Hund frisst nicht und erbricht

Es gibt 18 Antworten in diesem Thema, welches 1.726 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von elchimonchichi.

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    Hallo an Alle, ich bin neu hier und hoffe ich mache alles richtig.

    Ich habe eine fast 12 Jahre alte Französische Bulldogge. Er hat schon immer etwas Probleme mit dem Magen. Er hat leider aufgrund eines Unfalls mit langem Heilungsprozess, vielen Schmerzen und Tierarztbesuchen große Angst beim Tierarzt. Er wehrt sich mit allem was er hat und ohne Maulkorb würde es gar nicht gehen, Tierarztbesuche sind für ihn unglaublich stressig. Das heißt, ich überlege doch immer zwei mal ob ich mit ihm gleich zum Tierarzt fahre oder erst mal nur mit ihm (dem

    Tierarzt telefonieren). So, lange Rede kurzer Sinn Huutsch hat seit einigen Jahren immer mal wieder Erbrechen (oft morgens gelber Schleim) oder Übelkeit (Speicheln), Übersäuerung und Durchfall. Bisher konnte das Ganze immer mit Hausmitteln, Lebensumstellungen (barfen seit 7 Jahren, vor dem schlafen gehen nochmal füttern,...) und/oder kurzer Medikamentengabe gelöst werden. Allerdings war/ist es immer ein Thema. Der „Grund“ wurde nie wirklich tiefgründig erörtert. Ich muss dazu sagen, dass ich aber auch einfach der Meinung war dass ist sein „Empfindlicher Bereich“.

    Jetzt ist es so, dass Huutschi auch Arthrose hat und letzten Herbst das Medikament (Caprotabs) dass er über Jahre bei Schüben bekommen hat, einfach nicht mehr vertragen. Es hat sich jetzt etwas gezogen bis endlich was geholfen hat ohne dass wir das neue Mittel wegen Nebenwirkungen absetzten mussten. Anscheinend waren es aber wohl doch keine Nebenwirkungen sondern etwas „anderes“. Jetzt komme ich zum eigentlichen Thema.

    Huutschi hatte Probleme mit Sodbrennen (komisches Würgen/ fast husten), starkem Speicheln (Übelkeit) bis dann zum Schleim erbrechen mit (nicht viel! Aber deutlich) etwas frischem Blut. Da wir immer nur davon ausgingen dass es am Schmerzmittel ausprobieren liegt, haben wir (Tierarzt) nicht tiefer gegraben. Nun ist der Arthroseschub überstanden aber Huutschi geht es nicht so gut. Er frisst nun seit 4 vollen Tagen nicht (heute 4. Tag), wirkt nicht sehr glücklich, möchte nicht spazieren gehen und schläft eigentlich nur. Natürlich sind wir gleich am Montag morgen zu unserem Tierarzt. Dort wurde ihm Blut genommen, er hat 2 Spritzen bekommen nur leider war auch ich so aufgeregt und unter Stress, dass ich nicht mehr genau weiß was das war. Muss einmal sowas wie ein nicht so aggressiver „Säureblocker“ und eine „Aufbauspritze“ gewesen sein. Dazu haben wir erst einmal aufgrund der Symptome folgendes für ihn bekommen :

    Bactisel Gel (seit 2 Wochen)

    Omeprazol 10 (seit 4 Tagen)

    Vonisan (seit gestern)


    Das Blutergebnis haben wir noch nicht. Trotz der Behandlung gestern und der Gabe von Omeprazol am Abend erbricht Huutschi abends (kurz nach dem Saufen) weißen/durchsichtigen Schleim. Er schläft sehr viel und wirkt „abwesend“ es geht ihm einfach nicht gut. Und er frisst einfach nicht. Ich mache mir Sorgen und möchte ihm so gerne helfen.

    Hat jemand von euch Erfahrung mit Ähnlichem? Mit Gastritis / Magenschleimhautentzündung - kann es das sein?

    Vielleicht kann mir ja hier jemand aufgrund von eigenen Erfahrungen etwas dazu sagen. Ich würde mich sehr freuen.



