Erlernte Hilflosigkeit? Tipps fürs Training?

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    Liebe Alle

    Wir haben seit zwei Monaten eine Mischlingshündin aus dem Tierschutz. Sie ist wohl das, was man klassisch als „Angsthund“ bezeichnet.


    Von Anfang an haben wir unser Programm mehr oder weniger durchgezogen, sprich täglich mehrfach mit ihr raus - Routine soll ja helfen, und das war tatsächlich so. Sie war auch von Tag 1 an stubenrein (obwohl sie wohl nie drinnen gelebt hat). Am Anfang war alles Horror, Geschirr anziehen (haben das Geschirr die ersten Tage zwecks Stressreduktion dran gelassen), in den Fahrstuhl (Spiegel!!), draussen sein, Menschen schon nur von Weitem lösten einen hysterischen Anfall aus (Flucht!!), von Hunden nicht zu sprechen. Autos, Zug, Motorräder (wir wohnen ländlich, aber in der Nähe einer vielbefahrenen Strasse und Gleis).


    In der Wohnung wollte sie sich anfangs gar nicht bewegen, blieb in ihrer Box, ging nur nachts raus zum Trinken. Wenn wir raus wollten mussten wir sie tragen, sie hat sich in die Ecke gedrückt... ich war am verzeifeln...wusste nie, zu wie viel ich sie ‚zwingen‘ darf, habe versucht, auf mein Bauchgefühl zu ‚hören‘...


    Stand nach zwei Monaten: Geschirr an-/ausziehen geht super, fremde Menschen draussen werden meist ignoriert, ebenso Autos/Motorräder/Zug/Fahrräder etc., wenn aber zu viel los ist (was aus ihrer Sicht schnell der Fall ist) klemmt sie die Rute ein und wird unruhig... das wird aber wiiiirklich langsam besser...schnüffeln tut sie draussen wenig (aber immerhin manchmal!), andere Hunde findet sie Horror und würde am liebsten fliehen (wohl das grösste Problem, das wir haben...).

    Drinnen bewegt sie sich zwischenzeitlich in der Wohnung, pendelt zwischen Sofa und ihrem Bettchen im Schlafzimmer. Sie kommt aufs Sofa wenn man sie ruft und lässt sich da auch gerne streicheln. In der Nacht will sie auch bei uns im Bett schlafen, was sie auch darf. Wenn man raus will und zur Türe geht kommt sie manchmal. Meist bleibt sie aber ca. 5 Meter weg stehen, winselt, schaut und verschwindet dann. Man merkt ihr den innerlichen Konflikt (kommen vs. verstecken) richtig an.

    Ist sie in der Wohnung unterwegs, kann man sie auch nicht anfassen. Sie flieht, wenn man sich ihr nähert. Ruft mann sie, weiss sie zwar was man will, schafft es aber nicht, zu kommen (eben, Anfassen auf dem Sofa oder Bett geht bzw. kommt sie da freiwillig hin, und da entspannt sie sich auch...).


    Damit sie lernt, dass wir auch ‚unterwegs‘ in der Wohnung (also nicht nur, wenn sie auf dem Sofa/Bett sitzt) nicht gefährlich sind, bekommt sie ihr Futter nur noch, wenn ich mich mit ihr irgendwo im Wohnzimmer auf den Boden setze. Dann leg ich ihr Futter nach und nach aus und sie nimmt es vom Boden. Einen Teil gibt es aus der Hand. Mein Problem: Sie hat bei dieser Übung waaaahnsinns Panik. Ich muss sie jeweils mit der Leine holen, würde ich die wegmachen, würde sie sofort aufs Sofa fliehen. Sie kann zwar zwischenzeitlich die Kekse essen, aber der Stresslevel ist enorm. Sie macht total zu, wendet den Kopf ab, beschwichtig... generell ist das Problem, dass sie immer wahnsinns defensiv ist, sich nichts traut, sich nie freut. Wenn man etwas von ihr will und sie anspricht, macht sie total zu. Am besten geht es, wenn man alles so nebenbei macht... es ist einfach extrem schwer, eine Beziehung zu ihr aufzubauen... ich habe das Gefühl, aus ihrer Sich sind wir der grösste Störfaktor in ihrem Leben...(sind wir wohl auch...)


    Wie der Titel schon sagt: Mich erinnert dieses Verhalten an eine erlernte Hilflosigkeit... sie ist wohl der Meinung, eh nichts richtig machen zu können bzw scheint sie jederzeit mit körperlicher Strafe zu rechnen (sie zuckt bei schnellen Bewegungen auch gleich zusammen). Die Welt ist aus ihrer Sicht einfach nur böse, und man muss immer mit dem Schlimmsten rechnen.


