Hund(e) und Kind - Plauderthread - Nr.2

  • Ja, es ist teilweise echt krass, wie viel Zeit schon ganz junge Kinder in Krippe/Kindergarten verbringen. Ich sehe das bei meinen Nachbarn, beide berufstätig und der Sohn ist seit er ein Jahr alt war von morgens um 8 bis nachmittags um 15 Uhr außer Haus. Mittlerweile ist er 6, letztes Kindergartenjahr, und die Eltern haben Angst vor der Schulzeit, weil die Schule nur eine auf wenige Schüler begrenzte Nachmittagsbetreuung anbietet und regulär spätestens um 12 Uhr zuende ist. Es kann gut sein, dass dann die Großeltern extrem eingespannt werden müssen, wenn er keinen Nachmittagsbetreuungsplatz bekommt. Ein Glück, dass die Vorort sind, ist ja auch nicht bei jeder Familie so.

    Jedenfalls bleibt ihnen mit Abendessen und Bettgehen nur sehr wenig Zeit mit dem Kind und die Zeit ist natürlich auch noch mit Sport und ähnlichen Sachen gefüllt.

  • nilkaras Ich verstehe, wie es deinen Nachbarn geht. Aber ab dem 1. August 2026 gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf einen Ganztagsplatz (min 8 h) für Erstklässler. In der Zeit ist heute ein (leider kostenpflichtiger, sonst hätte ich ihn verlinkt) Artikel.


    Allerdings ist das scheinbar trotz Vorbereitungszeit genauso besch…eiden vorbereitet, wie der Anspruch auf den KiTa-Platz und ein Haufen Schulen wissen nicht, wie sie das durchführen sollen.

  • die Lehrerinnen von K1 beschweren sich darüber dass die meisten Kinder nicht warten können bis sie an der Reihe sind. Auch nicht verstehen dass nun zB wer anders gerade spricht. Dass oft Tischmanieren fehlen und dass viele der Kids wohl erwarten dass ihnen auch in der Schule hinterhergeräumt wird. Sie müssen zB nach dem Mittagessen ihr Geschirr und Besteck wegbringen und auch da mussten es einige Kinder wohl erst lernen und auf Nachfrage kam raus dass sie das daheim nie tun müssen.

  • Allerdings ist das scheinbar trotz Vorbereitungszeit genauso besch…eiden vorbereitet, wie der Anspruch auf den KiTa-Platz und ein Haufen Schulen wissen nicht, wie sie das durchführen sollen.

    Das ist es leider eben. Schön, dass es einen gesetzlichen Anspruch gibt, wenn der aber Vorort einfach nicht umgesetzt werden kann, dann hilft es herzlich wenig, dass man dafür vor Gericht gehen kann 🤷‍♀️ dadurch ist das Kind auch nicht betreut...

    Ich weiß wirklich nicht, woher die ganzen Erzieher kommen sollen, die gebraucht werden, um diese gesetzlichen Ansprüche erfüllen zu können. Ich hab noch von keiner Einrichtung gehört, die nicht jetzt schon mit Personalmangel zu kämpfen hat.

    Und um bessere Rahmenbedingungen für Erzieher kümmert sich ja auch niemand. Wenn der Job z.B. besser (angemessen) bezahlt werden würde, dann würden sich sicher mehr Leute dafür entscheiden.

  • Allerdings ist das scheinbar trotz Vorbereitungszeit genauso besch…eiden vorbereitet, wie der Anspruch auf den KiTa-Platz und ein Haufen Schulen wissen nicht, wie sie das durchführen sollen.

    Das ist es leider eben. Schön, dass es einen gesetzlichen Anspruch gibt, wenn der aber Vorort einfach nicht umgesetzt werden kann, dann hilft es herzlich wenig, dass man dafür vor Gericht gehen kann 🤷‍♀️ dadurch ist das Kind auch nicht betreut...

    Ich weiß wirklich nicht, woher die ganzen Erzieher kommen sollen, die gebraucht werden, um diese gesetzlichen Ansprüche erfüllen zu können. Ich hab noch von keiner Einrichtung gehört, die nicht jetzt schon mit Personalmangel zu kämpfen hat.

