Der Weg vom Welpen zum alltagstauglichen Hund

  • Hallo zusammen.

    Bald geht das Abenteuer Welpe hier los. Und zum ersten Mal seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten ist es kein erwachsener Hund, kein Welpe mit Päckchen zu tragen und kein Hund der in ne sch..Situation kommt. (Hoffentlich...).

    Im Gegenteil, laut Züchterin ist er ne souveräne kleine Rakete die gefördert werde muss.


    Könnt ihr mir mal ein bisschen sammeln helfen? Was sollte man unbedingt üben? Nicht nur aber auch im Hinblick auf ein bisschen Sport später. Aber hauptsächlich Alltag. :nerd_face:


    Einen Punkt habe ich schon: Fön. Denn Lucca verfällt heute noch in hysterische Panik wenn er das Ding nur sieht

  • Na ob das DF da der perfekte Ansprechpartner ist ;-)

    Ich denke die meisten werden dir hier jetzt sagen, RUHE, RUHE, RUHE und bloß nix anderes.



    Was zieht denn bei dir ein?

  • Fuer mich ist Vertauen aufbauen das wichtigste. Ein Hund der mir vertraut und damit weiss, ihm passiert nichts, ist mAn im Alltag einfacher. Der muss dann nicht zig Sachen bis zur Woche X kennengelernt haben und macht sie spaeter ohne Drama mit. Weil ich es moechte.

    Was ich sonst noch mache: Spass haben und spielen (auch/gerade mit mir), lernen lernen, mutig sein, stark werden, ein Welpe sein duerfen, sich an mir orientieren. Das laeuft hier aber irgendwie einfach nebenher :ka:

    Klar, Alltagsdinge wie Foen, aber sowas mache ich nicht gezielt. Ich leb meinen Alltag relativ normal weiter.


    Was ich gezielt mache: Anfassen lassen! Ueberall und das wird anfangs auch fast tgl. geuebt (wobei der Wurf hier das schon bei Abgabe kannte). Das ist mir extrem wichtig.


    Fuer den Sport uebe ich neben Spass und sich anstrengen (+ fordern und frech sein) auch die Bewegungsablaeufe schon als Welpe. Und eigentlich auch schon suchen (angepasst an den Zwerg!) , aber da war ich diesmal faul.



    Oh Gott, das klingt nach voll viel. Aber bis aufs anfassen und dem Sportkram laeuft das echt nebenher und ist eben Alltag.

  • Was ich in den ersten Wochen mache (Hund ist dann 8 Wochen alt):

    • Spaziert mit mir durch die Wohnung (in dem Sinne, wie Wuggi bereits sagte)
    • lernt Staubsauger und andere blöde laute Geräusche kennen (Fön sagtest Du ja schon)
    • lernt Halsband und Leine kennen (und den Garten)
    • lernt Autofahren kennen
    • und ich fang auch schon nach ca 'ner Woche an mit "Alleinbleiben" üben (nat. nur zum Müll rausbringen o.Ä., also 2 - 3 Minuten)
    • Namen rufen (und bestenfalls auch kommen)
    • Bürsten (also überall befummeln lassen und cool bleiben)

    :denker: ....das war's, glaub ich. Aber ich mach keine Übungseinheit draus, sondern füge das eher in den Tagesablauf ein.


    edit: Meine jetzige Hündin war total begeistert von der Toilettenspülung. War bestimmt ein Bild für die Götter, als ich mich erschrocken habe, weil sie "Stellen und Verbellen" geprobt hat :lol:

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Nunja ich hab jetzt nicht vor nen Husky draus zu machen :winking_face_with_tongue:

    Aber es gibt ja tatsächlich so Dinge da kommt man spontan überhaupt nicht drauf. Beispiel einfach mal föhnen :nerd_face:

  • - alleine bleiben

    - alleine bleiben ohne die anderen Hunde

    - ans Pflegen generell gewöhnen (Büsten, Baden, Krallenschneiden , an die Zähne ran können um ggf. zu putzen, Ohren, Augen)
    - Je nach Rasse eventuell mal üben Kleidung an zu ziehen
    - Geschirr über den Kopf an und ausziehen

    - warten bis es Futter gibt

    - nicht betteln (oder leise betteln.. whatever floats your boat)

    - öffentliche Verkehrsmittel fahren


    Sind aber alles Sachen die größtenteils sowieso im Alltag passieren

  • Bus fahren, Fahrstuhl fahren, über Brücken gehen, Gitterroste, sich an den Kindergarten stellen, wenn die Kinder ab geholt werden, sich auf eine Parkbank setzten

  • Ich würde es auf mich zukommen lassen.