    Dass sie auch überhaupt nicht spielt, muss ich wohl nicht noch extra erwähnen..


    Hat jeman Erfahrung mit solchem Verhalten? Was hat geholfen? Hattet ihr irgend eine ‚Übung‘, die den Hund etwas aus der Reserve lockte? Oder auch wenn ihr persönlich vielleicht keine Erfahrung habt, habt ihr trotzdem Ideen/Tipps/Inputs?


    Ich bin gespannt! Danke schon jetzt für Eure Antworten (und etschuldigt den laaaaaangen Text).

  • Ich habe auch eine Angsthündin, die anfangs ähnlich war, wie Du beschreibst, allerdings noch extremer. Da hat jeder Reiz für blinde Panik gesorgt. Stubenrein war sie auch nicht.


    Aber wir sind einen anderen Weg gegangen. Viel langsamer. Gassi ja, aber so stressarm wie möglich. Keine Handfütterung (und mein Rat wäre, dass auch nicht so weiter zu handhaben - möglichst stressfrei fressen und trinken ist aus meiner Sicht eine absolute Grundlage für den Aufbau von Sicherheitsgefühl und Entspannung). Wir haben akzeptiert, dass sie sich zurückzieht, haben sie von sich aus den Kontakt aufnehmen lassen. Es hat halt Leckerchen geregnet, wenn wir an ihrer Nähe vorbei sind. Unsere sehr souveräne Ersthündin hat sicher auch als guter Coach gewirkt.


    Das Gassi haben wir zu den Zeiten ausgebaut, in denen sie sich am Sichersten gefühlt hat - das war die Morgen- und die Abenddämmerung. Wir leben hier sehr ländlich und ruhig, so dass sie zu diesen Zeiten relativ frei von Panikauslösern erkunden konnte.


    Zur Beziehung: Unser Ansatz war, erstmal gar nichts von ihr zu wollen oder zu fordern. Außer den obligatorischen Gassigängen. Die Beziehung kam darüber, dass sie gelernt hat, die Sicherheit, den wohlgefüllten Napf und die Ruhe hier zu schätzen, dann die gemeinsamen abendlichen Erkundungen, dann irgendwann auch die sehr ruhige Kommunikation zwischen uns. Sie hat dann doch einen starken Wunsch zu gefallen ausgepackt.


    Als sie soweit entspannt war und gut schlafen konnte, haben wir mit kleinen Suchspielchen draußen, Schnüffelteppich und Intelligenzspielchen kleine erste gemeinsame Spiele aufgebaut. Entspannung als Grundlage, denn ein gestresste Körper lernt nicht gut. Und sie hat eh schon ein Handicap durch einen leichten Deprivationsschaden. Mit Erfolgserlebnissen für sie, die Selbstvertrauen gegeben haben, aber eben auch mit Hilfe für die Erkenntnis, dass Teamwork sich lohnt.


    Unser Trainingsziel war nie ein „ganz normaler Hund“. Sondern ein Hund, der mit sich und seinem Umfeld im Reinen ist und größtenteils glücklich leben kann. Das haben wir sehr gut geschafft, würde ich sagen - sie ist heute fröhlich und munter und war schon lange nicht mehr in einem Paniktunnel.


    Aber, wie gesagt: Wir leben auch ideal für so einen Hund und das hat viel vereinfacht.


    Ich rufe mal @pinkelpinscher und Cindychill, die mit ihren Hunden nochmal andere Wege gegangen sind.

  • Huhu,


    sorry, wenn ich das so sage, aber ... das klingt furchtbar.


    Für mich hört sich das an, als hätte Eure Hündin schlichtweg resigniert.

    Welchen Sinn hat es denn, den Hund nur noch in der Nähe ihrer Angstquelle (Du) fressen zu lassen? Wie soll sie da Vertrauen aufbauen?

    Du schreibst selbst, dass sie wahnsinnige Panik hat. Hast Du mal versucht unter Angst und Stress was zu lernen?


    Das was Du schreibst "erlernte Hilflosigkeit" ist ihr verzweifelter Versuch, mit der Situation klar zu kommen. Sie gerät in den Konflikt "überleben müssen und fliehen". Sie ist abhängig von Euch und Du bestärkst sie in ihrer Angst, da Du sie in Situationen zwingst, mit denen sie gar nicht umgehen kann.

    Hast Du einen guten Trainer, der Euch anleiten kann, ehe da noch mehr schief geht?


    LG

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  • Für mich klingt das nach zuviel von allem.


