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Beiträge von McChris

    Das gehört tierärztlich angeschaut - mit dem VS hat das eher nichts zu tun.

    Ist sie kastriert oder intakt? wenn letzteres, wann war die letzte Läufigkeit? Wenn letztere um die 6 Wochen her ist, könnte auch eine Gebärmuttervereiterung im Raum stehen, das wäre ein Notfall.


    Das kann aber auch alles mögliche andere sein - ich zähl jetzt nichts auf, um Dich nicht verrückt zu machen.

    Wenn sie soweit stabil ist grad vom Allgemeinzustand her, geh gleich morgen zum TA.

    Wenn irgendwas "komisch" wird, halte Rücksprache mit einer Tierklinik, auch nachts.

    Vielleicht entwickeln sich die Zucht und Ausbildung von Herdenschutzhunden zu einem Nebenerwerb für Berufsweidetierhalter.

    Das sinnbefreite Vermehren ists schon längst - eine hervorragende Einnahmequelle. Sowohl in "Vereinen", als auch von zahlreichen Tierhaltern.


    Aber solange selbst noch Schäfer, die schon Jahre mit diesen Hunden arbeiten, so Sachen raushauen wie "die greifen alles an", sehe ich eine vernünftige Ausbildung nur bei sehr wenigen.


    Das Rosilein - ich weiss nicht, ob das ein extra Bericht oder eine Vorschau auf den anderen am Mittwoch sein soll.

    Ich wollte nur bemerkt haben, dass in diesen Hunden aus dem Video schon einige Jahre Arbeit durch den Herkunftsbetrieb gesteckt haben. Endlich "fertige" Hunde gibt niemand gern her.


    Etwas, was ich gespannt verfolgen werde, sowohl, obs wirklich "Goldie" ist, die da von Elli Pirelli erwischt worden ist, als auch, wie sich der Tod eines Elterntieres auf den diesjährigen Wurf auswirkt in Sachen Angriffe auf Nutztiere. Es wird ja immer gesagt von den Wolfsexperten, dass Elterntiere deshalb nicht geschossen werden sollen, weil jagdunerfahrene Jungwölfe dann erst Recht auf einfach zu bekommende Nutztiere umschwenken:

    https://www.om-online.de/om/wo…PiVxPa1FYpS6bObkGiR-qXhbI

    Was da leider nicht so deutlich gesagt wird in dem Bericht: der jetzige Erfolg liegt vor allem daran, dass da drei Hunde eingesetzt werden, von denen 2 erwachsen, der Dritte fast erwachsen, sind, die als Team bereits eingeschworen sind und bereits sehr erfahren sind. Also nicht, wie sonst so manches Mal (weil die Hunde nun mal nicht im Regal liegen), viel zu junge, viel zu unerfahrene Hunde, die dann auch noch zusammengewürfelt werden und sich so mit einer traumatisierten Herde UND angriffsversuchenden Wölfen rumplagen müssen. Das darf man nicht unterschätzen.


    Nur gibt es solche "fertigen" Hunde-Teams nicht wie Sand am Meer.

    Ich finde so Aussagen, wie da muss eine Basis aufgebaut werden, der Hund muss seine genetische Veranlagung ausleben lassen und ihm muss seine Rolle zugewiesen werden, etc. immer schlecht greifbar, mir fehlt da die Vorstellungskraft, wie genau das beim HSH aussieht...

    Die Grundlage in der Haltung von HSH ist, dass man sich im Klaren sein muss, dass man da keinen einfach nur Mitläufer hat, sondern einen Hund, der dazu gemacht ist, im Team von Hunden und Menschen inmitten der Schützlinge sehr unterschiedliche Aufgabenbereiche in Sachen Herdenschutz abzudecken und der auch im Alltag als Privat-Hund eine Aufgabe erfüllen möchte.

    Der Jagdhund in Jägerhand geht nicht 24/7 die Woche auf die Jagd - der hat klar getrennte "Freizeit", in der er auch einfach nur Haus- und Familienhund ist.

    Der HSH an der Herde ist 24/7 im Einsatz. Der macht seinen Job IMMER. Sein Leben lang.


    Um mit HSH gut zusammenarbeiten zu können, muss man lernen, ihnen ihren Aufgabenbereich auch zuzugestehen.

    So wie das - ich hoffe nur momentan in der Übergangsphase - bei Fundus läuft, der steht draussen unterwegs ständig unter "Vollkommando" wird das auf Dauer nicht gut gehen. Nie das tun zu dürfen, wofür man da ist, schafft immensen Frust.