    Wie einige schon schrieben: Den Alltag leben, vielleicht in den ersten Tagen etwas ruhiger angehen lassen, falls bei Euch viel Trubel ist.


    Föhn, Staubsauger etc: War bei uns kein Problem, aber man kann ja etwas aufpassen, dass der Kleine nicht direkt neben dem Staubsauger sitzt, wenn der losgeht.


    Körperpflege haben wir geübt, indem es alle zwei Tage auf den Tisch ging und er gekämmt und die Ohren kontrolliert wurden. Das muss man ja eh machen. Auf dem Tisch geht es besser, und dann sind Tierarzt und ggf. Hundefriseur auch kein Problem mehr.


    Wir haben viele Überraschungen erlebt: Das, was wir schwierig einschätzten, z.B. die Nächte, war nie ein Thema.

    Worüber wir überhaupt nicht nachdachten, das poppte dann plötzlich auf.

    Wir stehen im Austausch mit zwei Haltern gleichaltriger Hunde (unserer ist jetzt fast ein halbes Jahr): Unterschiedlicher als zwischen den dreien könnte es nicht sein: Der eine bellt alles an und musste wochenlang 2x / Nacht raus, die Andere zerbeißt alles, unserer hatte dafür draußen total Angst am Anfang und ist beim Essen sehr mäkelig (Pudel eben) - was wiederum bei den beiden anderen Welpen kein Thema war.


    Wir haben auch schon Erfahrung mit erwachsenen Hunden. Zusammengefasst waren die folgenden Themen für uns überraschend:

    * Angst draußen (in den ersten Wochen)

    * Autofahren ist nicht angeboren ;-)

    * Tolpatschigkeit und Selbstüberschätzung können gefährlich werden

    * Treppensteigen geht erst ab ca. 4-5 Monaten (und da auch nur dosiert), und es ist anstrengend, einen Hund mehrfach am Tag hoch- und runter zu tragen

    * Nicht alle Welpen gehen zur Türe und winseln hörbar, wenn sie raus müssen (die Zeichen waren da, aber teils sehr subtil...)

    * Jeder Depp schickt seinen 40kg-Hund ungefragt zu unserem 6kg-Hund, auch wenn wir uns demonstrativ wegdrehen, weil wir das nicht wollen ("das muss er doch lernen"). Seufz.

    * Und jede Frau Ü60 (sorry für das Klischee, aber es waren NUR die!) streckt ihre Hände nach ihm aus ("ja was bist denn Du für einer? Ach, hast Du ANGST?")


    LG

  • Dinge auf die ich bei Lilo geachtet habe :


    - überall anfassen lassen ( also wirklich überall, auch zwischen den Zehen, Zahncheck, Ohrencheck, Augencheck)


    - Fellpflege ( was bei der Rasse halt ansteht)


    - Die Badewanne/Dusche ist was voll Normales und Wasser von oben kannst du überleben


    - Aushalten können dass einfach mal garnix passiert


    - kennen lernen der Umgebung


    - kennen lernen der Stadt ( da kams mal mit in nen Park, in ein Einkaufszentrum, zum Fressnapf, in die Innenstadt... Aber ich lebe halt auch städtisch)


    - Bus und Bahn kennen lernen


    - alleine bleiben ( von Anfang an, relativ beiläufig) - dazu gehörig, du kannst mir nicht überall nach laufen


    - Leinenführigkeit ( wobei hier die Züchterin schon viel Vorarbeit geleistet hat, ebenso bei der Fellpflege)


    - ganz viel Fremde Menschen unterschiedlichster Art angucken ( Betonung lag wirklich auf angucken - da gings mal an der Kita oder am Seniorenheim vorbei und man hat mal geplauscht)


    - unterschiedliche Hunde sehen ( kennen lernen natürlich nur wenns ne guzte Idee ist)


    - andere Tiere kennen lernen ( in unserem Fall warens Hühner, Schafe und Pferde - Rinder hat sie bisher tatsächlich noch nie gesehen :see_no_evil_monkey:)


    - Dinge die du nicht haben darfst werden in etwas getauscht das in Ordnung ist



    Und weil ja im Laufe der Erfahrung mehr Dinge dazu kommen, wird der nächste Hunde definitiv auch Folgendes lernen :


