Passt mein Junghund zu mir?

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    Hallo Zusammen,


    Vor 2 Monaten ist mein Ersthund, eine Aussie Hündin bei uns eingezogen. Mittlerweile ist sie fast 4 Monate alt und sie benimmt sich wie die Axt im Wald.


    Das ist für das Alter ja ganz normal, allerdings kommen bei mir immense Zweifel auf ob sie der richtige Hund für mich ist.


    Ich würde mich sehr über eine sachliche Meinung von euch freuen.


    Ich bin 21 Jahre alt und wohne noch bei meiner Familie. Von den Arbeitszeiten her gibt es eigentlich kein Problem der Hund ist im Moment nie allein zu Hause. Sie ist sehr aktiv und wir haben schon von Anfang an Probleme damit gehabt das sie zur Ruhe kommt. Mittlerweile haben wir wirklich Schlafzeiten eingerichtet in denen sie in ihrem Kennel zur Ruhe kommen kann. Wir haben einen sehr getakteten Tagesablauf eingeführt.


    Und hier schon einmal zu unserem ersten Problem. Wir kommen zu nichts mehr.. es ist nichts so als würde sie permanent Sachen anstellen aber sie lässt einen nicht in Frieden. Sobald ich mich auf das Sofa setze springt sie jedes mal auf und springt und zwickt mir ins Gesicht. Wir haben es mit weg gehen und raus gehen versucht jedoch kann ich das Spielchen mit ihr wirklich eine Stunde lang treiben. Auch wenn man länger als eine Minute draußen bleibt.


    Mittlerweile hat sie auch kein Problem mehr damit allein zu sein. Jedes mal wenn man wieder zur Tür herein kommt liegt sie auf dem Boden als wäre sie der liebste Hund der Welt. Bis man sich wieder hinsetzen will.


    Die nächste Marotte wäre, das sie mittlerweile Dinge provokativ in Anspruch nimmt und sobald wir sie davon weg schicken wollen sie uns anbellt, um uns herum springt, hochspringt und in Beine und Füße beißt. Hier wieder das Dilemma, wenn wir weg gehen hat sie ihren Willen durch gesetzt, wenn wir sie ignorieren lassen wir sie in unsere Füße usw beißen. Wenn wir sie rausschmeißen wollen springt sie weg und findet es total witzig. Sie hat einmal ein Brot im Garten gefunden. ( wahrscheinlich von einem Tier von Nachbars Kompost herüber getragen) meine Mutter wollte es ihr weg nehmen und da ist sie komplett ausgetrickt hat nicht nur geschnappt sonder wirklich gebissen und zwar mit mehreren Anläufen. Wir haben mittlerweile wirklich ein mulmiges Gefühl wenn sie etwas findet. Sie kann zwar das Kommando "igit" aber bei so tollen Dingen will sie es natürlich nicht hergeben.


    Sie ist absolut respektlos uns gegenüber und jegliches aufbauen, Grummeln bis hin zu maulen , umdrehen am Schlavitchen packen lässt sie komplett kalt. Ich denke wir haben jetzt keine schlechte Körpersprache. Zauberhafterweise kuscht sie sich bei meinem Bruder direkt. Und zwar jedes mal. Sie will es bei anderen Hunden auch wirklich wissen und mobbt andere Hunde. Sie lernt auch bei anblaffern nicht dazu. ( und es gibt eine Hündin die immer klare Ansage gibt sobald sie ankommt...)


    Das nächste Problemchen wäre das Bellen. Ich gehe zwar auch davon aus das sie vor den meisten Dingen einfach schiss hat, aber das übergreift mittlerweile auf massenhaft Dinge. Zum Beispiel werden alle komischen Geräusche die außerhalb des Gartens sind ausgekläfft. Ich rufe sie dann immer zu mir was in den meisten Fällen funktioniert, jedoch wenn sie etwas teilt brauch um ihr Geschäft zu machen ist sie permanent abgelenkt. Mittlerweile gehen wir an den Tageszeiten wo sie nicht bellen sollte nur an der Leine raus das sie sich nicht hochspielen kann. Seit kurzem werden auf dem Spaziergang auch Passanten angekläfft.


