Liebenswerter Freigeist

  • Wir, das bin ich und meine 2 jährige Labradoodle Hündin Lotti sind seit heute Mitglied bei Euch!

    Lotti haben wir erst mit 5 Monaten bekommen. Leider haben wir dadurch die Prägezeit verpasst - diese durchlebte sie beim Züchter, der sie leider in kleinster Weise erzogen hat. (Sie war den ganzen Tag allein in einem leeren Raum. Hin und wieder wurde sie rausgelassen und durfte mit den anderen Hunden auf dem Feld frei laufen.)

    „Das wird schon, ist ja schon mein 3. Hund“.

    Von wegen!

    Lotti ist ein liebenswerter unerzogener Freigeist! Unerzogen - ja, denn sie ist extrem stur! Gut, ich bin leider auch nicht durchgehend konsequent (hab ich schon bei den Kindern nicht geschafft) Mittlerweile geht Lotti einigermaßen gut an der Leine, Rückruf klappt dann, wenn sie Lust hat :( Lotti liebt es, Spuren zu suchen!

    In der Hundeschule klappte alles vorbildlich, sobald wir dem Trainingsplatz den Rücken gekehrt haben, war alles gelernte vergessen.

    Auch Mantrailing hat sie vorbildlich gemacht und super schnell die versteckte Person gefunden. Ich habe damit aufgehört, da ich dachte, dass fördert ja noch diesen Suchinstinkt bei ihr.

    Leider sind ihr alle Arten von Lekkerlis egal.

    Auffallend ist, dass sie beim Gassigehen keinerlei Blickkontakt zu mir sucht. Zuhause klappt das dank Training bestens, draußen ist alles andere interessanter. Nach 3 Monaten Leinen-Gassi-Gang habe ich sie dann mal wieder frei gelassen - weg war sie. Sie kam nach ca. 20 min. wieder. Laut Tracker war sie 4 km von uns entfernt über die Felder gerast!!!!

    Gibt es vielleicht hier jemanden, der mir weiter helfen kann und will?

  • Als erstes käme bei mir an diesen Hund immer eine Schleppleine und das ohne Ausnahme.


    Warum habt Ihr den Hund aus so einer Aufzucht gekauft? Mir hätte man noch Geld dranbinden müssen...

  • In der Hundeschule klappte alles vorbildlich, sobald wir dem Trainingsplatz den Rücken gekehrt haben, war alles gelernte vergessen.

    Das ist ganz normal!

    Hunde müssen erst einmal lernen, daß DAS, was am Ort X zum Zeitpunkt Y geübt wurde, auch für andere Gegende und zu jeder Zeit gilt.

    Aber damit muß der Halter anfangen.

    Nennt sich Generalisieren.


    Meist braucht es so um die 2000 Wiederholungen herum - pro anderer Ort - bis es verstanden wurde ;)


    Auffallend ist, dass sie beim Gassigehen keinerlei Blickkontakt zu mir sucht.

    Übst Du das denn mit ihr auch?

    Bekommt sie eine Bestätigung dafür, daß sie was richtig gemacht hat?


    Zuhause klappt das dank Training bestens, draußen ist alles andere interessanter.

    Klar, wenn die Ablenkung zu groß ist, kann es nicht funktionieren.

    Dann fängt man kleiner an!

    Erst ohne Ablenkung, also zu Hause.

    Dann minimaler Ablenkung. Wenn das klappt, die nächste Steigerung.

    Nicht schon die hunderste Stufe nehmen wollen, wenn die zweite noch nicht so gut klappt ;)

  • Über die Felder gerast ist vermutlich eine nette Umschreibung für "Sie hat ein anderes Tier in Todesangst gehetzt, vielleicht verwundet oder getötet".

    Gerade jetzt, wo die Wildtiere durch den Winter geschwächt sind...


    Ist dir das bewusst?


    Mit einem LD hast du einen Mix aus zwei Jagdhundrassen.


    Dieser Hund gehört an die Leine und zwar dauerhaft, damit nichts geschieht.

    Weder anderen Tieren noch ihm, denn auch Jäger sehen es ÜBERHAUPT nicht gerne, wenn Hunde wildern...


    Die erste Hilfe ist "Leine dran". Die zweite Hilfe ist "Training". Die dritte Hilfe ist "Auslastung".

    Ich würde weiter mit ihr trailen, AJT machen, ihr eingezäunten Freilauf bieten.

  • Na klar bekommt Sie eine Bestätigung! Freundliche Stimme, streicheln. Lekkerli nimmt sie keine. Hast ja recht, dass das lange dauert. Aber sobald Lotti zur Haustür draußen ist, klappt nichts mehr. Sie ist regelrecht auf der Suche nach Ablenkung, egal ob Geräusche oder Gerüche. Auch wenn ich Sie an der Leine neben mir sitzen lasse, wird ihr das nicht langweilig. Sie schaut sich überall in der Gegend um - nur mich schaut sie nicht an. Gestern hat es 18 Minuten gedauert bis sie mich mal ansah!