    Viel Druck.


    Fressen würd ich irgendwo an abgelegener Stelle hinstellen.


    Handfütterung oder dabei sein beim fressen bringt die Hunde oft in Gewissenskonflikt.


    Gassi viel weniger in möglichst reizarmer Gegend immer die selbe Route.

    Fremdhunde vermeiden.


    Kein Kontakt zu fremden Menschen zulassen.




    Rufen in der Wohnung oder sich ihr näheren komplett weglassen.

  • Zwei Monate bei dir ist wirklich noch gar nichts. Sie braucht viel, viel mehr Zeit.


    Mach ihr bitte nicht so Druck mit dem Fressen. Du möchtest einen Hund, der sich entspannen kann. Nur wer entspannt ist, kann Vetrauen aufbauen. Indem du sie dazu zwingst, das Futter zu deinen, für sie harten Bedingungen zu nehmen, schaffst du vermehrten Stress und zerstörst Vertrauen. Denn um zu überleben, muß sie sich deinen Bedingungen unterwerfen.

    Gib ihr lieber das Gefühl, daß du ihr Grundbedürfnis nach Futter ohne Bedingungen bedarfsdeckend erfüllst, indem du sie aus dem Napf fütterst und dabei ganz in Ruhe läßt. Das ist eine viel solidere Grundlage für eine Freundschaft. Du möchtest doch für deine Hündin eine verläßliche Bezugsperson sein und kein Stressfaktor.

    Du kannst trotzdem noch besonders begehrenswerte Leckerchen als Belohnung verwenden. Aber satt werden sollte sie, ohne etwas dafür leisten zu müssen.


    Erlernte Hilflosigkeit ist etwas anderes, als was deine Hündin zeigt. Deine Hündin ist ängstlich, aber nicht gebrochen. Erlernte Hilflosigkeit bedeutet, daß ein Tier Flucht und Widerstand aufgibt und passiv alles erträgt, scheinbar "brav". Wer zuckt, wegläuft und sich entzieht, ist nicht passiv, sondern wendet eigene Lösungsstrategien an.


    Dagmar & Cara

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • ich habe das Gefühl, aus ihrer Sich sind wir der grösste Störfaktor in ihrem Leben...(sind wir wohl auch...)

    Wenn Ihr sie mit einer Leine dazu zwingt, aus Eurer Hand zu fressen, wird das so schnell mit Sicherheit auch nicht besser werden.

    Du willst zu schnell zu viel und denkst zu menschlich.


    Bei einem Hund, der so extrem ist, würde ich einen Verhaltenstierarzt hinzuziehen und nicht alleine drauf lostrainieren.

    Stress ist für den Körper eine starke Belastung, gerade wenn er chronisch ist.

    Ich würde da nicht weiter alleine dran rumtrainieren, sondern mir eine erfahrene ( = keinen "normalen" Hundetrainer, sondern eben einen Verhaltenstierarzt) Begleitung suchen.

  • Hi,


    wie alt ist denn deine Hündin?


    Ihr habt sie erst seit zwei Monaten und gebt ihr täglich das volle Programm? Dafür schafft sie schon verdammt viel.

    Gibt es einen Grund warum ihr sie unbedingt anfassen wollt? Meine Hündin bewegt sich in der Wohnung auch nicht hin und her, warum sollte sie Energie verschwenden? (so ein Verhalten hilft super beim Alleinseintraining)


    Eigentlich klingt das nach einer normalen Tierschutzhündin, die etwas überfordert ist. Gebt ihr Zeit. Hunde, die nicht mit menschlichen Kontakten aufgewachsen sind und recht wenig kennengelernt haben während ihrer Sozialisationsphase haben manchmal keine Lust auf Kuscheln. Hat hier ca 2 Jahre gedauert und ist weit weg vom Instakuschler.


    Ich würde das Gas etwas runterschrauben. Auch dieses nur aus der Handfüttern ist für einen wirklichen Angsthund echter Stress. Das wäre als würde man Kinder nur bekm Zahnarzt füttern. Grundbedürfnisse sollten ohne Bedingungen erfüllt werden.


    Und menschliche Psychologie auf Hunde anwenden macht keinen Sinn. Du hast eine zurückhaltende, offensichtlich auch höfliche Hündin. Ihr Universum wurde erst vor kurzem komplett verändert. Sie weiß noch nicht mal das sie bei euch bleibt.


    Beständiges Verhalten deinerseits baut echte Bindung auf.


    Meine Hündin zuckt heute noch wenn ich stolpere oder niese oder mir etwas herunterfällt. Draußen in der gefährlichen Welt anfassen lassen und an mir orientieren war langsam aufgebautes Training.