    Sie wird immer selbstbewusster auf den Spaziergängen und setzt derzeit immer öfter ihren eigenen Kopf durch.


    Mein Wunsch ist es das ich sie, wenn sie alt genug ist, (das hat alles seine Zeit) mit in den Stall nehmen kann jedoch weiß ich, dass das gebelle bei den Pferden weiter geht. Sie hat auch schon Bekanntschaft gemacht mit Ziegen, die unter bellen WEGGEJAGT wurden. Das gibt mir wirklich zu denken da sie das womöglich auch bei den Pferden machen wird. Sie ist dabei komplett unabrufbar.


    Sie hört auf alle Komandos wie ein Engelchen bis etwas da ist was sie besser oder spannender hält.


    Ich bin momentan komplett überfordert auch wenn ich es sachlich betrachte und ich mir denke so schlimm ist es doch nicht. Dann ist sie ein paar Tage super brav und dann kommen solche Aktionen wie mit dem Brot.


    Ich weiß im Moment wirklich nicht mehr weiter. Ich bin überzeugt das sie in den richtigen Händen und vllt mit der richtigen Aufgabe ein traumhafter Hund sein kann aber so wie es im Moment läuft ist es wirklich problematisch und ich gehe davon aus das es noch schlimmer werden wird. Da macht man sich auch Gedanken ob man lieber jetzt sich dazu entscheiden soll sie abzugeben oder ob man es noch beobachten soll und es selbst versuchen. Wir haben einen Trainer an der Seite und werden mit ihm auch noch Rücksprache halten. Ich würde mich über eure Meinung dazu jedoch sehr freuen.


    Tut mir leid wenn ich so herum gejammert habe aber ich brauche aktuell viel zusprüche.


    Lg Witch99

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  • hallo Lockenwolf,


    Wir gehen mit ihr drei mal am Tag spazieren wobei sie mindestens die Häflte des Weges frei laufen kann. Wir treffen an den meisten Tagen morgens eine tolle Hundegruppe mit denen sie spielt und wir auch ein Stück zusammen laufen. Wir gehen mit ihr nach der 5 Minuten Regel mit ihr spazieren.zwei bis drei mal die Woche fahren wir auch mal wo anders hin. Ansonsten versuchen wir im Moment unserem Lebens weiter nach zugehen und dem Hund nicht den gesamten Raum einnehmen zu lassen. Zwischen durch ist auch mal ein Spiel dabei oder ein bischen Übungen was sich auf ein paar Wiederholungen begrenzt. Ich will sie eben nicht gezielt müde machen da sie schließlich sonst immer mehr Aktion einfordert und ein Aktionjunkie wird. Ich gehe davon aus das sie für einen Welpen ausgelastet ist, das sie auch nicht sooo viel machen sollte wegen Gelenken usw.


    Ich hab mich darauf eingestellt das es anstrengend wird, ich hab mir viele Gedanken gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen das ein aktiver Hund sehr wohl für meine Lebensweise passen würde. Allerdings ist jeder Hund anders und wie es später wird kann man im Vorfeld nie sagen.

  • ich finde deine Probleme haben nichts damit zu tun, dass es eine aktive Rasse ist sondern dass der Hund keine Regeln und Ruhe kennt.

    Was sagt den der Trainer dazu? Wie trainiert ihr die Probleme?