    - Zähne nicht nur angucken, sondern auch putzen lassen


    - Ohren nicht nur angucken lassen, sondern auch Manipulation zu lassen ( was eben außerhalb des Gehörgangs möglich ist)


    - auf nem Tisch stehen ( ich hab für Lilo nie nen Trimm Tisch benutzt - Skandal :o )


    - Wenn du bei mir bist, bist du safe, da kann dir keiner auf den Sack gehen ( bei Lilo bin ich am Fernhalten Fremder Menschen gescheitert, beim Nächsten Hund werde ich definitiv deutlicher sein)


    - Allgemein dieses ich Regel für dich, wenn es die Situation erfordert



    Auf Föhn, Staubsauger und Co hab ich nie viel Wert gelegt, das ist halt einfach beiläufig in Alltag passiert. Lilo findet beides gruselig.

    Wenn ich mir die Haare föhne, muss sie das bspw grundsätzlich auf Distanz beobachten, bereit jederzeit zurück zu springen, aber sie muss es im Auge behalten. Aber weil sie vermutlich nie geföht werden muss, und es wirklich nur Skepsis ist, hab ich damit kein Problem ( hätte ich nen Hund den ich blowern muss, wäres blöd ^^).

    Beim Staubsaugen sehe ich den Vorteil drin, dass ich keinen Hund im Weg hab. Ich halte mich dabei aber trotzdem kurz, weil ich nicht will dass das zu viel stresst.



    Bei Susi hatten wir damals einfach sehr viel versäumt. Also quasi alles außer der Stubenreinheit.

    Die ließ sich Zeit Lebens nicht richtig Abtasten.

    Fellpflege war immer schwierig.

    Den Staubsauger hat sie vehement attackiert.

    Beim alleine bleiben hat sie Kabel mit Strom drauf zerfleddert.

    Leinenführigkeit war bis sie Erziehung genossen hatte, eine Katastrophe ( und dann auch nur bei mir möglich).

    Um nur nen paar Beispiele zu nennen.


    Dem entsprechend sind mir grade das anfassen lassen, Fellpflege, allein bleiben können und Ähnliches wichtig.

    Und seit Lilo vor allem auch, dem Hund wirklich Sicherheit zu geben wenns gebraucht wird, und auch Zähne putzen, weil ich mit ihr die Erfahrung gemacht hab dass es Hunde gibt die bereits sehr früh Zahnstein bekommen können.



    Insgesamt hab ich es allerdings dosiert. Also möglichst integriert in den Alltag, nicht zu viel auf einmal, aufhören wenns gut klappt.

    Dafür dass ich Lilo bspw sehr früh schon mit ins EKZ genommen hab, wurde ich kritisiert. Hat aber trotzdem gepasst, die ist im EKZ damals einfach auch mal eingepennt, und heute ist es kein Problem sie mit zu nehmen, weil Menschenmassen nicht jucken und der Gang zu Fressnapf war für sie immer wie für ein Kind das Bällebad. Sooo viel tolle Sachen, da hat man durchaus die ein oder anderen Diebstähle versucht :hust: ( und ich konnte sie auf die Waage stellen).



    Zu der Frage wie lange es dauert bis zum alltagstauglichen Hund :

    Ich schätze dazu kann man keine Angaben machen weils sehr insividuell ist. Hat man jetzt nen Spätentwickler oder is der Hund früher fertig? Wohnt man ländlich oder städtisch? Wie viel muss der Hund können damit der Alltag funktioniert? Wo liegen die Stärken/Schwächen? Wie ausgeprägt ist die Pubertät?

    Ect...

    Wir hatten bspw mit 1,5 noch deutliche Einschränkungen ( das erste Jahr war am Anstrengedsten, im 2. Jahr hatten wir andere Themen und immernoch an unseren Gängigen Baustellen zu feilen).

    Jetzt wird Lilo bald 3 ( Ende April), und ich hab das Gefühl, es läuft.

    Also ich würde sagen dass es ab 2. langsam lief, und wirklich zuverlässig isses erst mit 3.

    Unter dem 2. Lebensjahr, oder zumindest bis 1,5 würde ich noch keine großen Hoffnungen haben.

    Allerdings, hab ich hier nen Spätentwickler einer mittelgroßen Rasse ohne wohne städtisch.

    Kann gut sein dass ein kleiner Hund bspw bereits 1 Jahr früher schon ähnlich zuverlässig geworden wäre wie Das Schnauz jetzt.


    Susi war erst mit 7 zuverlässig, aber vorher wurde sie halt auch nicht erzogen :pfeif:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!