    Zuhause ist sie absolut anpassungsfähig. Kein Problem allein zuhause zu sein, oder trotzdem wir zuhause sind, bleibt sie seelenruhig auf ihrem Platz liegen.

    Ist sie unterfordert? Sollte ich Agility mit ihr machen? Oder steigert das das Verhalten außer Haus bei ihr?

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Lekkerli nimmt sie keine.

    Ist sie denn sonst sehr verfressen?


    Warum ich frage?

    Wenn die Antwort JA lautet, dann kann der Hund nichts fressen, weil er gerade etwas unter Streß steht. Dann könnte was zuviel an "Ablenkung" vorhanden sein, womit sie noch nicht klar kommt.

    Also langsam damit anfangen - gerade bei so einer Aufzucht, wenn Du mit Deiner Vermutung bei ihr richtig liegen solltest.




    Und, solange der Hund nicht hört, würde ich ihr auch keinen Freilauf erlauben.

    Nur im abgetrennten Bereich, wo nichts passieren kann.

    Denn, mit jedem "Erfolg" - und dann noch ohne Dich - kommt für sie die positive Bestätigung.

    Eigentlich ja genau das, was Du nicht so haben möchtest.

  • Ich habe auch einen sehr Außenorientierten Terrier, der anfangs außerhalb des Grundstücks auch alles andere wichtiger fand und vor Aufregung keine Leckerlies nahm.

    Wir haben das Leinentraining kleinschrittig aufgebaut.

    zuerst nur vor dem Haus Kleinigkeiten trainiert wie mich anschauen, Sitz, 1 Meter an der Lockeren Leine etc.

    Wenn das dann gut klappte sind wir 10 Meter weg und wieder zurück, das dann allmählich immer weiter ausbauen ( ja wir sind Tagelang 20 Meter hin und her gelaufen, dann 50 Meter etc)

    Wenn der Hund keine Belohnung annehmen mag, ist die Aufregung zu Groß.

    Irgendwann machte es klick und wir konnten dann aufeinmal im Ländlichen Gebiet locker laufen, erst kurze Phasen konzentriert, später auch immer länger.

    Dorf geht jetzt auch hervorragend.

    Bis er auch im Stadtverkehr aufmerksam ist dauert es sicher, hat aber keine Priorität bei uns.

  • Ihr habt ja Recht, meist ist sie ja an der Leine. Da ich direkt an den Feldern wohne, gehen ich sehr selten an der Straße mit ihr Gassi. und die Gerüche dort sind natürlich verführerisch.

    Schleppleinentraining habe ich gemacht, aber Lotti ist so impulsiv, das ist mir echt zu anstrengend. In unserer Gegend sind leider selbst die Hundeauslaufgebiete nicht eingezäunt.

    Was meint ihr zu Agility oder hhundesport?

    Lotti hat eine Lebensmittelunverträglichkeit und darf nur Intestinal Futter von Vetconzept bekommen.

  • Nach 3 Monaten Leinen-Gassi-Gang habe ich sie dann mal wieder frei gelassen - weg war sie

    Wie habt ihr das denn vorher gehandhabt? Habt ihr sie da einfach laufen lassen, auch wenn sie regelmäßig jagen gegangen ist? Oder verhält sie sich erst seit kurzem so? Wie sehen eure Spaziergänge aus kurze Leine, Schleppleine, ist der Hund draußen grundsätzlich angeknipst? Lernt ihr auf dem Hundeplatz tatsächlich sinnvolle Alltagssachen (Impulskontrolle, sich selbst zurück nehmen, Reizen nicht nachgehen etc.) oder eher nur Kunststücke wie Sitz, Platz, Fuß?

  • Schleppleinentraining habe ich gemacht, aber Lotti ist so impulsiv, das ist mir echt zu anstrengend.

    Da wirst du in dem Fall ja gar nicht drumrum kommen. Zumal bald die Brut- und Setzzeit anfängt.


    Was meint ihr zu Agility oder hhundesport?

    Warum nicht wieder Mantrainling, wenns Spaß macht?

    ich mach mit meiner Hündin und das fördert in keinster Weise ihren Jagdtrieb - im Gegenteil, wenn sie genug fürs Köpfchen bekommt, ist sie beim Gassi viel entspannter.


    Agility würde ich nicht empfehlen, wenn dann Obi, Ralley Obedience, vielleicht noch THS. Aber an eurer Stelle würde ich wieder trailen gehn.

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