Auf zwei Rädern und vier Pfoten - Fahrradreisen mit dem Hund

  • Als Pendant zum Wohnwagen-Tgread, gibt es hier vielleicht ein paar Radreisebegeisterte die mit Hund unterwegs sind?


    Unter Radreisen oder auch Dogpacking verstehe ich mit Fahrrad und Gepäck zu verreisen also je nach Belieben mit Zelt oder auch von Gaststätte zu Gaststätte. Das Fahrrad und der Hundetransport auf dem Fahrrad wäre hier das Haupttransportmittel. Die Urlaubsdauer mehrere Tage.


    Würde mich sehr über Erfahrungen und Bilder freuen, bin selber noch Hundelos, aber möchte gerne den Vierbeiner mit in den Urlaub nehmen und bin gespannt wie ihr so zurecht kommt und was für Lösungen ihr gefunden habt.


    Als Anstoß hier mal ein Bericht wie sowas als Langstrecke/lange autark aussehen kann:


    Dogpacking 2.0: A Guide to Bikepacking with Your Dog
    Bikepacking with your dog, aka dogpacking, can be an intimidating proposition. In this new guide, we walk through everything you need to know about it...
    bikepacking.com
  • Da hänge ich mich gerne mit dran, auch wenn ich bisher noch keine Radreisen mit Hund gemacht habe. Vor dem Hund war ich jedes Jahr 1-2 Wochen quer durch Europa mit dem Rad unterwegs, das soll dieses Jahr auch mit Hund so langsam wieder losgehen. (Letztes Jahr war mein Hund noch zu jung, da waren wir nur mit Gewöhnung an den Fahrradhänger und ab Herbst dann auch mit Gewöhnung an das Laufen am Fahrrad beschäftigt).


    Mein Hund wiegt 14kg, daher ist für mich ein Fahrradhänger die einzige realistische Option, um ihn bequem mit dem Rad zu transportieren. Das nutzen wir auch im Alltag sehr viel und mein Hund hat sich da zum Glück schnell dran gewöhnt. Am Rad mitlaufen klappt, seit er ca 1 Jahr alt ist, ganz gut, wobei ich eben keinen "Ultraläufer" unter den Hunden habe, sondern einen 44cm kleinen Großspitz, der zwar gerne und locker-flockig so mit ca. 15km/h neben dem Rad hertrabt, aber der keine Geschwindigkeiten oder Strecken laufen könnte, die auch für den Radler sportlich interessant wären.


    Daher ist der Plan zumindest für dieses Jahr, dass Columbus auf einer Mehrtagestour ca 8-10km pro Tag neben dem Rad laufen wird (auf mehrere Etappen aufgeteilt), und ansonsten eben im Hänger sitzt.


    Hier mal ein paar Rad+Hänger-Bilder von einer unserer ersten längeren Tagestouren letztes Jahr (da war der Hund noch komplett im Hänger und kam nur in den Pausen raus bzw haben wir dann längere "Hundespaziergangspausen" eingelegt):

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    Für die Reisezeit für unsere erste gemeinsame Mehrtagestour peile ich das Frühjahr an (und da möglichst kühles Wetter...), und als Strecke werde ich erstmal hier in der Nähe bleiben und auch die ganz belebten Radlrouten meiden, damit Columbus und ich uns da erstmal langsam eingrooven können. Ich reise mit dem Rad auf den Fotos oben, habe dann aber den Korb hinten abmontiert und stattdessen Taschen am Gepäckträger (und mit Hundezeug werde ich wohl auch noch Vordertaschen brauchen, oder ich muss mir einen "Dachgepäckträger" auf den Hundehänger basteln).

  • Brauchst du denn so viel Gepäck für den Hund? Ich gebe zu auf Radreisen werde ich minimalistisch. Jedes Kilo zählt.

    Schlafplatz im Hänger, Leine an den Hänger, Erste Hilfe Set teilen sich Mensch und Hund, Futter wird täglich max. alle zwei Tage gekauft, ...


    Wahrscheinlich oute ich mich jetzt als die Unsportlichkeit als Person, aber mit Hänger, Gepäck und Hund ist meine Durchschnittsgeschwindigkeit eher bei 10-12 km/h inklusive bergauf schieben, Bachpausen, ...

    Ist anders, als ohne Hund.

  • Dass ist bei mir ähnlich. Im Schnitt so 10- höchstens 15km/h. Mehr ist mit Hänger auf längeren Strecken, mit gucken, Foto hier, da, Hund trinken, Hund in Hänger, aus Hänger usw einfach nicht drin. Es soll ja auch schön sein. Ohne Hunde, wenn ich auf bisschen Tempo fahre wirds auch mal um die 20km/h aber schnell ist dass wohl auch noch nicht. :hust:


    Ich habe auch noch keine wirklichen Mehrtagestouren geschafft. Letztes Jahr wollten wir eigentlich mit Hunden an der Elbe bis Dresden und mit Bahn zurück aber das Zeitfenster was dafür vorgesehen war- Frühherbst wegen Temperaturen- war dann auch das einzige, wo wir mal 2,5Wochen Urlaub hatten.