    Nachtrag

    Was vielleicht noch zu erwähnen ist, Huutschi ist ein sehr sensibler und aufgrund der langen Krankheitsgeschichte in seinem ersten Lebensjahr nicht gut sozialisiert (ich habe viele Fehler gemacht und wusste es damals einfach nicht besser).

    Anfang Oktober haben wir ein Baby bekommen. Vielleicht kann das wichtig sein, vielleicht löst es Stress bei ihm aus? Ich weiß auch nicht, vielleicht merkt ihr ja, ich bin etwas verzweifelt, wollte es aber einfach noch erwähnen.

  • Trinkt er wenigstens?


    Ich würde mit der Geschichte ehrlich gesagt lieber in eine Tierklinik mit hauseigenem Labor, beim Warten auf die Blutwerte wird man doch sonst irre :verzweifelt:

    Und das möglichst bald, das vollkommen apathische Verhalten spricht meiner Meinung nach für eine ernste Erkrankung.

  • du hast da einen Hund bei dem diese Probleme wirklich vorprogrammiert sind. Irre wie lange er das alles kompensieren konnte. Für seine Rasse ist er wirklich ein Methusalem.

    Wo genau welches Problem liegt kann dir hier niemand sagen, da wir auch keine Glaskugel haben. Fakt ist, er wird sicherlich Probleme mit dem Gaumensegel haben, wahrscheinlich ist sogar der Zugang zu Luft. und Speiseröhre teilweise blockiert weil da irgendwas rumwuchtert (frisches Blut) Sein Verdauungtrakt wird wohl nicht nur mit einer normalen Gastritis geplagt sein sondern sehr wahrscheinlich auch diverse Geschwüre aufweisen. Über den Darm reden wir dann lieber nicht mehr.


    Fakt ist, ohne genaue Diagnostik wird dein Hund wohl nicht gesund werden. Du kannst natürlich auch noch länger so rumprobieren wie bisher aber dein Hund wird davon nicht gesünder. Versucht das Probleme bzw die schlimmsten Probleme zu lokalisieren und dann muss man entscheiden ob und wie man da was behandelt.


    Alles Gute!

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  • Danke Karpatenköter und Lockenwolf für eure schnellen Antworten. Ich hoffe dass die Blutwerte morgen da sind. Das mit der Tierklinik ist natürlich möglich und wenn nicht schnell Besserung Eintritt tun wir das natürlich. Ich bin jetzt nur auf den ersten Weg zu unserem Tierarzt, den kennt er einfach schon und andersrum. Denkt ihr ich solle das Ergebnis (soll morgen kommen), nicht mehr abwarten? Ich will es natürlich nicht runter spielen, es geht ihm nicht gut und das möchte ich ändern aber an die Klinik habe ich noch nicht gedacht. Unser Tierarzt hat mir nicht Eindruck gemacht als wäre es etwas lebensbedrohliches. Ich hatte gedacht vielleicht brauchen die Medikamente einfach ein bisschen.

    Nun fühle ich mich noch schrecklicher. Hoffentlich bekommen wir das hin. Ich habe das wohl einfach zu lange unterschätzt.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ohne deinen Hund zu kennen, kann jetzt meine Einschätzung falsch sein, aber rein nach deiner Schilderung würde ich den Hund in einer Klinik auf den Kopf stellen lassen. Einschließlich Röntgen und evtl Ultraschall.


    Für mich hört sich das nicht nach einfachem Magen und Darm Unwohlsein an

  • Hast Du mal die Nackenhaut überprüft?

    (Etwa 5 com vorsichtig in die Höhe ziehen und nach einigen Sekunden loslassen. Bleibt die Nackenhaut stehen oder zieht sie sich sofort wieder zurück?)

    Und wie sieht das Zahnfleisch aus? Rosig, feucht und glänzend oder hell, klebrig, trocken?

    Hat er Fieber?


    Falls die Nackenfalte stehen bleibt oder das Zahnfleisch bleich/ trocken ist oder der Hund Fieber hat oder sich das Verhalten weiter verschlechtert, würde ich heute noch in die Tierklinik fahren. Falls nicht, würde ich morgen sofort bei Praxisöffnung beim Tierarzt anrufen und fragen, ob ich vorab vorbeikommen kann.


    Gute Besserung für Deinen Hund!

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