Die "normalen" Welpenprobleme?

Es gibt 60 Antworten in diesem Thema, welches 9.085 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von alina_we.

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    Hallo zusammen,


    ich bin, wie wahrscheinlich viele Welpenbesitzer (das ist unser erster Hund), überfordert mit unserer Situation und einfach überfragt. Vielleicht gibt es hier jemanden der ein wenig Abhilfe schaffen kann? Ich wäre darüber sehr dankbar!

    Kurz zu unserer Situation: seit fünf Wochen lebt Cooper, ein Labrador Rüde, bei mir und meinem Freund in unserer gemeinsamen Wohnung. Eingelebt haben wir uns gut, ganz stubenrein ist er noch nicht aber die Nächte sind sehr angenehm, da er in seiner Box schläft und die meisten Nächte auch durchschläft - da haben wir glaub ich sehr viel Glück gehabt!

    Nun zu unserer Baustelle: Wir arbeiten beide im Homeoffice. Morgens geht einer von uns beiden mit ihm den Garten, Cooper löst sich und wir verweilen noch kurz mit ihm dort. Oben angekommen legt er sich meistens auf seine Decke und schläft noch ein bisschen. Irgendwann wird er wach und er möchte Aufmerksamkeit. Dann setzt er sich zu einem von uns und bellt uns an. Wenn ich mich zu ihm runtersetzte und mit ihm auf seiner Decke "Kuschel" (ich streichle ihn ein bisschen) dann beruhigt er sich aber sobald ich mich wieder an den Schreibtisch setzte bellt er mich wieder an, springt an mir hoch. Teilweise knurrt er auch oder schnappt nach mir, die Rute wedelt dabei fröhlich. Ich kann ihn ja nicht dauerhaft ignorieren damit das Bellen aufhört? Heute beim Frühstücken hatten wir die gleiche Situation: der Hund war gesättigt, wir waren eine kleine Runde laufen (wirklich nicht viel!), er hatte sich gelöst und wir wollten Frühstücken. Er fängt an laut zu bellen, in unsere Füße und Beine zu zwicken. Wir haben ihm einen Auslauf gekauft, dieser steht im Wohnzimmer. Mein Freund hat Cooper dann in diesen Auslauf gebracht, weil er sich einfach nicht beruhigen wollte. Dort ging das Gebelle natürlich weiter.

    Wie reagiere ich in solchen Situationen am besten? Ich will ihn nicht dafür bestrafen, dass er meine Aufmerksamkeit will aber ich kann nicht immer reagieren gerade wenn ich z.B. ein wichtiges Telefonat führe.


    Ich habe das Gefühl ich verpasse die Situation meinen Hund in seinem Wesen zu "festigen" und würde ihn dann gar nicht mehr gebändigt kriegen wenn die Pubertät losgeht. Wie gut muss er in diesem Alter hören? Wie viele Kommandos muss er problemlos ausführen können? Ich möchte einfach nicht falsch machen..


    Zusätzlich noch:

    Habt ihr vielleicht Tipps wie wir das "Nein" besser trainieren können? Die Videos von der doguniversity helfen uns gar nicht und auch das was der Welpentrainer Andre Vogt so erzählt nimmt Cooper irgendwie nicht an.


    Sorry für diesen langen Text! Ich hoffe, das ist alles verständlich rübergekommen und wir können uns austauschen!

    Liebe Grüße :smile:

  • Wir haben ihm einen Auslauf gekauft, dieser steht im Wohnzimmer.

    Und, wie ist der so im Einsatz?


    Ohne den Tagesablauf, was Ihr wann wie tut, kann man eigentlich nicht wirklich was raten.

  • Wir haben ihm einen Auslauf gekauft, dieser steht im Wohnzimmer.

    Und, wie ist der so im Einsatz?


    Ohne den Tagesablauf, was Ihr wann wie tut, kann man eigentlich nicht wirklich was raten.

