Bis zu welchem Alter wollt ihr Hunde halten?

  • Vor kurzem habe ich mit einer Gassi-Begegnung darüber gesprochen, ab wann man zu alt ist für die Hundehaltung. Unser Tierheim hat es nämlich laut Aussage dieser Frau abgelehnt, einen Hund an eine 75-jährige Frau zu vermitteln, worauf die sich sehr unschön über das Tierheim ausgelassen hat und nun ziemlichen Rufmord betreibt.

    Wie denkt ihr darüber und wie habt ihr es bei euch selbst mal geplant? Und macht ihr es auch abhängig vom Typ Hund, den ihr dann haltet, wenn ihr mal alt seid (also z.B. einen Kleinhund)? Und vor allem muss man ja auch bedenken, dass der Hund gegebenenfalls weitervermittelt werden muss, falls der HH eben verstirbt oder ins Heim muss oder sonst nicht mehr kann - wie plant ihr das?

  • Pläne mache ich da nicht, ich weiß ja nicht, wie fit ich in welchem Alter noch sein werde :ka:

    Solange ich fit bin und nicht alleine, wird hier auch ein Hund leben.

  • Ich hab da keine konkreten Pläne.


    Grundsätzlich find ich den Gedanken daran, im Rentenalter viel Zeit für den Hund zu haben, natürlich super.

    Aber realistisch betrachtet vom heutigen Standpunkt aus wird es für mich ohnehin schon schwer, mit der mickrigen Rente, die ich voraussichtlich erhalten werde, meine Grundversorgung abzudecken. In der Situation dann noch einen Hund halten zu wollen, wäre schlichtweg dumm und fahrlässig...

    Alleine durch die voraussichtliche finanzielle Situation im Alter hab ich ein zwiespältiges Verhältnis zum Gedanken "Mini-Sofawolf als Rentner". Nicht, weil ich nicht alt werden will, sondern weil ich mir jetzt schon Sorgen um meine finanzielle Lage in Alter mache.

    Irgendwie vorsorgen ist bei meinem derzeitigen Gehalt nämlich wirklich nicht möglich.



    Davon mal abgesehen könnte ich mir vorstellen, auch mit 60-75 noch einen Hund zu haben. Die Rasse würde ich dann eben meinem körperlichen Zustand anpassen.


    Ich finde, grundsätzlich kann man schlecht sagen, bis zu welchem Alter man einen Hund halten dürfen sollte. Es gibt Leute, die mit 60 schon nicht mehr fit sind und es gibt Leute, die mit 80 noch lockerflockig wandern gehen.

  • Ich find nicht dass man das am Alter festmachen kann. Ich kenne 70 jährige rüstige Rentner und 40 jährige die sich fühlen wie 80 :weary_face: und Krankheiten machen ja sowieso was sie wollen sei man 20 oder 80 man weiß es nicht..

    Das auch gesunde mitte 30iger einfach umfallen können hatten wir leider erst vor kurzem Bekanntenkreis :(


    Ich persönlich finde man sollte immer einen Plan B haben sollte man krank werden oder noch schlimmeres gerade wenn man alleine wohnt. Gerade Corona hat ja auch gezeigt wie schnell man zb in Quarantäne sein kann und einen Plan b für den Hund braucht.


    Aber auch mit Partner sollte man darüber reden was im Ernstfall mit Hund und co passieren sollte..

  • Ich hab mich das schon ein paarmal gefragt, ohne bisher eine Antwort gefunden zu haben. Allgemeingültig lässt sich das ja eh nicht sagen. Eine Art Reihenfolge habe ich für mich festgelegt, welcher Hund bei mir einziehen darf: zuerst höre ich auf, Hunde mit special effects aus dem Tierschutz zu nehmen, dann keine Welpen mehr, dann gar keinen mehr. Ich will möglichst verhindern, das einer meiner Hunde ein neues Zuhause braucht, weil es mich nicht mehr gibt, oder ich mich nicht mehr kümmern kann - weil die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Fall eintritt, sich mit zunehmendem Alter erhöht, will ich dann wenigstens Hunde haben, die sehr problemlos ein neues Zuhause finden. Aber wann welcher Punkt in meiner Reihenfolge erreicht ist, keine Ahnung... :ka:

  • Plan B muss man immer haben.

    Eine fixe Vorstellung, gar eine Zahl habe ich nicht.

    Klar ist, dass man ab einem gewissen Verfallsgrad einfach nicht mehr für Tiere sorgen kann.

    Bei dem einen tritt dieser Grad früher ein, bei dem anderen später.


    Ein guter Freund von mir ist mittlerweile 80 und Schäfer mit Herdenschutzhunden.

    Das meiste kriegt er noch selbst gewuppt, bei der Schur und bei der Klauenpflege braucht er Hilfe wegen Rücken.

    Dieser Freund hat geklärt, was mit seinen Tieren wird, wenn er nicht mehr ist. Wir befreundeten Tierhalter haben ein kleines Netzwerk.

    So ähnlich stelle ich mir das auch vor für mich.

  • Ich bin vom Rentenalter noch weit entfernt und weiß nicht, ob ich mir mit Mitte 70 noch einen Hund anschaffen würde. Das hinge davon ab, was ich mir dann noch zutraue. Wer weiß das schon im Voraus. Und das muss wirklich jeder selbst wissen.

    Ich finde es unmöglich, wenn dann irgendwelche 20-jährigen Tierschützerinnen meinen, jemand sei zu alt.

  • Für mich ist es eine Frage der körperlichen Fitness. Und eines guten Plans B.


    Bei uns ist das recht klar: Wir sind kinderlos. Die Sorge für unsere Haustiere, wenn wir nicht mehr sind oder können, übernimmt eine junge Freundin, die das jobmäßig kann und die wir auch als Alleinerbin eingesetzt haben. Hinsichtlich der Tierversorgung ist Testamentsvollstreckung festgehalten, so dass das auch testamentarisch so gut geregelt ist wie es geht.

  • Da fällt mir wieder ein Artikel aus dem Blog von Ralph Rückert ein, den ich regelmäßig verfolge. Dieser Ausschnitt trifft es für mich auf den Punkt:

    Zitat

    Und wenn kein solcher Plan B vorhanden ist und der Hund - zum Beispiel durch Versterben der Besitzerin / des Besitzers - doch im Tierheim bzw. der Vermittlung landet? So what? Dann ist das halt so! Dann ist der Hund von einer persönlichen Katastrophe getroffen worden und muss durch das hierzulande dankenswerterweise für solche Fälle vorgesehene Sicherheitsnetz aufgefangen werden. Das ist ein Risiko, das das Leben immer und zu jeder Zeit mit sich bringt, und da ist ein Hund nun mal nicht ausgenommen.

    Die Verknüpfung von (falsch verstandenem!) Tierschutz und Altersdiskriminierung ist in meinen Augen ein durchaus wichtiges Thema. Ich kann gar nicht zählen, wie oft in meiner beruflichen Laufbahn ich mitbekommen habe, dass Tierschutzorganisationen und Tierheime, die sonst bei jeder Gelegenheit Zeter und Mordio schreien, dass sie ihre Tiere nicht schnell genug unterbringen könnten, mir persönlich bekannten und nach meinem Dafürhalten perfekt geeigneten Leuten eine Vermittlung verweigert haben, nur weil sie schon ein gewisses Alter überschritten hatten.

    Quelle: https://www.tierarzt-rueckert.…nde=1489&Modul=3&ID=20454

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