Augentropfen verabreichen bei Junghund...unmöglich

  • Hallo,


    ich habe einen knapp 6 Monate alten Labbi...Medical Training baue ich zwar immer wieder ein, aber er findet grundsätzlich alles super doof, wo irgendwelche Objekte ins Spiel kommen. Er ist ein sehr lebhafter, hibbeliger Hund, der ungerne still hält.

    Augen eintropfen habe ich aber ehrlich gesagt im Training nie bedacht...eher Krallen schneiden, Ohren anschauen usw. Tja...


    Jetzt habe ich das Problem, dass er eine leichte Augenentzündung hat und 14 Tage eingetropft werden soll. Die Diagnose haben wir am Freitag bekommen, also heute das dritte Mal versucht. Mittlerweile ist die halbe Tube im Fell gelandet.

    Falls es ich durch Glück doch schaffe, dass ein Tropfen im Auge landet, reibt er sich sofort die Augen und findet das richtig blöd.


    Er schnappt auch ständig Richtung Tube und ich befürchte, dass mir die bald "keimbelastet" ist.


    Habs versucht mit fixieren...nur da schreit er herum, windet sich, beißt um sich wie ein Irrer...unmöglich da irgendwas einzutropfen und es zerstört unsere Bindung komplett. Im Schlaf überraschen unmöglich, er wacht sofort auf und rennt weg, wenn er die Tube sieht.

    Tropfen mit den Fingern ins Auge zu bekommen ist genauso unmöglich wie mit der Tube, wenn nicht sogar schlimmer. Auch mit einer Leberwurst-Tube habe ich es probiert, aber sobald das Fläschchen in seiner Nähe ist, zuckt er weg.


    Mittlerweile überlege ich, ob ich morgen nochmal beim Tierarzt anrufe und frage, dass wir die Therapie erst in 1-2 Wochen starten. Und ich in der Zeit intensiv trainiere. Sonst traumatisiere ich den Hund und bei jeder Augenentzündung in Zukunft kann ich es komplett vergessen.


    Aber ich kann doch nicht die einzige sein, die solche Probleme hat mit Augentropfen beim Hund :zany_face: ? Habt ihr eventuell noch gute Tipps & Tricks?

    Es ist halt echt doof, dass das doch akut ist.


    Danke für eure Tipps!

  • Oft gibt es als Alternative auch augensalbe, die du eventuell besser rein bekommen kannst (Salbe auf sauberen Finger und rein bzw rauf machen)


    Ansonsten, denke ich nicht das ein bisschen Tropfen geben eine Bindung von Mensch zu Hund so arg verstören kann das diese auf immer angeknackst ist.


    Du könntest dir sonst auch beim Arzt mal zeigen lassen wie man den Hund am besten und sinnvollsten fixiert

  • lässt er sich denn sonst ans auge fassen? ich packe tropfen immer grosszügig auf ein wattepad (richtig durchfeuchten) und tupfe das auge damit ab. tara hatte schon mehrere Augenentzündungen und so ist es dann immer weg gegangen (also auch ohne tropfen direkt ins auge, zielen ist da auch nicht meine stärke)

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass du das in kürze so trainiert bekommst, dass du easy die Therapie durchführen kannst.


    Daher würde ich auch dazu raten richtig zu fixieren, hinterher was zu knabbern, damit er nicht die Augen reibt. (Macht meine Hündin auch, wenn ich sie danach nicht ablenke oder es verbiete)


    Am besten geht das, wenn der Hund sitzt und du dich hinter ihn kniest.

    Mit einer Hand von unten unters Kinn fassen und den Kopf fixieren. Mit der anderen Hand die Tropfen rein geben.

    Wenn man noch einen Helfer dabei hat, kannst du auch mit beiden Händen den Kopf halten.


    Ansonsten ist es noch eine Überlegung das eingeben der Medikamente nicht zuhause zu machen, sondern zb auf dem

    Spaziergang oder im Auto. Dann hat man keine Erwartung oder Verknüpfung an einen Ort.


    Edit: man kann auch einzelne Tropfen in 1ml spritzen füllen. Dann ist im Zweifel nicht die ganze Packung leer und msn kann einfach mit schmackes drücken ohne zu viel zu machen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Hi, ich habe bei meinem Maine Coon Kater einen super Klammergriff angewendet. Der wollte auch anfangs nicht, Augentropfen mussten aber rein.. Auf den Boden setzen, Beine als V ausstrecken, Kater (in dem Fall Hund) zwischen die Beine mit dem Po zu Dir, Knie hochklappen, dass sie den Körper seitlich fixieren, Füsse vor dem Tier verschränken, diese leicht angehoben, damit sie vor der Brust sitzen. Dann Kopf festhalten und go. Hat unserer Beziehung nicht geschadet, ich bin ja Freundin vom üben, aber manchmal müssen meine Süssen durch gewisse Dinge einfach durch.

