Barfen bei leberkrankem Hund

  • Hallo liebe Leute,

    unser Hundchen (Mix, 30kg) ist leberkrank. Der TA hat eine Umstellung der Fütterung (bisher hauptsächlich Trockenfutter) auf "Royal Canin Hepatic" empfohlen. Aber dieses Zeug kostet auch hier in Argentinien, wo ich lebe, pro Kilo so viel wie bestes Rindersteak. Ich will ja wirklich nur das beste für unseren Strubbel und lasse mich das auch was kosten - aber bei solchen Preisen stimmt das Verhältnis einfach nicht mehr.

    Jetzt meinte eine Freundin, ich solle doch anfangen zu barfen, mit Zufütterung von Getreide und Gemüse. Leider habe ich Null Ahnung, wie ich sein Futter, besonders anbetracht seiner Leberprobleme, richtig zusammenstelle.

    Ich weiß, dass ich das Eiweiß reduzieren muss und auf hochwertiges mageres Muskelfleisch Wert legen sollte, wenig oder keine Knochen, Sehnen, Knorpel, Bindegewebe, Innereien.

    Aber ich habe keinen Schimmer zu den Mengenverhältnissen.

    Kann mir da jemand helfen?


    Schon mal ganz lieben Dank.

  • Hier gibts einen Futterrechner auch für Leberkranke Tiere. Den würde ich dann mit meinem Tierarzt besprechen, die bieten ja dann Vitamine zum dazumischen an, da müsstest du dann in Argentinien etwas ähnliches finden. Die Angaben was zugesetzt ist, stehen ja auf den Dosen. Da gibts auch ne telefonische Futterberatung, keine Ahnung, ob die noch genauer ist.

    Meine TA meinte jedenfalls, die halten sich da an die Formeln, die sie auch mal gelernt hat. So beim drüberkucken. Individuell muss man dann halt sehen, wie der Hund damit zurechtkommt. Meine zum Beispiel, soll nicht noch mehr abnehmen, das Gewicht ist auf Kante ...

    Viel Glück!

    Meine Rote hat auch mit der Leber und in vier Wochen ist Kontrolle, ob die Ernährungsumstellung so was bringt. Allerdings hat sie auch eine Schilddrüsenunterfunktion, wo die TA meinte, da kann auch auf die Leberwerte drücken.

  • Ich würde mir da auf jeden Fall einen Plan einer Ernährungsberaterin machen lassen. Vanessa Rössler ist gut, geht per mail. Alles andre wär mir zu heikel bei Erkrankungen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Ich würde eher kochen, wenn Dein Hund bisher mit Fertigfutter gefüttert wurde.

    Hier auch mal ein Link:


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    tierklinik-kaufungen.de
  • Für einen kranken Hund würde ich ebenfalls immer zum Kochen raten.


    Davon abgesehen würde ich dir raten, dich beraten zu lassen und nach einem fertigen Plan zu füttern, der die Bedürfnisse deines kranken Hundes erfüllt.

  • Wichtig ist sehr wenig Fleisch zu füttern, das nur unnötig belasten würde, klassisches 80/20 Barf wäre also eine Katastrophe. Zumal rohes Fleisch gerade für angeschlagene Hunde oft nicht gut verdaulich ist. Meine verstorbene Hündin lebte noch sehr lange nachdem sie zeitweise nicht mehr messbare Leberwerte hatte. Sie wurde weitgehend vegetarisch ernährt, aber bei vegetarischem selbstgekochtem Futter muss man schon sorgfältig rechnen und gute Zusätze wählen.

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