    Stimmt, hätte ich vielleicht besser schildern müssen! Also unser Tagesablauf:

    Morgens gehen wir mit ihm in den Garten, er löst sich, wir gehen rein und er schläft nochmal. Dann füttern wir ihn, gehen mit ihm den Garten, er löst sich, wir gehen rein. Er tobt dann ein bisschen mit seinem Spielzeug und legt sich dann wieder zum Schlafen hin. Er wacht dann auf und fängt an zu bellen oder mich an den Beinen zu zwicken wenn ich am Schreibtisch sitze. Mittags füttere ich ihn, wir gehen eine kleine Runde lauf und üben draußen im Garten oder spielen. Dann schläft er wieder aber nach dem Schlafen wieder das gleiche mit dem Bellen und Zwicken. Nachmittags, wenn ich Feierabend mache, gehe ich mit ihm den Garten und wir üben oder spielen. Dazwischen gehe ich natürlich alle 1 1/2 - 2 Stunden mit ihm in den Garten damit er sich lösen kann. Gegen 19 Uhr machen wir nochmal eine kleine Runde. Ab ca. 20 Uhr schläft er meistens. Wenn wir so gegen 23 Uhr ins Bett gehen, gehen wir nochmal mit ihm in den Garten, er löst sich, und dann bringen wir ihn in die Box wo er in der Regel auch durchschläft.


    Ich setzte ihn in den Auslauf wenn ich z.B. wische oder sauge. Oder mal in den Keller gehe um die Wäsche zu machen. In dem Fall gebe ich ihm etwas zum Kauen oder seinen Puppy-Kong. Und heute haben wir ihn da reingesetzt, weil er uns immer wieder angegangen ist und nicht zur Ruhe gekommen ist.

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  • Schreib uns doch bitte mal, was ihr so die ganze Zeit macht mit ihm. Wie beschäftigt er sich alleine, wenn ihr arbeitet, wie beschäftigt ihr euch mit ihm, was sind die Probleme im Alltag, draussen und drinnen und für dich selbst ganz wichtig: was läuft alles gut? Habt ihr Unterstützung durch einen Trainer? Hat euer Hund Kontakt zu anderen (souveränen) Hunden?


    In deinem Post klingt durch, dass du Hemmungen hast, konsequent zu sein (ist kein Vorwurf!). Das zeigt ja grundsätzlich mal, dass du es gut meinst mit dem Kleinen. Ein Hund (noch dazu ein Labby, der nicht so leicht zu beeindrucken und eher körperlich ist), wird aber leider sehr schnell heraußen haben, wie er dich um den Finger wickelt. Da ist liebevolle Konsequenz und Durchhaltevermögen und eine konkrete Vorstellung, was zu geschehen hat, unglaublich wichtig.


    Wenn ein Welpe jammert, weil er runter will oder kläfft, weil er Aufmerksamkeit will und in seinem Verhalten bestärkt wird, indem das geschieht, was er will, begibst du dich in eine Spirale. Er wird immer öfter und lauter bellen, weil er ja lernt, dass es toll ist, wenn er bellt. Er wird ja dafür gestreichelt und du beschäftigst dich mit ihm. Der richtige Weg wäre, erst zu loben und "nachzugeben", wenn der Welpe ruhig und entspannt ist, denn damit fördert du dann auch genau dieses Verhalten.


    Zur Box: habt ihr die irgendwie aufgebaut oder Welpe rein und fertig. Ist sie offen oder geschlossen? Kann sich der Welpe drinnen umdrehen und hat er Zugang zu frischem Wasser?

  • Okay, das heißt für den Welpen, wenn er sich bewegen und Beschäftigung haben möchte, dann ist er auf Spielen und Üben von Euch angewiesen und der Auslauf ist mit Ablenkung verknüpft. Und Gassigänge frei im Feld sowie Kontakte und Spielen mit anderen Hunden gibt es gar nicht?

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Rudi ist jetzt 7 Monate alt.


    Und ein sehr netter und unkomplizierter Kerl!

    Von Welpen an hat er aber morgens uns Vormittags Phasen in denen er Aktion will.

    Er tobt dann etwas mit meiner erwachsenen Hündin wenn ich arbeite.


    Ist doch klar, dass euer Hund Energie hat!

    Das ist ein junger Hund!

    Und er hat sich die ganze Nacht ausgeruht u auch morgens gibt es wohl wenig Programm?

    Irgendwann muss die Energie halt raus.

    Spielt und tobt doch etwas mit ihm, am Besten, bevor er es aktiv einfordert.


