Beiträge von tassut

    physioclaudi Irgendwie ist dann doch jeder Weg individuell, aber vielleicht kannst Du Dir von meinem Umgang mit Lilli und Wild was rausziehen, was für Euch passt. Lilli ist ein Labbi, jetzt knapp 2 Jahre alt. So richtig interessant wurde Wild mit ca. 11 Monaten, anfangs stand sie mir auch schonmal schreiend in der Leine, weil sie ein Reh nur gerochen hat. (Ich bin ziemlich sicher, dass es wegen des Rehs war, in dem Unterholz, um das es Lilli ging, stehen sehr regelmäßig Rehe drin.)

    Wie bei fast jedem Trainingsthema ist nicht die direkte Begegnung mit Wild/Wildgeruch die einzige Situation, die ich übe, auch das "drumrum" muss für den jeweiligen Hund passen, also Ruhe, Arbeit, Grundregeln, Grundruhe beim Spaziergang und prinzipiell runterfahren können. Das ist Dir bestimmt eh alles klar, darum nur das, was ich bei Wildgeruch gemacht habe und zum Teil immer noch mache:

    - schlafen. Oder wie es Hummel nennt, schlafieren = spazieren mit schlafen. Bei uns sieht das so aus: Lilli zeigt unterwegs irgendwann an, dass eine Stelle ganz besonders aufregend nach Wild riecht. Genau dort setzen wir uns hin, und machen genau gar nichts. Bis der Hund entspannt und womöglich auch ganz einschläft. Das kann dauern! Anfangs sind wir auch mal gut zwei Stunden da gesessen. Und wenn es noch länger dauert, dauert es eben noch länger. Ziel: Wildgeruch wird etwas normales, bei dem man sich selbstverständlich entspannen kann.

    - Wegtreue hilft, dass die Hemmschwelle größer wird, dem Wildgeruch im Zweifelsfall zu folgen

    - anzeigen in unterschiedlichen Abstufungen - bei uns hieß das z.B., dass Lilli mir anfangs ganz viele spannende Dinge im Wald anzeigen durfte, dann habe ich die unspannendsten für normal erklärt und nur noch das Anzeigen von "besseren" Gerüchen belohnt, usw. Mittlerweile findet sie nur noch ganz wenig mitteilungswürdig, und lustigerweise bestimmt sie manchmal auch selbst, ob der Geruch nun spannend genug war für einen Keks, oder ob sie ohne Belohnung weitergeht. :lol:


    Kannst Du damit schon was anfangen?

    Newstart2 Nachtrag: gerade lese ich im Freu-Thread, dass Du zu einem Giora Feidman Konzert gehst. Toll! Da würde ich den Dresscode einen Hauch weniger Richtung elegant schrauben und nicht unbedingt im Abendkleid kommen. Klezmer ist vor allem Tanzmusik - Ihr werdet da nicht tanzen, aber Ihr seht nun auch kein großes Sinfonieorchester im Frack. Hab ganz viel Spaß!

    Newstart2 Mal kurz meine persönliche Sicht von der anderen Seite aus: mir ist es völlig rille, wie die Menschen aussehen, für die ich spiele. Wohlfühlen sollen sie sich bei uns! :nicken: (Ich hab allerdings auch genau Null Auge für Mode. Also nur, damit Du meine Antwort richtig einordnen kannst. :lol: )


    Älteres Publikum kommt häufig in Anzug (Herren) und Kostüm bzw. Abendkleid (Damen), jüngere Menschen z.B. in Jeans + Jackett (Herren), oder einfach schlicht+elegant (Damen).

    Sonstige Klassikkonzerte-Tipps: Kaugummi raus, Handyaufnahmen (Bild und/oder Ton) sind fast nie erlaubt, und auch sonst macht sich ein Handy während des Konzertes im Flugmodus am besten. :D Alles, was potentiell Geräusche von sich gibt, könnte die Umgebung stören. Also z.B. die Fußschellenglöckchen zum Bastrock, die Gebetsmühle zur tibetischen Mönchskutte oder das Minischwein unterm Arm. Und ich würde den Haaraufbau auch nicht in die Höhe wachsen lassen, damit die Menschen hinter Dir auch noch was sehen. Der Rest ist nicht wirklich so wichtig, lerns einfach mal kennen. Viel Spaß! :bindafür: