Beiträge von McChris

    Passt ja gerade auch zum Thema, ich hatte das hier glaube ich schonmal gefragt, aber ich versuche es nochmal: woran liegt es eigentlich , dass (zumindest viele) HSH nicht lernen, angeleint normal vorbeigehende Hunde nicht als Bedrohung zu erkennen?

    Das muss man mit denen trainieren und dafür hat der Durchschnitts-Tierhalter vermutlich weder die Zeit, noch die Nerven. Das geht mit nicht ganz so caniden-scharfen HSH-Rassen (da gibt es große Unterschiede) etwas leichter und es gibt immer auch Individuen, die das von sich aus anbieten, aber die Norm ist eher der HSH, dem man das gezielt beibringen muss, dass passierende, angeleinte Hunde ok sind.

    Denn grundsätzlich müssen HSH auf Raubzeugs aller Art reagieren, wozu nun mal auch Hunde gehören. Und dabei ist es vollkommen egal, wie sich das Raubzeugs präsentiert.
    Auch Wölfe traben mal ganz gechillt am Zaun lang - da erwartet man ja auch nicht, dass die HSH "sagen", ja gut, der läuft da halt lang, pennen wir weiter.

    Hier ist es so, dass die Mc`s bei kurz geführten Hunden (= die Hunde sind wirklich direkt neben ihrem Menschen) einmal anschlagen (die kommen hier beidseits der Flächen über eine Kuppe und tauchen da entsprechend plötzlich im Blickfeld auf) und dann beobachtend am Zaun mitlaufen.
    Flexileinen, Schleppleinen "zählen" da nicht, wenn ein Abstand von mehreren Metern zum HH ist.
    Sie unterscheiden auch zwischen Hunden, die sie kennen und kompletten Fremdhunden. Wenn hier einer tagtäglich mit seinem Hund langginge und sich dabei leidlich berechenbar verhält, dann ist das nach ca. 2 Wochen "Alltag", sowas können die Mc`s ohne Unterstützung.

    Wie energisch sie auf freilaufende oder langleinen-Hunde reagieren, hängt vom Verhalten der Hunde ab. Ein gemütlich langschlurfender Oldie wird anders behandelt, als z. B. der Zwergspitz, der ein Teilzeit-Hund hier im Dorf ist, gern zurückbellt und die Ringelrute forsch hoch trägt. Am "schlimmsten" sind für die Mc`s bisher Hütehunde vom extrem wuseligen Typ gewesen, die auch schon mal in Hütestellung mit gesenktem Kopf hinter ihren Menschen her agieren. Das sind Anzeichen von Jagdverhalten und das triggert natürlich enorm.


    Aber ein Generalisieren, dass Fremdhunde allgemein und immer ok sind, macht im Herdenschutz einfach keinen Sinn. Das sind sie nicht, die Fremdhunde. Dafür gibt es zu viele Übergriffe auf Weidetiere auch durch Hunde.

    Ich habe, als ich noch in diesen Herdenschutzvereinen tätig war, viele HSH gesehen, die mit den Aussenreizen, die situativ an manchen Standorten im Dauerstakkato auf sie einprasseln, massiv überfordert waren. Wenn man bedenkt, dass die Hauptzeit für die HSH eigentlich die Nacht ist und sie tagsüber auch ruhen sollten, sind das ganz enorme Anforderungen, die unsere HSH da bewältigen müssen. Die Mc`s haben schon recht viele Löffelchen in der Besteckschublade, aber auch die kommen an Tagen mit hoher Erholungssuchenden-Dichte, zig Fremhunden, Drachenfliegern, Radfahrern und Co mal an ihre Grenzen. Sie haben lediglich das Glück, dass sie hofnah stehen, ich das mitbekomme und ihnen an solchen Tagen mal ne Auszeit verschaffen kann, indem ich dazukomme und sie aus der Verantwortung nehme, was sie dann für ein Power-Nap nutzen. Das kann der normale Tierhalter gar nicht leisten.

    Bringt Babypuder was? Oder gibt es irgendein Hausmittel was wirklich hilft?

    Zu dem, was Ihr eh schon macht, fällt mir nur noch ein, ggf. Socken aus anderem Material zu nutzen. Ich trag ja tagsüber überwiegend schwere Arbeitsstiefel, die jetzt nicht wirklich gut fürs Fussklima sind und da machts einen grossen Unterschied, was für Socken ich anhabe. Ich nutze Norwegersocken mit sehr hohem Wollanteil, ein wenig Synthetik darin geht, aber nicht zu viel. Vllt. ist das ja noch eine Idee.

    Inzwischen atme ich einfach nur noch,

    Das ist Regel Nr. 1, wenn man Herdenschutz mit Hunden betreibt. Einfach atmen. :lol: Und vllt. noch ein wenig :???::skeptisch::emoticons_look::muede::fear::roll:. In einem Touri-Gebiet macht Erklären einfach überhaupt keinen Sinn (außer vllt. fürs große Ganze), es kommen ja immer Neue mit weiteren lustigen Ideen. Ich schlage drei Kreuze, wenn wir es hier endlich weggeschafft haben.
    Ich greife ein, wenn ich merke, dass es für die Mc`s zuviel wird und an so Tagen wie jetzt über Ostern lasse ich Rinder und Hunde halt erst zum Abend hin raus. Tagsüber macht da überhaupt keinen Sinn, wenn regelrechte Völkerwanderungen oberhalb und unterhalb der Flächen stattfinden. An 330 Tagen im Jahr haben wir hier alles für uns, die schönen Sonn- und Feiertage müssen wir irgendwie anderweitig überstehen. Normale Spaziergänger/Wanderer und normale HH mit möglichst angeleintem Hund sind kein Problem.

    An Weiden ist das ähnlich wie bei freien Hunden. Langsam laufen, Bogen schlagen und den eigenen Hund auf der abgewandten Seite führen. Und er soll bitte nicht starren, zurück imponieren, einfach kleine Brötchen backen und "wir gehen einfach nur vorbei ok?" :sweet: signalisieren.

    Das wäre ein Traum! Denn ja, wenn mal einer in 10 Jahren mit den HSH hinter Zaun tatsächlich in eine Kommunikation eingeht, dann sind die hier regelrecht verdattert und nehmen das SOOOO gern an, dass endlich mal wer kapiert, worum es geht. Da reicht dann ein Schritt zur Seite, ein kürzer Nehmen des Hundes, ein simples "oh sorry Jungs, ich tu Euren Rindern nix, ich geh ja schon".

    Aber in der durchschnittlichen Realität im Herdenschutz gibts das leider nicht. Da werden die HSH von Spaziergängern angebellt, Hunde bekommen Stöckchen nahe am Zaun geworfen, es wird sich frontal zu den Hunden gedreht in der oberfränkischen Protesthaltung mit in die Seite gestemmten Armen oder mit fuchtelndem Wanderstock. Der Zaun scheint für die meisten Menschen eher zu symbolisieren, dass sie auch bis genau dorthin dürfen.

    Hier steht 30 Meter oberhalb meiner Flächen eine Relax-Liege. Da gibts Hundehalter, die da gemütlich drauf sitzen, über meine Flächen drüber ins Panorama starren, ihr Hund läuft frei drum rum, ich komm irgendwann entnervt dazu und nehm die Mc`s aus der Verantwortung und steh dann da rum, starre die so :skeptisch2::emoticons_look::skeptisch2: an und warte, dass die merken, dass das SO keine so tolle Idee ist. Aber die packen dann noch gemütlich Picknick aus. Spaziergänger ohne Hund können da Karussell mit fahren oder Handstand drauf machen - aber fremde Hunde so lang so dicht und so frei nahe beim Zaun, das ist und bleibt ein NoGo.

    weibl. Buchfink

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    Rotkehlchen

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    Die ersten Rauchschwalben sind seit heute da :herzen1:

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    Star

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    Viele Menschen denken ja, bei uns in BY gäbe es keine Windräder....Stimmungsbild mit Rotmilan

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    Heute hab ich Vögel gehört, die ich nicht kannte und siehe da: Wiesenpieper scheinen hier Rast zu machen. Da hab ich aber kein Foto geschafft, nur die Merlin-Bird-App hats dokumentiert.

    HSH hinter Zaun (übrigens eine der dämlichsten Erfindungen, die es gibt, weil Beutegreifer das schnell raus haben, dass sie den Hunden vor der Nase rumtanzen können) haben ja keine anderen Möglichkeiten als eben das Bellen. Sie können weder zum Auslöser hin und abchecken, noch können sie ihn daran hindern, immer näher zu kommen. Entsprechend stecken sie alle Energie da rein, schon von Weitem sehr nachdrücklich klar zu machen, dass es keine gute Idee ist, sich mit ihnen anlegen zu wollen.

    HSH hinter Zaun müssen also zwangsläufig mehr bellen, als HSH in Freiweide.

    Bei welchen Auslösern sie bellen, hängt davon ab, wie der Alltag so aussieht. Wenns normal ist, dass da Hinz und Kunz mit Hunden, Katzen, Alpakas langmarschiert, dann sind sie da i. d. R. entspannt, solange sich alle berechenbar benehmen und die Hunde angeleint und eng beim Menschen geführt werden. Wenn da nur alle Jubeljahre mal ein Passant mit Hund lang kommt, dann wird mehr Terz veranstaltet.

    Wenn HSH für Freiweide vorgesehen sind, werden sie entsprechend rangeführt an diese Aufgabe. In touristisch genutzten Gebieten ist das schon noch eine spezielle Herausforderung. In der Schweiz gab es lange Zeit spezielle Ausbildungsprogramme dafür. Das sieht dann im Idealfall so aus:

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    Viel zu abgelegen.

    Da sieht man doch sogar das Nachbargehöft. Für hiesige Ansprüche wäre das viel zu dicht dran. :lol:

    Was ich immer wieder faszinierend finde ist diese Diskrepanz zwischen "Natur vor der Haustür" und der absoluten Anti-Biodiversitäts-Gartenstrategie.
    IM Haus würde ich nach drei Minuten Augenkrebs bekommen, dieses Wirrwarr aus Mustern und Farben würde mein Nervensystem völlig überfordern. Und draussen würde ich erstmal 5 Jahre gar nichts machen, bis sich der ach so tolle "Park" wieder erholt hat.

    Ich halte nix davon, sich quasi wegzuschleichen, das hat für mich was mit Vertrauen zu tun. Wenn sowas eine der ersten Erfahrungen eines Welpen mit dem Alleinbleiben ist, kann der Schuss nach hinten losgehen. Aufwachen, feststellen, dass eins auf einmal allein ist, kann eine fiese Erfahrung sein.

    Ich gehe mal davon aus, dass Shalea so Kriterien wie "lebensmitteltauglich" beachten muss.

    Wenns nicht durchsichtig sein muss (zwecks einfacherer Kontrolle) wäre ich auch Team Maischefass. Durch die weite Öffnung sind die gut zu bepacken und die Spannringe sorgen für große Sicherheit, was Schädlinge angeht.

    Maischefass rund mit Griffen 30 l mit Deckel und Spannringverschluss
    Hochwertiges, rundes Maischefass mit Deckel und Spannringverschluss, zugelassen für Lebensmittel. Das leicht handzuhabende Fass, je nach Ausführung mit…
    www.baywa.de