Beiträge von McChris

    Vergangene Nacht war der Tiefstwert -10° C - McGee und McYassi haben dann auch mal die Hundehütten genutzt, McGyver, der angezeigt hat, dass er ein wenig friert (kurze Momente, in denen er den Rücken leicht aufgezogen hat), hat den Mantel anbekommen und damit in der Hütte geschlafen. Heut morgen waren sie gut drauf und munter, das scheint also gepasst zu haben. Zur Nacht kriegen sie nochmal extra Futter, so eine Art warmer Suppe.

    Womit sie alle drei ein wenig Probleme haben, ist im Rinderauslauf der plattgetrampelte, verhartschte, gefrorene Schnee, da geht ab und an die ein oder andere Pfote mal in die Höhe, da schicke ich sie in den Eingang vom Offenstall, wo sie dann auf Stroh stehen können und dann ists auch sofort wieder ok. Lockerer Schnee macht ihnen nix.

    Den Rindern macht das alles überhaupt nix, die liegen noch mittenmang in ihrem absoluten Wohlfühltemperaturbereich. Die alte Kuh Brauni ist wegen ihrer Arthrose-Hüfte in ihrem Extra-Stallbereich mit einer dünnen Decke über Rücken und Hüfte eingedeckt, das hat sich über die letzten Jahre im Winter als hilfreich für die Arthrose erwiesen. Ansonsten bekommen sie ein Kilo Heu mehr als sonst, Brauni nur 1/2, weil bei Rindern die Heizung ja durchs Verdauen passiert.

    Für uns Menschen besteht die Schwierigkeit nur darin, sich situativ angemessen anzuziehen. Wenn man körperlich arbeitet, sieht das anders aus, als wenn man mit den Hunden auf die eisige Freifläche zur Zaunkontrolle geht.

    Die Wassernäpfe der Hunde haben mit den Hot Stones durchgehalten bis heut früh, bei den Rindern ist eine Eisschicht bis zu drei Zentimetern in den Wasserbottichen überhaupt kein Problem, die drücken sie einfach mit dem Flotzmaul durch, wenn sie was trinken wollen (man sieht dann ja die Reste der einzelnen Eisschichten am Rand). Vermutlich würden sie auch mehr schaffen. Wenns noch viel kälter wird, kommen die Wasserbottiche in den Stall - da die Rinder aber gern rumplantschen, machen wir das nur noch, wenns anders gar nicht mehr geht.

    Vorgestern Nacht ist wieder ein Rehkitz (ich weiß gar nicht, wie lange man die als Kitz bezeichnet, auf jeden Fall ein Jungtier aus 2025) gerissen worden, keine 80 Meter von meiner Waldrandweide entfernt. Die Jäger geben das hier leider nie ans LfU weiter, die Spuren im Schnee waren schon verweht, der Kadaver schon nachgenutzt, so bleibt ungewiß ob Wolf oder Luchs. Hier gibts ja seltsamerweise beides, auch wenn immer wieder behauptet wird, dass beide Tierarten auf die jeweils andere verzichten können und eher nicht gemeinsam vorkommen.

    Das Muttertier hat Schreckrufe ausgestoßen, das liess sich diesmal recht gut zuordnen vom zeitlichen Rahmen, denn auf diese Rufe reagieren die Mc`s. Dazu die WK-Aufnahmen von einem Luchs mit Jungtier am Ziegenhänger in der Silvesternacht. Die sind hier gerade sehr präsent - die Hunde sind entsprechend "gestimmt". Das ist wohl so ein typischer Fall von "wenn das Wild im Winter näher an die Dörfer kommt, bringt es die Beutegreifer mit."

    Tagsüber die Wintersportler, die ungemeine Unruhe in die Wälder und ins freie Feld bringen, weil die im Winter ja überall rumkrauchen und nachts die Beutegreifer. Das Wild tut mir einfach leid, das hats grad witterungsbedingt schwer genug.

    Nun ist das Wetter so garstig - Sturm, Schnee, deutliche Minusgrade -, dass ich eigentlich Hoffnung hatte, dass die Ziege bei sowas doch noch mal zum Futterhänger kommt. Das wäre allerdings keine gute Idee - ich hab Luchs mit Jungtier direkt am Hänger vorbei laufend auf der WK gehabt.

    Ich schau noch ein wenig, ob ich noch von Sichtungen nach Ende November erfahre, aber das sind nur noch ein paar Prozent Resthoffnung.

    Wenn die Mc`s was Tierisches zischen hören würden, würden sie es umbringen. :ka:
    Wenn ich zische oder "kssssst"-e oder eine Trinkflasche zischt, ist das was anderes.

    Das lässt für mich hier nur den Schluss zu, dass Schlangenzischen einfach Anwesenheit einer Schlange bedeutet. Ob das Angst oder Schutzverhalten oder gar nichts auslöst, ist individuell/typbedingt.

    Man kann 500 Meter entfernt sehen, dass sie da grad an einer Schlange dran sind, die Schlangentechnik von HSH ist da sehr beeindruckend. Sie packen die Schlangen kopfnah mit einem ganz eigenen Schlangenansprung, beissen dabei fest zu und schleudern sie weg, wenns dann noch lebt, wirds wiederholt - das ist eine einzige fliessende Bewegung in Bruchteilen von Nanosekunden.
    Hier gibts aber nur harmlose Ringelnattern, die zischen aber eh nur selten mal, deshalb werden sie davon abgebrochen und der zwischengelagerte Festmist auf der Weide abgezäunt, damit die Ringelnattern da ihre Ruhe haben.

    Auch die Rinder reagieren auf Schlangen mit Tötungsabsicht. Da löst aber wie bei den Hunden die gleitend-raschelnde Bewegung der Schlangen dieses Verhalten aus, ganz ohne Zischeln.

    Hier ist nochmal ein Bericht über die bei einem Wohnungsbrand, vermutlich ausgelöst durch eine Silvesterrakete, die auf dem dazugehörigen Balkon gelandet ist, verstorbene Seniorin - auch ihr Kater ist bei dem Feuer gestorben:

    https://www.br.de/nachrichten/ba…uettert,V79Hl50

    Ich hab auch mit den selbstverschuldeten Opfern und ihren Angehörigen Mitleid, aber das, als vollkommen Unbeteiligte, ist für mich doch noch weit schlimmer.