    Kann er mit anderen Hunden spielen?

    Und draußen rennen?

    Ruhe halten und lernen ist sehr wivhtig.

    Aber ein junger Hund muss seine Energie auch raus lassen dürfen, das idt ja kein Säugling oder eine Stoffpuppe.

  • Irgendwann wird er wach und er möchte Aufmerksamkeit. Dann setzt er sich zu einem von uns und bellt uns an. Wenn ich mich zu ihm runtersetzte und mit ihm auf seiner Decke "Kuschel" (ich streichle ihn ein bisschen) dann beruhigt er sich aber sobald ich mich wieder an den Schreibtisch setzte bellt er mich wieder an, springt an mir hoch.

    Er hat dich auf jeden Fall gut erzogen in der kurzen Zeit.


    Ich würde wirklich darauf achten, dass er gleich lernt Schreibtisch = er hat Pause, sonst werdet ihr keinen Spaß im Home Office haben.


    Und ich schließe mich flying-paws an: Wo kann der Kleine draußen mal Dampf ablassen? Wald, Wiese ohne Leine einfach Freilauf? Hundekumpels?

    Wer drinnen ruhig sein soll, muss draußen toben können.


    Üben würde ich da gar nix groß so wie ihr euch das vorstellt, da muss man arg aufpassen um die in dem Alter nicht zu überfordern, wenn man noch nie einen Hund hatte.

  • Eine Freundin hat mit ihrem Welpen morgens immer etwas länger was gemacht, also direkt nach dem Aufstehen nur kurz in den Garten, dann Frühstück und danach eine (welpenmäßig) etwas längere Runde draußen außerhalb vom Garten. Da hätte der Kleine erstmal was zum Verarbeiten und hat den Vormittag über gepennt, manchmal kurz zum Lösen in den Garten. Das nächste mal etwas mehr Aufmerksamkeit gab's dann mittags.

    Das hat sich auch bis zum Junghunde alter so durchgezogen, große Runde morgens und dann mittags nochmal eine etwas kleinere. Hat bei denen gut geklappt, das war ein Labbi-Pudel-Mix.


    Das sind aber nur Infos aus zweiter Hand, ich hatte noch keinen Welpen, da wissen andere bestimmt mehr dazu :)

  • Wieso nicht einfach ausnutzen das man schlauer als sein Hund ist und dem Problem vorgreifen?

    Du weißt ja wann seine aktiven Phasen sind.

    Ich habe diese immer genutzt, den Welpen eingepackt und draußen was gemacht.

    Dann wieder rein, was zu kauen, und schlafen.


    Die gesamte Nacht in der Box ist natürlich heftig wenn man überlegt wie oft Hunde den Platz wechseln.

  • Wann, wo und wie kann er denn mal altersgemäß richtig Dampf ablassen? Wenn er seit fünf Wochen bei euch ist, steht er mindestens auf der Schwelle zum Junghund - und die sind genetisch einfach nicht dafür gemacht, ständig brav zu schlafen wie ein ganz kleiner Welpe. Die sind im allerbesten Erkunde- Weltentdecke- und Austob-Alter.


    Euer Hund ist bisher, finde ich, superbrav - er schläft nachts durch und begnügt sich tagsüber damit, höflich bei auch anzufragen, ob es nicht auch mal ein bißchen Action gibt, fügt sich dann aber wieder artig in den durchgetakteten Tagesablauf mit "Nein" und "Ruhephasen". Mein junger Terrier hätte dir da irgendwann die Tapete von der Wand gefressen.


    Das heißt jetzt natürlich nicht, dass du den Hund ständig toben lassen sollst, bis er dann deshalb hohldreht, aber ein bißchen mehr Hundsein solltest du ihm schon gönnen: eine längere, übungs- und vor allem leinenfreien Runde zum Beispiel, nach der er rundum entspannt ist, ein paar Kumpels zum Dampfablassen - sowas eben.


    Dann kannst du auch zuhause Ruhe einfordern, ohne dass er immer wieder zu erklären versuchen muß, was er eigentlich ist: ein fitter, lebendiger junger Hund, der ein Ventil für seine altersgemäße Energie braucht.

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