    Wenn ich heute nochmal neustarten könnte, würde ich viel viel langsamer mit meiner Hündin anfangen. Gerade zuviel Gassi, wenn sie draußen unsicher war, war eher kontraproduktiv.

    Der Hund muss Stress verarbeiten können. Bei uns war Auslastung Überlastung. Also wenn deine Hündin andeutet nicht rauszuwollen, würde ich überlegen ob ihr nicht zu viel oder zu oft geht. Nur so als Anhaltspunkt.


    Hier gibt es einiges zum Thema Angsthund, da findest du bestimmt ähnliche Geschichten:

  • Damit sie lernt, dass wir auch ‚unterwegs‘ in der Wohnung (also nicht nur, wenn sie auf dem Sofa/Bett sitzt) nicht gefährlich sind, bekommt sie ihr Futter nur noch, wenn ich mich mit ihr irgendwo im Wohnzimmer auf den Boden setze. Dann leg ich ihr Futter nach und nach aus und sie nimmt es vom Boden. Einen Teil gibt es aus der Hand. Mein Problem: Sie hat bei dieser Übung waaaahnsinns Panik. Ich muss sie jeweils mit der Leine holen, würde ich die wegmachen, würde sie sofort aufs Sofa fliehen.

    Ich glaube nicht, dass sie so lernt, dass ihr ungefährlich seid. Ich glaube sie lernt gerade, dass sie eh keine Wahl hat und ihre Situation nicht beeinflussen kann. Also genau das, wogegen Du eigentlich angehen möchtest: erlernte Hilflosigkeit.


    Ich würde es langsamer angehen und ihr mehr Entscheidungsfreiheit lassen :nicken:

  • Weißt du etwas über ihre Vergangenheit? Manchmal hilft es sehr, zu verstehen, warum ein Hund sich in bestimmten Situationen „sonderbar“ verhält.


    Ich stimme den Vorrednern zu, dass sie auch ruhig und entspannt aus ihrem Napf - allein, ohne euch direkt daneben - fressen dürfen sollte. Mindestens 2/3 der Futterration. Den Rest kann sie ja - bei Annäherung oder wenn ihr an ihr vorbei geht - als Leckerli bekommen, aber das ruhige Fressen in Sicherheit wird vor allem dann wichtig sein, wenn sie mit anderen Hunden im Shelter oder auf der Straße gelebt hat. Da ist Anwesenheit eines Anderen, vor allem Stärkeren, oft gleichbedeutend mit „Futter nicht anfassen dürfen sonst knallt‘s“, Hunde sind nämlich keine Wölfe mehr und teilen nicht gern, gemeinsames Fressen bedeutet meistens Stress. Stell dir nur vor, sie denkt die ganze Zeit dass du das Futter gleich selbst wegmampfst 😱

    Geri (Deutscher Schäferhund/Tschechoslowakischer Wolfhund, * 22.7.20); Garmr (Kangal, * 24.7.20); gegangen, doch weiter geliebt: Freki (Siberian Husky/Tschechoslowakischer Wolfhund) und Hootch (Labrador)


    Bilderthread mit Garmr und Geri

  • Ach ja - zum Gedanken der „erlernten Hilflosigkeit“ nochmal: Davon würde ich hier eher nicht ausgehen. Sondern von einem Hund, der einfach nicht mit dem Konzept sozialisiert wurde, mit Menschen intensiv zu interagieren. Dass sie also erst lernen muss, dass es ungefährlich und sogar lohnend ist, eng mit Dir zusammen zu leben und zu agieren. Was Du beschreibst, klingt nach einem Hund, der sich dauerhaft bedrängt fühlt und deshalb dicht macht. Was, wie BettiFromDaBlock schreibt, sehr höflich ist. Die Reaktion könnte auch nach vorne sein.


    Ja, es ist schwer, da eine Beziehung aufzubauen, wenn das kleine Einmaleins dafür fehlt, das bei einem hier sozialisiertem Hund eingebaut ist. Die meisten Hunde können es dennoch. Aber gerade in der Anfangszeit ist das Leben hier in der Wohnung für einen Hund, der 24/7 Menschen um sich herum nicht gewöhnt ist, ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor.


    Neugierde und die Suche nach Verständigung sind den meisten Hunden ja in die Wiege gelegt. Die wenigsten Hunde sind von ihren Vorerfahrungen so verstört, dass das komplett verschüttet ist. Das tut also seine Arbeit für Euch, aber das braucht Zeit, Ruhe, Vertrautheit und Sicherheit.

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