Hündin ist unsauber und weitere Probleme

  • Seid mal realistisch. Natürlich schimpfe ich, wenn ich sie erwische :roll:

    Das ist tatsächlich nicht die normale Reaktion von Hundehaltern auf einen Hund, der völlig durch ist und sich deswegen drinnen löst.


    Die normale Reaktion jetzt wäre Besorgnis "ihr geht es nicht gut" und der Versuch ihr Brücken zu bauen.

  • Du sollst nicht daneben stehen und zugucken, sondern sie beobachten, die Signale lesen und mit ihr rausgehen, wenn du siehst, dass sie muss. DAS ist realistisch. Unrealistisch ist es, zu erwarten, dass sich diese Probleme in Luft auflösen ohne selbst irgendetwas dafür zu tun. So funktioniert weder Hundehaltung noch das Leben an sich.


    Ich denke auch, du solltest zmd nicht so einen Hund halten. Du und Hund passt definitiv nicht zusammen und es wird sich nichts ändern, wenn du weiterhin die Schuld beim Hund suchst. Es wird sogar nur schlimmer werden.


    Das Schimpfen nur das Gegenteil erreicht ist bereits wissenschaftlich bewiesen. Nix mit natürlich schimpf ich sie. Das ist vermenschlichtes Denken. Surprise: Der Hund ist kein Mensch und denkt nicht so wie du.


    Natürlich bin ich auch mal genervt von meinem Hund. Dennoch würde ich niemals so über sie sprechen. Erst recht nicht, wenn es meine Schuld ist.

  • Ich finde es traurig, dass du so gemein und kalt über deine Hündin sprichst, die Stress hat.


    Ich bin erst seit kurzem Hundebesitzerin und meine Abby bellt z.B. bei großen schwarzen Hunden. Ich schimpfe deswegen nicht mit ihr, sondern suche nach Wegen ihr den Stress zu ersparen.


    Magst du überhaupt irgendwas an June? Oder ist sie dir nur lästig?


    Abby kommt auch von einem Privatkauf und mir haben Leute vorher gesagt, dass sie sich wahrscheinlich nicht exakt wie bei der Vorbesetzerin verhalten wird und das nehme ich zur Kenntnis, deshalb gibt es keinen Freilauf, obwohl der Rückruf top saß bei der vorherigen Besitzerin.


    Und deshalb überschütte ich sie nicht mit meiner Liebe, obwohl ich gerne mit ihr kuscheln würde und gerne mit ihr im Bett schlafen würde. Aber ich zwinge sie nicht dazu, sondern lasse sie langsam in ihrem Tempo entscheiden.


    Du wirst hier tolle Tipps bekommen, nimm sie an!


    Du musst ihr Zeit lassen und weniger streng und genervt sein.

  • Ich kann absolut verstehen, dass ein dauer-gestresstes, nervöses, bellendes Hibbelchen am eigenen Nervenkostüm zehrt, glaub mir. Wie gesagt, ich habe sowas selbst durch und ja, man kann auch mal absolut genervt sein, obwohl mal rational weiß, dass der Hund nichts dafür kann.

    Aber was bei dir noch nicht ganz angekommen zu sein scheint: In dieser Konstellation hier bist DU die Erwachsene, DU hast die Verantwortung, DU musst der kleinen Maus zeigen, wie euer Leben funktioniert. Und dazu gehört auch, über seinen eigenen Ärger zu stehen und für die Kleine da zu sein, wenn sie es braucht. Und das braucht sie meines Erachtens nach gerade ganz, ganz dringend.

  • Ich gehe am Zahnfleisch, weil sie mir die Wohnung ruiniert und nicht still ist.

    Dein Hund auch!! Die Arme ist völlig verzweifelt, ihr Leben aus den Angeln gerissen, alles verloren, was sie kannte und ihr vertraut war. Zu einem Menschen, der sie nicht versteht und den sie nicht versteht. DA bist du genervt, weil sie sich nicht so toll verhält wie beim Vorbesitzer, wo das alles anders war? Shelties sind sehr sensible Hunde, die kann das schon völlig aus der Bahn werden. Wenn du sie noch schimpfst, sorgt das nicht gerade dafür, dass sie anfängt, Vertrauen zu fassen und genau das braucht sie. Jemanden, dem sie vertrauen kann und auf den sie sich verlassen kann.


    Davon ab- warum wurde der Hund abgegeben? Vielleicht war sie auch gar nicht so unkompliziert wie beschrieben.

  • Wart ihr noch nie von eurem Hund genervt? Wirklich? Der ist immer nur perfekt und geht euch nie auf die Nerven?


    Ich gehe am Zahnfleisch, weil sie mir die Wohnung ruiniert und nicht still ist.


    Und dann kommt hier ich sei unempathisch und darf nicht schimpfen.