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • wir haben das Abbruchsignal auf gebaut und sie weiß auch was das heißt. Jedoch springt sie im Alltag dadurch das sie im Moment so draufgängerisch ist nicht darauf an. Darauf folgt dann das gezwicke und gekläffe. Wir haben versucht sie abzulenken und sie dann zu belohnen. Das schöne ist nur das sobald man aufhört mit ihr aktiv zu spielen sie wieder genau an die Stelle geht und zum Beispiel weiter nagt. Daher haben wir das dann auch ignoriert. Da sie das dann gezielt einsetzt und uns auch genau im Blick hat was wir jetzt machen.


    Das ist halt das Problem sie nimmt uns nicht ernst und findet das alles witzig und piesakt uns regelrecht.

  • Eure Probleme klingen für mich jetzt nicht so außergewöhnlich :???:


    Wenn man daran bleibt dann kann man es auch schaffen dass der Hund in euer Leben passt.


    Habt ihr einen guten Trainer der mit euch gezielt an den problemen arbeiten könnte? Der euch zb zeigt wie man einen Abbruch aufbaut, wie man Giftköder Training macht (damit sie draußen nichts mehr auf nimmt), usw


    Darf euer Jungspund auch mal die Welt erkunden? Über eine Wiese flitzen wie er will? Schnüffeln soviel sie mag?

    Die 5min Regel gilt nämlich nur für Leinenspaziergänge.

    Aber nicht für auf die Wiese setzen und sie mal Junghund sein lassen, sich mal auszutoben (klar sollte man es nicht übertreiben, aber ein gutes Mittelmaß ist möglich)

  • Wir gehen mit ihr nach der 5 Minuten Regel mit ihr spazieren.

    Meinst du damit die Zeit an der Leine oder den kompletten Spaziergang inkl. frei laufeno


    Wir gehen mit ihr nach der 5 Minuten Regel mit ihr spazieren.

    Meinst du damit die Zeit an der Leine oder den kompletten Spaziergang inkl. frei laufen?

    ich meine damit die Länge des Weges. Ob wir dann noch hunde treffen oder sie über die Wiese fetzt o. Ä. Ist da nicht enthalten. Davon kann sie die meiste Zeit frei laufen

  • Es liest sich wirklich oft schön, wenn da aktiver Hund steht, bis man erstmal merkt das aktiv oft auch reizoffen etc. bedeutet.


    Aber atme erstmal durch. Jetzt kommt man auf dem Hosenboden an, sucht sich einen Hütehundprofi und beginnt mit der Arbeit. Manchmal braucht man eben Hilfe. Jetzt fängt der Lernprozess für euch beide an. Also Krönchen gerade schieben.

    Es klingt ein wenig so als würdest du versuchen alles nach Regeln zu machen. Sie kann anscheinend schon viele Kommandos und die nicht wirklich. Dabei sind die wichtigeren Dinge in Vergessenheit geraten.


    Es kann auch sein dass die vielen Hundegruppen, Übungseinheiten etc. zuviel Außenreiz sind. Das ist ja ein Thema bei diesen Hunden. Gerade wenn Ruhe ein Problem ist. Sie ist erst zwei Monate bei euch und hat mehr Programm als die erwachsenen Hunde. wenn es dann noch schlecht strukturiert geschieht, hat man den Spaß.

    Da würde der Blick eines Profis vor Ort mein erster Anlaufpunkt sein. Die können Drehschrauben entdecken, die einem nie eingefallen wären.


    Gerade vermutest du ein wenig oft sie würde Dinge bewusst und mit Absicht machen. Zwischen Engelchen und Teufelchen. Diesen Denkmechanismus lege bitte ab. Sie macht alles so wie du ihr das gerade vorlebst. Warum sollte sie chilliger sein, wenn du gerade am Rande des Nervenzusammenbruchs stehst?

    Humor auspacken. Neustarten. Profi suchen. Wenn du deinen groben Wohnbereich nennst, können dir die Leute hier oft jemanden passenden nennen. Glaub mir, dieses was habe ich mir nur angetan kennen wir alle. Das ist der Moment in dem die Verantwortung für ein Lebewesen erst startet. Es lohnt sich daran zu arbeiten.

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