Beiträge von McChris

    Oh, Bienen funktionieren schon ganz gut. :lol:

    Wenn oberhalb von uns Raps angebaut wird, stehen da auch Bienenkästen, dann trauen sich viele nicht mehr über den Weg dort.

    Aber der Imker muss ja auch regelmäßig zu seinen Bienen - das wäre dann den Teufel mit dem Beezelbub austreiben, was das Rumlaufen da unten angeht.


    Ich glaub, ich probiere es am ehesten mit kleinen Aufklär-Schildern ganz am Anfang und ganz am Ende der Flächen.

    (Auch, wenn die HSH-Schilder auch nie jemand liest)

    Danke für den Input - auch für den "Frust-Alber-Input".

    LBV bin ich drin, die haben mit ihren BK-Flächen ganz ähnliche Probleme, trotz Projekt-Bekanntheit und ausführlicher Beschilderung.

    Oft machen Schilder es noch schlimmer - dann wollen die Leuts gucken gehen.

    UNB weiss Bescheid, dass hier BK sind, hat aber z. B. bei den Techno-Open-Airs auch nix unternommen. Da hab ich erst Hoffnung, dass sich da mal was ändert, wenn der jetzige Zuständige in Rente geht.


    Um meine Flächen rum ist ein wolfsabweisender Zaun. Die Leuts trampeln durch den Randstreifen VOR dem Zaun, der aufgrund von Schwengelrecht bei Zäunen automatisch entsteht. Grad in Zaunnähe sind aber die BK sehr gern, weil die Zaunpfosten ihre Ansitzwarten sind - wir haben ein 2 ha-großes Wiesenstück, dass wir unsere "Wiesenbrüterwiese" nennen und das wir selbst, auch die Rinder und die Mc`s nicht, zwischen Ende März und Mitte Juli nicht betreten, damit die Herrschaften da wirklich ihre Ruhe haben.


    Hier ist kein Weg an den Flächen - die Leuts halten sich einfach manchmal nicht an die Regeln und latschen irgendwo in der weglosen Pampas rum, wo sie selbst in Bayern in der Vegetationsphase nichts verloren haben.

    Ich kriegs automatisch mit, weil die Mc`s natürlich anschlagen, wenn da wer am Zaun rumläuft.


    Wir verzichten auf Ertrag und kaufen teuer Futter zu, damit das hier artenreiches mageres Grünland sein kann, um unseren Teil, den wir machen können, zu machen.

    Es ist einfach immer wieder furchtbar bitter, wenn jahrelanger Einsatz durch solche Deppen gefährdet wird.


    Wir haben in Oberfranken nur noch um die 30 - 40 Brutpaare. Da ist jedes Einzelne eine Kostbarkeit, die es zu schützen gilt.

    Mich macht es immer wieder völlig fassungslos, wie egal das dem größten Teil der Erholungssuchenden ist.

    Und noch fassungsloser machts, wenn dann wie heute die Leuts trotz Erklärungen und freundlicher Bitten einfach weiterlatschen und dann wie heute auch noch doof werden.

    Ich brauch mal Eure Hilfe.

    Das hier ist das Problem:

    Alle Versuche, Menschen nett und freundlich anzusprechen, wenn sie rumlaufen, wo sie nichts zu suchen haben und dabei das 1, in Worten EINE Brutpaar Braunkehlchen hier gefährden, sind bisher fehlgeschlagen. Ich verzweifel an der Menschheit, wie kann man so ignorant sein?

    Wie kann man die Menschen erreichen?

    Ich bin immer freundlich dabei, weil ich mir denke, so machts am meisten Sinn und so wirds am ehesten angenommen.

    Ich weiß auch, dass Menschen nicht gern dabei erwischt werden, wenn sie was "Falsches" machen, entsprechend dezent bin ich dabei.

    Ich erkäre das mit den Vögeln und ich erkläre, wie empfindlich sie auf solche Störungen reagieren.

    Ich bitte freundlich darum, ein Stück zurückzugehen und am Feldrand in Richtung deutlich sichtbarem Weg abzubiegen.


    Es macht keiner.

    Ich werde angepampt.

    Ich bekomme Sprüche wie "Ich bin auch vom Aussterben bedroht" oder werde anderweitig dumm angemacht.


    Gibts da Tricks und Kniffe?

    Oder ist die Menschheit einfach verloren?

    Kann ich wohl jetzt Rillen in den Mulch ziehen und die Saatbänder da einarbeiten? Kann das klappen?

    Ja. Einfach den Mulch etwas beiseite schieben, damit Platz und Luft und Licht für die Keimlinge da sind. Das muss keine breite Saat-Autobahn sein.

    Ich finde nackte Beete inzwischen geradezu obszön :D

    :gott: :gott: :gott:


    Sind sie auch. Und widernatürlich sind sie ebenfalls. Unbedeckter Boden ist einfach falsch. Der verkrustet viel schneller, der erodiert, der kann schlechter Wasser aufnehmen, wenns endlich mal regnet. Die Bodenlebewesen mögen so Krusten-Boden gar nicht gern.

    Allein die krümelige Beschaffenheit des Bodens unter der Mulchschicht - auch heute nach X heissen, trockenen Tagen ist der Boden noch kühl und feucht darunter. Ich muss, wenn die Jungpflanzen Fuß gefasst haben, kaum giessen.

    Nun bin ich mir unsicher: war es richtig so wie ich reagiert habe, also wegzugehen und nicht mehr hinzuschauen?

    Ja. Absolut.


    Ein HSH will lediglich Gefahr von seinem Schützling fern halten. Wenn sich die vermeintliche Gefahr freiwillig wegbegibt, dann sind sie im Normalfall zufrieden damit.

    Grundsätzlich: sich absolut deeskalierend verhalten (= nicht anstarren, sich z. B. seitlich etwas wegdrehen, Rückwärtstendenz), den eigenen Hund auf die abgewandte Seite nehmen (soweit das geht) und sehr eng bei sich führen.


    Das da oben ist nur die Empfehlung für den "was, wenn"-Moment.


    Grundsätzlich hat die Dame einen an der Waffel, ihren Hund so rumlaufen zu lassen.

    HSH in Privathand sind viel zu oft (nicht immer, es gibt auch super Halter!) "verwirrte" Hunde, die nicht wissen, wohin mit ihrem Schutztrieb. Was Du schreibst, dass der Hund die Halterin beschützt und sich z. B. quer davor stellt, ist kein so gutes Zeichen. Denn von ihrem Schützling lassen sich diese Hunde zwar alles mögliche gefallen, aber sie lassen sich nichts von ihnen "sagen". Das kann richtig in die Hose gehen.