    Weil schimpfen beim Geschäft in der Bude Unsinn ist. Dann wird sie es halt nächstes Mal versteckter machen weil du sonst ausrastetst.


    Stattdessen solltest du schauen ob du ihre Zeichen erkennst. Manche starren einen an, manche gehen richtig Tür, manche gucken sich nervös um usw.


    Und wenn du an der Hauptstraße wohnst, wirst du doch trotzdem ruhigere Nebenstraßen haben? Ich wohne auch direkt an einer Hauptstraße und wenn ich in die andere Richtung davon gehe sind da die Nebenstraßen da ist es für gewöhnlich ruhiger weil es Nebenstraßen sind.


    Pipi pads helfen damit Sie nicht deine Bude "ruiniert" mit ihrem großen und kleinen Geschäft wenn es rein geht.


    Ich lese total viel unbereitsfhaft von deiner Seite, aber das kann auch täuschen.

  • Ich bin nicht unempathisch! Ich bin genervt.

    Was hast du denn erwartet, wenn ein Hund aus seinem gewohnten Umfeld gerissen wird? Das er das mega findet und du dich ganz entspannt zurück legen kannst, weil alles ganz gechillt läuft?

    Ihr dabei zusehen wie sie in die Wohnung pisst und klatschen?

    Und du dem Hund gegenüber so bist, wie du hier schreibst, und dich ausdrückst, wundert mich an ihr Verhalten/Stresslevel überhaupt nicht.

    Vielleicht solltest du erstmal an dir arbeiten und dann an/mit dem Hund.

  • Ich schimpfe nur wenn ich sie direkt erwische nicht im Nachhinein. Aber wenn sie dreist direkt vor mir pinkelt gibt es natürlich einen Anschiss.

    Ich halte hier "Schnauze tief und putzen" erstmal für die wesentlich sinnvollere Art, damit umzugehen. Ich würde mich erstmal verhalten, als sei der neue Hund ein Welpe, der alles noch (erneut) lernen muss.

    was mich zu der Annahme bringt, dass sie einfach aus Frust, Provokation, was weiß ich überall hin macht. Sie kann einhalten, sie will nur nicht :roll:

    Der Hund provoziert nicht, der Hund hat immensen Stress!

    Und dann kommt hier ich sei unempathisch und darf nicht schimpfen.

    Was möchtest du denn hören? Wenn du dich nur auskotzen möchtest wie böse und provokant dein Hund ist, ohne Tipps anzunehmen, bist du hier im DF garantiert falsch, soviel kann ich dir schonmal sagen.


    Insgesamt liest es sich für mich extrem unempathisch. Wolltest einen "fertigen" Hund, der möglichst nichts an Dreck und Arbeit macht, keine Empathie erfordert. Sondern er soll halt einfach funktionieren.

    Sorry für die harten Worte aber ich bin grad wirklich baff.

  • Und noch ganz kurz zum "Beim Vorbesitzer war sie nicht so": Es kann natürlich sein, dass die Vorbesitzer da nicht ganz ehrlich zu dir waren. Für viel wahrscheinlicher halte ich allerdings, dass sie bei ihrem Vorbesitzer die Sicherheit, die Empathie, die Struktur und das Verständnis gefunden hat, was ihr bei dir gerade fehlt. Das ist gar nicht so ungewöhnlich, dass sich ein Hund in anderem Umfeld und mit anderen Menschen auch ganz anders verhält als bei den eigenen Bezugspersonen. Mein Hund läuft zum Beispiel mit mir selbst weitestgehend unkompliziert mit, ist leinenführig, entspannt und in keiner Form irgendwie auffällig. Sobald irgendjemand anders (vollkommen egal wer) mit ihm raus will, geht das nur mit Maulkorb, während er sich vor Stress an der Leine halb stranguliert und wirklich alles angeht, was ihm in die Quere kommt.

    Deshalb ist deine Aufgabe jetzt, ihre neue Bezugsperson zu werden. Du musst ihr in kleinen Schritten beibringen, dass du ihr neuer sicherer Hafen bist und eine Bindung zu der Kleinen aufbauen. Das klappt aber nicht durch ein "da muss sie sich halt dran gewöhnen", sondern das ist Arbeit, das braucht Empathie, Einfühlungsvermögen, Verständnis und Zeit. Und ja, am Anfang kann das durchaus unbequem sein, aber es lohnt sich, da rein zu investieren, weil dann wird sie irgendwann - mitunter nach vielen, vielen Monaten - bei dir genauso unkompliziert mitlaufen, wie bei den Vorbesitzern. Wenn du allerdings nicht bereit bist, so viel Zeit und Engagement zu investieren und sie stand jetzt so anzunehmen, wie sie ist, dann rate ich dir, so bald wie möglich ein neues, passenderes Zuhause für sie zu finden.

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