    Grundsätzlich ist die Planung hier, dass wir um die 60km mit den Hunden am Tag fahren. Und jeder der fitten Hunde- 2 von 3- so um die 30km am Tag selbst läuft. Auf Tagestouren laufen sie auch mehr aber bei paar Tagen hintereinander muss man sie ja nicht an die Grenze treiben.


    So sind im Prinzip immer 2 von 3 Hunden meist im Hänger. 60kg die ich hinterher zottel, dass reicht mir dann auch bei 60km. :D Für bergige Touren hätte ich aber noch Ebike in Reserve. Mir tut da nur immer der Popo weh und ich hab Angst es nicht rechtzeitig laden zu können. Weil mit Akku leer ist das Ding die Pest. Ich bin da etwas altmodisch.


    So schaut es hier aus..




    Für Touren muss dann noch Träger für Gepäck hinten rauf. Ist nur wegen der Rahmenform und Größe nicht ganz so einfach, da was passendes zu finden.

  • Da hänge ich mich gerne mit dran, auch wenn ich bisher noch keine Radreisen mit Hund gemacht habe. Vor dem Hund war ich jedes Jahr 1-2 Wochen quer durch Europa mit dem Rad unterwegs, das soll dieses Jahr auch mit Hund so langsam wieder losgehen. (Letztes Jahr war mein Hund noch zu jung, da waren wir nur mit Gewöhnung an den Fahrradhänger und ab Herbst dann auch mit Gewöhnung an das Laufen am Fahrrad beschäftigt).


    Perfekt! Vielen dank für den Bericht. Bei mir ist es ganz ähnlich, einmal im Jahr 1-2 Wochen mit dem Rad unterwegs, das würde ich gerne so fortführen. Und zufällig ist der Großspitz bei mir(uns) auch ein ganz heißer Kandidat für den Ersthund.

    War auf Radreisen bislang gerne minimalistisch unterwegs, ich habe das Gefühl das zahlt sich jetzt aus, denn zwei kleine Taschen vorne dazu für Hundebedarf macht mir dann nicht so viel aus.

    Am liebsten hätte ich den Vierbeiner aber hinten auf einer Plattform/Kiste auf dem Gepäckträger. Da ist nen Spitz mit 14kg vermutlich das Limit ohne direkt auf ein "cargo"bike mit verlängertem Heck auszuweichen. Schwerpunkt wandert dann nach hinten aber mit Taschen vorne sollte es dann wieder passen.

    Mit Anhänger im Zug stelle ich mir nicht so entspannt oder im ICE vermutlich unmöglich vor.


    Brauchst du denn so viel Gepäck für den Hund? Ich gebe zu auf Radreisen werde ich minimalistisch. Jedes Kilo zählt.

    Schlafplatz im Hänger, Leine an den Hänger, Erste Hilfe Set teilen sich Mensch und Hund, Futter wird täglich max. alle zwei Tage gekauft, ...


    Wahrscheinlich oute ich mich jetzt als die Unsportlichkeit als Person, aber mit Hänger, Gepäck und Hund ist meine Durchschnittsgeschwindigkeit eher bei 10-12 km/h inklusive bergauf schieben, Bachpausen, ...

    Ist anders, als ohne Hund.

    Hast du mal gewogen wieviel dazu kommt bei dir?

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Ich war bis jetzt 4 mal über mehrere Wochen mit Rad, Zelt und Anhänger unterwegs (über eine der Reisen habe ich hier im Forum auch berichtet, muss ich raussuchen).

    Erst mit 45kg DSH (der bei der letzten Tour auch wirklich nicht mehr gross am Rad gelaufen ist), jetzt mit 30kg DSH Hündin.
    An Gepäck (inklusive Anhänger und Hund mit drinnen) ziehe ich in etwa 80kg hinter mir her - und das natürlich ohne E-Unterstützung und wir kommen am Tag so auf zwischen 60 - 100 Kilometer.

    Meine Hündin ist bei der letzten Tour täglich am Rad oder, wenn es der Weg und die Umgebung zugelassen hat auch frei, gelaufen, Distanzen habe ich nie genau gemessen, aber sicherlich um die 15 - 20 Kilometer, tendenziell mehr.

    Mein Gepäck habe ich über die letzten Jahre immer weiter verbessert und angepasst, für dieses Jahr plane ich wieder eine Alpenüberquerung zu Fuss, da wird dann wieder auf jedes Gramm geachtet, im Gegensatz zum Rad, da machen ein paar mehr oder weniger Kilogramm echt keinen Unterschied.


