Schwarzwildbracke- als Familienhund geeignet?

  • Ich kann mir auch nur vorstellen, dass dem Jäger noch etwas der Trieb fehlt und er sich mehr Interesse am Wild wünscht. Die meisten Welpen werden ja jagdlich geprägt, also schon sehr zeitig mit verschiedenem Wild in Kontakt gebracht.

    Ich habe letztens aber auch einen 11 Monate alten Kopov-Rüden gesehen, der gar nichts mit Schwarzwild anfangen konnte. Der gehörte zwar einem Jägerpärchen, hatte aber seit der Welpenzeit kaum Wildkontakt. Und dann stand diese Schwarzwildbracke nun also im Gatter das erste mal Live vor Schwarzwild und nahm die Beine in die Hand und versuchte auf schnellstem Wege da wieder raus zu kommen. So kann‘s auch gehen… :hust:

  • Er schmust wohl mit den Kaninchen der Kinder im Garten (wobei das ja wahrscheinlich einfach Familienmitglieder sind für ihn) und zeigt kein Interesse an Schweißspuren. Aber ist ja echt noch jung.

  • Oh, das ist tatsächlich wenig. Wie sieht es aus mit Pansenspuren? Also nur kein Interesse am Schweiß oder an Spuren allgemein?

  • So intensiv habe ich mich mit ihm jetzt nicht ausgetauscht, war nur ein kurzer Plausch im Vorbeigehen. Werde aber sicher mal wieder nachhören und bin gespannt wie der kleine Baku sich noch entwickelt.

  • Ganz klares nein. Von allen Jagdhunden sind Bracken mitunter wohl am aller Wenigsten dafür geeignet, bei Nichtjägern zu leben. Sie sind das Gegenteil von dem, was man sich landläufig unter "einfachem Familienhund" so vorstellt.

  • Eigentlich sagt es doch schon die Bezeichnung, oder? JagdGEBRAUCHShund.


    Ganz ehrlich? Ich verstehe einfach nicht warum die Leute meinen sie könnten sich Lebewesen drücken und Formen nur weil sie süß finden.

    Man kann sich das Leben auch selbst schwer machen. Und wenn es die Optik sein sollte? Sollen sie zum Tierschutz gehen.

  • Naja die Bekannten hat sich ja in einen Welpen verliebt und nicht in einen erwachsenen Hund dieser Rasse. Vielleicht also erstmal erwachsene exemplare kennenlernen wenn man sich wirklich so einen Hund holen möchte.


    Ich sehe da eher Probleme sich eine Rasse auszusuchen die für eine bestimmte Arbeit gezüchtet ist wenn man selbst kein Interesse daran hat den Hund seiner Anlagen entsprechend auszulasten. Irgendwie nicht fair für den Hund wenn er auf bestimmte Eigenschaften gezüchtet ist und diese dann nicht ausleben darf bzw. dagegen trainiert wird um ihn zum Familienhund zu machen. Andere Rassen sind das sicher passender und die Erziehung eines Hundes ist schon bei einer gut passenden Rasse manchmal eine Herausforderung.

  • Naja die Bekannten hat sich ja in einen Welpen verliebt und nicht in einen erwachsenen Hund dieser Rasse. Vielleicht also erstmal erwachsene exemplare kennenlernen wenn man sich wirklich so einen Hund holen möchte.

    Also mal abgesehen davon, dass ein seriöser Züchter sich nicht einmal die Zeit nehmen wird auch nur mit ihr zu telefonieren, dürfte das nicht sonderlich zielführend sein.
    Gut ausgelastete Jagdgebrauchshunde sind daheim meist sehr angenehme Gefährten und haben auch zumindest ein Mindestmaß an Erziehung genossen. Heißt, das was sie sehen würde, würde ihr wahrscheinlich auch ganz gut gefallen und ihren Wünschen entsprechen.
    Was sie sehen müsste, wäre so ein Hund bei jemandem der sich sowas nur als Familienhund angeschafft hat.
    Ich denke nämlich nicht, dass jemand der so an den Hundekauf herangeht in der Lage ist zu verstehen was passiert wenn ein solcher Hund nicht das Leben leben darf für das er geboren wurde. Selbst wenn sie bei einer Drückjagd mitlaufen und die Hunde in Aktion sehen würden nicht.
    Denn, Probleme machen die in den richtigen Händen ja meist nicht, im Gegenteil die sind tolle Hunde. Die kommen dann erst bei falscher Haltung. und unpassenden Ansprüchen.


    Und.... es fehlt ja nicht nur am Interesse den Hund rassegerecht auszulasten, sowas könnte man ja noch ändern. Es fehlt mal ganz grundsätzlich an den grundlegenden Möglichkeiten das zu tun, unabhängig davon ob der Wille da ist oder nicht. Um eine Bracke richtig auszubilden und zu führen braucht es nicht nur einen Jagdschein, sondern auch eine entsprechend große, passende Jagdmöglichkeit und Kontakte zur Jägerschaft. Das ist nicht was man sich mal eben besorgen kann.
    Ich wohne hier in einer Gegend in der ein Stöberhund eigentlich ein passenderer Jagdhund wäre als mein Vorsteher und ich könnte mich vor Jagdeinladungen im Winter nicht retten, wenn ich einen hätte. Aber, selbst wenn ich wollte, mir würden die Möglichkeiten den Hund solide auszubilden fehlen. Ich müsste mich zu 100% darauf verlassen, dass mir andere die Möglichkeit geben, bei ihnen zu üben und ihr Revier von meinem Hund beunruhigen zu lassen.

  • Ich kenne das so, dass die Züchter sich die Leute genau anschauen. Mein Bekannter musste sich richtig bewerben. Zeigen, was er mit den anderen Hunden schon für Jagdprüfungen hat, wie groß ist seine Jagdpacht, was läuft in seinem Revier rum etc.

    Also es gibt natürlich immer solche und solche Züchter. Aber eine original Schwarzwildbracke bekommt so ein Mensch eigentlich eh nicht.

  • Gut ausgelastete Jagdgebrauchshunde sind daheim meist sehr angenehme Gefährten und haben auch zumindest ein Mindestmaß an Erziehung genossen. Heißt, das was sie sehen würde, würde ihr wahrscheinlich auch ganz gut gefallen und ihren Wünschen entsprechen.
    Was sie sehen müsste, wäre so ein Hund bei jemandem der sich sowas nur als Familienhund angeschafft hat.

    Du hast total Recht, mit dem, was du schreibst, aber es kann sicher auch sehr schnell sehr heilsam sein, Interessenten mit so einem Hund in den Wald zu schicken. Ich sollte mal eine Vorkontrolle in meiner Nachbarschaft machen, für einen jungen Jagdhund (ich weiß nicht mehr, welche Rasse - Segugio glaube ich), gerade dem Welpenalter entwachsen. Bei Hundeanfängern mitten in der Stadt.
    Ich wollte die Vorkontrolle im wildreichen Stadtwald stattfinden lassen und ihnen meinen Griffon-Rüden in die Hand drücken. Mit Leine und doppelter Sicherung am Uwe-Radant-Gürtel natürlich.
    Eigentlich hätte man denen auch direkt absagen können, aber ich hatte Lust drauf. xD Leider oder Gott sei Dank haben sie selbst abgesagt, weil man ja nicht wisse, ob der Hund gesund ist. :roll:

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