    Und um bessere Rahmenbedingungen für Erzieher kümmert sich ja auch niemand. Wenn der Job z.B. besser (angemessen) bezahlt werden würde, dann würden sich sicher mehr Leute dafür entscheiden.

    Das ist so ein typisches Ding in Deutschland. Immer einfach Mal erstmal irgendwas umsetzen und damit alles verschlimmbessern anstatt Mal alle Konzepte neu zu denken.

    Inklusion ist so ein Beispiel. Tolle Sache. Wenn's von Grund auf gut aufgezogen worden wäre. Leider ist es das nicht und so ist Inklusion an vielen Orten leider nur eine nicht umsetzbare Mehrbelastungen für diejenigen, die das leisten müssen. Und die Betroffenen haben auch nichts gewonnen.

  • Unsere OGS hat es zum neuen Schuljahr umsetzten müssen. Für jedes Kind einen platz. Die OGS ist gebaut worden zu einem Zeitpunkt wo die Schule 2zügig war. Jetzt ist sie drei zügig.
    Damit es genug platz gibt hat die Stadt das alte Pfarrheim dazu genommen. Das befindet sich nur leider auf der anderen Straßenseite der Hauptstraße. Alle Kinder ab Klasse 2 müssen also auf dem Schulhof eingesammelt und rüber gebracht werden. Zum essen wieder zurück. Hausaufgaben klappen immer noch nicht weil es immer noch nicht genug Tische und Stühle gibt. Es gibt einen Raum. Der ist riesig, hoch und es hallt. Die Lautstärke ist der Horror. Draußen spielen? Nur wenn alle gemeinsam rüber gehen. Drin bleiben wenn alle raus gehen? Nicht möglich.
    Unser Kind durfte frühstens ab 15uhr abgeholt werden, war dann 8std aus dem Haus und musste dann noch Hausaufgaben erledigen. Wir haben den platz vorzeitig gekündigt und die Kinder müssen jetzt mittags ne gute std alleine zuhause warten bis ich Feierabend habe. Und wir sind nicht die einzigen die das so gemacht haben. Jetzt heult die Stadt warum diese tolle Lösung von uns undankbaren Eltern so schlecht angenommen wird :rolling_on_the_floor_laughing:

  • Bei uns ist es wie bei den Nachbarn von nilkaras . Unser Sohn ist seit er ein Jahr alt in der Regel von 8 bis 15 Uhr in der Kita.

    Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit und das ist nur möglich weil wir verschobene Zeiten habe.

    Wenn ich um 16.30 Uhr Feierabend habe, möchte ich bis zum Schlafengehen um 19.30 natürlich die Zeit als Qualitätszeit mit meinem Sohn verbringen. Und in dieser Zeit spielt er relativ wenig frei. Von daher sind für mich eure Gedanken super interessant zu lesen.

    Ich möchte natürlich auch das er frei kreativ spielen kann, möchte aber auch so viel Zeit wie mir möglich ist mit ihm verbringen. Ich befinde mich da in einem Dilemma.

  • die Lehrerinnen von K1 beschweren sich darüber dass die meisten Kinder nicht warten können bis sie an der Reihe sind. Auch nicht verstehen dass nun zB wer anders gerade spricht. Dass oft Tischmanieren fehlen und dass viele der Kids wohl erwarten dass ihnen auch in der Schule hinterhergeräumt wird. Sie müssen zB nach dem Mittagessen ihr Geschirr und Besteck wegbringen und auch da mussten es einige Kinder wohl erst lernen und auf Nachfrage kam raus dass sie das daheim nie tun müssen.

    Same here...

    Es werden Gabeln verbogen, Essen ist auch schon geflogen, Bitte und Danke Fehlanzeige.

    Ich bin zugegebenermaßen ziemlich pingelig mit den Tischmanieren, aber bei vielen Kinder scheint es Zuhause einfach keine zu geben.

    Kaja und ihre Freundin wurde wegen Unauffälligkeit schon in der Mensa vergessen, weil sie auf der Toilette waren nach dem Essen - die Betreuungskräfte hatten ein schlechtes Gewissen mir das zu "beichten", aber meinetwegen dürften fast 9jährige Kinder auch die 50 Meter über einen Fußweg ohne Verkehr auch alleine in die Mensa gehen. Laut Betreuer würde ein Großteil der Drittklässler das nicht hinbekommen.

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