    Das hier ist der Thread von der Radreise an den Atlantik
    München - Atlantik: 2000km mit Hund, Rad, Zelt und Anhänger - Urlaub mit dem Hund - DogForum.de das große rasseunabhängige Hundeforum

  • ich bin 2020 mit meinen beiden Großpudeljungs aufgebrochen zur Ostsee. Wir hatten geplant 7 Tage unterwegs zu sein und immer auf Hundeplätzen zu übernachten. Nach 5 Tagen mussten wir leider abbrechen weil mein Senior (damals 12 Jahre alt) sich einen nerv eingeklemmt hatte und nicht mehr im Anhänger sitzen könnte. Ein TA vor Ort hat es zwar gerichtet aber dringend vom Weiterfahren abgeraten. Wir haben noch 2 Tage auf unserem letzten Hundeplatz verbracht und haben uns dann abholen lassen. Eine freundin hatte es angeboten als ich schon im Winter davor sagte dass ich los will. Hätte nie gedacht dass ich sie brauche und sie hat echt alles stehen und liegen gelassen und kam uns holen... Aber diese Tage waren so so toll! Ich bin durch das gleiche Land gefahren wie mit dem Auto aber eben versteckte Wege und Straßen, ich habe Dörfer durchquert die wie tot schienen und dort so freundliche Leute getroffen. Ich hab mir die schönen alten Backsteinkirchen immer angeschaut und bei einer war es gerade Mittag als ich da rumstromerte. Ich konnte gar nicht so schnell gucken wie ich im Pfarrhaus am Mittagstisch saß und Kohlrouladen mampfte. Meine Wasservorräte wurden wirklich überall aufgefüllt und als ich nach 2 Tagen auf einen Supermarkt traf hat ein fremder mensch einfach mein Rad und wichtiger die Hunde bewacht. Die Hundesportler, die ich ja vorher auch nicht kannte waren alle so genial gastfreundlich und teilweise gab es schon Gegenbesuche. Wenn ich wieder junge Hunde haben will ich nochmal los!


    Ich bin mit Ebike unterwegs. Hinten dran der Comfortwagon L mit den Polsterungen am Gestell die mir @Traventue Dog empfohlen hat. Danke dafür nochmal! Dort drinnen dann Andiamo mit damals 28kg und Farinelli mit 22kg. Mein Wurfzelt hatte ich noch oben drauf geschnallt und auf dem Gepäckträger des Rades dann der ganze Rest. Ich hab schon bei allem aufs Gewicht geachtet ausser bei der Luftmatratze und ich hab das bis heute nicht bereut mir da echt ein zeltfüllendes Luftbett gegönnt zu haben.


    Eigentlich war der Plan dass die Jungs mehr laufen aber es war einfach viel viel zu heiß dafür und so liefen sie dann echt nur da wo es schattig war und Andiamo eben weniger als der jüngere Farinelli.


    Andiamo wird jetzt im März 14. Farinelli lebt nicht mehr (nein ich heule jetzt nicht schon wieder!!!) Und so zog ich mit dem Opi letztes Jahr dann einfach hier in der Umgebung mit ihm umher. Regelmäßig zu einsamen Elbstränden,, oft erst Abends, manchmal mit Zelt oft ohneund dann haben wir da gepennt und sind morgens wieder heim oder erst am kommenden Tag. Total schön und entspannt und der kommende Sommer wird ähnlich. Ich trau mich einfach nicht mehr mehrere Tage hintereinander und täglich nur 30km lohnen sich auch nicht bzw kommt man ja gar nicht voran.


    Als die Jungs noch jung waren liefen sie wirklich ohne Ermüdung 40km am Tag und dann wurde Andiamo leider doch alt und es zog erst ein wirklich ekliger Billiganhänger ein und dann 6 Monate später das Luxusmodell. Damals hab ich das Strollerkit einfach mitgenommen weil es im Angebot gewesen ist, heute bin ich so froh drum weil er uns so täglich erlaubt mit dem Opili noch richtig schöne große Runden unterwegs zu sein


    Was mich an meinem Zelt und der Mtraze immer wieder etwas stört wenn es etwas kälter ist, dass es einfach zu kurz ist für mich. Ich muss immer verquer liegen um nicht oben und unten immer direkt an die Zeltwand zu stossen. Jetzt mit nur noch einem großen Hund ist es leichter aber als beide Jungs da noch mit mir drinnen waren...


    und einen dickeren Schlafsack kauf ich mir noch diesen Winter, hab festgestellt ich bin eine Frostbeule!


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    seit Juni sind wir wieder zu dritt unterwegs

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    die Kleine macht auch Problemlos jeden Mist mit. Sogar im Zelt findet sie es gut


  • Ich hab vor einiger Zeit den Thread hier gefunden und total fasziniert gelesen. Vielleicht interessierts euch ja auch so sehr wie mich, ist auf alle Fälle ein sehr, sehr spannende Schilderung.

  • Gewicht: alle Hundesachen zusammen knapp 33kg :woozy_face: das geht schnell ohne das man wirklich was mitnimmt, aber der Hund, der Anhänger und schon bleiben nur noch 3kg für Gepäck übrig.


    Mein Gepäck 6kg + Essen. Ich zelte aber auch nicht und habe die Ausrüstung vom Wandern genommen.

  • Gewicht: alle Hundesachen zusammen knapp 33kg :woozy_face: das geht schnell ohne das man wirklich was mitnimmt, aber der Hund, der Anhänger und schon bleiben nur noch 3kg für Gepäck übrig.


    Mein Gepäck 6kg + Essen. Ich zelte aber auch nicht und habe die Ausrüstung vom Wandern genommen.

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