In den Original-Ländern werden meist Rüden eingesetzt, niemand kann sich erlauben mehrere Tagesetappen vom Dorf weg zu sein und die Hündin wird plötzlich läufig.
Theoretisch kann man eine sicher zauntreue Hündin im Herdenschutz einsetzen, auch wenn sie läufig ist. In hiesigen Breitengraden mit vielen schlecht hörenden, freilaufenden Spaziergänger-Hunden ist das aber nicht empfehlenswert. Manche Tierhalter machen es dennoch. Meist geht es gut, manchmal gibts dann lustige Mixe.
Hier gibts den Verhüterli-Zwinger, in dem McYassi während der Läufigkeit von den Rüden getrennt ist, wenn ich nicht unmittelbar dabei bin. Im Sommer lümmelt sie dann im Offenstall-/Auslaufbereich rum, während die Rüden und Rinder auf der Weide sind. Im Winterbetrieb wechsel ich die Hunde ab.
Läufigkeit ist aber einer der wenigen Momente im Leben eines Herdenschutzhundes, die den Herdenschutz an 2. Stelle rutschen lassen können.
In wilderen Ländern gibt es immer wieder Berichte über Verpaarungen von HSH mit Wölfen, egal wie rum da die Geschlechterverteilung ist.
Wie man damit umgeht als HSH-Halter, muss man selbst herausfinden, da spielen ja auch betriebliche Gegebenheiten eine Rolle.