Aspekt, in meine Entscheidung für einen Hund aus dem Tierschutz, überhaupt nicht mit eingeflossen.

  • Land, Begleithundehalter und ja, Begründung sind die Kosten. Man ist halt nicht mehr bereit Tausende von Euro für Doodle und Rassehunde auszugeben.

    Ok…..das hätte ich jetzt nicht gedacht und finde es traurig. Für mich ist der finanzielle Aspekt, in meine Entscheidung für einen Hund aus dem Tierschutz, überhaupt nicht mit eingeflossen.

    Ich kann es schon verstehen, die ganzen Lebenshaltungskosten sind doch enorm gestiegen, Versicherungen halten die Tierarztkosten kalkulierbar, aber 2-3K für eine Hundeanschaffung müssen schon gut überlegt sein bei vielen mittlerweile. Denke aber schon dass das ein Thema ist, über das gar nicht so offen gesprochen wird. Womit ich auch niemandem mit Tierschutzhund unterstellen will sich aus finanziellen Gründen entschieden zu haben.

    Aber ist eh OT und gehört hier nicht her.

  • Also diesen "billigen Jakob" gab es immer schon, nicht umsonst ist der Anteil der in dem VDH angehörigen Vereinen gezogenen Hunden deutlich unter 10% der Gesamthundepopulation.

    Wobei es natürlich auch andere Gründe für die Anschaffung eines Hundes gibt, außer auf die Anschaffungskosten zu achten.

    WorkingDogs Ich bekomme immer mehr den Eindruck, deine Sicht und auch deine Argumente beruhen auf Informationen innerhalb einer Blase, die mit der Realität nicht übereinstimmt.

    Sicher, sind natürlich absolute Zahlen und wird von den Behörden nicht prozentual auf den Anteil der Rasse an den gehaltenen Hunden insgesamt runtergebrochen.

    Das stimmt nicht für jedes Bundesland; Hier wurde z. B. auch immer wieder die Statistik des Landes NRW verlinkt, und deren Zahlen berücksichtigen die gesamte (gemeldete!) Population der jeweiligen Rasse/Rassemixe/Mixe unbekannter Rasse.

    Natürlich wird bei einem Vorfall auch geprüft, ob ein Hund gemeldet ist - und bei der Meldung sind die Angaben zur Rasse/zum Rassemix/zum Mix unbekannter Rasse doch erfasst.

    Da wird dann nicht aus einem Mischling unbekannter Rassen plötzlich durch das eingeschaltete Veterinäramt ein "Schäferhund, nur weil er Stehohren hat" gemacht.

  • WorkingDogs Ich bekomme immer mehr den Eindruck, deine Sicht und auch deine Argumente beruhen auf Informationen innerhalb einer Blase, die mit der Realität nicht übereinstimmt.

    Korrekt, das trifft so ziemlich auf jeden hier zu :ka:

    Bewegt sich halt jeder in anderen Blasen und hat andere Erfahrungen gemacht, keine Ahnung was daran nun immer so tragisch ist?
    Offensichtlich äußere ich mich ja auch nicht zu Rassen wie Ridgeback, Dogge oder sowas mit denen ich keine Berührungspunkte habe und klar bei Rassen die meinen Alltag bestimmen beziehe ich mich sowieso lieber auf das was ich in meiner Realität erlebe als das was eine Dorit oder ein Gansloßer vor 10-20 (manchmal 30!) Jahren mal in ein Buch geschrieben hat und sich vielleicht mit den eigenen Beobachtungen auch einfach nicht (mehr) deckt.

    Die Realität ist eine generlisierte Schnittmenge von Tausenden von Blasen. Und ich denke niemand von uns hier hat einen entsprechenden Forschungsauftrag um generalisierte Informationen zusammenzutragen und auszuwerten. Wir sind alle subjektiv, meinungsbasiert und dürfen diese Meinung äußern. Kann dann doch jeder entscheiden wie er die verschiedenen Meinungen und Aussagen für sich und seine Realität gewichtet.

    Zumal man grade bei den Hunderassen nicht vergessen darf dass manch ein User als Teil der Community mehr Rasservetreter an einem Wochenende erlebt, als viele Hundetrainer in 10 Berufsjahren.

  • Das stimmt nicht für jedes Bundesland; Hier wurde z. B. auch immer wieder die Statistik des Landes NRW verlinkt, und deren Zahlen berücksichtigen die gesamte (gemeldete!) Population der jeweiligen Rasse/Rassemixe/Mixe unbekannter Rasse.

    Was wiederum voraussetzt, dass die Halter richtig anmelden. Man bedenke, was alles an Labbi-Mixen aus dem Ausland importiert wird… und ich hab Mina zwar als unbekannten Mix angemeldet (Rumänien halt), aber nach dem, was Leute schon in ihr gesehen habe, wäre auch Spitz-Mix gegangen, Husky-Mix, Kangal-Mix, Fuchs… alles Einschätzungen von anderen HH, man kann sie ja im Profilbild sehen…

  • Zu der Sache mit dem Ausdrucksverhalten beim Deutschen Schäferhund ( flying-paws ) habe ich noch mal in meiner ausgabe "Ausdrucksverhalten" von Feddersen-Petersen (2008) nachgeschlagen.

    Auf den Seiten 80/81 schreibt sie, dass Hunde mitspitzen Ohren, langer Nase und wenig Haaren im Gesicht (=wolfsähnlich) leichter haben, verstanden zu werden (sowohl vom Hund als auch vom Menschen). In Bezug auf "Blackt and tan"-Färbung im Gesicht scheint es ebenfalls noch mal eine gute Lesbarkeit im Vergleich zu nicht so gefärbten Hunden zu geben.

    Auf den Seiten 119/120 trägt sie zusammen: Es gibt eine "relativ feste (begrenzte) Anzahl von Gesamtausdrücken", für "adulte Wölfe sind es i mmimischen Bereich knapp 60, für Haushunde (soweit untersucht) zwischen 14 (Pudel), 12 (Deutscher Schäferhund und Amercian Staffordshire Teriier) und 23 (Alaskan Malamute)."

    Weiterhin schtreibt sie, dass sich bestimmte Ausdrücke verzögert entwickeln (auch, nicht nur beim DSH, es betrifft vor allem größer werdende Rassen) und im Vergleich zum Wolf länger maskenhaft bleiben. (S. 261/262)

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