    Wenn die Halterin im Umgang mit ihm lernen würde, ihn beobachten und melden zu lassen, dann aber die Verantwortung für die Entscheidung "wie gehen wir mit dem Gemeldeten um?" zu übernehmen, würde Fundus sich das annehmen, denn er ist dazu gemacht, so im Team zu arbeiten. Und dann bräuchte es dafür auch keine Kommandos mehr. Das wäre dann einfach so.

    Diese Vollkommando-Sache draussen unterwegs kann ich nur nachvollziehen, wenn sie dazu da ist, erst einmal einen grundlegenden Wandel zwischen den Beiden zu bewirken. Dass Fundus überhaupt erst mal lernt, darauf zu achten, was die Halterin will. Dass er versteht, dass seine Halterin sich von seinem Schützling zu seinem Mentor gewandelt hat. Wenn das klappt, muss die Halterin Fundus wieder etwas mehr an selbständig auszuführenden Aufgabenbereichen zuzugestehen lernen. So nach dem Motto, er scannt die Gegend ab und weist sie auf Ungewöhnliches hin.

    DANN wird er zufriedener sein, weil er einen Grossteil seiner Anlagen ausleben darf. DANN arbeiten die beiden miteinander statt gegeneinander. Und dann wirds auf einmal viel leichter.




    Die HSH in Privathand, die ich bisher kennengelernt habe, haben eines gemeinsam: sie haben extrem gelassene Halter, die diese Gelassenheit auch auf ihre Hunde übertragen.

    Ich finde so Aussagen, wie da muss eine Basis aufgebaut werden, der Hund muss seine genetische Veranlagung ausleben lassen und ihm muss seine Rolle zugewiesen werden, etc. immer schlecht greifbar, mir fehlt da die Vorstellungskraft, wie genau das beim HSH aussieht... Ich lerne gerne dazu und würde gerne aufgeklärt werden.

    Ja, das ist verständlich.


    Ein Grossteil dessen, was den HSH ausmacht, ist es, das Umfeld im Auge zu behalten, ungewöhnlichen Ereignissen gegenüber besonders aufmerksam zu sein und alles, was passiert, nach seinen Kriterien zu "bewerten".

    Da hats der HSH im Herdenschutz recht leicht - dem gehts darum, alles Fremde von seiner Herde fernzuhalten (durch Bellen und ich nenns mal Imponierverhalten) und im Falle eines Angriffs auf seine Herde, diese notfalls bis zum eigenen Tod zu verteidigen.

    Letzteres gibts beim HSH in Privathand nicht.

    Was man ihm aber als Minimum zugestehen MUSS, ist das, was ich im ersten Satz geschrieben habe.

    Ein HSH in Privathand muss zumindest diesen Part ausleben dürfen.

    Dazu gehört auch, bei Hundebegegnungen hinschauen zu dürfen und nicht umgelenkt zu werden.

    Dazu gehört auch, den finsteren Fremden im Auge behalten zu dürfen.

    Dazu gehört, im hoffentlich vorhandenen Garten zu thronen und ständig die Umgebung abzuscannen.

    Dieses Abscannen macht auch den grössten Teil des "Jobs", den HSH an der Herde haben, aus.

    Einem HSH in Privathand das nicht zuzugestehen, wenn man ihm schon das Schützen wegnehmen muss, ist mentale Kastration.

    Lässt man ihn das machen (was nicht gleichbedeutend ist, man lässt ihn dann allein entscheiden, wie er mit merwürdigen Dingen umzugehen hat, das ist die Sache mit Melder und Akteur), kann er seine Veranlagungen in einem schon recht befriedigendem Anteil ausleben. Wie wichtig das ist, wissen alle, die Jagdhunde als Privathund halten - wir suchen für diese Hunde immer eine ihrem Ursprungsjob nahekommende Ersatzbeschäftigung. Die braucht der HSH auch.


    Mehr gleich.

    Ich gehe jetzt in den Tread von McChris und lese über HSH.

    Ich bin tatsächlich davon überzeugt, dass es als Halter eines HSH in Privathand wichtig ist, zu verstehen, wie dieser Hundetyp "funktioniert" und das sieht man am besten, wenn man diese Hunde mal im Einsatz sieht. Das schreddert die kursierenden (und oft so falschen) HSH-Mythen sehr schnell, wenn man diese Hunde bei dem erleben kann, wofür sie da sind. Wer bei den Mc`s mal reinlesen möchte in meinem Foto-Thread, ab hier gehts los:

    RE: Die Vierbeiner der Wild-Bunch-Ranch

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