    Später ging es auch ohne den Klammergriff aber anfangs bin ich, genau wie Du, fast verzweifelt.

    Ps: Katerchen hatte auch 12,5 kg und war riesig, da war also ordentlich Masse zum wehren aber mit dem Griff ging es super.

    Und kein langes Gewese, schnappen, tropfen, danach Leckerchen und tschüss.

    Ich drücke Dir die Daumen ❤️

  • Er ist ein sehr lebhafter, hibbeliger Hund, der ungerne still hält.


    Er schnappt auch ständig Richtung Tube und ich befürchte, dass mir die bald "keimbelastet" ist.


    Habs versucht mit fixieren...nur da schreit er herum, windet sich, beißt um sich wie ein Irrer...

    Mein Schäfi hatte einige Blutohren, die operiert und dann die Drainage gespült werden musste, beim ersten Mal war es noch ok, danach stand er fletschend vor mir, das muss elend weh getan haben, trotz Schmerzmittel.


    Nur gab es keine bessere Option für ihn, also:

    Maulkorb drauf, so dass schnappen und fletschen unmöglich ist.

    Hilfsperson, die den Hund ordentlich am Kopf fixiert.

    Ja, gemöppert hat der Herr auch, aber das war mir egal, was muss das muss. Klingt erstmal herzlos, aber ich mache da möglichst wenig Geschiss bei sowas, ruhig, schnell, sauber sind wir in 30 Sekunden fertig, mit Mimimi und Schatzipuh und Keksregen dauert es 30 Minuten und länger.


    Den Friedenskeks hat er am Ende bekommen und liebt mich immer noch abgöttisch

  • Ich habs probiert mit den Fingern die Tropfen ins Auge zu befördern. Es ist so eine leichte Geltextur, also zerrinnt nicht sofort, aber nicht so dick wie Salbe. Fand er ähnlich blöd bzw. kam er mir dann noch panischer vor. Wenn ich aber im Training sein Auge zurückziehe, dann hält er still und alles ist gut. Da kann ich sogar die Tube übern Auge halten, er lässt es zu. Sobald er merkt "die meints ernst" dann zuckt er aus.


    Bin bis Donnerstag alleine mit dem Hund und er hat doch schon über 20 kg. Ihn fixieren, gleichzeitig den Kopf irgendwie in Position bringen und dann noch mit dem Tropfen genau sein Auge treffen...ich schaffs einfach nicht :hot_face: Hab ihn auch schon versucht zwischen Sofa und mir einzuklemmen, am Boden zu drücken und den Kopf zu fixieren.


    Aber vielleicht geht es doch mit einer Salbe besser, die aktuell Tube ist eh bald leer :grinning_squinting_face: kann ich beim TA gleich die nächste holen.

  • Hi, ich habe bei meinem Maine Coon Kater einen super Klammergriff angewendet. Der wollte auch anfangs nicht, Augentropfen mussten aber rein.. Auf den Boden setzen, Beine als V ausstrecken, Kater (in dem Fall Hund) zwischen die Beine mit dem Po zu Dir, Knie hochklappen, dass sie den Körper seitlich fixieren, Füsse vor dem Tier verschränken, diese leicht angehoben, damit sie vor der Brust sitzen. Dann Kopf festhalten und go. Hat unserer Beziehung nicht geschadet, ich bin ja Freundin vom üben, aber manchmal müssen meine Süssen durch gewisse Dinge einfach durch.

    Später ging es auch ohne den Klammergriff aber anfangs bin ich, genau wie Du, fast verzweifelt.

    Ps: Katerchen hatte auch 12,5 kg und war riesig, da war also ordentlich Masse zum wehren aber mit dem Griff ging es super.

    Und kein langes Gewese, schnappen, tropfen, danach Leckerchen und tschüss.

    Ich drücke Dir die Daumen ❤️

    Vor allem Katzen können da noch viel wendiger sein und Krallen tun da mehr weh als die eher stumpfen Krallen vom Hund. Werde das mal versuchen!

    Danke :smiling_face_with_hearts:

  • Ich würde die Therapie auch nicht verschieben. Da müsst ihr jetzt beide durch ;-)


    Kleinschrittiger Üben! Hochwertig belohnen, die Tube schönfuttern. So lange, bis er bei den Leckerlis ist mit dem Kopf, stimmlich loben und beherzt den Kopf hochnehmen, mit der anderen Hand das Auge etwas aufziehen und dann die Tropfen rein, während der Hund nach oben schaut.

    Probier den Ablauf mal an einem Stofftier 😉 Je sicherer du bist, desto mehr strahlt das auf den Hund ab.

    Er sollte sich gar nicht erst so aufregen, dass er so in den Widerstand geht. Deshalb rechtzeitig/frühzeitig die Leckerli rein, VOR der Abwehr.


    Nochmal zeigen lassen, fände ich auch ne Option.


    Viel Erfolg!

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